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Auf den Punkt Archiv

2376 Episoden
15 Minuten
Es ist bereits fünf nach zwölf. Die Erde hat sich irreversibel erwärmt. Bleibt nur Resignation? Auf keinen Fall, meint ein optimistischer Ex-Umweltminister Klaus Töpfer. “Die Alarmglocken tönen ohrenbetäubend”, sagt UN-Generalsekretär Antonio Guterres angesichts des neuen Berichts des Weltklimarates IPCC. Demnach erwärmt sich unsere Erde schnell und überall mit zunehmendem Folgen. Der Bericht ist die politische Handlungsgrundlage der Weltklimakonferenz im November in Glasgow. "Die Studie ist in ihrer Klarheit und Härte einmalig, aber keinesfalls nicht absehbar gewesen", sagt Deutschlands erster Bundesumweltminister Klaus Töpfer. Bereits 1990 sei das fast wörtlich vorausgesagt worden. Es handelt nur derjenige, der einen Vorteil für sich daraus ableiten kann, sagt der ehemalige CDU-Politiker. Die Energieerzeuger aber würden noch aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe ihre Profite ziehen, das müsse dringend geändert werden. "Wir gehen auf eine Welt mit zehn Milliarden Menschen zu" sagt Töpfer, "aber unser Lebensstil ist nicht globalisierungsfähig." Deutschland müsse dabei innovativ sein bei der technologischen Entwicklung alternativer Energiequellen. "Wir können immer noch gestalten, es ist längst nicht zu spät", meint die Physikerin Marlene Weiß, die das Wissenschaftsressort der SZ leitet. Zwar sei das Ziel der Begrenzung der Erderwärmung nur um 1,5 Grad kaum noch zu erreichen, aber immerhin noch die zwei Grad. Als Einzelner sei man verloren, aber alle Staaten müssten nun dringend und schnell zusammenarbeiten. Schließlich sehe man doch die drastischen Folgen, wenn wir nichts tun würden. Weitere Nachrichten: Bis zu 30 Milliarden Euro für Flutopfer, Abschlussbericht Anschlag Berliner Weihnachtsmarkt. Wir freuen uns sehr, wenn Sie bei unserer Umfrage mitmachen. Sie dauert etwa fünf bis zehn Minuten und wir hoffen damit, den Podcast noch besser zu machen. Hier können sie teilnehmen. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über den Livestream des ICPP.
11 Minuten
Aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland bei 20,4, doch die Werte steigen - und zwar früher und schneller als im letzten Sommer. Gleichzeitig stockt die Impfkampagne. So wenig wie in dieser Woche wurde zuletzt Ende Februar geimpft. Momentan sind erst 54 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft, 62 Prozent zumindest ein Mal. Um für die nächste Corona-Welle gewappnet zu sein, plant das Bundesgesundheitsministerium ab September Auffrischungsimpfungen für alle Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören. Wie sinnvoll so eine Booster-Impfung sein kann und welche Daten wir dazu bisher vorliegen haben, erklärt in dieser Folge Hanno Charisius aus dem SZ-Wissensressort.
12 Minuten
Der Fall der belarussischen Sprinterin Kristina Timanowskaja hat diese Woche für viel Aufregung gesorgt. Aber der Fall ist nur ein Beispiel dafür, wie skrupellos das Regime in Belarus gegen Kritikerinnen und Kritiker vorgeht. Über die Methoden des belarussischen Machthabers.
13 Minuten
Am 4. August 20020 hat eine gewaltige Explosion große Teile von Beirut zerstört. Die Druckwellen beschäftigen den Libanon bis heute. Beirut galt einst als Paris des Nahen Ostens. Doch das ist es schon lange nicht mehr. Nach einem blutigen Bürgerkrieg und dem Krieg in Syrien besteht dort nur ein kaputter Staat, der auf internationale Hilfe angewiesen ist. Und nachdem am 4. August 2020 fast 3000 Tonnen Ammoniumnitrat im Hafen Beiruts detonierten, ist auch fast nichts mehr von dem berühmten Gelassenheit und weltläufigen Charme der Libanesen zu spüren. Das sah damals aus wie in einem Kriegsgebiet, erinnert sich SZ-Redakteur Moritz Baumstieger, der kurz nach der Explosion das Land bereiste. Er habe Schockstarre erwartet, aber viel tatkräftige Bürger gesehen, die irgendwie dieser Situation Herr werden wollten. Bis heute sei unklar, wer für die Katastrophe nun eigentlich verantwortlich sei. Lediglich ein paar niedere Beamte würden deshalb in Haft sitzen. Schon vor der Explosion habe das Land am Rand des Kollaps gestanden, jetzt aber herrsche überall wirtschaftliches und politisches Chaos: Keine funktionierende Regierung, horrende Inflation und schlimme humanitäre Auswirkungen auf das Volk. Es dümpelt führungslos dahin. Der Libanon habe ein korruptes System, sagt Baumstieger, sei ein gescheiteres Land. Weitere Nachrichten: Zugunglück in Tschechien, Belarussische Leichtathletin Timanowskaja in Wien. Den achtteiligen Podcast "Inside 1860" finden Sie unter sz.de/Inside1860. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Valerie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über ZDF, Reuters und YouTube. Beirut galt einst als Paris des Nahen Ostens. Doch das ist es schon lange nicht mehr. Nach einem blutigen Bürgerkrieg und dem Krieg in Syrien besteht dort nur ein kaputter Staat, der auf internationale Hilfe angewiesen ist. Und nachdem am 4. August 2020 fast 3000 Tonnen Ammoniumnitrat im Hafen Beiruts detonierten, ist auch fast nichts mehr von dem berühmten Gelassenheit und weltläufigen Charme der Libanesen zu spüren. Das sah damals aus wie in einem Kriegsgebiet, erinnert sich SZ-Redakteur Moritz Baumstieger, der kurz nach der Explosion das Land bereiste. Er habe Schockstarre erwartet, aber viel tatkräftige Bürger gesehen, die irgendwie dieser Situation Herr werden wollten. Bis heute sei unklar, wer für die Katastrophe nun eigentlich verantwortlich sei. Lediglich ein paar niedere Beamte würden deshalb in Haft sitzen. Schon vor der Explosion habe das Land am Rand des Kollaps gestanden, jetzt aber herrsche überall wirtschaftliches und politisches Chaos: Keine funktionierende Regierung, horrende Inflation und schlimme humanitäre Auswirkungen auf das Volk. Es dümpelt führungslos dahin. Der Libanon habe ein korruptes System, sagt Baumstieger, sei ein gescheiteres Land. Weitere Nachrichten: Zugunglück in Tschechien, Belarussische Leichtathletin Timanowskaja in Wien. Den achtteiligen Podcast "Inside 1860" finden Sie unter sz.de/Inside1860. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Valerie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über ZDF, Reuters und YouTube.
12 Minuten
In Bayern spitzt sich derzeit ein Streit zwischen Hubert Aiwanger und Markus Söder zu. Könnte die Koalition noch im Bundestagswahlkampf brechen? Bayerns Ministerpräsident Markus Söder stellte seinen Vize und Wirtschaftsminister kürzlich bloß: Hubert Aiwanger von den Freien Wählern (FW) will sich nicht impfen lassen. Das sei eine freie Entscheidung, es gebe keine Impfpflicht etcpp, verteidigt der sich. Seine rote Linie sei sein Körper. Dafür aber will Aiwanger nach der Bundestagswahl nach Berlin. Man unterschätzt die FW, wenn man sie lediglich als Folklore-Phänomen sieht, sagt der landespolitische Korrespondent der SZ in München, Andreas Glas. Tatsächlich würden die FW eine ähnliche Rolle einnehmen wie die CSU: Trotz Regierungsverantwortung einfach so tun, als sei man weiterhin in der Opposition. Es sei aber längst noch nicht ausgemacht, dass die Partei die Fünf-Prozent-Hürde überspringen werde. Aiwangers Impfskepis sei vielleicht mit seiner Herkunft vom Bauernhof zu erklären. Anfangs habe er das auch sehr defensiv vertreten, aber inzwischen wittere er seine Chance. Er habe sich zum Sprachrohr einer "angeblich unterdrückten Minderheit und zum Sprachrohr der Impfskeptiker gemacht." Trotzdem, prophezeit Glas, werde Söder mitten im Wahlkampf nicht mit ihm brechen. Weitere Nachrichten: Alle Einwohner Wuhans werden getestet, Grüne wollen Klimaschutzministerium. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über MünchenTV, TV aktuell, Dailymotion, BR 24.
12 Minuten
Trotz Verbots sind wieder Tausende sogenannte Querdenker durch Berlin marschiert. Obwohl die Bewegung schrumpft, werden Teile immer radikaler. Und das hat einen bestimmten Grund. Nach Polizeiangaben haben sich am Sonntag etwa 5000 Corona-Leugner in der Hauptstadt versammelt, obwohl ihre Demonstration verboten war. Eine bunte Mischung von Normalos und Esoteriker, Altlinken und Rechtsextremen, die ganz ungehemmt Seite an Seite marschierten. Ein Sammelbecken für Anti-Demokraten und Verdachtsfall für den Verfassungsschutz. Schnell ist die Situation eskaliert. Und wieder gab es tätliche Angriffe auf Polizisten und Journalisten. Fast 600 Festnahmen soll es gegeben haben. Auch ein 49-jähriger Demonstrant ist in Polizeigewahrsam kollabiert und im Krankenhaus gestorben. Es fing mit der Tea Party in den USA an, die sich beispielsweise mit ihrem Protest gegen Obama Gesundheitsversicherung gegen ihre eigenen Interessen wendete, sagt Nils Minkmar, Feuilleton-Redakteur der SZ. Dieses Phänomen sei auch bei den Gelbwesten in Frankreich oder den Brexitiers in Großbritannien zu beobachten. Soziologen beobachten dabei verstärkt eine Vereinzelung und Radikalisierung, die mit der persönlichen Vereinsamung einhergehe. Zwar wechsele der Feind bei diesen zersplitterten Bewegungen. Aber: "Diese Weltanschauungen gedeihen am besten in der Isolation", meint Minkmar. Im Grund seien diese nicht-koalitionsfähigen Bewegungen der "politische Arm der Einsamkeit". Auch durch virtuellen Austausch verbleibe man nur in seiner eigenen Echokammer. Ähnliches sei dies auch bei dem Ex-Moderator und heutigen Verschwörungstheoretiker Ken Jebsen zu beobachten, wie gerade der Podcast "Cui bono: WTF happened to Ken Jebsen?" sehr schön beleuchtet. Weitere Nachrichten: Stiko bleibt hart, Hitze und Brände am Mittelmeer. Hier finden Sie übrigens den Text von Nils Minkmar über die Einsamkeit der Querdenker. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audiomaterial über den Twitter-Account von Antonie Rietzschel und YouTube.
12 Minuten
SZ-Reporter Marcel Laskus war in den Hochwasser-Gebieten unterwegs – mit Mitarbeitern von Versicherungen die den Schaden von Betroffenen schätzen.
13 Minuten
Zwei Monate vor der Wahl stimmen die persönlichen Umfragewerte des Vizekanzlers. Seine Erfolge übertragen sich aber nur wenig auf die Partei.
12 Minuten
Seit Dienstag untersucht ein Ausschuss im US-Kongress den Sturm auf das Kapitol. Und verdeutlicht wie präsent Trump noch ist.
12 Minuten
Es läuft gerade ganz gut für die FDP im Bundestagswahlkampf. Mit welcher Strategie die Liberalen jetzt in die nächste Bundesregierung wollen. Es läuft gerade ganz gut für die FDP: Die Umfragewerte sind stabil über zehn Prozent, Themen und Tonfall kommen offenbar an. Parteichef Christian Lindner hat deswegen sehr selbstbewusst eine Sommer-Wahlkampfreise begonnen und noch selbstbewusster kommuniziert, für welches Regierungsamt er sich am meisten interessiert: Er wäre gerne Finanzminister. Bis dahin sei es aber noch ein weiter Weg, sagt Daniel Brössler, der Lindner für die SZ im Wahlkampf begleitet. Eine Ampel-Koalition komme derzeit nicht in Frage. Die einzige Chance auf eine Regierungsbeteiligung sei Jamaika. Allerdings würde sich derzeit auch Schwarz-Grün alleine ausgehen. Wen Lindner jetzt als Hauptgegner ausgemacht hat, erklärt Brössler in dieser Folge. Weitere Nachrichten: Verschärfte Reiseregeln in Deutschland; Einreise in USA; Explosion in Leverkusen.
13 Minuten
Der Druck auf Nicht-Geimpfte nimmt zu. Sollen sie weniger Freiheiten bekommen als Geimpfte? Kommt die Impfpflicht durch die Hintertür? Fast überall steigen gerade wieder die Corona-Inzidenzzahlen. Frankreich, Italien und Griechenland reagieren mit Impfpflicht für bestimmte Berufe und Ausgrenzungen für Nicht-Geimpfte. Deutschlands Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich immer wieder dagegen ausgesprochen. Aber gerade verliert die deutsche Impfkampagne an Kraft. Und jetzt hat Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) angekündigt, dass Menschen ohne Impfung im Herbst mit mehr Einschränkungen rechnen müssten. Unterstützung bekommt er von einer illustren Runde von Innenminister Horst Seehofer (CSU), aber auch von der Grünen-Spitze. CDU-Chef Armin Laschet hingegen lehnt das wie Justizministerin Christine Lamprecht (SPD) kategorisch ab. Einig sind sich die beiden da mit der Linken und der FDP. Christina Berndt hingegen hat sich in einem SZ-Kommentar auf die andere Seite gestellt. Ihre Meinung hat wiederum teils harsche Reaktionen in unserem Leserforum ausgelöst. "Angesichts der erwarteten vierten Welle im Herbst halte ich es für richtig einen Unterschied zwischen Geimpften und Nicht-Geimpften machen, sagt die Redakteurin aus der SZ-Wissensredaktion. Nicht-Geimpfte müsste sich dann strenger an Corona-Vorschriften halten, da von ihnen ein viel höheres Risiko ausgeht. In Deutschland werde auch für Menschen, die eine Infektion überstanden und Antikörper gebildet haben, sehr pragmatisch entschieden. Doch durch die Impfung sechs Monaten nach überwundener Krankheit, könnten zumindest die Betroffenen mit einem hohen Anteil von Antikörpern in eine Zwickmühle geraten. Auch seien Familien mit Kindern in einem Dilemma, da die ständige Impfkommission noch keine Impfung für unter Zwölfjährige empfiehlt. Sie jedenfalls wehrt sich gegen den Vorwurf, dass sie sich für eine Impfpflicht durch die Hintertür einsetzen würde: "Jeder Mensch muss die Wahlfreiheit behalten." Weitere Nachrichten: Warnmeldungen via Mobilfunk, IG-Metall-Chef Hofmann kritisiert Union und FDP, Olympiade. Christina Berndts Kommentar finden Sie hier. Die Leserdiskussion hier. Berndts Text über andere Sommer-Infekte finden Sie hier. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über Deutschlandfunk und ZDF.
13 Minuten
Der Attentäter von Waldkraiburg verübte Anschläge auf türkische Läden und Moscheen. Und ist selbst türkischer Abstammung. Wie passt das zusammen? Der Urheber der Anschläge von Waldkraiburg ist zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt worden - unter anderem wegen versuchten Mordes in 26 Fällen und schwerer Brandstiftung. Sein Motiv: Fanatischer Salafismus, Hass auf Türken im Allgemeinen und den „Staatsislam von Erdogan“, wie er ihn nannte, im Speziellen. Der nächtliche Brandanschlag hätte sehr schlimm ausgehen können, sagt SZ-Gerichtsreporterin Annette Ramelsberger. Im Haus über dem von ihm in Brand gesteckten türkischen Gemüseladen haben sich 26 Personen im Tiefschlaf befunden. Nur zufällig sei es nicht zu Toten gekommen. Dieser Anschlag sei aber nur der Höhepunkt einer ganzen Reihe von Anschlägen des Täters gewesen. Eines Mannes, der für die Lehren der Terrorgruppe des Islamischen Staates brannte. Doch leide er unter Schizophrenie und habe etwas für wahr gehalten, was nicht ist. Etwas, das der verantwortliche Richter eine "bizarre Privatreligion" nannte. Er werde jetzt lange in der geschlossenen Psychiatrie bleiben. Weitere Nachrichten: Misstrauensantrag gegen Ramelow gescheitert, Olympische Sommerspiele in Tokio eröffnet, Alfred Biolek ist tot. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Antonia Franz Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über TIK Online und Sportschau live.
12 Minuten
Die 7-Tage-Inzidenz für Deutschland steigt seit mehr als zwei Wochen kontinuierlich an. Wie viel Angst muss uns das machen?
13 Minuten
Die Olympischen Sommerspiele in Japan beginnen. Vor leeren Rängen und mit eingespielten Fangesängen, Jubel und Klatschen werden sie einigermaßen schräg. Über ein Weltereignis unter Corona-Bedingungen. Wegen Corona wurden die Olympischen Sommerspiele in Tokio um ein Jahr verschoben. Am Freitag beginnen sie jetzt offiziell. Ohne Fans - und nur mit wenigen VIPs. Und das obwohl gerade einmal 23 Prozent der Japaner und Japanerinnen vollständig geimpft sind - und die Infektionszahlen wieder steigen. Einige Wettkämpfe sind bereits am Mittwoch über die leere Bühne gegangen. Doch für Milliarden Fernsehzuschauer und 11 000 Athleten und Athletinnen wird Tokio die kommenden Wochen der Mittelpunkt der Welt sein. Kurios dabei: Damit sich die Sportlerinnen und Sportler in den Stadien nicht allein fühlen, soll ein Soundsystem mit Fanlärm und “virtuelles Fern-Klatschen” für Stimmung sorgen. Vom Olympischen Geist ist gerade noch nicht so viel in Tokio zu spüren, sagt SZ-Japan-Korrespondent Thomas Hahn. Es sei mit den ganzen Corona-Schutzbestimmungen eine sehr seltsame Stimmung. Manche der Vorschriften würden wenig Sinn machen, meint Hahn. Einen Aufwind wie nach den Spielen von 1964 erwarte er jedenfalls nicht. "Olympia wird mit mehr oder weniger desaströsen Folgen vorbei gehen." Weitere Nachrichten: Olympiade 2032 in Brisbane, Kindeswohl immer öfter gefährdet, Soforthilfe für Flutopfer. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Antonia Franz Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Audiomaterial über Olympics und Guardian.
14 Minuten
Die Flut hat das politische Berlin erreicht. Die Opposition wirft der Regierung massive Versäumnisse vor. Ist die Flutkatastrophe ein Wendepunkt im Wahlkampf? Die Bilder der Zerstörungen nach den verheerenden Wassermassen sind noch omnipräsent. Die Keller noch nicht ausgepumpt. Die Toten noch nicht begraben. Aber die Suche nach den Schuldigen hat längst begonnen. Und so hagelt es Vorwürfe von der Opposition. Gegen den Innenminister, gegen das Bundesamt für Katastrophenschutz. Innenminister Horst Seehofer (CSU) weist die Vorwürfe als “billige Wahlkampfrhetorik” zurück. Aber eine Flut hat 2002 schon einmal eine Bundestagswahl entschieden. Damals konnte Gerhard Schröder (SPD) in Gummistiefeln Edmund Stoiber (CSU) noch auf der Zielgeraden überholen. Damals hat Jens Schneider die Flut und den Wahlkampf in Sachsen begleitet, heute berichtet er aus Berlin. Jetzt, nach der neuen Flutkatastrophe, erhofft sich Schneider eine sehr ernsthafte Diskussion um den Klimaschutz. Was muss man jetzt tun, statt sich nur mit Charakterfragen der grünen Spitzenkandidatin zu beschäftigen. Für eindeutige Schuldzuweisung sei es früh. "Man muss intensiv prüfen, was ist falsch gelaufen und was muss man bei den Meldeketten für Warnungen anders machen?" Armin Laschet, der Spitzenkandidat der Union, müsse sich jetzt als Krisenmanager beweisen. Bei Baerbock hebt Schneider hervor, dass sie zumindest nicht im Weg gestanden habe. Auch SPD-K-Kandidat Olaf Scholz hat mit seinen Hilfsversprechungen als Finanzminister "das geliefert, was man von ihm erwarten kann". Weitere Nachrichten: Ultimaten an Polen und Ungarn, Jeff Bezos im All, Humboldt-Forum eröffnet. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über Tagesschau.
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