Ende der Welt - Die tägliche Glosse Archiv
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Wir in München brauchen keinen Fasching. Wir haben Sendl-ing, Gies-ing, Schwab-ing und noch einige -ing's mehr. Faschingsendspurt gibt es bei uns genauso wenig wie Kölsch auf den Getränkekarten. Soll doch der Maggus seine Fastnacht irgendwo in Franken feiern, wir derblecken und das machen wir in der Fastenzeit. Wenn bei allen am Aschermittwoch alles vorbei ist, drehen wir erst richtig auf, mit Starkbier, seinerzeit von ganz oben kirchlich abgesegnet. Ganz ohne Kostüm nehmen wir uns die Ganzjahresclowns in der Politik vor. Das geht dann bis zum Maibockanstich und dann ist eh schon wieder Wiesn. Eine Glosse von Helmut Schleich.
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Einmal im Jahr ist Wien das Zentrum der Welt. Glaubt man in Wien. In Wahrheit dreht man sich nur im Walzertakt um sich selbst. Eine Glosse in drei Viertel von Severin Groebner.
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Liebe geht durch den Magen - auch bei vegan lebenden Menschen. Wen das verblüfft, der stelle sich vor, wie das ist, als Veganer oder Veganerin jemanden zu küssen, der gerade ein Schnitzel oder Schimmelkäse gegessen hat... Wurst ist es einem sicher nicht! Eine Glosse von Johannes Marchl.
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War ja klar, dass die Staatsregierung über kurz oder lang auch bei den Handschellen auf mehr Eigenverantwortung setzen würde. Bislang mussten die Behörden mühsam kreative und kriminelle Energien auseinanderhalten, die Förderungsmodelle und Schlüsselzuweisungen waren entsprechend kompliziert, manchmal wussten nicht mal mehr die Fachleute, ob sie Amtsketten oder Fußfesseln subventionierten. Damit ist jetzt Schluss: So wie es aussieht, wurde die bayerische Verwaltung grundlegend modernisiert und von den Füßen auf den Kopf gestellt. Das stärkt die Sicherheit und entlastet die Streifenbesatzungen. Künftig gibt es zehntausend Schlüssel für eine Handschelle und nicht umgekehrt. Eine Glosse von Peter Jungblut.
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Alles Gute kommt bekanntlich von oben. Es gibt viele Dinge, die vom Himmel fallen können. Regen, Hagel oder Pulverschnee. Man hat auch schon von Fröschen oder Fischen gehört. Aber wenn es sich dabei um ein mehrere Kilo schweres Reptil handelt, hört der Spaß nun wirklich auf. Eine Glosse von Sandra Limoncini.
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Wenn sie sich seit Jahren fragen, warum sie in Ihrem Geldbeutel einen Zettel mit der Notiz "90˙90˙90" mit sich herumtragen, dann legen Sie den Zettel jetzt einfach mal vor sich hin und drehen Sie ihn um 180 Grad nach links oder nach rechts. Jetzt schreiben sie "Hochzeitstag!" hinter die Ziffern und genießen den "Aha"-Moment: Aus "90˙90˙90" wird "06.06.06 Hochzeitstag!". Und jetzt wissen sie auch was der andere Zettel mit "60˙60˙60" bedeutet. Das war der Tag Ihrer Scheidung, der "09.09.09". Eine Glosse von Helmut Schleich.
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Morgen wird's ernst. Dann beginnen in Mailand und Cortina d'Ampezzo die Olympischen Winterspiele. Schauen wir zurück in eine Zeit, in der's dabei nicht nur um Athletik, sondern auch um Ästhetik ging. Eine Glosse von Ralf Thume.
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Markus Söder ist bekennender Weltraumfan. Als er das bayerische Raumfahrtprogramm "Bavaria One" ausrief, wurde er noch belächelt. Jetzt aber nehmen seine extraterrestrischen Pläne konkrete Formen an. Eine Glosse von Thomas Koppelt.
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Ein frisch restaurierter Engel in Rom sieht aus wie die italienische Ministerpräsidentin Meloni. Das könnte ihrem Amtskollegen in Bayern auch gefallen, findet Uli Höhmann.
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Das eigentliche "Fiasko" ist nicht die Flasche, sondern das, was man mit ihrem Inhalt anstellt. Chianti, einst rot, ehrwürdig und filmreif, wird nun in Rosé getaucht. Was erlauben Chianti! Eine Glosse von Susanne Rohrer.
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Jetzt a mal ganz ehrlich, genießen wir doch noch die Streiks, so wie wir sie heute kennen. Dank KI und Digitalisierung wird in ein paar Jahrzehnten, gut in Deutschland in einem guten Jahrhundert, keinen mehr einen Streik interessieren. Der öffentliche Nahverkehr ist autonom unterwegs, Pakete kommen per Drohne, beim Flughafen wird Dir der "Check in Roboter" in den Koffer schauen und in Fabriken wird das Auto automatisiert gebaut und all das wird von KI-Maschinen gewartet, die von KI-Maschinen gebaut und programmiert werden. Na ja, vielleicht gibt's dann hin und wieder einen "Retrostreik" nur so, zum Spaß, hat ja dann eh keiner mehr was zu tun. Eine Glosse von Helmut Schleich.
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Gerade im Fasching stellt sich die Frage, wie das Fettgebäck aus Hefeteig nun eigentlich heißt. Und was noch wichtiger ist: Was ist da eigentlich drinnen? Eine gut gefüllte Glosse von Severin Groebner.
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Belohnungen sind eine ganz tolle Angelegenheit oder ein Akt der Verzweiflung. Denn wenn Kinder lieber Zocken, statt Mathe zu lernen, kann sie auch die größte Belohnung in der Zukunft oft nicht motivieren. Aber vielleicht wenn man ihnen eine Million verspricht? Das versucht zumindest gerade Alexander Sheriff Dobrindt. Der hat nämlich eine Million Belohnung ausgesetzt für einen Hinweis auf die Vulkangruppe. Na ob das funktioniert? Eine Glosse von Astrid Himberger.
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Der Goldpreis erklimmt immer neue Höhen. Da wäre es doch spannend, davon zu profitieren. Irgendwo müssen doch die Münzen von der Oma zu finden sein. Eine Glosse von Wolfram Schrag.
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Wenn wir bald um Mitternacht vorm Fernseher sitzen - zur Fußball WM in Amerika - machen wir nicht nur uns eine Freude, sondern auch einem Mann, der in Zug in der Schweiz lebt und jeden Dollar brauchen kann... . Eine Glosse von Norbert Joa.