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Lagerfeuer-Gespräch von DARC Management

Lagerfeuer-Gespräch von DARC Management

DARC Management UG 9 Episoden Neueste vor 6 Tagen

Führung, Verantwortung und KI. Jeden Mittwoch um 11:07 Uhr, genau 11:07 Minuten.

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Episoden

11 Minuten
Das Landgericht München I hat der GEMA gegen den Musikgenerator Suno überwiegend recht gegeben. Darf Ihr Marketing jetzt noch mit künstlicher Intelligenz Bilder, Texte und Musik erzeugen? In Nachgemessen nehmen wir uns dafür kein Musikversprechen vor, sondern das Wort, auf das sich ein Marketing verlässt: sicher. Adobe beschriftet seine Firefly-Modelle mit „Kommerziell sicher“. Wir lesen den Vertrag dazu und fragen: Wer ist abgesichert, was ist abgesichert, und bis zu welcher Summe? Dazu ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamm über einen KI-Chatbot, drei Schritte für diese Woche und eine terminierte Prognose zum Bundesgerichtshof. Die Themen: - Der Anlass: Landgericht München I, Urteil vom 31. Juli 2026, GEMA gegen Suno, sechs Musikwerke. Die Stücke waren im Modell memorisiert, und für die wiedererkennbaren Ausgaben aus einfachen Prompts sah das Gericht den Anbieter verantwortlich, nicht die Nutzer. Das Urteil ist nicht rechtskräftig - Warum das viele betrifft: Nach der amtlichen Statistik nutzten 2025 gut ein Viertel der Unternehmen ab zehn Beschäftigten künstliche Intelligenz, 52 Prozent davon erzeugen damit Bilder, Videos oder Ton - Das Versprechen wörtlich: Auf der deutschen Firefly-Seite stehen die Adobe-Modelle unter dem Etikett „Kommerziell sicher“. In der FAQ formuliert Adobe vorsichtiger, die Modelle seien „für die kommerzielle Nutzung geeignet“, und begründet das mit lizenziertem Trainingsmaterial aus Adobe Stock und gemeinfreien Inhalten - Die Messung ist diesmal der Vertrag: In seinen Zusatzbedingungen für generative KI (gültig seit 23. April 2026) schließt Adobe die Gewähr aus, dass Ergebnisse keine Rechte Dritter verletzen. Die Freistellung gibt es nur für Teams- und Unternehmenskunden in bestimmten Tarifen, sie entfällt bei Bearbeitung und bei Kombination mit anderem Material, gilt nicht für Modelle anderer Hersteller und ist auf 10.000 US-Dollar je Ergebnis oder Anspruch gedeckelt. Musik ist seit Juli 2026 ausdrücklich abgedeckt - Der Kontrast: Suno wirbt bei bezahlten Tarifen mit kommerziellen Nutzungsrechten. In den Nutzungsbedingungen steht keine Zusage, dass die Nutzung keine Rechte Dritter verletzt, die Freistellung läuft umgekehrt zugunsten von Suno, und die Haftung ist auf die Zahlungen der letzten sechs Monate begrenzt, mindestens 100 US-Dollar - Franks Einordnung: München hat entschieden, dass ein einfacher Prompt den Nutzer nicht zum Vervielfältiger macht. Offen ist, was gilt, wenn ein Unternehmen das Ergebnis veröffentlicht - Nachgefragt: Ist Suno jetzt verboten? Bin ich als Unternehmen raus? Gehört mir, was die Maschine erzeugt (Amtsgericht München, 13. Februar 2026, drei KI-Logos ohne Schutz)? Und reicht ein Hinweis „mit KI erstellt“? - Das Lagerfeuer: Das Oberlandesgericht Hamm hat am 12. Mai 2026 ein Unternehmen für die Aussagen seines KI-Chatbots verantwortlich gemacht. Der Einwand, das Publikum kenne die Fehleranfälligkeit von KI, half nicht. Die Revision ist zugelassen - Drei Schritte für diese Woche, ohne Budget: eine Inventur der Werkzeuge und Tarife, in jedem Vertrag die Stelle zu Gewähr und Freistellung lesen, und alles Veröffentlichte samt Chatbot-Antworten freigeben wie eine Anzeige - Die Prognose der Folge, geführt in unserem Mess-Sheet: Am 17. Dezember 2026 entscheidet der Bundesgerichtshof im Fall LAION nicht abschließend, sondern legt dem Europäischen Gerichtshof Fragen zum Text und Data Mining vor. Wird der Termin verschoben, lösen wir am neuen Termin auf Quellen: - Landgericht München I, Pressemitteilung 16/2026 vom 31. Juli 2026 (Az. 42 O 763/25): https://www.justiz.bayern.de/gerichte-und-behoerden/landgericht/muenchen-1/presse/2026/16.php - Dasselbe Urteil im Volltext: https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/Y-300-Z-BECKRS-B-2026-N-17961 - Statistisches Bundesamt, Unternehmen mit Nutzung von künstlicher Intelligenz 2025: https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Unternehmen/IKT-in-Unternehmen-IKT-Branche/Tabellen/ikti-unternehmen-kuenstliche-intelligenz.html - Adobe Firefly, deutsche Produktseite mit Etikett und FAQ: https://www.adobe.com/de/products/firefly.html - Adobe, Generative AI Product Specific Terms, gültig seit 23. April 2026: https://www.adobe.com/go/adobe-gen-ai-addl-terms - Adobe, Produktbeschreibung Firefly mit der Liste der abgesicherten Funktionen: https://helpx.adobe.com/legal/product-descriptions/adobe-firefly.html - Suno, Preisseite: https://suno.com/pricing - Suno, Nutzungsbedingungen, gültig seit 3. September 2026: https://suno.com/terms - Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 12. Mai 2026 (Az. 4 UKl 3/25), Volltext: https://nrwe.justiz.nrw.de/olgs/hamm/j2026/4_UKl_3_25_Urteil_20260512.html - Amtsgericht München, Endurteil vom 13. Februar 2026 (Az. 142 C 9786/25), Volltext: https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/Y-300-Z-BECKRS-B-2026-N-1513 - Bundesgerichtshof, Terminhinweis I ZR 281/25, Verkündung am 17. Dezember 2026: https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Termine/DE/Termine/IZR281-25.html Wichtig: Diese Folge ist keine Rechtsberatung. Die Urteile aus München (GEMA gegen Suno) und Hamm sind nicht rechtskräftig; zur Rechtskraft des Amtsgerichtsurteils liegt uns kein Beleg vor. Unser Mess-Sheet mit allen geprüften Versprechen und den offenen Prognosen: https://darc-transform.de/podcast/mess-sheet/ Schicken Sie uns das Versprechen Ihres KI-Anbieters, gern per E-Mail oder auf LinkedIn. Wir suchen uns jede Woche eines zum Nachmessen aus; ein Anspruch auf Prüfung besteht nicht, und für Verdachtsfälle gelten die Regeln sorgfältiger Berichterstattung. Nächste Folge am 23. September: Franks Buch „Führung, Verantwortung und der KI-Dschungel“ und was drinsteht. Wie immer mittwochs um 11:07 Uhr. Mehr zum Podcast und zum Buch: https://darc-transform.de/podcast/ KI-Transparenz: Beide Stimmen in dieser Folge sind KI-generiert, auch Frank hören Sie als KI-Stimme. Die Gedanken und die Worte sind seine. Mehr: https://darc-transform.de/podcast/
11 Minuten
Ein Anbieter verspricht, dass aus zweieinhalb Minuten Dokumentation dreißig Sekunden werden, eine Zeitersparnis von bis zu 80 Prozent. In Nachgemessen zitieren wir dieses Versprechen wörtlich und stellen ihm die größte unabhängige Messung gegenüber, die es dazu gibt: 8.581 Ärztinnen und Ärzte an fünf Universitätskliniken, gemessen nicht per Fragebogen, sondern aus den Protokolldaten des Aktensystems. Ergebnis: 11,7 Prozent. Die Folge trägt zwei Antworten, denn beim Blick in die Bilddiagnostik sieht die Sache völlig anders aus. Dazu ein öffentlich dokumentierter Fall aus fünf Kliniken, drei Schritte für diese Woche und eine terminierte Prognose, deren Suchraum wir vorab festgelegt haben. Die Themen: - Das Versprechen wörtlich: Doctolib nennt in seiner Pressemitteilung vom 13. Februar 2026 eine Zeitersparnis von bis zu 80 Prozent, Grundlage ist eine interne Erhebung mit über 500 eigenen Kundinnen und Kunden von September bis November 2025 - Drei Fragen an jede Zahl: Wer hat gemessen (der Anbieter selbst), woran (an einer einzelnen Notiz, nicht am Arbeitstag) und womit. Die dritte Frage bleibt offen, denn die Messmethode ist weder in der Mitteilung noch auf den öffentlichen Produktseiten auffindbar - Die unabhängige Gegenmessung aus dem Fachblatt JAMA, April 2026: 8.581 ambulant tätige Ärztinnen und Ärzte an fünf US-Universitätskliniken, davon 1.809 mit dem Werkzeug, über gut zwei Jahre, gemessen aus Protokolldaten. 16 Minuten weniger Dokumentation je acht geplante Patientenstunden, das sind 11,7 Prozent - Warum 80 und 11,7 nicht dasselbe messen, und wie die ehrliche Rechnung lautet: Selbst wenn die einzelne Notiz 80 Prozent schneller fertig ist, kommt am Arbeitstag ungefähr ein Neuntel heraus - Die unbequemste Zahl der Folge: Die Arbeit nach Feierabend hat sich nicht bedeutsam verändert. Wer das Werkzeug kauft, damit seine Leute abends früher nach Hause gehen, kauft Kapazität statt Entlastung - Es gibt randomisierte kontrollierte Studien zu diesen Werkzeugen, und sie finden Wirkung. Nur an anderer Stelle: beim Belastungsempfinden, nicht bei der Zeit - Der Gegenbeweis aus Deutschland: Im Brustkrebs-Screening wurden mit KI-Unterstützung 6,7 statt 5,7 Tumore je 1.000 Untersuchungen entdeckt, 17,6 Prozent mehr, ohne Anstieg der unnötigen Rückrufe. Mit drei Einschränkungen, die wir ungefragt nennen: herstellerfinanziert, nicht randomisiert, keine Sterblichkeitsdaten - Franks Haltung: Der Unterschied zwischen Radiologie und Dokumentation ist nicht die Technik, es ist die Messkultur - Das Lagerfeuer: Fünf große Universitätskliniken führen den KI-Mitschreiber breit ein. Nur 21 Prozent fangen überhaupt an, davon nutzt knapp ein Drittel ihn regelmäßig. Am Ende arbeitet ungefähr jeder Fünfzehnte so damit, wie es gedacht war - Drei Schritte für diese Woche, ohne Budget: den Anbieter nach der Messmethode fragen, die eigene Ausgangslage vor dem Kauf messen, und die Nutzung zur Zielgröße machen statt der Lizenz - Die Prognose der Folge, Stichtag 1. Dezember 2026, geführt in unserem Mess-Sheet: Bis dahin nennt Doctolib die Messmethode hinter den 80 Prozent nicht öffentlich. Damit das keine Suche ins Leere wird, steht der Suchraum vorab im Mess-Sheet und wird am Stichtag genau so abgearbeitet Quellen: - Doctolib, Pressemitteilung vom 13. Februar 2026 mit dem zitierten Versprechen. Die Originalseite ist für automatisierte Abrufe gesperrt, hier die frei erreichbare Wiedergabe bei E-HEALTH-COM: https://e-health-com.de/details-unternehmensnews/doctolib-fuehrt-ki-sprechstundenassistent-als-neue-eigenstaendige-loesung-ein/ - Dieselbe Mitteilung als Archivstand der Originalseite vom 15. Februar 2026: https://web.archive.org/web/20260215103104/https://about.doctolib.de/news/doctolib-fuhrt-ki-sprechstundenassistent-als-neue-eigenstandige-losung-ein/ - Die unabhängige Gegenmessung, Rotenstein et al., JAMA 2026, Volltext frei zugänglich: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC13044793/ und der Nachweis: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41920565/ - Randomisierte kontrollierte Studie zu Wohlbefinden und Erschöpfung unter KI-Dokumentation, NEJM AI: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41625485/ - Das deutsche Brustkrebs-Screening (PRAIM), Nature Medicine vom 7. Januar 2025: https://www.nature.com/articles/s41591-024-03408-6 und der freie Volltext: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11922743/ - Bundesärztekammer, 130. Deutscher Ärztetag in Hannover, 15. Mai 2026, Beschluss zu klinischen Studien bei KI-Anwendungen: https://www.bundesaerztekammer.de/presse/aktuelles/detail/auswirkungen-von-ki-anwendungen-in-der-medizin-in-klinischen-studien-ueberpruefen - Bundesärztekammer, Stellungnahme "Künstliche Intelligenz in der Medizin", Vorstandsbeschluss vom 14. Januar 2025: https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/wissenschaftlicher-beirat/Veroeffentlichungen/KI_in_der_Medizin_SN_neu.pdf - Zum Rechtsrahmen: Der AI Omnibus ist am 27. Juli 2026 in Kraft getreten. Für KI in geregelten Produkten, also auch in Medizinprodukten, gelten die Hochrisiko-Pflichten damit erst ab dem 2. August 2028: https://digital-strategy.ec.europa.eu/en/news/ai-omnibus-enters-force Unser Mess-Sheet mit allen geprüften Versprechen und den offenen Prognosen: https://darc-transform.de/podcast/mess-sheet/ Schicken Sie uns das Versprechen Ihres KI-Anbieters, gern per E-Mail oder auf LinkedIn. Wir suchen uns jede Woche eines zum Nachmessen aus; ein Anspruch auf Prüfung besteht nicht, und für Verdachtsfälle gelten die Regeln sorgfältiger Berichterstattung. Nächste Folge am 16. September: Darf Ihr Marketing noch KI nutzen? Wie immer mittwochs um 11:07 Uhr. Mehr zum Podcast und zum Buch: https://darc-transform.de/podcast/ KI-Transparenz: Beide Stimmen in dieser Folge sind KI-generiert, auch Frank hören Sie als KI-Stimme. Die Gedanken und die Worte sind seine. Mehr: https://darc-transform.de/podcast/
11 Minuten
Verkauft wird ein Flügelmann: ein Copilot, der mitfliegt, den Rücken freihält und angeblich 26 Minuten am Tag spart. Diese Folge ist die Premiere unserer neuen Rubrik Nachgemessen: Wir zitieren die Werbeminuten wörtlich und schauen auf die Messung dahinter, von der Umfrage über die Telemetrie bis zur einzigen Auswertung, bei der jemand daneben saß und zugeschaut hat. Die ehrliche Antwort auf die Titelfrage lautet: unbelegt. Dazu ein anonymisierter Fall aus Franks Mandaten, drei Schritte für diese Woche und zum ersten Mal eine terminierte Prognose, die wir öffentlich nachhalten. Die Themen: - Die Zahlenkette der Werbung, alle aus Befragungen: Microsoft nennt im Schnitt 14 Minuten pro Tag (eigene Umfrage, 1.300 Befragte; die oft zitierten 11 Minuten sind dort die Schwelle, ab der Nutzer einen Wert wahrnehmen), der britische GDS-Test mit 20.000 Beamten 26 Minuten (im Kleingedruckten: self-reported), das britische Arbeitsministerium DWP 19 Minuten (Selbstauskunft, rund 3.550 Lizenzen) - Die Treppe der Messqualität in 30 Sekunden: Fragebogen, Telemetrie, Beobachtung mit Stoppuhr und Kontrollgruppe, und warum die Werbeminuten alle auf der untersten Stufe stehen - Die Kontrollgruppen-Studie, die es sehr wohl gibt, von Microsoft mitverfasst: 66 Firmen, über 7.000 Beschäftigte, echte Telemetrie. Befund: rund zwei Stunden weniger E-Mail-Zeit pro Woche, kein belegter Gesamtgewinn - Der amtliche Satz des britischen Handelsministeriums DBT nach beobachteten Arbeitssitzungen, übersetzt: Die Auswertung fand keinen Beleg, dass die gesparte Zeit zu mehr Produktivität geführt hat. Manche Aufgaben dauerten sogar länger - Das offene Ende beider britischer Tests: eingesammelte Lizenzen, echter Kummer, am stärksten bei Beschäftigten mit Behinderungen, und keine belegte Kaufentscheidung danach - Aus dem Nachbarfeld: Entwickler mit KI-Werkzeugen fühlten sich 20 Prozent schneller und waren mit der Stoppuhr gemessen 19 Prozent langsamer (METR) - Das Lagerfeuer: ein Onlinehändler mit rund 350 Beschäftigten, Copilot für alle, aber ohne Gesamtstrategie und Rahmenbedingungen. Jeder bekam den Flügelmann, keiner den Flugplan - Drei Schritte für diese Woche, ohne Budget: Stoppuhr statt Fragebogen (fünf Leute, drei echte Aufgaben, zwei Wochen), das Anbieterversprechen wörtlich ins Protokoll samt Messart, und den eigenen Break-even rechnen, bevor verlängert wird - Die Prognose der Folge, Stichtag 1. März 2027, geführt in unserem Mess-Sheet: Bis dahin wird es keine von Microsoft unabhängige Studie mit Stoppuhr und Kontrollgruppe geben, die die beworbenen 26 Minuten belegt Quellen: - Microsoft WorkLab, AI Data Drop zur eigenen Copilot-Umfrage (1.300 Befragte, Selbstauskunft: 14 Minuten Durchschnitt, 11 Minuten als Wahrnehmungsschwelle): https://www.microsoft.com/en-us/worklab/ai-data-drop-the-11-by-11-tipping-point - UK Government Digital Service, ressortübergreifendes Copilot-Experiment mit 20.000 Beamten, 26 Minuten pro Tag, self-reported: https://www.gov.uk/government/publications/microsoft-365-copilot-experiment-cross-government-findings-report - UK Department for Work and Pensions, Copilot-Evaluation vom 29. Januar 2026, 19 Minuten pro Tag, Selbstauskunft: https://www.gov.uk/government/publications/an-evaluation-of-dwps-microsoft-copilot-365-trial - UK Department for Business and Trade, Copilot-Evaluation vom 28. August 2025 mit beobachteten Arbeitssitzungen und dem zitierten Satz zur Produktivität: https://www.gov.uk/government/publications/microsoft-365-copilot-pilot-dbt-evaluation-report - Microsoft-koautorierte Kontrollgruppen-Studie mit Telemetrie (66 Firmen, 7.137 Beschäftigte), NBER Working Paper 33795: https://arxiv.org/abs/2504.11443 und https://arxiv.org/abs/2504.11436 - METR, Stoppuhr-Studie zu erfahrenen Entwicklern mit KI-Werkzeugen (gefühlt schneller, gemessen langsamer): https://arxiv.org/abs/2507.09089 Unser Mess-Sheet mit allen geprüften Versprechen und den offenen Prognosen: https://darc-transform.de/podcast/mess-sheet/ Schicken Sie uns das Versprechen Ihres KI-Anbieters, gern per E-Mail oder auf LinkedIn. Wir suchen uns jede Woche eines zum Nachmessen aus; ein Anspruch auf Prüfung besteht nicht, und für Verdachtsfälle gelten die Regeln sorgfältiger Berichterstattung. Nächste Folge am 9. September zum Thema KI in der Medizin, wie immer mittwochs um 11:07 Uhr. Mehr zum Podcast und zum Buch: https://darc-transform.de/podcast/ KI-Transparenz: Beide Stimmen in dieser Folge sind KI-generiert, auch Frank hören Sie als KI-Stimme. Die Gedanken und die Worte sind seine. Mehr: https://darc-transform.de/podcast/
11 Minuten
Seit Mitte August wird ein Produkt beworben, das kein Werkzeug sein will, sondern ein Kollege: ein KI-Agent mit eigenem Computer in der Cloud, der sich in Ihre Programme einloggt und mehrstufige Aufträge zu Ende bringt. Diese Folge macht etwas Neues: Tina übernimmt die Verteidigung des Produkts und trägt die stärksten Argumente vor, die es dafür gibt. Frank hält nur eines dagegen, das öffentliche Handbuch des Herstellers, alle vierzehn Seiten, selbst gelesen und selbst ausgezählt. Am Ende gibt die Verteidigung das Mandat zurück, und zwei ihrer Argumente bleiben trotzdem stehen. Die Themen: - Das Versprechen aus der Ankündigung (jeder Bot bekommt einen eigenen Computer) gegen den Satz aus dem Handbuch: Alle Bots teilen sich denselben dauerhaften Computer, mit Dateien, Browsersitzungen und Anmeldungen - Die Warnung des Herstellers an seine eigenen Kunden, im Wortlaut: Benutzen Sie einzelne Bots nicht als Sicherheitsgrenze - Das Umfeld, sauber datiert: 41 Prozent der Unternehmen ab 20 Beschäftigten setzen KI ein (Bitkom, befragt Kalenderwoche 2 bis 6 im Jahr 2026), im Vorjahr 17 Prozent. Warum der Erhebungszeitraum dazugehört: Es gibt eine zweite Bitkom-Erhebung mit derselben Stichprobengröße und einer anderen Zahl - Die Vorbereitungslücke aus dem SAP Value of AI Report mit Oxford Economics (2.600 Führungskräfte in 13 Ländern, ohne Länderaufschlüsselung): 83 Prozent sehen großes Potenzial in agentischer KI, 3 Prozent fühlen sich vollständig vorbereitet, 38 Prozent haben für agentische Abläufe keinen Menschen im Prozess vorgesehen - Die Zahl dieser Folge ist eine Null, selbst gemessen: 14 Seiten Produktdokumentation, rund 12.800 Wörter, 16 Angriffsbegriffe von Prompt Injection bis Credential Theft, kein einziger Treffer. Mit Gegenprobe, damit die Null kein Messfehler ist: Freigabe 81 Treffer, Datenschutz 62, Computer 203, Sicherheit 50 - Die Pointe der Messung: Das Handbuch spricht fünfzig Mal über Sicherheit und kein einziges Mal über einen Angreifer - Die geerbte Anmeldung, durchgespielt statt beschrieben: Der Buchhaltungsbot meldet sich morgens im Zahlungssystem an, der Terminbot findet nachmittags die offene Sitzung vor. Kein Angriff, kein Fehler, dokumentiertes Verhalten - Was Freigaben leisten und was nicht, im Wortlaut des Handbuchs: Eine Freigabe steuert die vorgeschlagene Handlung, sie macht bereits erledigte Arbeit nicht rückgängig - Das Argument der Verteidigung, das hält: Die Hälfte der Programme im Mittelstand hat keine Schnittstelle, und ein Agent, der Oberflächen wie ein Mensch bedient, löst ein echtes Problem - Der Testwert aus der eigenen Ankündigung, den niemand zitiert: 26 Prozent bei Aufgaben auf der Kommandozeile, neben Werten um 70 in anderen Tests - Frühe Testfassung, keine EU-Freigabe, Verarbeitung in amerikanischen Rechenzentren: Für Kundendaten ist das eine eigene Prüfung - Drei Schritte für diese Woche, ohne Budget: die Sicherheitsseite vor dem Kauf nach dem Wort Angriff durchsuchen, ein Zugang je Zweck statt ein Zugang für alles, und aufschreiben, an welcher Stelle der Mensch steht. Nicht ob. Wo. Quellen: - Grok Bot, Ankündigung vom 11. August 2026, ausdrücklich als frühe Beta gekennzeichnet: https://x.ai/news/introducing-grok-bot - Grok Bot, Produktdokumentation, Seite Sicherheit und Datenschutz, mit den zitierten Sätzen zur gemeinsamen Rechnerumgebung, zur Sicherheitsgrenze und zu Freigaben: https://docs.x.ai/grok-bot/approvals-security-and-privacy - Grok Bot, Übersicht der Dokumentation (Grundlage der Auszählung über alle 14 Seiten, Seitenliste aus der Sitemap): https://docs.x.ai/grok-bot/overview - Grok 4.6, Ankündigung vom 12. August 2026 mit dem Testwert von 26 Prozent (Terminal-Bench v3.0) neben weiteren Benchmarks: https://x.ai/news/grok-4-6 - Bitkom, Presseinformation vom 11. März 2026, Bitkom Research, 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten, telefonisch, erhoben Kalenderwoche 2 bis 6 im Jahr 2026, repräsentativ: https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Digitalisierung-der-Wirtschaft-Unternehmen-beschaeftigen-sich-mit-KI - SAP Value of AI Report 2026 mit Oxford Economics, veröffentlicht am 15. Juli 2026, 2.600 Führungskräfte in 13 Ländern einschließlich Deutschland, ohne Länderaufschlüsselung: https://news.sap.com/2026/07/business-value-ai-spiking-increased-adoption-agentic-expectations/ Zur Einordnung der Messung: Die Auszählung der Dokumentation ist eine eigene, wiederholbare Erhebung vom 17. August 2026 über alle 14 Seiten der Grok-Bot-Dokumentation (Seitenliste aus der Sitemap von docs.x.ai). Gesucht wurden die Begriffe prompt injection, injection, untrusted, malicious, phishing, adversarial, hijack, attack, threat, exploit, scam, spoof, poison, jailbreak, compromise und credential theft. Nächste Folge am 2. September, wie immer mittwochs um 11:07 Uhr. Mehr zum Podcast und zum Buch: https://darc-transform.de/podcast/ KI-Transparenz: Beide Stimmen in dieser Folge sind KI-generiert, auch Frank hören Sie als KI-Stimme. Die Gedanken und die Worte sind seine. Mehr: https://darc-transform.de/podcast/
11 Minuten
Vierzehn Prozent der Beschäftigten ohne Führungsverantwortung würden sofort eine Führungsposition übernehmen. Daraus wird gerade überall die Schlagzeile, dass niemand mehr führen will. Diese Folge beginnt damit, dass Frank Wichert den Titel seines eigenen Artikels zurücknimmt: Direkt neben den 14 Prozent stehen 40 Prozent, die unter bestimmten Bedingungen zusagen würden. Zusammen ist das mehr als die Hälfte. Es will also nicht niemand mehr führen, es will nur kaum jemand so führen, wie es angeboten wird. Danach das Lagebild aus der Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft, ein Angebot, das in drei Rückfragen zerfällt, und die Frage, was in der Personalakte steht, wenn jemand absagt. Die Themen: - Die Zahl, die überall zitiert wird, und die Zahl, die fast nie mitgenannt wird: 14 Prozent sagen klar ja, 40 Prozent ja unter bestimmten Bedingungen, 43 Prozent haben kein Interesse, 3 Prozent wissen es nicht - Warum die 43 Prozent dieser Folge nichts mit den 43 Prozent der vergangenen Folge zu tun haben: dort Organisationen mit einer Datenpanne, hier Beschäftigte ohne Führungsverantwortung. Gleiche Zahl, andere Grundgesamtheit - Die Lücke: 28.180 fehlende Fachkräfte in Führungsberufen im Jahresdurchschnitt 2025, und darin sind nur die gezählt, die vorrangig führen. Jede Teamleitung mit Fachaufgabe fehlt in dieser Zahl - Warum das Etikett "Conscious Unbossing" in die Irre führt: Die britische Erhebung dahinter betrifft die unter 30-Jährigen, die deutschen Werte gelten für alle Altersgruppen - Wer besonders häufig ablehnt: Frauen zu 49 Prozent, Männer zu 37 Prozent, Frauen in Teilzeit zu 55 Prozent, dort nennen 85 Prozent die Arbeitsbelastung als Grund - Was gegen Führung spricht: Arbeitsbelastung 77 Prozent, Verantwortung 75 Prozent, Privatleben 73 Prozent, zu wenig Geld erst danach mit 48 Prozent, fehlende Unterstützung der Geschäftsleitung 41 Prozent - Kein einziger dieser Gründe sagt "ich kann das nicht". Alle sagen "zu diesem Preis nicht" - Das Angebot ohne Bedingungen, durchgespielt: drei Rückfragen zu Teilzeit, Rückkehrrecht und Einarbeitung, drei Mal keine Antwort - Die Zahl hinter der dritten Rückfrage: Nur 40 Prozent der amtierenden Führungskräfte haben in den letzten zwölf Monaten überhaupt ein Coaching zu ihrer Führungsaufgabe bekommen. 60 Prozent hatten ein ganzes Jahr lang keine Begleitung - Was danach in der Personalakte steht, und warum dieser eine Satz verhindert, dass sich etwas ändert - Was Beschäftigte stattdessen wollen: den eigenen Führungsstil entwickeln dürfen (71 Prozent), stellvertretend führen als Zwischenschritt (61 Prozent), Mentoring oder Coaching (61 Prozent), ein Rückkehrrecht (61 Prozent), Führen in Teilzeit (49 Prozent) - Geld führt die Anreizliste mit 95 Prozent an, aber direkt dahinter kommen Gestaltungsspielraum (85), Weiterbildung (78) und Anerkennung (77). Statussymbole liegen hinten - Was es kostet, nichts zu tun: 10 Prozent hohe emotionale Bindung, 77 Prozent Dienst nach Vorschrift, 13 Prozent innerlich gekündigt, 119 bis 142 Milliarden Euro Produktivitätsverlust im Jahr - Drei Schritte für diese Woche, ohne Budget: die drei Fragen beantworten, bevor sie gestellt werden, das Rückkehrrecht schriftlich auf ein Jahr geben, und die Begleitung im ersten Jahr fest einplanen statt als Belohnung zu vergeben Quellen: - KOFA Kompakt 1/2026, "Führungsetage leer? Was Beschäftigte wirklich zur Führung motiviert", Regina Flake, Sabine Köhne-Finster und Chiara Döring, Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung am Institut der deutschen Wirtschaft, veröffentlicht am 18. Januar 2026. IW-Beschäftigtenbefragung, über 5.000 Befragte, 4.670 verwertbare Antworten zum Thema Karriereambitionen, erhoben vom 20. Mai bis 2. Juni 2025. Die Werte zur Führungsbereitschaft beruhen auf N = 3.112 Beschäftigten ohne Führungsverantwortung: https://www.kofa.de/media/Publikationen/KOFA_Kompakt/2026-01_KOFA_Kompakt_Fuehrung.pdf - Studienseite des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung zur selben Untersuchung: https://www.kofa.de/daten-und-fakten/studien/fuehrungsetage-leer-was-beschaeftigte-wirklich-zur-fuehrung-motiviert/ - Gallup Engagement Index Deutschland 2025, veröffentlicht im März 2026. 1.700 zufällig ausgewählte Arbeitnehmende ab 18 Jahren, computergestützte Telefoninterviews vom 17. November bis 20. Dezember 2025. Im Wortlaut: "nur 40 Prozent der Führungskräfte haben in den vergangenen zwölf Monaten ein Coaching in Bezug auf ihre Führungsaufgabe erhalten". Ebenso die Werte zur emotionalen Bindung (10 Prozent hoch, 77 Prozent gering, 13 Prozent ohne Bindung) und die Produktivitätseinbußen zwischen 119,2 und 142,3 Milliarden Euro. Gallup selbst nennt das "weniger ein Einstellungs- als vielmehr ein Führungsproblem": https://www.gallup.com/de/472028/bericht-zum-engagement-index-deutschland.aspx - Michael Page, Talent Trends 2026. Über 60.000 Fach- und Führungskräfte weltweit, davon rund 3.000 in Deutschland. 65 Prozent würden eine Beförderung samt Gehaltserhöhung ablehnen, wenn sie das persönliche Wohlbefinden gefährdet, nur 18 Prozent nennen eine Beförderung als wichtigstes Karriereziel: https://www.michaelpage.de/news/media-releases/talent-trends-studie-zeigt-deutsche-besch%C3%A4ftigte-weniger-zufrieden-mit-ihrem-job-und-offener-f%C3%BCr-wechsel Nicht verwendet, und zwar bewusst: Die vielzitierten Werte, wonach 35 Prozent der Führungskräfte nie geschult wurden und 27 Prozent den Aufstieg zurücknehmen würden, stammen aus einer Presselage vom Februar 2020. Die Primärquelle ist nicht mehr abrufbar. Diese Folge verwendet ausschließlich Erhebungen aus 2025 und 2026. Nächste Folge am 26. August: Agentische KI im Mittelstand, also was sich ändert, wenn Software nicht mehr antwortet, sondern handelt. Mehr zum Podcast und zum Buch: https://darc-transform.de/podcast/ KI-Transparenz: Beide Stimmen in dieser Folge sind KI-generiert, auch Frank hören Sie als KI-Stimme. Die Gedanken und die Worte sind seine. Mehr: https://darc-transform.de/podcast/
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Über diesen Podcast

Das Lagerfeuer-Gespräch von DARC Management: der wöchentliche Podcast zu Führung, Verantwortung und KI für Vorstände, Geschäftsführung, Management und alle Interessierten. Frank Wichert und seine KI Tina ordnen jede Woche ein aktuelles Thema ein: mit Zahlen und Primärquelle, einem Praxisfall und drei konkreten Schritten für Ihre Organisation. Jeden Mittwoch um 11:07 Uhr, genau 11:07 Minuten auf den Punkt. KI-Transparenz: Beide Stimmen in diesem Podcast sind KI-generiert, auch Frank hören Sie als KI-Stimme. Die Gedanken und die Worte sind seine. Mehr dazu: https://darc-transform.de/podcast/
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