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Fangirl Moments - Zwischen Bühne und Bahnhof Archiv

13 Episoden
1 Stunde
Über Geld redet man nicht. Oder vielleicht gerade deshalb?

Von immer neuen Vinyl-Varianten und Merch-Drops über dynamische Ticketpreise bis hin zum Schwarzmarkt: Wie viel Geschäft steckt eigentlich in unserer Fanliebe? Und wer verdient daran, wenn wir für unsere Lieblingsbands immer tiefer in die Tasche greifen?

Ich spreche über fragwürdige Verkaufsstrategien, überteuerte Tickets, die Verantwortung von Resale-Plattformen und darüber, warum neben den großen Acts auch kleine Bands und Clubs nicht vergessen werden dürfen. Zum Glück gibt es auch Ideen, wie Konzerte für mehr Menschen bezahlbar bleiben können.

Denn Fanliebe ist unbezahlbar. Aber muss deshalb gleich alles unbezahlbar sein?
26 Minuten
Fünf Shows. Hollywood Bowl. My Chemical Romance. Und ich bin nicht dabei.

Während My Chemical Romance im Oktober fünfmal die Bühne des Hollywood Bowl erobern, sitze ich hier, versuche meinen Hype irgendwie in den Griff zu bekommen, plane gedanklich schon meine viel zu frühen Livestream-Schichten und schwanke zwischen absoluter Vorfreude und akutem Konzert-Herzschmerz.

Ich musste einfach über diese fünf Shows reden. Über alles, was sie für Fans so besonders macht, über mögliche Überraschungen und Theorien und natürlich über die Tatsache, dass ich das alles nur aus der Ferne miterleben werde.

Keine große Analyse, kein ausgefeiltes Konzept. Einfach meine Gedanken, ganz viel MCR-Liebe und noch mehr FOMO-Deluxe.
23 Minuten
Was passiert, wenn ein Song für uns etwas ganz anderes bedeutet als ursprünglich gedacht?

Von Wake Me Up When September Ends als jährlichem Meme über die queeren Interpretationen von Mama bis hin zu YMCA als kultureller Hymne: Wir sprechen darüber, wem die Bedeutung eines Songs eigentlich gehört. Darf man in Musik seine ganz eigene Geschichte finden? Und wo liegt der Unterschied zwischen persönlicher Interpretation und der ursprünglichen Intention eines Künstlers?

Eine Folge über Musik, Gefühle und die Frage, ob ein Song irgendwann ein Eigenleben entwickelt.
40 Minuten
Was passiert eigentlich im Monat eines Fangirls, wenn grad keine große Tour ansteht?

Es geht um My Chemical Romance, Taylor Swift, Hi! Spencer und mehr. Es geht um Jubiläums-Vinyls, unerwartete Konzertankündigungen und noch unerwartetere Song-Veröffentlichungen. Und es geht natürlich darum, wie rational oder irrational manche Entscheidungen sein können.
41 Minuten
In dieser Folge geht es um parasoziale Beziehungen, Fan-Sein, Musik, Social Media und die Frage, warum gerade weibliche Fans mit ihrem emotionalen Fanverhalten so schnell als irrational oder peinlich abgestempelt werden.

Dabei geht es natürlich auch um meine ganz persönlichen Erfahrungen: MCR, diesen einen Gerard-Blick und die Frage, warum manche Künstler und ihre Musik einen so großen Platz im eigenen Leben bekommen können.

Ich beziehe mich auf verschiedene Studien und Forschung aus Psychologie, Kommunikationswissenschaft und Fan Studies, um dem Thema wirklich gerecht zu werden, müsste ich das jedoch selber studieren. Ich bin selbst keine Forscherin und erhebe deshalb keinen Anspruch auf Vollständigkeit – ich hoffe aber, dass ich die Erkenntnisse einigermaßen richtig und verständlich wiedergegeben habe.

Mein persönliches Fazit: Gefühle müssen nicht gegenseitig sein, um echt zu sein. Und vielleicht darf ein Künstler ein Ankerpunkt sein, solange er nicht zum Lebensmittelpunkt wird.

Und jetzt entschuldigt mich bitte, ich muss kurz überprüfen, ob Gerard Way inzwischen von unserer Hochzeit weiß.

-------------------Quellen bzw. weiterführende Literatur

Horton, D. & Wohl, R. R. (1956):

Mass Communication and Para-Social Interaction: Observations on Intimacy at a Distance.

Psychiatry, 19(3), 215–229.

https://doi.org/10.1080/00332747.1956.11023049

Dibble, J. L., Hartmann, T. & Rosaen, S. F. (2016):

Parasocial Interaction and Parasocial Relationship: Conceptual Clarification and a Critical Assessment of Measures.

Human Communication Research, 42(1), 21–44.

https://doi.org/10.1111/hcre.12063

Krause, A. E., North, A. C. & Heritage, B. (2018):

Musician interaction via social networking sites: Celebrity attitudes, attachment, and their correlates.

Music & Science, 1.

https://doi.org/10.1177/2059204318762923

Hoffner, C. A. & Bond, B. J. (2022):

Parasocial relationships, social media, & well-being.

Current Opinion in Psychology, 45, 101306.

https://doi.org/10.1016/j.copsyc.2022.101306

Gleason, T. R., Theran, S. A. & Newberg, E. M. (2017):

Parasocial Interactions and Relationships in Early Adolescence.

Frontiers in Psychology, 8, 255.

https://doi.org/10.3389/fpsyg.2017.00255

Cole, T. & Leets, L. (1999):

Attachment Styles and Intimate Television Viewing: Insecurely Forming Relationships in a Parasocial Way.

Journal of Social and Personal Relationships, 16(4), 495–511.

https://doi.org/10.1177/0265407599164005

Rubin, A. M., Perse, E. M. & Powell, R. A. (1985):

Loneliness, Parasocial Interaction, and Local Television News Viewing.

Human Communication Research, 12(2), 155–180.

https://doi.org/10.1111/j.1468-2958.1985.tb00071.x

Gerrard, Y. (2022):

Groupies, Fangirls and Shippers: The Endurance of a Gender Stereotype.

American Behavioral Scientist, 66(8).

https://doi.org/10.1177/00027642211042284

Rohr, J. (2017):

Yeah yeah yeah: The sixties screamscape of Beatlemania.

Journal of Popular Music Studies, 29(2).

https://doi.org/10.1111/jpms.12213

McCutcheon, L. E., Lange, R. & Houran, J. (2002):

Conceptualization and measurement of celebrity worship.

British Journal of Psychology, 93, 67–87.

https://doi.org/10.1348/000712602162454

Bröning, S., Pistoll, D. & Degen, J. L. (2026):

Parasoziale Beziehungen und ihre Wirkmechanismen – Implikationen für zwischenmenschliche Intimität und das Selbst.

Die Psychotherapie, 71, 336–341.

https://doi.org/10.1007/s00278-026-00858-w
50 Minuten
ACHTUNG! Die Konzertpolizei ist im Einsatz.

Darf ich mitsingen? Filmen? Tanzen? Rauchen? Mein Shirt ausziehen? Und was zum Teufel ist eigentlich mit Leuten, die mitten im Konzert nach Hause gehen?!

In dieser Folge geht’s um die Dos and Don’ts beim Konzertbesuch. Zwischen völlig legitimer Eskalation und „Alter, denk doch auch mal an die anderen“.

Kurz gesagt: Hab Spaß. Sing laut. Tanz. Spring. Aber sei kein Arsch.

Die Konzertpolizei ermittelt. Und sie hat einiges zu beanstanden.
39 Minuten
„Nenn doch mal drei Songs!“ – Glückwunsch, du hast soeben die Fanprüfung erreicht.

Aber wer entscheidet eigentlich, ob du ein echter Fan bist?

Musst du jedes Album besitzen? Jeden Song kennen? Seit 20 Jahren dabei sein? 50 Konzerte besucht haben? Alle B-Seiten kennen? Und was ist mit denen, die erst seit gestern Fan sind – oder sich einfach nicht alles leisten können?

In dieser Folge geht es um Gatekeeping, Fan-Hierarchien und die seltsame Idee, dass Fan-Sein irgendwie eine Leistung sein könnte. Um Konzertzahlen, Spotify-Statistiken, erste Reihen und die Frage, wann aus „Ich bin oft hier“ plötzlich „Ich habe hier mehr Rechte als du“ wird.

Denn ja: Auch ich spiele dieses Spiel mit. Ich habe 171 Montreal-Konzerte auf dem Konto, führe Excel-Listen über meine Konzertbesuche und freue mich natürlich, wenn Bands mich wiedererkennen. Mir wurden sogar schon Plätze freigehalten und Gästelisten angeboten.

Bin ich deshalb ein „besserer“ Fan? Oder sagt eine Zahl am Ende einfach nur aus, wie oft ich irgendwo war?

Und was ist mit Geld, Zeit, Alter oder ganz normalen Lebensumständen? Kann jemand überhaupt genauso viel in Fan-Sein investieren, wenn er sich Tickets, Reisen oder Merch gar nicht leisten kann?

Eine Folge über echte Fans, Fanprüfungen, erste Reihen, Privilegien und die Frage, wer eigentlich das Recht hat, zu entscheiden, wer dazugehört.

Denn vielleicht ist die wichtigste Frage gar nicht: Bist du ein echter Fan?

Sondern: Wer hat beschlossen, dass du das beweisen musst?
29 Minuten
Ich habe ein Problem mit Rankings. Mit „Wer ist besser?“, „Was ist die beste Band?“ und vor allem mit der Frage: „Wer ist eigentlich deine Lieblingsband?“

Denn wie soll ich mich bitte für eine entscheiden?

Blöd nur, dass ich in dieser Folge genau das trotzdem mache. Ich sortiere Bands in Schubladen, stelle sie einander gegenüber, erkläre, welche gerade besonders wichtig sind - und wenn alle Stricke reißen, habe ich natürlich doch eine Antwort parat. Ganz konsequent bin ich also nicht.

Außerdem geht es um die seltsame Angewohnheit, Musik ständig in Gewinner und Verlierer einzuteilen: Rock gegen Pop, Mainstream gegen Indie, echte Musiker gegen DJs und Lieblingsband gegen … na ja, alle anderen.

Ein kleiner Fangirl-Quickie über Musikgeschmack, Lieblingsbands und die Erkenntnis, dass man gleichzeitig zwei Dinge ziemlich überzeugend vertreten kann, die sich eigentlich widersprechen.
43 Minuten
Enthält unbezahlte Werbung, weil Albennennung usw.

Wie wird aus einer Band, die man irgendwann als Vorband entdeckt, eine Wohlfühlband, die man 68 Mal live gesehen hat?

In dieser Spezialfolge geht es um Hi! Spencer: von den ersten Begegnungen als Support von Montreal über Mini-Touren, seltsame Hotelzimmer, Corona-Picknickkonzerte und Stromausfälle bis hin zu besonderen Release-Shows und natürlich ganz vielen Konzerten.

Außerdem sprechen wir über die vier Studioalben der Band und natürlich über das neue Album „immernie“ – welche Songs mich sofort gepackt haben, welche erst wachsen mussten und welcher Song mich völlig überrascht hat.

Eine Folge über Musik, Erinnerungen und die Frage, warum man manche Bands einfach immer wieder sehen möchte.
54 Minuten
Wann lohnt sich ein Konzert eigentlich? Was haben fünf Songs, ein Festival, begrenzte Urlaubstage, ein begrenztes Budget und jede Menge FOMO miteinander zu tun? In dieser Folge mache ich die ganz persönliche Konzertrechnung auf: zwischen Aufwand, Vernunft und der Erkenntnis, dass am Ende manchmal einfach die Lieblingsband spielt.
50 Minuten
Was haben Die Ärzte mit KiK-BHs zu tun? Warum sollte man Vorbands niemals unterschätzen? Wie viel organisatorischer Wahnsinn steckt eigentlich hinter einem einzigen Konzertticket? Und wird es nicht irgendwann langweilig, dieselbe Band immer wieder zu sehen?

Diesen und vielen weiteren Fragen versuche ich heute auf den Grund zu gehen. Ob mir das gelungen ist? Das hört ihr jetzt.

Instagram: @fangirl_moments_podcast

Disclaimer: Im Hintergrund quietscht mein Stuhl. Ich gelobe Besserung.
51 Minuten
Fangirl, für manche ein Schimpfwort, für andere eine Identität. Aber was bedeutet es eigentlich, Fan zu sein? Warum hat der Begriff „Fangirl“ bis heute einen so schlechten Ruf und warum bezeichne ich mich trotzdem ganz bewusst so? Ich erzähle von meinen ersten Bandlieben, Bravo-Starschnitten, Autogrammjagden, den Ärzten und dem Moment, in dem aus einem normalen Musikfan eine leidenschaftliche Konzertgängerin wurde. Außerdem sprechen wir darüber, wo Fansein aufhört und Grenzüberschreitungen beginnen.
1 Stunde 15 Minuten
Fünf My Chemical Romance Shows. Drei Länder. 13 Tage. Und ungefähr 1000 Side-Quests.

Was als lang gehegter Traum begann, wurde zur verrücktesten, anstrengendsten und wahrscheinlich besten Konzertreise meines Lebens.

Von London über Florenz bis Madrid – ich bin My Chemical Romance durch Europa hinterhergereist und habe dabei nicht nur fünf Shows erlebt, sondern auch Panikattacken am Flughafen, eine streikende Kreditkarte, ein nicht abrufbares Konzertticket und noch viel mehrAber zwischen all dem Chaos gab es vor allem eines: unglaublich viele besondere Momente. Mit der Musik, mit der Band und vor allem mit den Menschen, die ich unterwegs getroffen habe.In dieser Folge nehme ich euch mit auf meine Reise – von den ersten Minuten am Flughafen bis zum letzten Konzertabend. Ich erzähle euch von fünf Shows, die sich trotz derselben Band jedes Mal völlig anders angefühlt haben, von der unglaublichen Kreativität und Hilfsbereitschaft der Fangemeinschaft und davon, warum ich am Ende trotz aller Side Quests jederzeit wieder losfliegen würde.Das ist die Geschichte meiner My Chemical Romance Europa-Tour – und vielleicht auch die Geschichte davon, warum Musik manchmal viel mehr ist als nur Musik.

Instagram: @fangirl_moments_podcast