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40 Minuten
Zum ersten Mal live und ohne Schnitt: Mitten im Festival Liedstadt Hamburg 2026 sitzen Julian Prégardien und Kian Jazdi im Mendelssohnsaal der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, mit zwei Sopranistinnen, die dieselbe Hochschule verbindet. Julia Kleiter hat hier studiert und singt heute auf den großen Bühnen von Paris bis New York. Antonia Brinkers studiert gerade hier, hat das Festival Feminale mitgegründet und gehört zum Liedstadt-Team. Am Klavier sitzt Camille Lemonnier.

Zwei Generationen schauen auf dasselbe Haus: Was hat sich in 20 Jahren Gesangsausbildung verändert, was fehlt bis heute? Julia wünscht sich mehr Schauspielunterricht und mehr Mut zu selbst gestalteten Programmen, denn „wir Frauen haben keine Müllerin, keine Winterreise“. Antonia erzählt von vollen Stundenplänen, in denen kaum Zeit bleibt, die eigene Stimme zu finden, und davon, warum Werke von Komponistinnen endlich in Prüfungsprogramme und in den Kanon gehören.

Außerdem: Julias Lehrer, der ihr Resonanzräume anhand von „Hoffmanns Erzählungen“ erklärte, Julians erste Winterreise als szenisches Projekt, die Geschichte der Feminale und warum Antonia beim „Erlkönig“ zuerst an Emilie Mayer denkt und nicht an Schubert. Dazu gibt es Live-Musik: Julian und seine Cousine Julia singen Brahms, Antonia singt den „Erlkönig“ von Emilie Mayer.

Teil 2 folgt nächste Woche, dann vor allem mit Julia und ihrem Weg auf die großen Bühnen.

Feedback an podcast@liedstadt.de

Songstruck ist eine Produktion von Liedstadt, unterstützt von BR-KLASSIK, dem Klassikprogramm des Bayerischen Rundfunks, in Kooperation mit der HfMT Hamburg.
48 Minuten
Sechs Tage nach ihrem Auftritt beim Festival Liedstadt Hamburg 2026 sitzt Älice mit Julian Prégardien und Kian Jazdi im Festivalbüro. Sie ist Sängerin, Rapperin, Songschreiberin und Produzentin aus Hamburg, Gründungsmitglied von CHEFBOSS und Frontfrau von Moop Mama. Ihr zweites Soloalbum „Wo die Mango wächst“ erschien im Frühjahr 2025.

Für den Abend „New Moon“ bei Liedstadt hat Älice eigene Songs geschrieben und sie gemeinsam mit Christoph Prégardien und der Pianistin Elenora Pertz auf die Bühne gebracht. Die drei erzählen, wie aus der Angst vor einem „angestrengten Crossover“ ein Abend wurde, bei dem niemand mehr sitzen bleiben konnte, und warum Julian sofort wusste, dass genau sein Vater diesen Abend mit ihr machen musste.

Danach wird es persönlich: Älice spricht darüber, wie Schubladen in der Musikbranche funktionieren, besonders für Women of Color, warum sie irgendwann aufgehört hat, Erwartungen zu erfüllen, die nicht ihre eigenen waren, und was sie von ihrer Mutter gelernt hat, die sie allein großgezogen hat. Und sie sagt ehrlich, was sie an der Klassikwelt nervt.

Außerdem: eine Schubert-Zeile, auf die Julian mit „Lemon Tree“ antwortet, Älices Guilty Pleasure (Blümchen!), polnische Volkslieder und Peking-Oper auf der Playlist und der Anfang eines gemeinsamen Songs, der nach Sonne und klackernden Schuhen klingt.

Fragen an Älice? Schreibt an podcast@liedstadt.de.

Songstruck ist eine Produktion von Liedstadt, unterstützt von BR-KLASSIK, dem Klassikprogramm des Bayerischen Rundfunks.
48 Minuten
In Folge 0 hat Julian Prégardien sich noch geweigert, eine Schubert-Zeile herauszurücken. Diesmal gibt es kein Entkommen: Eine ganze Stunde lang fragt Kian Jazdi seinen Co-Host nach Franz Schubert, dem Komponisten, der Julian sein Leben lang begleitet.

Die beiden reisen vom Himmelpfortgrund in Wien, wo Schubert 1797 geboren wurde, über den Konflikt mit dem Vater, den frühen Tod der Mutter und die erste unglückliche Liebe bis zu einem Schaffensrausch, der 15 Jahre anhielt. Unterwegs klären sie, was ein Hammerklavier ist und wie das Deutsch-Verzeichnis funktioniert. Kian liegt dabei herrlich falsch, und das bleibt drin.

Dann wird es kontrovers: War Schubert wirklich der arme, verkannte Komponist? Julian hält dagegen. Vielleicht war ihm Besitz schlicht egal, und er war ein Künstler, den seine Freunde getragen haben. Er erzählt von Schuberts Freundeskreis unter Metternichs Spitzelsystem, von einem engen Freund, der zugleich als Zensor arbeitete, und davon, warum man in Schuberts Liedern weniger Weltschmerz hört als eine empathische, helfende Hand für die Dichter:innen.

Außerdem: Julians Guilty Pleasure unter den Schubert-Liedern, ein Fragenfeuerwerk (Welcher Zyklus? Welches Lied zur eigenen Beerdigung? Weißwein oder Kaffee?), Kians Dauerschleifen-Lied, Beethovens Schatten über dem „Schwanengesang“ und ein missglückter Versuch, gemeinsam drei gegen vier zu klatschen.

Fragen zu Schubert? Schreibt an podcast@liedstadt.de, Julian beantwortet sie.

Songstruck ist eine Produktion von Liedstadt, unterstützt von BR-KLASSIK, dem Klassikprogramm des Bayerischen Rundfunks (Annekatrin Hentschel und Clemens Nicol).
43 Minuten
Mitten im Festival Liedstadt Hamburg 2026, an Tag zwei, kommen Julian Prégardien und Kian Jazdi direkt vom Pop-up-Konzert im Hotel Atlantic ins Liedstadt Büro, mit ihrem ersten Gast: Bryan Benner. Er ist Bariton, Gitarrist und Singer-Songwriter, geboren in Orlando, Florida, über Schottland nach Wien gekommen und Kopf der Band The Erlkings, die Schubert, Beethoven und Haydn auf Englisch singt, mit Gitarre, Tuba, Cello und Schlagwerk.

Darin: warum Bryan sich für keine seiner Jugendlieblinge schämt (Weird Al Yankovic!), wo der Humor bei Schubert steckt, wie man sich eine so „unvernünftige“ Besetzung wie die der Erlkings zusammensucht, warum Bryan am liebsten nach Franken auswandern würde, und welcher Hip-Hop bei ihm gerade rauf und runter läuft. Zum Ausklang spielt er Shakuhachi.

Bryan nennt seine Kunst „selbstbegleitete Liedkunst“ und erzählt, wie sie entstanden ist: Er kann kein Klavier spielen, sah in Schuberts „König in Thule“ plötzlich Akkorde, die er von der Gitarre kannte, und schrieb ein „a-Moll“ über die Noten. Es geht um seine Jahre als Straßenmusiker in Schottland, um eine japanische Bambusflöte, die ihm ein Nachbar in die Hand drückte, als er 15 war, und um ein Bild, das ihn in jedes Konzert begleitet: den Künstler als Gabelstapler, der sein Publikum dort abholt, wo es ist.

Feedback, Anregungen und eure Lieder, die gerade rauf und runter laufen: info@liedstadt.de

Songstruck ist eine Produktion von Liedstadt, unterstützt von BR-KLASSIK, dem Klassikprogramm des Bayerischen Rundfunks.

Foto: Sebastian Madej
44 Minuten
Warum trifft uns ein einzelnes Lied manchmal mehr als ein ganzes Konzert? In der Folge 0 von „Songstruck – der Liedhaber Podcast“ stellen sich Julian Prégardien und Kian Jazdi gegenseitig vor und gehen einer scheinbar einfachen Frage nach: Was ist eigentlich ein Lied?

Und wir stellen fest, Julian macht Lied horny...

Die Reise führt vom althochdeutschen „liod“ über Minnesänger und alte Epen bis zur Romantik und zu der Frage, warum Julian mit dem Begriff „Kunstlied“ hadert. Dazwischen wird es persönlich: Julian bringt Robert Schumanns „Stille Tränen“ mit, gesungen von seinem Vater Christoph Prégardien, ein Lied, an dem er selbst auf der Bühne schon zweimal gescheitert ist. Kian erzählt, wie ihn „Die schöne Müllerin“ im Schulunterricht zum Singen gebracht hat. Und weil Lieder nicht an Genregrenzen haltmachen, dürfen auch Take That, die Kelly Family und Muse nicht fehlen, samt Familienurlaub an der Nordsee und erstem Liebeskummer auf der Schwäbischen Alb.

Außerdem: wie Liedstadt nach einer langen Nacht an einem Hochtisch der Hamburgischen Staatsoper entstanden ist, warum Kian gerade Eislers und Brechts „Kinderhymne“ nicht aus dem Kopf geht, und ein erster Ausblick auf Liedstadt Hamburg 2026 „Echoes of Wonder“, inspiriert von Robert Owens' Liederzyklus „Fields of Wonder“ nach Gedichten von Langston Hughes.

Und falls es zu neblig wird: Es gibt ein Nebelhorn.

Feedback, Anregungen und eure Lieder, die gerade rauf und runter laufen: podcast@liedstadt.de

Songstruck ist eine Produktion von Liedstadt, unterstützt vom Bayerischen Rundfunk / BR-KLASSIK.
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Über diesen Podcast

Julian Prégardien und Kian Jazdi, die Künstlerischen Leiter von LIEDSTADT, wagen mit Songstruck den Versuch, einen Podcast über das Lied zu machen, der nicht erklärt, sondern erzählt – nicht für Menschen, die schon alles über Schubert wissen, sondern für alle, die mal wissen wollen, warum ein einzelnes Lied einen manchmal mehr trifft als ein ganzes Konzert. Entstanden mit Unterstützung des Bayerischen Rundfunks / BR Klassik, Annekatrin Hentschel und Clemens Nicol.
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„Songstruck - der Liedhaber-Podcast“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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