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Gottesdienst Archiv

14 Episoden
60 Minuten
In Zeiten von Umbruch und Krisen wächst das Bedürfnis nach Orientierung, haltgebenden Werten und Spiritualität. Der Gottesdienst lädt ein, den Alltag zu unterbrechen, Gemeinschaft zu leben und neu zu erfahren. Und dies alles in weltzugewandter und offener Art. Vor 150 Jahren trat in Olten die erste Nationalsynode der Christkatholischen Kirche der Schweiz zusammen. Nach jahrelangen Diskussionen und Beratungen ist der Weg klar: Bischof und Synode sollen die Kirche gemeinsam leiten. Der erste christkatholische Bischof, Eduard Herzog, wird ein Jahr danach, im September 1876, in der Stadtkirche Rheinfelden geweiht. Im heutigen Gottesdienst lohnt es sich, einen Moment innezuhalten. Dabei wird sichtbar, was der Weg der liberalen katholischen Kirche geprägt hat: Orientierung in stürmischen Zeiten zu geben, eine weltoffene Spiritualität zu leben und die Würde des Menschen ins Zentrum zu stellen. Bischof Frank Bangerter feiert diesen Jubiläumsgottesdienst im Beisein des Erzbischofs der Utrechter Union. Unter Leitung des Komponisten Helge Burggrabe bereichert ein Projektchor mit kirchlichen und spirituellen Gesängen den liturgischen Ablauf. Die Organistin Merit Eichhorn begleitet den Gemeindegesang von bekannten Kirchenliedern. Auch Mitfeiernde zuhause sind eingeladen, innezuhalten im Alltag, mitzusingen und so Spiritualität zu erleben.
45 Minuten
In stürmischen Zeiten wächst die Sehnsucht nach innerer Ruhe und Halt. Der Gottesdienst lädt dazu ein, innezuhalten und Kraft zu schöpfen: mit Geschichten und Impulsen, mit ruhigen Gesängen und dem bewussten Entzünden einer Kerze. Ein Leben ohne Stürme ist nicht realistisch – umso wertvoller ist die Fähigkeit, in turbulenten Zeiten die Ruhe bewahren zu können. Jesus konnte das. Auch bei Sturm und Wind auf dem See blieb er ruhig und gelassen. Darüber staunten seine Jüngerinnen und Jünger. Denn das Bewahren von Ruhe in stürmischen Zeiten gehörte nicht zu ihren Stärken. Im Gottesdienst erzählen Schauspieler Jens Wachholz und eine Gruppe Jugendlicher solche biblischen Geschichten eindrücklich nach. Pfarrerin Thala Linder greift passende Motive auf und fragt, was in persönlichen Lebensstürmen Halt geben kann. Die Solothurner Kantorei unter der Leitung von Markus Cslovjecsek gestaltet den Gottesdienst musikalisch mit Hagios-Gesängen, die zum stillen Zuhören oder Mitsingen einladen. Begleitet wird sie von Marie-Jo Brancato (Violine), Christoph Sigel (Cello), Andreas Allemann (Oboe) sowie der Organistin der Stadtkirche, Nadia Bacchetta. Auch Sie als Mitfeiernde zuhause sind eingeladen, eine Kerze zu entzünden – parallel zu den Lichtern in der Stadtkirche Solothurn. Den evangelisch-reformierten Gottesdienst aus der Stadtkirche Solothurn sehen Sie am Sonntag, 30. August 2026, um 10.00 Uhr live im Fernsehen auf SRF 1 sowie im Radio auf SRF 2 Kultur und der SRF Musikwelle.
1 Stunde 18 Minuten
Den römisch-katholischen Gottesdienst zum Nationalfeiertag überträgt SRF am 1. August erneut live vom Gotthardpass. Bei guter Witterung feiern Gläubige aus der ganzen Schweiz unter freiem Himmel. Die Predigt hält Weihbischof Alain de Raemy, Apostolischer Administrator der Diözese Lugano. Der Ort hat auch eine symbolische Bedeutung: Das Gotthardmassiv liegt im Herzen der Schweiz und ist ein starker Anziehungspunkt für Touristen. Aber auch für Pilger, welche seit dem Mittelalter den Wegen des Glaubens folgten, von Norden nach Süden und umgekehrt. Seit dem Jahr 2000, einem symbolischen Datum, wird jedes Jahr am 1. August eine Messe unter freiem Himmel, inmitten eines atemberaubenden Panoramas, zwischen der Deutschschweiz und dem Tessin gefeiert. Gläubige aus den Kantonen Tessin, Uri und Graubünden treffen sich zum Gottesdienst auf dem Gotthardpass auf einer Höhe von 2000 Metern über Meer. Radiotelevisione Svizzera RSI begann 2015 mit der Liveübertragung des Gottesdienstes vom Gotthardpass. Zum elften Mal in Folge (mit Ausnahme des Pandemiejahres) werden dieses Jahr die Kameras vor Ort sein. Die Feier wird von Weihbischof Alain de Raemy, Apostolischer Administrator der Diözese Lugano, geleitet. Wie letztes Jahr wünscht er sich eine starke Präsenz der anderen christlichen Konfessionen, die in der italienischen Schweiz vertreten sind – ein Symbol für die Bedeutung des Christentums in der Schweizer Geschichte. Bei schlechtem Wetter wird der Gottesdienst in der Pfarrkirche von Airolo gefeiert.
60 Minuten
An Pfingsten überträgt SRF 1 live den reformierten Gottesdienst aus Muralto. Die Feier macht Geschichte sowie sprachliche und kulturelle Vielfalt der evangelisch-reformierten Kirche im Tessin sichtbar. Im Mittelpunkt steht das Pfingstthema der Freiheit, musikalisch gestaltet von einem Gospelchor. Die Reformation nahm im Tessin im 16. Jahrhundert in Locarno ihren Anfang, konnte jedoch nur eine Minderheit der Bevölkerung erreichen. In den meisten Gebieten südlich der Alpen blieben die Menschen dem Katholizismus treu, und deshalb geriet die kleine reformierte Gemeinschaft unter starken Druck. Viele reformierte Gläubige wanderten deshalb nach Zürich aus, wo die Reformation unter Huldrych Zwingli grossen Rückhalt fand. Erst im 19. Jahrhundert kehrte reformiertes Leben vermehrt ins Tessin zurück – getragen von einer doppelten Migrationsbewegung: durch Arbeiter beim Bau des Gotthardtunnels sowie durch reformierte Italienerinnen und Italiener, die sich in der Schweiz niederliessen. So entstanden reformierte Gemeinden, in denen sich italienische und deutsche Sprache bis heute miteinander verbinden und die religiöse Landschaft des Kantons prägen. Das Pfingstfest lädt dazu ein, über die vielschichtige Bedeutung von Freiheit nachzudenken. Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst vom Gospelchor der Accademia Ticinese di Musica Moderna unter der Leitung von Giovanni Bataloni, mit Werken aus dem amerikanischen und zeitgenössischen Gospelrepertoire. Der Gottesdienst wird geleitet von Pfarrer Angelo Cassano.
51 Minuten
40 Tage nach Ostern feiern Christinnen und Christen das Fest Christi Himmelfahrt. Dieses Fest beinhaltet zwei Aspekte: den Abschied Jesu aus dieser irdischen Welt und seinen Eingang in das Himmelreich. Im Zentrum des römisch-katholischen Gottesdienstes aus der Pfarrkirche St. Peter stehen die liturgischen Texte zu Christi Himmelfahrt. Bedeutsam ist dabei der Abschnitt aus der Apostelgeschichte. Dort heisst es: «Als er [Jesus] das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.» (Apg 1,9) Der Abschied Jesu lässt die Menschen in seiner Nachfolge fragend zurück. Wohin wurde Jesus entrückt? Ist dieser Abschied endgültig? Letztlich stellen sich an Christi Himmelfahrt die Fragen nach Orten der Gottesbegegnung. Diakon Walter Kroiss nimmt diesen Gedanken in seiner Predigt auf und fragt nach Orten der Gottesbegegnung und nach Lieblingsorten im Leben und im Glauben. Pfarrer Marjan Paloka steht der Eucharistiefeier vor. Martin Welzel, Hauptorganist der Katholischen Kirchgemeinde Wil und Dozent/Fachbereichsleiter Orgel an der Diözesanen Kirchenmusikschule St. Gallen, übernimmt die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes. Es ertönen Klänge verschiedener Epochen, Improvisationen und Gemeindelieder zum Mitsingen.
60 Minuten
Der feierliche Eurovisions-Gottesdienst wird am Ostersonntag aus der reformierten Kirche Neuenburg übertragen. Im Mittelpunkt der Feier steht die gute Nachricht von der Auferstehung Jesu Christi. Pfarrer Florian Schubert und Diakonin Ruth Letare leiten den Gottesdienst. Die Stiftskirche thront zusammen mit dem Schloss über der Stadt Neuenburg. Sie hat seit dem späten 12. Jahrhundert ihre Silhouette als markantes Wahrzeichen der Stadt behauptet. Errichtet auf Initiative der lokalen Behörden und im Laufe der Epochen mehrfach umgestaltet, verkörpert sie sowohl die politische als auch die religiöse Geschichte der Stadt. Als Ort der Macht, des Gottesdienstes und der Versammlung hat sie sich im Laufe der Zeit gewandelt und gilt heute als bedeutendes historisches Monument und eines der symbolträchtigsten Bauwerke Neuenburgs. Die Stiftskirche feiert in diesem Jahr ihr 750-jähriges Weihejubiläum. 1530 schliesst sich Neuenburg unter dem Einfluss des Reformators Guillaume Farel der Reformation an. Die Stiftskirche geht daraufhin in den Besitz der Protestanten über. Ende des 19. Jahrhunderts erhält sie durch eine mit goldenen Sternen verzierte Gewölbedecke neue farbliche Akzente. Die Predigt im Ostergottesdienst hält Pfarrer Florian Schubert gemeinsam mit der Diakonin Ruth Letare. In die Predigt integrieren sie Auszüge aus dem Oratorium «Messias» von Georg Friedrich Händel. Teile des Werks erklingen auch im Gottesdienst. Ein Ensemble aus elf Instrumentalistinnen und Instrumentalisten sowie ein Chor unter der Leitung von Simon Peguiron, dem Organisten der Stiftskirche, interpretieren verschiedene musikalische Stücke.
50 Minuten
Am Karfreitag erinnern Christinnen und Christen an den Tod Jesu. Im Zentrum des Gottesdienstes stehen Texte der Leidensgeschichte Christi. Die Lesungen werden im Gottesdienst als Standbilder von Jugendlichen aus dem Pastoralraum Oberaargau szenisch dargestellt. Der Familiengottesdienst aus der römisch-katholischen Kirche St. Christophorus nimmt prägende Teile der Liturgie zum Karfreitag auf: Passionsgeschichte, Verehrung des Kreuzes und Fürbitten. Seelsorgerin Flavia Schürmann und Religionslehrerin Lavinia Mazzolena Vietri gestalten den Gottesdienst zusammen mit Jugendlichen und Kindern aus dem Pastoralraum Oberaargau. Sie lesen Texte aus der Passion Jesu, stellen biblische Szenen nach und formulieren Fürbitten. Die Dramaturgie des Gottesdienstes zeigt, dass Christinnen und Christen nicht unter dem Kreuz stehen bleiben, sondern im gemeinsamen Hören und Beten ihre Hoffnung auf die Auferstehung – auf Ostern – nähren. Am Karfreitag, dem Todestag Jesu, erklingen traditionell keine Glocken und keine Orgelmusik. Es ist ein Tag der Stille und der Trauer. Ein Streichquartett sowie die Kantorin Janine Bruno gestalten den Gottesdienst musikalisch. Zudem erklingen Gemeindelieder zum Mitsingen.
46 Minuten
Im Gottesdienst steht die Frage nach «wahrer Grösse» im Mittelpunkt. Ausgangspunkt der Predigt von Pfarrerin Sibylle Forrer ist die biblische Szene, in der Jesus ein Kind in die Mitte stellt und seine Jüngerinnen und Jünger auffordert: «Werdet wie die Kinder.» Damit stellt Jesus gängige Vorstellungen von Macht, Leistung und Anerkennung radikal infrage. Die biblische Auslegung wird mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen verbunden, etwa nach dem Stellenwert von Fürsorge, Abhängigkeit und Care-Arbeit. Der Gottesdienst lädt dazu ein, die eigene Vorstellung von Stärke neu zu bedenken. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst von einem Ensemble aus zwei Violinen und Violoncello gemeinsam mit der Barockorgel. Es erklingen Werke von Georg Friedrich Händel (aus den Orgelkonzerten) und Antonín Dvořák (aus den Bagatellen op. 47). An der Orgel spielt Els Biesemans.
50 Minuten
SRF zeigt einen Gottesdienst der Freikirche GvC Winterthur. In seiner Predigt widmet sich Pastor Daniel Weber dem Thema «Hoffnung fürs Leben» und beleuchtet dessen Bedeutung aus christlicher Perspektive. Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst von einer Band, die moderne Lobpreislieder spielt. Persönliche Hoffnungen und Zukunftswünsche prägen das Leben der Menschen seit jeher. Das von der Universität St. Gallen publizierte «Hoffnungsbarometer» zeigt jährlich, welche Erwartungen und Sehnsüchte die Menschen in der Schweiz beschäftigen. Auch heute bleibt der Bedarf an Hoffnung ungebrochen. In seiner Predigt nimmt Pastor Daniel Weber dieses Thema auf und beleuchtet die christliche Perspektive darauf. Ausgangspunkt ist ein Vers aus dem Römerbrief (15,13), in dem Paulus Gott als Quelle der Hoffnung beschreibt und den Gläubigen Freude, Frieden und eine wachsende Zuversicht zuspricht. Musikalisch gestaltet das Worship-Team von «GvC Music» den Gottesdienst mit modernen Lobpreisliedern. Zudem entsteht während der Feier ein Live Gemälde des bildenden Künstlers Marcel Spiess. Die Freikirche GvC («Gemeinde von Christen») ist Teil der 1960 entstandenen GvC Bewegung. Heute umfasst sie drei Standorte im Kanton Zürich mit insgesamt rund 1200 Gottesdienstbesuchenden. Die Bewegung ist Mitglied des Dachverbands Freikirchen.ch sowie der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA. SRF lädt alle Zuschauerinnen und Zuschauer ein, diesen freikirchlichen Gottesdienst zu Hause mitzuerleben.
1 Stunde
Am Sonntag findet in Crans-Montana im Wallis ein Gedenkgottesdienst für die Opfer der Brandkatastrophe statt. SRF, RTS und RSI übertragen den Gottesdienst live im Fernsehen. Bei dem Brand in einer Bar in Crans-Montana sind in der Neujahrsnacht 40 Menschen ums Leben gekommen und 115 wurden zumeist schwer verletzt. Die Betroffenheit ist gross. Am Unglücksort erinnern Blumen und Kerzen an die Opfer der Tragödie. Bei der Gedenkmesse am Sonntag in der Chapelle Saint-Christophe de Crans soll die Verbundenheit mit den Opfern, ihren Familien und allen vom Unglück betroffenen Menschen zum Ausdruck kommen. Jean-Marie Lovey, Bischof von Sitten, leitet die Messe und hält die Predigt. Bischof Charles Morerod, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, feiert die Messe mit. Anwesend sind von evangelisch-reformierter Seite beim Gottesdienst Adrian Diethelm, Pfarrer von Crans-Montana, Stephan Kronbichler, Präsident des Synodalrats im Wallis und Gilles Cavin, Präsident der Schweizerischen Synode. Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana ist die Anteilnahme der Bevölkerung in der Schweiz und international in vielen Ländern gross. In einem Telegramm hatte auch Papst Leo XIV. sein Beileid ausgesprochen. Der Papst erklärte, er teile den Schmerz der Familien und der ganzen Schweiz angesichts des „tragischen Brandes“. Er sei den Angehörigen der Opfer nahe und bete für die Verstorbenen.
60 Minuten
Bischof Alain de Raemy zelebriert den römisch-katholischen Gottesdienst in der Kirche San Martino in Malvaglia, eingebettet in die historisch-alpine Landschaft des Tessins. SRF 1 überträgt die weihnachtliche Messe live. Die in der Eurovision übertragene Weihnachtsmesse führt uns an den Fuss des berühmten Lukmanierpasses, der das Tessin mit dem Norden der Alpen verbindet. Dieser Alpenpass ist seit dem frühen Mittelalter ein lebenswichtiger Verkehrsweg für Handel und Reisende und hat die religiöse Landschaft geprägt: eine Landschaft voller Kirchen, Kapellen und Oratorien. Über den Lukmanierpass zogen einst Pilger, die auf beiden Seiten der Berge zwischen den heiligen Stätten des Nordens und der Via Francigena im Süden unterwegs waren. Es ist daher kein Zufall, dass an der Fassade der Kirche San Martino in Malvaglia ein imposantes Fresko des heiligen Christophorus prangt, des Schutzpatrons der Pilger und Reisenden. Die Schutzfunktion dieses Heiligen geht Hand in Hand mit den beachtlichen Dimensionen des Freskos, das für Wandernde schon von weither sichtbar ist und Orientierung bietet. Die Geschichte der Kirche San Martino reicht bis ins Mittelalter zurück. Der romanische Bau wird erstmals im Jahr 1207 erwähnt und war damals noch dem heiligen Benedikt gewidmet. Der heutige Schutzpatron San Martino ist erstmals 1289 nachgewiesen. Gemeint ist der heilige Martin von Tours, ein in der italienischen Schweiz besonders verehrter Heiliger. Die Kirche San Martino hat in ihrer Geschichte auch schwere Zeiten erlebt. Das bedeutendste Ereignis war die sogenannte «Katastrophe von Crenone»: eine riesige Massenbewegung aus Geröll und Fels, die das Tal versperrte und zwischen 1513 und 1515 einen temporären See entstehen liess, der die Kirche überflutete. Die Chroniken jener Zeit berichten, dass das Wasser bis zur Mitte des Glockenturms reichte. Es war eine dramatische Situation, die sich noch verschärfte, als ein Erdrutsch das Gebäude verschüttete. Daraufhin bauten die Bewohner von Malvaglia die Kirche zu Beginn des 17. Jahrhunderts neu auf. Die Kirche birgt wertvolle Fresken aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Beim Eintritt durch das Hauptportal fällt der Blick auch auf die bemalte Kassettendecke – ein wahres Schmuckstück, das man während der Liveübertragung des Gottesdienstes bewundern kann.
54 Minuten
Am Weihnachtsabend überträgt SRF live den römisch-katholischen Gottesdienst aus der Stadtkirche Maria Himmelfahrt in Baden. Im Zentrum der Feier steht die weihnachtliche Botschaft: Gott ist unter uns. Pfarreileiter Claudio Tomassini lädt in seiner Predigt dazu ein, neu über die Weihnachtsgeschichte nachzudenken. Was wäre, wenn Gott nicht bis nach Baden gekommen wäre – nicht in jede Stadt, jedes Quartier, jede Herzkammer? Was, wenn er Halt gemacht hätte vor Mauern, Grenzen und Dunkelheit? Weihnachten, so Tomassini, ist die Zusage: Christus ist heute geboren – hier und jetzt, mitten unter uns. Ausgehend vom Lukasevangelium («Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren», Lk 2,11) ermutigt der Gottesdienst dazu, diese hoffnungsvolle Botschaft hinaus in die Welt zu tragen – in die Weite und in die Nähe unseres Alltags. Der Eucharistiefeier steht Pfarrer Stefan Essig vor. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst vom Kirchenchor Cäcilia Baden unter der Leitung von Jens Hoffmann, begleitet von Antje Maria Traub an der Orgel. Ein festliches Posaunenquartett sowie bekannte Weihnachtslieder zum Mitsingen sorgen für eine stimmungsvolle Atmosphäre. SRF lädt alle Zuschauerinnen und Zuschauer ein, diesen besonderen Weihnachtsmoment mitzuerleben – live aus Baden, gemeinsam gefeiert.
48 Minuten
Zum 1. Advent überträgt SRF einen evangelisch-reformierten Gottesdienst live aus der Aarauer Stadtkirche. Thematisch steht die «Sprachlosigkeit» im Zentrum, besonders wenn es darum geht, über Gott zu reden. Mit der Begegnung zwischen dem biblischen Zacharias und dem Engel beginnt das Lukasevangelium seine Weihnachtsgeschichte. Diese lebt vom Erzählen – und beginnt doch mit einem Moment des Schweigens. Zacharias verstummt nach der Begegnung mit dem Engel. Dieses Verstummen bildet den Ausgangspunkt der Predigt: Was bedeutet es, sprachlos zu sein – damals wie heute? Und wie können wir trotz aller Sprachlosigkeit von Gott sprechen? Musikalisch wird die Stille einfühlsam aufgegriffen. Die Kantorei der Stadtkirche Aarau unter der Leitung von Dieter Wagner singt gemeinsam mit der Gemeinde bekannte Adventslieder sowie Werke vom international bekannten walisischen Komponisten Karl Jenkins. Zudem erklingen neue Töne von «enchanté» – einer Initiative, die das gemeinsame Singen in den reformierten Kirchen fördert. Geleitet wird der Gottesdienst von Pfarrerin Saskia Urech und Pfarrer Daniel Hess. An der Orgel begleitet Ilia Völlmy. Die Feier lädt ein zu einem stillen Beginn des Advents – und zur Suche nach Worten für das, was oft unaussprechlich scheint.
1 Stunde
Den Gottesdienst am Reformationssonntag überträgt SRF live aus Lugano TI. Die Predigt hält Pfarrerin Anne Zell, die Liturgie leitet Pfarrer Giuseppe La Torre. Mitwirkend ist der Chor der koreanischen evangelischen Gemeinde Chanyang aus Mailand. Im Zentrum der Predigt steht die zentrale Botschaft der protestantischen Reformation: «Gerechtfertigt aus Gnade, durch den Glauben, ohne Werke religiöser Vorschriften.» Hintergrund dieses Reformationsgottesdienstes sind die Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der formellen Anerkennung der Evangelisch-reformierten Kirche im Tessin (CERT) durch den Kanton. Als gesellschaftliche Minderheit im Tessin war die Anerkennung der CERT als Körperschaft des öffentlichen Rechts, die durch eine Volksabstimmung besiegelt wurde, keineswegs nur ein formaler Akt: Sie bedeutete unter anderem die Möglichkeit, evangelischen Religionsunterricht an Tessiner Schulen einzuführen sowie seelsorgerliche Betreuung in Gefängnissen anzubieten. Evangelisch-reformierte Gemeinden sind im Tessin seit dem 19. Jahrhundert präsent. Das heutige Kirchengebäude in Lugano TI an der Viale Cattaneo wurde 1901 auf Initiative des Waldenserpfarrers Paolo Calvino errichtet. Diese Gemeinde war von Anfang an italienisch- und deutschsprachig, was bis heute so geblieben ist. In den 1970er-Jahren zeichnete sich die reformierte Kirche von Lugano TI durch ein besonderes Aufnahmeprojekt aus: Pfarrer Guido Rivoir, bekannt für seine offenen gesellschaftspolitischen Positionen, initiierte das Projekt «Azione posti liberi» («Aktion freie Plätze»), um Hunderte Menschen aufzunehmen, die nach dem Putsch von 1973 vor der Diktatur in Chile flohen. Es war eine Zeit grossen Engagements für die Kirche: Pfarrer Rivoir bewegte sich dabei am Rande der Legalität, engagierte sich mit grossem persönlichem Einsatz für diese humanitäre Sache, wurde angeklagt – und freigesprochen.
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