Wie findet man unter Hunderten Profilen den Samenspender, der sich für die eigene Familie richtig anfühlt? In Folge 7 von „Mamas in der Mache“ erzählen Lisa und Kate, ein binationales lesbisches Ehepaar aus Berlin, wie sie ihren Spender bei der Europäischen Samenbank ausgesucht haben. Nachdem wir uns für eine Kinderwunschklinik entschieden hatten, kam der nächste große Schritt: die Spendersuche. Wir hatten uns einen gemütlichen Abend mit Laptop und einem Glas Wein vorgestellt. Tatsächlich wurde daraus eine emotionale und manchmal überfordernde Entscheidung. Auf der Plattform der Samenbank fanden wir weit mehr als Augenfarbe und Körpergröße: Kinderfotos und gezeichnete Porträts der Spender als Erwachsene, persönliche Spenderbriefe, Audiointerviews, Persönlichkeitstests (MBTI) und medizinische Berichte mit der Familiengeschichte über mehrere Generationen. Doch welche Kriterien zählen wirklich? Aussehen, Gesundheit, Herkunft, Charakter, gemeinsame Interessen oder doch das Bauchgefühl? Darum geht es in dieser Folge: - Warum wir uns für eine internationale Samenbank entschieden haben und keinen Spender aus unserer Stadt wollten (Stichwort: Halbgeschwister) - Wie wir unsere Spenderauswahl organisiert haben: zwischen Tinder, Katalog, Excel-Tabelle und Pokémon-Karten - Gesundheit oder Sympathie: warum wir völlig unterschiedliche Kriterien hatten und welche Rolle erbliche Krankheiten spielten - Warum wir einen gemeinsamen Spender für mögliche Geschwisterkinder wollten - Herkunft und Wurzeln: welche Fragen wir uns mit Blick auf die Identität unseres Kindes gestellt haben - Der Vorwurf der Eugenik: Wie viel „Auswahl“ ist okay, wenn man einen Samenspender aussucht? Am Ende hatten wir zwei getrennte Auswahllisten und genau einen gemeinsamen Treffer. Und das Gefühl: Dieser Spender könnte der richtige für unsere Familie sein. In der nächsten Folge: Wie arbeiten Samenbanken eigentlich, und wie läuft die Zusammenarbeit mit Kinderwunschkliniken? „Mamas in der Mache“ ist der Podcast über unsere persönliche Kinderwunschreise als Regenbogenfamilie in spe: ehrlich, emotional und mit den Fakten, die wir uns selbst gewünscht hätten. Folgt uns auf Social Media unter Mamas in der Mache. Diese Folge ist nicht gesponsert. Wir teilen unsere persönlichen Erfahrungen, sie ersetzen keine medizinische Beratung.
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