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Episoden

59 Minuten
In dieser Folge von GESPRÄCHSFUNKEN – Facetten vieler Leben spricht Kirsten Breuß über einen Tag, der ihr Leben von einem Moment auf den anderen verändert hat: An ihrem zehnten Hochzeitstag verunglückte ihr Mann Patrick schwer. Einen Tag später wurden die lebenserhaltenden Maßnahmen eingestellt.

Kirsten blieb zurück – mit zwei kleinen Kindern, einem unfertigen Haus, einem großen Schuldenberg und der Frage, wie ein Leben weitergeht, wenn plötzlich einer fehlt.

Wir sprechen über Trauer, die keine festen Regeln kennt, über Menschen, die auffangen – und jene, die plötzlich nicht mehr wissen, wie sie einem begegnen sollen. Darüber, warum Kirsten ihren Kindern nicht gleichzeitig Mama und Papa sein konnte und wollte. Und warum es für sie so wichtig war, auch mitten in der Trauer auf sich selbst zu hören.

Zwölf Jahre später sagt Kirsten, dass diese Zeit ihren Blick auf das Leben grundlegend verändert hat. Heute richtet sie ihren Fokus bewusst auf das, was da ist, probiert Neues aus und erinnert sich immer wieder daran, dass Leben mehr sein darf als bloßes Funktionieren.

„Versuch zu leben. Das Leben zu spüren und nicht nur zu existieren. Weil es so verdammt schnell vorbei sein kann.“

Prädikat: ehrlich, lebensnah, berührend.
60 Minuten
In dieser Folge von GESPRÄCHSFUNKEN – Facetten vieler Leben spricht Simone Janak darüber, was passieren kann, wenn wir lange funktionieren, leisten und immer weitermachen – bis der Körper irgendwann die Grenze setzt.

Burnout, Gebärmutterhalskrebs und eine Schwangerschaft, bei der die Ärzte ihrem Sohn kaum Chancen gaben, wurden zu prägenden Wendepunkten in ihrem Leben. Und Simone musste erkennen: Alte Muster verschwinden nicht unbedingt. Manchmal kommen sie einfach in einer anderen Verkleidung wieder.

Wir sprechen über Leistungsdruck und Selbstverantwortung, übers Hilfe annehmen, Grenzen erkennen und darüber, warum es sich lohnt, immer wieder zu hinterfragen: Lebe ich eigentlich das Leben, das wirklich zu mir passt?

Simones Botschaft ist dabei ziemlich klar:

„Warte nicht darauf, dass dein Körper dir die Grenze setzt.“

Prädikat: ehrlich, kraftvoll, wachrüttelnd.
59 Minuten
Was passiert, wenn die Welt, die man sein ganzes Leben lang für die einzig richtige gehalten hat, plötzlich nicht mehr stimmt?

Elke wächst als Zeugin Jehovas in einem sehr engen Weltbild auf. Geburtstage und Weihnachten gibt es nicht, Kontakte außerhalb der Glaubensgemeinschaft sind unerwünscht und schon als Kind gehört der Predigtdienst für sie zum Alltag.

Mit 18 heiratet sie, mit 23 ist sie dreifache Mutter – und irgendwann werden die Grenzen ihres bisherigen Lebens immer enger. Die Ehe funktioniert nicht, ihr Glaube gibt ihr keinen Halt mehr und Elke kommt an einen Punkt, an dem sie weiß: Entweder ich gehe – oder ich gehe daran zugrunde.

Mit ihren drei Kindern und kaum Geld verlässt sie schließlich ihren Mann, ihre Glaubensgemeinschaft und damit fast ihr gesamtes bisheriges soziales Umfeld. Sie zieht ins Frauenhaus und beginnt ein Leben, von dem sie noch überhaupt nicht weiß, wie es aussehen wird.

Viele Jahre später stellt das Leben sie vor eine Erfahrung, die sie selbst als das Schlimmste bezeichnet, das ihr je passiert ist: Ihre Tochter Sarah nimmt sich das Leben.

Auch darüber spricht Elke in dieser Folge sehr offen. Über Trauer und Schuldgefühle. Über die Frage, wie man nach einem solchen Verlust überhaupt weiterleben kann. Und über einen Gedanken, der für sie vieles verändert hat:

Die Liebe zwischen ihr und ihrer Tochter ist nicht zu zerstören.

Heute begleitet Elke selbst Mütter, die ein Kind verloren haben, und erzählt von ihrer ganz persönlichen Entscheidung, sich trotz allem wieder dem Leben zuzuwenden.

Eine Folge über Glauben und Freiheit, Verlust und Trauer, Selbstverantwortung und die Erkenntnis, dass wir nicht bestimmen können, was uns im Leben widerfährt – aber sehr wohl, wie wir unseren Weg damit weitergehen.

Hinweis: In dieser Folge sprechen wir über Suizid und den Verlust eines Kindes.
60 Minuten
In dieser Folge von Gesprächsfunken – Facetten vieler Leben erzählt Maria* von einem Leben, in dem Gewalt schon früh zur Normalität wurde – und davon, wie schwer es sein kann, zu erkennen: Das ist nicht normal. Und ich darf gehen.

Sie spricht offen über Gewalt in ihrer Kindheit und späteren Beziehungen, über das Frauenhaus, Sucht und ihren Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben. Auch eine Vergewaltigung und der bis heute andauernde juristische Prozess sind Teil ihrer Geschichte.

Mögliche Trigger: In dieser Folge sprechen wir unter anderem über körperliche und psychische Gewalt, sexualisierte Gewalt und Vergewaltigung, Schwangerschaftsverlust, Sucht sowie Suizidgedanken. Wenn du merkst, dass diese Themen gerade zu viel für dich sein könnten, hör die Folge vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt oder gemeinsam mit einer Person, bei der du dich sicher fühlst.

Trotz all dieser Erfahrungen ist dies keine Geschichte über das Aufgeben. Ganz im Gegenteil.

Maria erzählt davon, Hilfe anzunehmen, Therapie zu machen, mit ihrem Kind ins Frauenhaus zu gehen, ihre Suchterkrankung hinter sich zu lassen und Stück für Stück wieder Vertrauen, Liebe und Lebensfreude zuzulassen.

Und sie möchte anderen Betroffenen vor allem eines mitgeben:

Du musst dich nicht schämen. Du musst da nicht alleine durch. Es gibt Hilfe. Und es gibt einen Weg hinaus.

Eine sehr offene Folge über Gewalt, Scham und Sucht – aber noch viel mehr über Mut, Selbstbestimmung und die Entscheidung, dem Erlebten nicht die Macht über das eigene Leben zu überlassen.

*Name geändert
59 Minuten
Diese Folge von Gesprächsfunken – Facetten vieler Leben ist anders. Sie ist persönlicher als alles, was ich bisher gemacht habe.

Denn heute rede ich mit meinem Papa. Hans Brandner. Friseurmeister, Musiker, Tänzer, Ehemann seit über 37 Jahren – und seit 2023 an ALS erkrankt. Eine unheilbare Krankheit, die Schritt für Schritt seinen Körper schwächt. Und die mich, seit ich davon weiß, an so vielen Ecken meines Lebens begleitet.

Mein Papa spricht diese Folge nicht selbst – das kann er nicht mehr. Seine Antworten liest Willi Koller, ein Freund, der ALS selbst kennt. Und trotzdem ist es das direkteste, ehrlichste Gespräch, das ich je geführt habe.

Wir reden über seine Kindheit, seinen Beruf, seine Liebe zu meiner Mama. Über den Tag, an dem alles anders wurde. Über Selbstmordgedanken, Schamgefühl und schlaflose Nächte. Und über das, was ihn trotzdem jeden Morgen aufstehen lässt – mit Dankbarkeit, Glauben und der Überzeugung: Es ist ein Abenteuer.

Ich bin so froh und so stolz, dass er das mit uns teilt.

Prädikat: WERTVOLL & hörenswert.
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Über diesen Podcast

In Gesprächsfunken – Facetten vieler Leben geht es um Geschichten, die das Leben schreibt – authentisch, ehrlich und berührend. Jede Episode bringt eine neue Facette ans Licht: Wendepunkte, Neuanfänge und die Stärke, die uns durchs Chaos trägt. Hier kommen Frauen zu Wort, die ihre Erfahrungen und Erkenntnisse mit uns teilen. Es sind Geschichten, die Mut machen, zum Nachdenken anregen und zeigen: Du bist nicht allein. Einschalten, zuhören und dich von den Gesprächsfunken inspirieren lassen – facettenreich wie das Leben selbst.
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„GESPRÄCHSFUNKEN - Facetten vieler Leben“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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