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Episoden

60 Minuten
In Zeiten von Umbruch und Krisen wächst das Bedürfnis nach Orientierung, haltgebenden Werten und Spiritualität. Der Gottesdienst lädt ein, den Alltag zu unterbrechen, Gemeinschaft zu leben und neu zu erfahren. Und dies alles in weltzugewandter und offener Art. Vor 150 Jahren trat in Olten die erste Nationalsynode der Christkatholischen Kirche der Schweiz zusammen. Nach jahrelangen Diskussionen und Beratungen ist der Weg klar: Bischof und Synode sollen die Kirche gemeinsam leiten. Der erste christkatholische Bischof, Eduard Herzog, wird ein Jahr danach, im September 1876, in der Stadtkirche Rheinfelden geweiht. Im heutigen Gottesdienst lohnt es sich, einen Moment innezuhalten. Dabei wird sichtbar, was der Weg der liberalen katholischen Kirche geprägt hat: Orientierung in stürmischen Zeiten zu geben, eine weltoffene Spiritualität zu leben und die Würde des Menschen ins Zentrum zu stellen. Bischof Frank Bangerter feiert diesen Jubiläumsgottesdienst im Beisein des Erzbischofs der Utrechter Union. Unter Leitung des Komponisten Helge Burggrabe bereichert ein Projektchor mit kirchlichen und spirituellen Gesängen den liturgischen Ablauf. Die Organistin Merit Eichhorn begleitet den Gemeindegesang von bekannten Kirchenliedern. Auch Mitfeiernde zuhause sind eingeladen, innezuhalten im Alltag, mitzusingen und so Spiritualität zu erleben.
45 Minuten
In stürmischen Zeiten wächst die Sehnsucht nach innerer Ruhe und Halt. Der Gottesdienst lädt dazu ein, innezuhalten und Kraft zu schöpfen: mit Geschichten und Impulsen, mit ruhigen Gesängen und dem bewussten Entzünden einer Kerze. Ein Leben ohne Stürme ist nicht realistisch – umso wertvoller ist die Fähigkeit, in turbulenten Zeiten die Ruhe bewahren zu können. Jesus konnte das. Auch bei Sturm und Wind auf dem See blieb er ruhig und gelassen. Darüber staunten seine Jüngerinnen und Jünger. Denn das Bewahren von Ruhe in stürmischen Zeiten gehörte nicht zu ihren Stärken. Im Gottesdienst erzählen Schauspieler Jens Wachholz und eine Gruppe Jugendlicher solche biblischen Geschichten eindrücklich nach. Pfarrerin Thala Linder greift passende Motive auf und fragt, was in persönlichen Lebensstürmen Halt geben kann. Die Solothurner Kantorei unter der Leitung von Markus Cslovjecsek gestaltet den Gottesdienst musikalisch mit Hagios-Gesängen, die zum stillen Zuhören oder Mitsingen einladen. Begleitet wird sie von Marie-Jo Brancato (Violine), Christoph Sigel (Cello), Andreas Allemann (Oboe) sowie der Organistin der Stadtkirche, Nadia Bacchetta. Auch Sie als Mitfeiernde zuhause sind eingeladen, eine Kerze zu entzünden – parallel zu den Lichtern in der Stadtkirche Solothurn. Den evangelisch-reformierten Gottesdienst aus der Stadtkirche Solothurn sehen Sie am Sonntag, 30. August 2026, um 10.00 Uhr live im Fernsehen auf SRF 1 sowie im Radio auf SRF 2 Kultur und der SRF Musikwelle.
1 Stunde 18 Minuten
Den römisch-katholischen Gottesdienst zum Nationalfeiertag überträgt SRF am 1. August erneut live vom Gotthardpass. Bei guter Witterung feiern Gläubige aus der ganzen Schweiz unter freiem Himmel. Die Predigt hält Weihbischof Alain de Raemy, Apostolischer Administrator der Diözese Lugano. Der Ort hat auch eine symbolische Bedeutung: Das Gotthardmassiv liegt im Herzen der Schweiz und ist ein starker Anziehungspunkt für Touristen. Aber auch für Pilger, welche seit dem Mittelalter den Wegen des Glaubens folgten, von Norden nach Süden und umgekehrt. Seit dem Jahr 2000, einem symbolischen Datum, wird jedes Jahr am 1. August eine Messe unter freiem Himmel, inmitten eines atemberaubenden Panoramas, zwischen der Deutschschweiz und dem Tessin gefeiert. Gläubige aus den Kantonen Tessin, Uri und Graubünden treffen sich zum Gottesdienst auf dem Gotthardpass auf einer Höhe von 2000 Metern über Meer. Radiotelevisione Svizzera RSI begann 2015 mit der Liveübertragung des Gottesdienstes vom Gotthardpass. Zum elften Mal in Folge (mit Ausnahme des Pandemiejahres) werden dieses Jahr die Kameras vor Ort sein. Die Feier wird von Weihbischof Alain de Raemy, Apostolischer Administrator der Diözese Lugano, geleitet. Wie letztes Jahr wünscht er sich eine starke Präsenz der anderen christlichen Konfessionen, die in der italienischen Schweiz vertreten sind – ein Symbol für die Bedeutung des Christentums in der Schweizer Geschichte. Bei schlechtem Wetter wird der Gottesdienst in der Pfarrkirche von Airolo gefeiert.
60 Minuten
An Pfingsten überträgt SRF 1 live den reformierten Gottesdienst aus Muralto. Die Feier macht Geschichte sowie sprachliche und kulturelle Vielfalt der evangelisch-reformierten Kirche im Tessin sichtbar. Im Mittelpunkt steht das Pfingstthema der Freiheit, musikalisch gestaltet von einem Gospelchor. Die Reformation nahm im Tessin im 16. Jahrhundert in Locarno ihren Anfang, konnte jedoch nur eine Minderheit der Bevölkerung erreichen. In den meisten Gebieten südlich der Alpen blieben die Menschen dem Katholizismus treu, und deshalb geriet die kleine reformierte Gemeinschaft unter starken Druck. Viele reformierte Gläubige wanderten deshalb nach Zürich aus, wo die Reformation unter Huldrych Zwingli grossen Rückhalt fand. Erst im 19. Jahrhundert kehrte reformiertes Leben vermehrt ins Tessin zurück – getragen von einer doppelten Migrationsbewegung: durch Arbeiter beim Bau des Gotthardtunnels sowie durch reformierte Italienerinnen und Italiener, die sich in der Schweiz niederliessen. So entstanden reformierte Gemeinden, in denen sich italienische und deutsche Sprache bis heute miteinander verbinden und die religiöse Landschaft des Kantons prägen. Das Pfingstfest lädt dazu ein, über die vielschichtige Bedeutung von Freiheit nachzudenken. Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst vom Gospelchor der Accademia Ticinese di Musica Moderna unter der Leitung von Giovanni Bataloni, mit Werken aus dem amerikanischen und zeitgenössischen Gospelrepertoire. Der Gottesdienst wird geleitet von Pfarrer Angelo Cassano.
51 Minuten
40 Tage nach Ostern feiern Christinnen und Christen das Fest Christi Himmelfahrt. Dieses Fest beinhaltet zwei Aspekte: den Abschied Jesu aus dieser irdischen Welt und seinen Eingang in das Himmelreich. Im Zentrum des römisch-katholischen Gottesdienstes aus der Pfarrkirche St. Peter stehen die liturgischen Texte zu Christi Himmelfahrt. Bedeutsam ist dabei der Abschnitt aus der Apostelgeschichte. Dort heisst es: «Als er [Jesus] das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.» (Apg 1,9) Der Abschied Jesu lässt die Menschen in seiner Nachfolge fragend zurück. Wohin wurde Jesus entrückt? Ist dieser Abschied endgültig? Letztlich stellen sich an Christi Himmelfahrt die Fragen nach Orten der Gottesbegegnung. Diakon Walter Kroiss nimmt diesen Gedanken in seiner Predigt auf und fragt nach Orten der Gottesbegegnung und nach Lieblingsorten im Leben und im Glauben. Pfarrer Marjan Paloka steht der Eucharistiefeier vor. Martin Welzel, Hauptorganist der Katholischen Kirchgemeinde Wil und Dozent/Fachbereichsleiter Orgel an der Diözesanen Kirchenmusikschule St. Gallen, übernimmt die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes. Es ertönen Klänge verschiedener Epochen, Improvisationen und Gemeindelieder zum Mitsingen.
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Über diesen Podcast

Information: Dieser Video Podcast wird per Ende Juli 2021 eingestellt. Künftige und bisherige Episoden finden Sie auf unserem Play SRF Portal (www.srf.ch/play). Wir übertragen monatlich Gottesdienste live aus verschiedenen Schweizer Gemeinden. Dabei arbeiten die sprachregionalen Sender SRF, RTS und RSI eng zusammen und strahlen abwechselnd römisch-katholische Messen und evangelisch-reformierte Gottesdienste aus.
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„Gottesdienst“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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