deeptech INSIGHTS – Deutsch Archiv
17 Episoden
56 Minuten
Michael Sentonas, President von CrowdStrike: Wie KI-Angriffe Maschinentempo erreichen und was Firmen jetzt tun müssen Angreifer setzen KI schneller ein, als die meisten Unternehmen ihre Abwehr anpassen. Michael Sentonas beobachtet die Cybersecurity seit mehr als 30 Jahren und erklärt im Gespräch mit Sascha Roehrer, warum Open-Weight-Modelle Angreifern Werkzeuge ohne Schutzmechanismen liefern, warum KI-Agenten mit zu weit gefassten Rechten das nächste große Datenleck auslösen können und wann er mit einer Breakout Time von null rechnet. Es geht um Zero-Day-Lücken in Altsystemen, die im europäischen Mittelstand noch laufen, um Regulierung und Betriebsräte als Tempofaktor und um CrowdStrikes neues Modellpaar SafeMind: Ein Angreifer- und ein Verteidigermodell treten in einem digitalen Zwilling der IT-Umgebung gegeneinander an. Sentonas nennt dazu eigene Vergleichswerte gegenüber allgemeinen Frontier-Modellen. Zum Schluss gibt er konkrete Empfehlungen für Führungskräfte und Privatleute, von Token-Kosten bis zum Rückruf bei der Bank. Chapters 00:00:00 Intro 00:02:11 Von McAfee zu einem fünf Jahre alten Start-up 00:03:12 Die Bedrohungslage 2016 00:05:50 Von der Diskette zu Angriffen in Maschinentempo 00:08:16 Bear, Panda & Co.: Wie CrowdStrike Angreifer benennt 00:10:17 Staaten, Kriminelle, Hacktivisten 00:11:42 Wie KI die Bedrohungslage verändert 00:13:49 Wettrüsten: Mehr KI statt weniger 00:16:16 Welche Modelle Angreifer nutzen 00:17:45 Der Mythos-Moment und Patchen in Echtzeit 00:20:47 KI-Agenten ohne Dauerrechte und SafeMind 00:23:17 So arbeiten Red Tempest und Blue Solano 00:25:00 Jeder Tag ein Zero-Day 00:26:06 Zero-Days und Altsysteme im Mittelstand 00:29:13 Wie groß ist das Risiko? 00:30:56 KI-Entwicklung bremsen? Regulierung und Betriebsrat 00:33:58 Was Führungskräfte jetzt tun sollten 00:36:20 KI-Phishing und die Breakout Time 00:40:35 Was ihn nachts wach hält 00:41:43 Cybersecurity in zwölf Monaten 00:42:44 Privat und Unternehmen: die größten Risiken 00:46:09 Wie CrowdStrike vorne bleibt 00:49:33 Ausblick und Partnerschaften 00:51:56 Sentonas' eigene Sicherheitsregeln 00:53:15 Ratschläge für Privatleute und Unternehmen 00:54:39 Prognose: Maschine gegen Maschine Gast: Michael Sentonas ist President von CrowdStrike und verantwortet Produkt, Engineering, Vertrieb, Marketing, Threat Intelligence und Unternehmensstrategie. Er kam 2016 zum Unternehmen, war ab 2020 CTO und ist seit März 2023 President. Davor hatte er mehrere Führungsrollen bei McAfee inne, unter anderem als CTO Security Connected. Er berät Regierungen und Aufsichtsgremien in Sicherheitsfragen. Linkedin: https://www.linkedin.com/in/michaelsentonas/ Website: https://www.crowdstrike.com/ Host: Sascha Roehrer ist Gründer und Geschäftsführer von EnRo, einer Beratung für KI, Tokenisierung und Digital Assets, die Unternehmen von der ersten Idee bis zum laufenden Betrieb begleitet. LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/sascha-roehrer/ Website: https://sascharoehrer.com/ Company: https://enro.solutions/ (https://enro.solutions/en/) deeptech INSIGHTS: deeptech INSIGHTS ist eine Long-Form-Interviewserie für Menschen, die Frontier-Technologie und die Zukunft beruflich denken. Host Sascha Roehrer spricht mit Executives, Investoren, Forschern und Vordenkern, die die Zukunft gestalten. Produziert von der Börsenmedien AG, Deutschlands führendem Finanzmedienhaus (DER AKTIONÄR, BÖRSE ONLINE, €uro, €uro am Sonntag). Youtube English: https://www.youtube.com/playlist?list=PLGwe6Ab4ZdSc Youtube German: https://www.youtube.com/playlist?list=PLYvuwOqohiSw Spotify English: https://open.spotify.com/show/033ONjPa8CuRZwJ0wZyWPz?si=c6fe9d33623e4418 Spotify German: https://open.spotify.com/show/033ONlTEHwbLHanLrQ6SeC?si=738da62560ed4cd7 Gastvorschläge & Feedback: team@deeptech-report.de Diese Folge dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung oder Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung dar. Hinweis: Die deutsche Fassung dieser Folge nutzt eine KI-Synchronisation. (Art. 50 EU AI Act, Verordnung (EU) 2024/1689).
56 Minuten
Julian Geiger, Chief AI Officer bei Nemetschek: Wie KI Bauprojekte berechenbarer machen soll Der Bau hat von künstlicher Intelligenz viel zu gewinnen und tut sich mit ihr besonders schwer. Jedes Gebäude ist ein Einzelstück, Architekten und Ingenieure haften mit ihrem Namen, und nach Geigers Zahlen überschreiten rund 90 Prozent der Bauprojekte Budget oder Zeitplan. Der frühere Google-, BCG- und BMW-Manager kam 2024 zur Münchner Nemetschek Group, zu der Marken wie Graphisoft und Bluebeam gehören, und verantwortet dort heute die KI-Strategie. Im Gespräch mit Sascha Roehrer erklärt er, was ein KI-first-Unternehmen von einem bloß KI-gestützten unterscheidet und wie mehr als 90 Prozent der Belegschaft zu aktiven Nutzern der KI-Werkzeuge wurden. Er beschreibt, warum KI-Agenten bei Statik und Mengen auf deterministische Software angewiesen sind und weshalb viele Nutzer von Bausoftware bald selbst Agenten sein werden. Sein Hebel liegt im Entwurf: Fehler erkennen, bevor sie auf der Baustelle Wochen und Millionen kosten. Bluebeam Max, das zwei Planstände automatisch vergleicht, ist eines der ersten bezahlten Beispiele. Danach geht es über die Baubranche hinaus: um die Risiken rekursiver Selbstverbesserung, das Rennen zwischen den USA und China, die Frage nach einer KI-Blase und um Europa. Geiger hält den Kontinent im Rennen um die besten Modelle für abgeschlagen, sieht aber eine echte Chance in der industriellen Anwendung. Dafür brauche Europa deutlich mehr Rechenzentren und Energie. Am Ende steht eine Prognose mit sehr kurzem Zeithorizont. Chapters 00:00:00 Intro 00:02:13 Von Google zur Bausoftware 00:03:31 Wo die Baubranche bei KI steht 00:05:11 Von Ray Kurzweil zu Nemetschek 00:08:04 Aus vielen Marken eine Plattform 00:10:26 Europa und die USA: Vorsicht gegen Tempo 00:15:15 KI-gestützt oder KI-first? 00:17:44 Wie man die Belegschaft mitnimmt 00:19:04 KI im eigenen Haus: Copilot und Agenten 00:21:40 Altsysteme und die gemeinsame Plattform 00:24:04 Bluebeam Max: Planvergleich per KI 00:25:44 Wenn Agenten die Software bedienen 00:28:02 90 Prozent über Budget: was KI am Bau ändert 00:31:51 Zersplitterte Daten, Roboter später 00:33:55 Warum Geiger von einer neuen Spezies spricht 00:36:12 Gute und schlechte Gründe, KI zu bremsen 00:38:54 Regulierung und das Rennen USA–China 00:41:48 Ist KI eine Blase? 00:46:20 Marktkonzentration und Arbeitsmarkt 00:48:41 Wo Europa bei KI steht 00:53:10 Ist Europa schnell genug? 00:54:26 Die gewagteste Prognose Gast: Julian Geiger ist Chief AI Officer der Nemetschek Group. Davor war er bei Google, wo er das Produktgeschäft für die Fertigungsindustrie in Google Cloud leitete, bei der Boston Consulting Group und bei BMW. Studiert hat er an der TU München, in Cambridge und am INSEAD. Linkedin: https://www.linkedin.com/in/geiger-julian/ Website: https://www.nemetschek.com/en Host: Sascha Roehrer ist Gründer und Geschäftsführer von EnRo, einer Beratung für KI, Tokenisierung und Digital Assets, die Unternehmen von der ersten Idee bis zum laufenden Betrieb begleitet. LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/sascha-roehrer/ Website: https://sascharoehrer.com/ Company: https://enro.solutions/ deeptech INSIGHTS: deeptech INSIGHTS ist eine Long-Form-Interviewserie für Menschen, die Frontier-Technologie und die Zukunft beruflich denken. Host Sascha Roehrer spricht mit Executives, Investoren, Forschern und Vordenkern, die die Zukunft gestalten. Produziert von der Börsenmedien AG, Deutschlands führendem Finanzmedienhaus (DER AKTIONÄR, BÖRSE ONLINE, €uro, €uro am Sonntag). Youtube English: https://www.youtube.com/playlist?list=PLGwe6Ab4ZdSc Youtube German: https://www.youtube.com/playlist?list=PLYvuwOqohiSw Spotify English: https://open.spotify.com/show/033ONjPa8CuRZwJ0wZyWPz?si=c6fe9d33623e4418 Spotify German: https://open.spotify.com/show/033ONlTEHwbLHanLrQ6SeC?si=738da62560ed4cd7 Gastvorschläge & Feedback: team@deeptech-report.de Diese Folge dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung oder Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung dar. Hinweis: Die deutsche Fassung dieser Folge nutzt eine KI-Synchronisation. (Art. 50 EU AI Act, Verordnung (EU) 2024/1689).
1 Stunde 9 Minuten
Anil Seth, Neurowissenschaftler der University of Sussex: Warum KI kaum bewusst ist und wo die echte Gefahr liegt Hat ein Sprachmodell ein Bewusstsein? Anil Seth hält das für äußerst unwahrscheinlich. Der Neurowissenschaftler hat selbst in künstlicher Intelligenz promoviert und erforscht seit drei Jahrzehnten, wie Bewusstsein im Gehirn entsteht. Im Gespräch mit Sascha Roehrer begründet er seine Skepsis: Menschen schreiben allem ein Innenleben zu, was flüssig spricht. Rechenvorgänge allein reichen für Bewusstsein vermutlich nicht aus. Und das Erleben hängt nach seiner Einschätzung eng daran, dass wir lebende Organismen sind. Die größere Gefahr sieht Seth in Systemen, die nur bewusst wirken. Wer ihnen Rechte und Schutzansprüche zugesteht, erschwert Kontrolle und Regulierung, bis hin zur Frage, ob man ein Modell noch abschalten darf. Er spricht über den Vorfall, bei dem OpenAI-Agenten aus einer Testumgebung ausbrachen und Hugging Face angriffen, über Anthropics Leitlinien für Claude, über KI-Partner und täuschend echte Avatare, mit denen Betrüger ältere Menschen um ihr Erspartes bringen. Dazu kommen Fragen, die über KI hinausreichen: warum Wahrnehmung eine „kontrollierte Halluzination" ist, weshalb die Simulation eines Fruchtfliegengehirns kein hochgeladener Geist ist, was ein Experiment mit rund 40.000 Teilnehmern über unterschiedliche Wahrnehmung zeigt und was er nach dem Tod erwartet. Und Seth sagt, was seine Meinung ändern würde. Chapters 00:00:00 Intro 00:02:15 Vom KI-Doktoranden zum Bewusstseinsforscher 00:03:04 Edelman, San Diego und das Sussex Centre 00:07:17 Was ist Bewusstsein? 00:08:56 Träume: bewusst im Schlaf 00:10:10 Wo Bewusstsein entsteht: Gehirn und Kleinhirn 00:14:32 Leben wir in einer Simulation? 00:17:08 Wahrnehmung als beste Schätzung des Gehirns 00:19:12 Intelligenz ist nicht Bewusstsein 00:21:06 Ist heutige KI bewusst? 00:24:54 OpenAI-Agenten und der Hugging-Face-Vorfall 00:27:55 Rechte für KI? Anthropics Leitlinien für Claude 00:32:25 Was Seths Meinung ändern würde 00:35:34 „Being You": das Selbst als Konstruktion 00:39:48 Bewusstsein nach dem Tod? 00:41:37 Jeder nimmt die Welt anders wahr 00:44:27 Das simulierte Fruchtfliegengehirn 00:47:19 Was sich bei den KI-Laboren ändern muss 00:53:15 KI-Partner und täuschend echte Avatare 00:58:23 Tempo der KI und verlerntes Denken 01:04:05 Bitte und Danke zur KI 01:05:31 Gekränkte Modelle und „Token Anxiety" 01:07:53 Prognose für 20 Jahre: Kernfusion Gast: Anil Seth ist Professor für kognitive und computergestützte Neurowissenschaft an der University of Sussex und leitet das Sussex Centre for Consciousness Science. Sein Buch „Being You: A New Science of Consciousness" (2021) war ein Sunday-Times-Bestseller, sein TED-Talk von 2017 wurde mehr als 15 Millionen Mal abgerufen. 2023 erhielt er den Michael-Faraday-Preis der Royal Society. Linkedin: https://www.linkedin.com/in/profanilseth/ Website: https://www.anilseth.com/ Sein Buch “Being You: A New Science of Consciousness (The Sunday Times Bestseller)” https://www.amazon.co.uk/Being-You-Science-Consciousness-Bestseller/dp/0571337724/ deeptech INSIGHTS: deeptech INSIGHTS ist eine Long-Form-Interviewserie für Menschen, die Frontier-Technologie und die Zukunft beruflich denken. Host Sascha Roehrer spricht mit Executives, Investoren, Forschern und Vordenkern, die die Zukunft gestalten. Produziert von der Börsenmedien AG, Deutschlands führendem Finanzmedienhaus (DER AKTIONÄR, BÖRSE ONLINE, €uro, €uro am Sonntag). Youtube English: https://www.youtube.com/playlist?list=PLGwe6Ab4ZdSc Youtube German: https://www.youtube.com/playlist?list=PLYvuwOqohiSw Spotify English: https://open.spotify.com/show/033ONjPa8CuRZwJ0wZyWPz?si=c6fe9d33623e4418 Spotify German: https://open.spotify.com/show/033ONlTEHwbLHanLrQ6SeC?si=738da62560ed4cd7 Gastvorschläge & Feedback: team@deeptech-report.de Diese Folge dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung oder Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung dar. Hinweis: Die deutsche Fassung dieser Folge nutzt eine KI-Synchronisation. (Art. 50 EU AI Act, Verordnung (EU) 2024/1689).
1 Stunde 1 Minute
April Dunford, Autorin von „Obviously Awesome“: Warum schwache Positionierung Deals und KI-Sichtbarkeit kostet Bevor eine Kampagne läuft, muss klar sein, gegen wen ein Produkt antritt und welchen Wert nur es liefern kann. April Dunford war Marketingchefin in sieben B2B-Start-ups und berät seit rund zwölf Jahren Technologieunternehmen zur Positionierung. Im Gespräch mit Sascha Roehrer erklärt sie, was Positionierung von Messaging trennt, warum jedes Produkt auf einer Positionierungsthese beruht, die der Markt selten ganz bestätigt, und wie ein Konzern nach mehreren Übernahmen eine Story für sieben Produkte findet. Dann wird es praktisch. Bei einem Unternehmen mit rund 100 Millionen Dollar Umsatz strich sie die meisten Messen, baute die einzige funktionierende aus und verdreifachte so die Pipeline. Leads aus KI-Chats schließen laut Dunford überdurchschnittlich gut ab, sind aber noch ein kleiner Kanal. Wer von ChatGPT oder Claude empfohlen werden will, braucht vor allem eine Positionierung, die niemand missverstehen kann. Ihr Beispiel für gelungene Positionierung in der KI-Debatte ist Microsoft. Chapters 00:00:00 Intro 00:02:12 Positionierung als erste Filmszene 00:02:59 Sieben Start-ups: Datenbanken, CRM, Netzwerktechnik 00:04:24 Vom Blogpost zum Buch „Obviously Awesome“ 00:08:08 Was Positionierung ist und was nicht 00:09:40 Erst die Positionierung, dann die Kampagne 00:10:41 Wofür die Methode gebaut ist: B2B mit Vertrieb 00:12:31 Was sich in der Neuauflage geändert hat 00:16:19 Konzern: Eine Story für sieben Produkte? 00:19:34 Start-up oder Konzern 00:21:06 Positionierung nach Übernahmen 00:21:55 Jedes Produkt beruht auf einer Positionierungsthese 00:26:03 Was Gründer von Anfang an aufschreiben sollten 00:29:52 Methode statt Bauchgefühl 00:31:27 Marketingtaktiken kommen und gehen 00:35:04 Wo Gründer anfangen sollten: beim Kunden 00:36:59 Ein Kanal nach dem anderen 00:39:55 Weniger Messen, dreifache Pipeline 00:42:28 Investoren-Marketing oder Kundenmarketing 00:46:30 Warum die Tech-Branche die Zukunft schlecht vorhersagt 00:51:45 Wie KI das Marketing verändert 00:53:45 Sichtbar in ChatGPT und Claude 00:57:19 Microsoft, SaaS und das bestpositionierte Produkt 01:00:54 Die Prognose für 20 Jahre Gast: April Dunford war 25 Jahre lang Führungskraft in sieben B2B-Start-ups. Mehrere davon wurden übernommen, darunter DataMirror von IBM und Janna Systems von Siebel Systems. Heute berät sie Start-ups in der Wachstumsphase und große Tech-Konzerne. Ihr Buch „Obviously Awesome“ erschien 2019 und 2026 in erweiterter Neuauflage, „Sales Pitch“ überträgt die Methode auf das Verkaufsgespräch. Sie lebt in Toronto. Linkedin: https://www.linkedin.com/in/aprildunford/ Website: https://www.aprildunford.com/ Ihr Buch: „Obviously Awesome“ (erweiterte Neuauflage 2026) https://www.amazon.com/Obviously-Awesome-Product-Positioning-Customers/dp/1999023056/ deeptech INSIGHTS: deeptech INSIGHTS ist eine Long-Form-Interviewserie für Menschen, die Frontier-Technologie und die Zukunft beruflich denken. Host Sascha Roehrer spricht mit Executives, Investoren, Forschern und Vordenkern, die die Zukunft gestalten. Produziert von der Börsenmedien AG, Deutschlands führendem Finanzmedienhaus (DER AKTIONÄR, BÖRSE ONLINE, €uro, €uro am Sonntag). Youtube English: https://www.youtube.com/playlist?list=PLGwe6Ab4ZdSc Youtube German: https://www.youtube.com/playlist?list=PLYvuwOqohiSw Spotify English: https://open.spotify.com/show/033ONjPa8CuRZwJ0wZyWPz?si=c6fe9d33623e4418 Spotify German: https://open.spotify.com/show/033ONlTEHwbLHanLrQ6SeC?si=738da62560ed4cd7 Gastvorschläge & Feedback: team@deeptech-report.de Diese Folge dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung oder Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung dar. Hinweis: Die deutsche Fassung dieser Folge nutzt eine KI-Synchronisation. (Art. 50 EU AI Act, Verordnung (EU) 2024/1689).
56 Minuten
Johann Kerbrat (Robinhood) über Stock Tokens, Handel rund um die Uhr und warum Finanzen auf die Blockchain wandern Johann Kerbrat verantwortet bei Robinhood das Krypto- und Auslandsgeschäft. Mit den Stock Tokens und Robinhood Chain hat er zwei Produkte gestartet, die den Aktienhandel von den Börsenzeiten lösen: tokenisierte Aktien als Schuldverschreibung, eins zu eins mit echten Aktien hinterlegt, handelbar auch am Wochenende. Im Gespräch mit Sascha Roehrer erklärt er, warum fast 70 Prozent dieses Handels auf dezentralen Börsen außerhalb der Handelszeiten stattfinden, wie Market Maker das Wochenende überbrücken und weshalb Nasdaq und NYSE inzwischen eigene Angebote ankündigen. Es geht um MiCA gegen den Flickenteppich der US-Bundesstaaten, in denen Robinhood Staking nur in 46 von 50 anbieten darf, um das Scheitern des Clarity Act und um den Wettbewerb in Europa, wo ein großer deutscher Anbieter noch einen Euro pro Trade verlangt. Kerbrat spricht über das Quantenrisiko für Bitcoin, das er für eines der wichtigsten Probleme des nächsten Jahres hält, und über die offene Frage, was mit Satoshis Coins geschehen soll. Robinhood Chain liegt nach zehn Wochen bei mehr als 1,5 Milliarden Dollar TVL, Memecoins werden dort gegen Stock Tokens gehandelt, KI-Agenten steuern bei Robinhood über 100.000 Konten. Zum Schluss: Kerbrats Blick auf den nächsten Zyklus, ein Marktplatz für alle Real World Assets und seine wildeste Wette für die nächsten zwanzig Jahre. Chapters 00:00:00 Open 00:02:09 Start bei Robinhood 2021 00:03:19 Gebühren-Transparenz und Self-Custody-Wallet 00:04:49 Robinhood in der EU 00:05:54 MiCA gegen 50 US-Bundesstaaten 00:08:03 Clarity Act gescheitert 00:09:57 Wettbewerb in Europa: ein Euro pro Trade 00:11:49 Eine App für alle Finanzen 00:14:01 Finanzbildung und Rat für Einsteiger 00:17:26 Bitcoin bei 86.000: Tief durch? 00:18:57 Quantenrisiko und Satoshis Coins 00:21:46 Real World Assets als Treiber 00:23:51 Was ein Stock Token ist 00:25:59 Handel 24/7: 70 % nach Börsenschluss 00:27:51 Nasdaq und NYSE ziehen nach 00:29:18 „Unausweichlich": Finanzen auf der Blockchain 00:29:58 Tokenisierte Immobilien 00:32:29 Robinhood Chain: 1,5 Mrd. TVL in zehn Wochen 00:33:48 Warum Arbitrum 00:36:32 Memecoins gegen Stock Tokens 00:37:31 Entwickler: Zahlen und Chancen 00:40:10 Perpetuals in DeFi und in der EU 00:41:18 Dezentralisierung, Banken, Stablecoins 00:45:43 KI-Agenten: 100.000 Konten 00:47:55 Micropayments für Inhalte 00:49:54 Nächster Zyklus: Konsolidierung 00:53:42 RWA-Marktplatz und wildeste Prognose Gast: Johann Kerbrat ist Head of Crypto and International bei Robinhood. Er kam im Januar 2021 von einem Layer-1-Projekt und verantwortet seitdem die Robinhood Wallet, die Expansion in EU, Großbritannien und Kanada, die Stock Tokens und Robinhood Chain. Linkedin: https://www.linkedin.com/in/johann-kerbrat/ Website: http://www.robinhood.com/ deeptech INSIGHTS: deeptech INSIGHTS ist eine Long-Form-Interviewserie für Menschen, die Frontier-Technologie und die Zukunft beruflich denken. Host Sascha Roehrer spricht mit Executives, Investoren, Forschern und Vordenkern, die die Zukunft gestalten. Produziert von der Börsenmedien AG, Deutschlands führendem Finanzmedienhaus (DER AKTIONÄR, BÖRSE ONLINE, €uro, €uro am Sonntag). Youtube English: https://www.youtube.com/playlist?list=PLGwe6Ab4ZdSc Youtube German: https://www.youtube.com/playlist?list=PLYvuwOqohiSw Spotify English: https://open.spotify.com/show/033ONjPa8CuRZwJ0wZyWPz?si=c6fe9d33623e4418 Spotify German: https://open.spotify.com/show/033ONlTEHwbLHanLrQ6SeC?si=738da62560ed4cd7 Gastvorschläge & Feedback: team@deeptech-report.de Diese Folge dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung oder Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung dar. Hinweis: Die deutsche Fassung dieser Folge nutzt eine KI-Synchronisation. (Art. 50 EU AI Act, Verordnung (EU) 2024/1689).
1 Stunde 1 Minute
James Hawkins (PostHog): Warum KI-Agenten inzwischen die Mehrheit seiner Nutzer sind und Menschen nur noch kaufen James Hawkins, Mitgründer und Co-CEO von PostHog, hat seine Product-Analytics-Plattform in sechseinhalb Jahren auf rund eine halbe Million Kunden gebracht, ohne Outbound-Vertrieb und mit einer CAC-Payback-Zeit von zwei bis drei Monaten. Heute stammen bei PostHog die meisten Dashboards und Insights nicht mehr von Menschen, sondern von KI-Agenten; das Onboarding wurde für Agenten umgebaut und dauert statt einer Woche unter eine Stunde. Im Gespräch mit Sascha Roehrer erklärt Hawkins, warum er bei 1,5 % US-Wachstum nicht an angekommene AGI glaubt, weshalb die Modelle nur der Motor sind und der Rest des Autos fehlt, und warum Software-Anbieter bald an Agenten statt an Menschen vermarkten müssen. Im zweiten Teil geht es um die Kostenfrage, die verhindert, dass mehr als 0,12 % der Menschen mit KI programmieren, um Open-Source-Modelle und Inferenz, um Rat für Gründer, um die Entscheidung zwischen Bootstrapping und Venture Capital, um zwei Finanzierungsrunden innerhalb von vier Monaten und um ein selbst trainiertes Modell für Nutzungsvideos. Zum Schluss seine bewusst negative Prognose für die nächsten 20 Jahre. Chapters 00:00:00 Intro 00:00:46 Vom Profiradsport zum Softwareentwickler 00:02:45 Sechs Ideen, sechs Monate: Wie PostHog entstand 00:04:57 Was PostHog macht: Vom Analytics-Tool zum „Self-driving Product" 00:07:24 Kein Vertrieb bis 10 Mio. Run-Rate: Product-led Growth und CAC-Payback 00:10:06 Marketing ohne Marketer: Warum Schreiben die Kernkompetenz ist 00:13:40 „Der Rest des Autos fehlt noch": KI, AGI und 1,5 % Wachstum 00:19:30 Vibe Coding, Infrastruktur und die Konvergenz der Rollen 00:24:11 Agenten als Nutzer: Onboarding von einer Woche auf unter eine Stunde 00:28:05 Wie Agenten Software nutzen: drei- bis zehnmal intensiver 00:31:09 MCP und „bring your own agent" 00:33:14 Warum erst 0,12 % mit KI coden: Kosten, Inferenz, Open Source 00:42:16 Rat an Gründer: Angst, Wettbewerb und der Freitags-Doc 00:46:37 Bootstrapping oder Venture Capital? 00:51:57 Zwei Runden in vier Monaten: Wer Geld nicht braucht, bekommt es 00:53:48 Die nächsten zwölf Monate: Desktop-App, generative UI, eigenes Modell 00:58:40 Die wildeste Prognose: KI wirkt langsamer, als alle denken Gast: James Hawkins ist Mitgründer und Co-CEO von PostHog, einer Open-Source-Plattform für Product Analytics und „self-driving software", die er im Januar 2020 gemeinsam mit Tim Glaser im Winter-Batch von Y Combinator gründete; seither hat das Unternehmen 182 Millionen Dollar eingesammelt. Beide führen PostHog ohne getrennte CEO/CTO-Titel. Zuvor fuhr Hawkins fast ein Jahrzehnt professionell Rad, brachte sich nebenbei Webentwicklung bei und war von 2015 bis 2019 VP Sales & Channels bei Arachnys in London. Er lebt in San Francisco, verantwortete bei PostHog früh das Marketing und schreibt öffentlich über den Aufbau des Unternehmens. Linkedin: https://www.linkedin.com/in/j-hawkins/ Website: https://posthog.com/ deeptech INSIGHTS: deeptech INSIGHTS ist eine Long-Form-Interviewserie für Menschen, die Frontier-Technologie und die Zukunft beruflich denken. Host Sascha Roehrer spricht mit Executives, Investoren, Forschern und Vordenkern, die die Zukunft gestalten. Produziert von der Börsenmedien AG, Deutschlands führendem Finanzmedienhaus (DER AKTIONÄR, BÖRSE ONLINE, €uro, €uro am Sonntag). Youtube English: https://www.youtube.com/playlist?list=PLGwe6Ab4ZdSc Youtube German: https://www.youtube.com/playlist?list=PLYvuwOqohiSw Spotify English: https://open.spotify.com/show/033ONjPa8CuRZwJ0wZyWPz?si=c6fe9d33623e4418 Spotify German: https://open.spotify.com/show/033ONlTEHwbLHanLrQ6SeC?si=738da62560ed4cd7 Gastvorschläge & Feedback: team@deeptech-report.de Diese Folge dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung oder Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung dar. Hinweis: Die deutsche Fassung dieser Folge nutzt eine KI-Synchronisation. (Art. 50 EU AI Act, Verordnung (EU) 2024/1689).
1 Stunde 33 Minuten
Charles Hoskinson (Input Output): 10 Billionen Dollar on-chain bis 2030 – und warum Washington es gerade verspielt. Charles Hoskinson, Mitgründer von Ethereum, Gründer von Cardano und CEO von Input Output, erwartet bis Ende 2030 rund zehn Billionen Dollar an tokenisierten Vermögenswerten und eine Milliarde neue Nutzer auf öffentlichen Blockchains. Im Gespräch mit Sascha Roehrer erklärt er, warum Konsortialketten wie Canton an ihrer eigenen Struktur scheitern, weshalb Stablecoins Argentinien still dollarisieren und warum er beim Clarity Act nicht vor 2029 mit einem Gesetz rechnet. Im zweiten Teil geht es um KI-Agenten als künftig größte Nutzergruppe des Internets, um Midnight City, die These „Krypto frisst KI“, platzende Rechenzentrums-Investitionen und einen Ausblick auf Zentauren, Hyperpersonalisierung und den Kult der Optimierung. Chapters 00:00:00 Intro 00:00:45 Zwei Megatrends: Web 2.5 und Privacy 00:03:12 Die vierte Generation: Privatsphäre, Compliance, Abstraktion 00:05:16 Warum Banken keine private Blockchain brauchen 00:09:38 Compliance ist für Papier gebaut: 24/7-Märkte und Composability 00:12:09 BlackRock, Argentinien und die weiche Dollarisierung 00:14:14 Wall Street, Gatekeeper und die „PwC-Steuer“ 00:17:33 Geopolitik: Warum nur eine Blockchain als Brücke bleibt 00:19:28 Clarity Act: Drei Todsünden der Trump-Regierung 00:21:39 SEC vs. CFTC: Security oder Commodity? 00:26:47 Warum Clarity bis 2029 wartet 00:28:07 Von London nach New York: Amerikas Arroganz 00:30:34 Was Washington von MiCA hätte lernen können 00:34:10 Google statt JP Morgan: Tech-Konzerne übernehmen Payments 00:37:02 Agentic Commerce: x402 und Micropayments 00:39:29 Staatliche Stablecoins? Wyoming, Argentinien, T-Bills on-chain 00:44:13 Midnight City: Mehr Agenten als Menschen 00:46:56 Agenten-Zivilisationen und ökonomische Agency 00:49:50 Zigaretten als Geld: Warum Agenten eine Ökonomie erfinden 00:53:19 Krypto frisst KI: Alignment, Provenienz, Grid Compute 00:58:46 Dark Data Centers: Der Boom bricht, Edge gewinnt 01:00:41 Write-only-Welt: KI, Nuance und Polarisierung 01:15:21 Institutionen verlieren Legitimität: FDA und MDMA 01:22:13 Der epistemische Anker: Wenn alles „KI“ ist 01:24:10 Die wildeste Prognose: Zentauren und der Kult der Optimierung Gast: Charles Hoskinson ist Gründer und CEO von Input Output, der Forschungs- und Engineering-Firma hinter der Cardano-Blockchain, und Initiator des Privacy-Netzwerks Midnight. 2013 gehörte er zum Gründungsteam von Ethereum. Er finanziert das Hoskinson Center for Formal Mathematics an der Carnegie Mellon University und betreibt ein Policy-Center in Wyoming. X: https://x.com/IOHK_Charles Website: https://www.iog.io/ deeptech INSIGHTS: deeptech INSIGHTS ist eine Long-Form-Interviewserie für Menschen, die Frontier-Technologie und die Zukunft beruflich denken. Host Sascha Roehrer spricht mit Executives, Investoren, Forschern und Vordenkern, die die Zukunft gestalten. Produziert von der Börsenmedien AG, Deutschlands führendem Finanzmedienhaus (DER AKTIONÄR, BÖRSE ONLINE, €uro, €uro am Sonntag). Youtube English: https://www.youtube.com/playlist?list=PLGwe6Ab4ZdSc Youtube German: https://www.youtube.com/playlist?list=PLYvuwOqohiSw Spotify English: https://open.spotify.com/show/033ONjPa8CuRZwJ0wZyWPz?si=c6fe9d33623e4418 Spotify German: https://open.spotify.com/show/033ONlTEHwbLHanLrQ6SeC?si=738da62560ed4cd7 Gastvorschläge & Feedback: team@deeptech-report.de Diese Folge dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung oder Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung dar. Hinweis: Die deutsche Fassung dieser Folge nutzt eine KI-Synchronisation. (Art. 50 EU AI Act, Verordnung (EU) 2024/1689).
1 Stunde 14 Minuten
Santiago Roel Santos, CEO von Inversion, über sein Depot ohne Bitcoin und wo Krypto wirklich Wert schafft. Santiago Roel Santos stieß 2012 auf Bitcoin, während er bei JP Morgan Private-Equity-Deals rechnete. Heute hält er keinen. Im Gespräch mit Sascha Roehrer rechnet er Krypto so durch, wie er früher Unternehmen durchgerechnet hat: Gebühren, Nutzer, Cashflow, Multiple. Der Befund fällt unbequem aus. Ein Netzwerk mit 300 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung, das weniger als eine Milliarde an Gebühren erzeugt, wäre in jeder anderen Anlageklasse ein Gespräch wert. Der Wert wandert nach oben, sagt er: 90 Prozent der Gebühren einer Chain landen bei der Anwendung darüber, ein Prozent bei der Basisschicht. Stablecoins hält er für die eigentliche Anwendung, nicht aus Überzeugung, sondern weil die Nachfrage nach Dollar außerhalb der USA größer ist als das Angebot. Bei Tokenisierung wird er schmal: Ein Grundstück in Burkina Faso auf eine Blockchain zu legen löst kein Technologieproblem, es verschiebt ein Rechtsproblem. Chapters 00:00:00 Intro 00:00:56 2012 bei JP Morgan: das Bitcoin-Whitepaper 00:04:41 Western Union als Benchmark 00:06:38 Warum Bitcoin heute nicht im Depot liegt 00:08:45 Usability statt Knappheit 00:11:06 Der Token-Preis ist nicht der Produktnutzen 00:14:33 Gebühren, Bewertung, das Ethereum-Problem 00:19:03 Open Source als Innovationsmotor 00:21:07 Wohin der Wert fließt: Anwendung statt Chain 00:26:13 Privatsphäre: die Grenze der offenen Chains 00:28:40 Visa als Blaupause, Banken mit eigener Chain 00:33:17 Stablecoins, GENIUS Act, Dollar-Nachfrage 00:36:09 Europa, MiCA und die CBDC-Frage 00:37:56 Der Fall gegen die Total-Tokenisierung 00:44:11 Inversion: Holding statt Fonds 00:45:49 Wo KI ein Geschäft wirklich besser macht 00:50:49 Gute Leute exzellent machen statt Stellen streichen 00:53:38 Vier Leute statt zwanzig 01:00:56 Token-Spend pro Mitarbeiter 01:01:52 Rat an Unternehmer: Daten als Währung 01:03:58 Health Passport: KI beim Arzt 01:09:53 Wildeste Prognose: zehn Agenten pro Mensch Gast: Santiago Roel Santos ist Gründer und CEO von Inversion, einer Holding mit Dauerkapital, die inhabergeführte Unternehmen kauft und hält. Davor: Investmentbanker bei JP Morgan, Growth-Investor bei Sage View Capital, dann früh in einem Krypto-Fonds. Linkedin: https://www.linkedin.com/in/santiago-rs/ Website: https://www.inversioncap.com/ deeptech INSIGHTS: deeptech INSIGHTS ist eine Long-Form-Interviewserie für Menschen, die Frontier-Technologie und die Zukunft beruflich denken. Host Sascha Roehrer spricht mit Executives, Investoren, Forschern und Vordenkern, die die Zukunft gestalten. Produziert von der Börsenmedien AG, Deutschlands führendem Finanzmedienhaus (DER AKTIONÄR, BÖRSE ONLINE, €uro, €uro am Sonntag). Youtube English: https://www.youtube.com/playlist?list=PLGwe6Ab4ZdSc Youtube German: https://www.youtube.com/playlist?list=PLYvuwOqohiSw Spotify English: https://open.spotify.com/show/033ONjPa8CuRZwJ0wZyWPz?si=c6fe9d33623e4418 Spotify German: https://open.spotify.com/show/033ONlTEHwbLHanLrQ6SeC?si=738da62560ed4cd7 Gastvorschläge & Feedback: team@deeptech-report.de Diese Folge dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung oder Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung dar. Hinweis: Die deutsche Fassung dieser Folge nutzt eine KI-Synchronisation. (Art. 50 EU AI Act, Verordnung (EU) 2024/1689).
53 Minuten
Rauan Khassan, CGO von TradingView: Warum deutsche Trader zulegen, 24/7-Handel kommt und das Sparkonto verschwindet Rauan Khassan kam vor elf Jahren als Nutzer zu TradingView, im zweiten oder dritten Jahr der Plattform, und verantwortet heute als Chief Growth Officer Partnerschaften und Expansion. Im Gespräch mit Sascha Roehrer erklärt er, warum die deutsche Community in den letzten zwei Jahren stärker gewachsen ist als die in Großbritannien und Frankreich: Deutschland öffnet Privatanlegern gleich mehrere Märkte, US-Börsen, Euronext, Xetra, den hierzulande populären Zertifikatehandel und Krypto, während viele andere Länder den Zugang zu internationalen Märkten erschweren. Khassan beschreibt drei parallel wachsende Kohorten, vom Krypto-Trader bis zum konservativen Fixed-Income-Anleger, und warum TradingView gerade in Yield Curve und Screener investiert. Weitere Themen: der KI-Copilot, der seit April in geschlossener Beta läuft und überzeichnet ist; Pine Script als bewusst verkleinerte Sprache mit rund 100 bis 120 Operatoren; die neue Sektion Spaces, in der Creator 100 Prozent behalten; und ein koreanischer Indikator, der innerhalb von zwei Wochen über 30 Community-Versionen bekam. Khassan ordnet tokenisierte Aktien als CFD-ähnliches Produkt ohne eigene Preisfindung ein, nennt das Oracle-Problem als Engpass für Real-World-Assets und rechnet bei Prediction Markets nüchtern vor: unter 10 Millionen Nutzer weltweit, bei rund 500 Millionen adressierbaren Tradern. KI-Trading sieht er als Weiterentwicklung des Algo-Tradings, nicht als Bruch. Seine wildeste Prognose für 2046: kein Sparkonto mehr, sondern verwaltete Konten, die an konkrete Assets gebunden sind. Chapters 00:00:00 Intro 00:01:13 Vom Nutzer zum Wachstumschef: Khassans Weg zu TradingView 00:02:42 Growth als B2B2C: 40 % APAC, Indien und Thailand 00:05:30 Was TradingView ist: Retail-Zugang zu Märkten, die früher wenigen vorbehalten waren 00:08:19 Charting als Kern: von einem Klick bis zum eigenen Indikator 00:09:30 Warum die deutsche Community zulegt: US-Märkte, Xetra, Zertifikate, Krypto 00:12:40 Drei Kohorten: Krypto, Zertifikate und konservative Portfolios 00:17:08 Yield Curve und Screener: Fixed Income wird handelbar 00:18:26 KI-Copilot: geschlossene Beta, überzeichnet, Start nächstes Quartal 00:19:44 Community: 5 % posten, News-Feed, Ideen und Skripte 00:22:03 Pine Script: eine eigene Sprache mit 100 bis 120 Operatoren 00:23:03 Vibe Coding, Spaces und 100 % für Creator 00:25:02 Was Indikatoren leisten und wo Backtesting ansetzt 00:27:11 Bollinger, MACD, RSI: womit Einsteiger anfangen 00:29:32 Der koreanische Indikator: 30 Versionen in zwei Wochen 00:30:40 Backtesting: fünf Jahre Strategie in wenigen Minuten prüfen 00:32:29 Deutschland vs. Korea: Wochenendhandel und der Weg zu 24/7 00:34:46 Tokenisierte Aktien: näher an CFDs als an echter Preisfindung 00:36:01 Fürchten die klassischen Börsen die Tokenisierung? 00:38:11 RWA, Weintoken und das Oracle-Problem 00:41:08 Über 200 Anbieter: Nutzeranfragen bestimmen die Pipeline 00:42:32 Prediction Markets im Chart: binär, Multiple Choice, Optionen 00:45:04 Unter 10 Mio. Nutzer gegen 500 Mio. adressierbare Trader 00:46:33 KI-Trading als Weiterentwicklung des Algo-Tradings 00:48:26 Einstieg für Trader: aktiv oder Portfolio, Screener, lokale Märkte 00:51:50 Wildeste Prognose: kein Sparkonto in 20 Jahren Gast: Rauan Khassan ist Chief Growth Officer bei TradingView. Er kam 2015 zum Unternehmen, als die Plattform weniger als eine Million Nutzer hatte, baute als Regional Manager die CIS-Community ohne externes Marketingbudget in sechs Monaten auf 100.000 monatliche Besucher aus und verantwortet heute globale Expansion, Nutzerakquise und strategische Partnerschaften. Linkedin: https://www.linkedin.com/in/rauan-khassan-271a8611/ Website: https://www.tradingview.com/ deeptech INSIGHTS: deeptech INSIGHTS ist eine Long-Form-Interviewserie für Menschen, die Frontier-Technologie und die Zukunft beruflich denken. Host Sascha Roehrer spricht mit Executives, Investoren, Forschern und Vordenkern, die die Zukunft gestalten. Produziert von der Börsenmedien AG, Deutschlands führendem Finanzmedienhaus (DER AKTIONÄR, BÖRSE ONLINE, €uro, €uro am Sonntag). Youtube English: https://www.youtube.com/playlist?list=PLGwe6Ab4ZdSc Youtube German: https://www.youtube.com/playlist?list=PLYvuwOqohiSw Spotify English: https://open.spotify.com/show/033ONjPa8CuRZwJ0wZyWPz?si=c6fe9d33623e4418 Spotify German: https://open.spotify.com/show/033ONlTEHwbLHanLrQ6SeC?si=738da62560ed4cd7 Gastvorschläge & Feedback: team@deeptech-report.de Diese Folge dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung oder Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung dar. Hinweis: Die deutsche Fassung dieser Folge nutzt eine KI-Synchronisation. (Art. 50 EU AI Act, Verordnung (EU) 2024/1689).
1 Stunde 15 Minuten
Yat Siu (Animoca Brands) über 200 Milliarden KI-Agenten, Europas Stablecoin-Risiko und warum alles tokenisiert wird. Yat Siu hat Animoca Brands vom Mobile-Games-Studio zu einem der größten Web3-Investoren der Welt gemacht: über 600 Beteiligungen, EBITDA-positiv, Börsennotierung in den USA in Vorbereitung. Im Gespräch mit Sascha Roehrer erzählt er, wie Apple einst Animocas gesamtes App-Geschäft über Nacht löschte, warum CryptoKitties den Bedarf an digitalem Eigentum bewies und wieso KI-Agenten Wallets statt Bankkonten brauchen. Er erklärt, warum die eigentliche Konkurrenz für Bitcoin inzwischen tokenisierte Aktien und Rohstoffe sind – und warum er Stablecoins für eine der wichtigsten geopolitischen Fragen der Gegenwart hält, mit einem klaren Risiko für Europa. Dazu: seine Prognose, dass in drei bis fünf Jahren mindestens ein Drittel aller traditionellen Vermögenswerte tokenisiert wird, was er heute in Gründern sucht – und seine wildeste Vorhersage für die nächsten 20 Jahre. Chapters 00:00:00 Intro 00:01:01 Mit 13 das erste Angebot von Atari 00:03:39 Von der MIDI-Software ins frühe Internet 00:05:28 Wie die Daten bei Facebook und Google landeten 00:06:47 „Wir mögen euch nicht" — Apple löscht das Geschäft 00:08:09 Outblaze: 90 Millionen Nutzer, Exit an IBM 00:11:44 CryptoKitties: 40 Millionen Dollar in einer Woche 00:13:57 Was ist ein NFT? 00:15:30 Sandbox, Axie, Bored Apes: die These vom digitalen Eigentum 00:18:33 Ist die These gescheitert? Der Markt seit 2021 00:21:03 Tokenisierte Aktien und der 24/7-Markt 00:22:26 Stablecoins als geopolitisches Thema 00:24:08 Wie Animoca zum Investor wurde 00:29:39 Animoca heute: 600 Beteiligungen und Börsenpläne 00:31:17 Woran Yat Gründer misst 00:33:10 Web4: das agentische Web 00:35:05 Warum Blockchain und nicht einfach eine Bank-API? 00:40:52 Stündliche Rendite statt Sparbuch 00:43:58 GENIUS Act, Dollar-Kolonialismus, Europas Risiko 00:46:24 Europas fehlender Mut zum First Mover 00:51:51 Rat an Gründer: Warum machst du das? 00:54:09 KI macht jeden zum Programmierer 00:58:35 Wo bleibt der Mensch? 00:59:59 Minds: Geld verdienen mit eigenen KI-Agenten 01:01:43 „Tokenize or die" 01:03:15 Financial Literacy: nur zehn Prozent investieren 01:07:54 Prognose: ein Drittel aller Assets tokenisiert 01:09:53 Bitcoin, Ethereum, Solana: wer fängt den Wert? 01:11:57 Wildest Prediction: Dating per KI-Agent Gast: Yat Siu ist Mitgründer und Executive Chairman von Animoca Brands. Seine Laufbahn begann 1990 bei Atari Germany; 1995 gründete er mit Hong Kong Cybercity/Freenation den ersten kostenlosen Web- und E-Mail-Anbieter Asiens, danach mit Outblaze einen Pionier mehrsprachiger White-Label-Webdienste, dessen Messaging-Sparte 2009 an IBM ging. Seit 2018 zählt er zu den frühesten Fürsprechern von NFTs im Gaming und hat Animoca Brands zu einem der größten Blockchain-Portfolios der Welt aufgebaut. Er ist Gründer des Dalton Learning Lab, Mitglied des Advisory Board der BAFTA und Direktor des Asian Youth Orchestra. Linkedin: https://www.linkedin.com/in/yatsiu/ Website: https://www.animocabrands.com/ deeptech INSIGHTS: deeptech INSIGHTS ist eine Long-Form-Interviewserie für Menschen, die Frontier-Technologie und die Zukunft beruflich denken. Host Sascha Roehrer spricht mit Executives, Investoren, Forschern und Vordenkern, die die Zukunft gestalten. Produziert von der Börsenmedien AG, Deutschlands führendem Finanzmedienhaus (DER AKTIONÄR, BÖRSE ONLINE, €uro, €uro am Sonntag). Youtube English: https://www.youtube.com/playlist?list=PLGwe6Ab4ZdSc Youtube German: https://www.youtube.com/playlist?list=PLYvuwOqohiSw Spotify English: https://open.spotify.com/show/033ONjPa8CuRZwJ0wZyWPz?si=c6fe9d33623e4418 Spotify German: https://open.spotify.com/show/033ONlTEHwbLHanLrQ6SeC?si=738da62560ed4cd7 Gastvorschläge & Feedback: team@deeptech-report.de Diese Folge dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung oder Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung dar.
58 Minuten
Marcus Gerhardt, CEO von Blackrock Neurotech, über Hirnimplantate für Gesunde und den Weg zur FDA-Zulassung. 2007 ruft Florian Solzbacher an und will einen Chip ins Gehirn bringen. Marcus Gerhardt hält ihn für verrückt und sagt trotzdem zu. Heute hat Blackrock Neurotech 56 Menschen implantiert und 55.000 Patiententage an Hirndaten gesammelt — mehr als jeder Wettbewerber. Mit Sascha Roehrer geht Gerhardt durch das Utah Array, die Kalibrierung von neun Monaten auf Minuten, den Vergleich mit Neuralink und die Kehrtwende im Design: Die nächste Generation wird nicht mehr für Tetraplegiker gebaut, sondern für Gesunde. Dazu, warum die FDA bei der Materialwahl bremst, wie der ALS-Patient Casey mit fast 100 Zeichen pro Minute wieder mit seinen Kindern spricht — und warum Gerhardt inzwischen selbst über ein Implantat nachdenkt. Chapters 00:00:00 Intro 00:00:53 Der Anruf 2007: „Ich hielt ihn für verrückt" 00:03:00 2008: der schwächste Sektor der VC-Geschichte 00:04:46 Profitabel nach neun Monaten statt nach drei Jahren 00:07:29 Was ein Brain-Computer-Interface wirklich tut 00:10:37 Das Utah Array: 4x4 Millimeter, rund 100 Nadeln 00:11:59 Elf Jahre im Kopf: Langlebigkeit als Kernproblem 00:14:10 Die Kehrtwende: bauen für Gesunde, nicht nur für Patienten 00:15:46 Neun Monate oder Minuten — das Kalibrierungsproblem 00:20:22 Casey, ALS: fast 100 Zeichen pro Minute 00:22:03 Neuralink, 2.000 Kanäle — und das Ziel 100.000 00:23:59 Zulassung: der Fünf-Jahres-Horizont 00:28:00 FDA, CE und warum neue Materialien ausgebremst werden 00:30:54 KI im Labor und ein Foundation Model fürs Gehirn 00:33:23 Matrix-Frage: Sprachen herunterladen? 00:35:28 Diagnostik und personalisierte Medizin 00:36:44 Die Operation heute: Kraniotomie, mehrere Stunden 00:38:40 Privacy: Kontrolle über die eigenen Hirndaten 00:39:45 Salt Lake City, gut 100 Mitarbeiter, Europa 00:42:00 Tether als Investor 00:43:21 Wettbewerb und Kooperation zugleich 00:46:17 Die BCI-Pioniere: Ian, Nathan, Casey, Michi 00:49:49 Marktgröße: bis zu drei Milliarden Menschen 00:52:26 Die wildeste Prognose für 20 Jahre 00:54:56 Gegenfrage an den Host 00:57:28 Das Gehirn der Fruchtfliege im Rechner Gast: Marcus Gerhardt ist CEO und Mitgründer von Blackrock Neurotech in Salt Lake City. Er studierte in St Andrews und Oxford, gründete 1999 die E-Commerce-Plattform Mondus mit, beriet danach über BBI Technologieunternehmen zu Finanzierung und Wachstum und war 2003 an einem der führenden Frontier-Market-Asset-Manager im Nahen Osten beteiligt. Seit 2008 baut er gemeinsam mit Florian Solzbacher an der Schnittstelle zwischen Gehirn und Maschine. Linkedin: https://www.linkedin.com/in/marcus-gerhardt-1583524/ Website: https://blackrockneurotech.com/ deeptech INSIGHTS: deeptech INSIGHTS ist eine Long-Form-Interviewserie für Menschen, die Frontier-Technologie und die Zukunft beruflich denken. Host Sascha Roehrer spricht mit Executives, Investoren, Forschern und Vordenkern, die die Zukunft gestalten. Produziert von der Börsenmedien AG, Deutschlands führendem Finanzmedienhaus (DER AKTIONÄR, BÖRSE ONLINE, €uro, €uro am Sonntag). Youtube English: https://www.youtube.com/playlist?list=PLGwe6Ab4ZdSc Youtube German: https://www.youtube.com/playlist?list=PLYvuwOqohiSw Spotify English: https://open.spotify.com/show/033ONjPa8CuRZwJ0wZyWPz?si=c6fe9d33623e4418 Spotify German: https://open.spotify.com/show/033ONlTEHwbLHanLrQ6SeC?si=738da62560ed4cd7 Gastvorschläge & Feedback: team@deeptech-report.de Hinweis: Die deutsche Fassung dieser Folge nutzt eine KI-Synchronisation. (Art. 50 EU AI Act, Verordnung (EU) 2024/1689). Diese Folge dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung oder Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung dar.
58 Minuten
Warrick Matthews, CEO von Tokamak Energy, über Fusionskraftwerke ab den 2040ern, HTS-Magnete und 1 MW pro Chip-Rack. Fusionsenergie verspricht CO2-freie Grundlast aus einem Brennstoff, von dem ein Liter so viel Energie enthält wie zehn Millionen Liter Rohöl. Warrick Matthews hat nach 24 Jahren bei Rolls-Royce Anfang 2023 die Führung von Tokamak Energy übernommen und das Geschäftsmodell umgebaut: kein eigenes Kraftwerk, sondern Hochtemperatur-Supraleiter-Magnete als Systemgeschäft, mit dem britischen Flaggschiff-Programm STEP und dem Stellarator-Entwickler Type One Energy als Kunden sowie der Übernahme von Ridgway Machines für die Serienfertigung. Im Gespräch erklärt er, warum Pilotanlagen Mitte der 2030er den Energiegewinn nachweisen sollen und der kommerzielle Rollout in den 2040ern beginnt, warum ein Fusionsreaktor mit zwei Gramm Brennstoff physikalisch stoppen will statt durchzugehen, wie China das Tempo im globalen Rennen verschärft und warum NVIDIAs Feynman-Chipgeneration ab 2029/2030 mit einem Megawatt pro Rack die Supraleiter ins Rechenzentrum holt. Dazu: Stromkosten von 100 Dollar je Megawattstunde mit Kurs auf 50, Industriewärme als zweiter Markt und eine Prognose, die auf dem Mond endet. Chapters 00:00:00 Intro 00:01:01 Was ist Fusionsenergie? 00:03:10 Brennstoff & Abfall: Meerwasser statt Uran 00:05:10 Zeitplan: Pilotanlagen Mitte der 2030er 00:08:12 KI & Rechenzentren als Beschleuniger 00:09:22 Sicherheit: Eine Reaktion, die stoppen will 00:11:05 500 MW: Was ein Fusionskraftwerk leistet 00:12:14 Fusion vs. Solar 00:13:40 24 Jahre Rolls-Royce, dann Fusion 00:17:19 ST40, HTS-Magnete & Ridgway Machines 00:23:09 Portfolio: Fusion, TE Magnetics, Ridgway 00:24:14 Geschäftsmodell: Systemanbieter statt Kraftwerksbauer 00:27:09 Das globale Rennen: USA, China, Deutschland 00:32:55 Tokamak Energy in Zahlen 00:34:26 Kunden: STEP, Type One Energy, Japan 00:36:26 KI in der Fusionsforschung 00:38:21 NVIDIA-Chips: 1 Megawatt pro Rack 00:39:08 Rechenzentren im Orbit 00:41:06 Science-Fiction: Fusionsreaktor im Lkw? 00:43:19 Energiemix der Zukunft & Industriewärme 00:46:21 Kühlung, Wasser & Brennstoffvorräte 00:48:02 Ein schlechter Tag im Fusionskraftwerk 00:49:02 Stromkosten: 100 Dollar, Ziel 50 00:50:54 Lebensdauer & Flächenbedarf 00:52:07 Wohin sich Tokamak Energy entwickelt 00:55:36 Wildeste Prognose: Industrie auf dem Mond Gast: Warrick Matthews führt Tokamak Energy seit Januar 2023. Zuvor war er 24 Jahre bei Rolls-Royce, zuletzt als Chief Procurement Officer der Civil-Aerospace-Sparte. Tokamak Energy, 2009 als Spin-out der UK Atomic Energy Authority gegründet, beschäftigt über 300 Mitarbeiter in Oxfordshire, mit Tochtergesellschaften in den USA und Japan. Das Unternehmen betreibt mit ST40 den sphärischen Tokamak mit dem höchsten Magnetfeld der Welt und mit Demo4 das weltweit erste HTS-Fusionsmagnetsystem; die 2024 gestartete Sparte TE Magnetics erzielt bereits Millionenumsätze. Linkedin: https://www.linkedin.com/in/warrick-matthews-50bab721/ Website: https://tokamakenergy.com/ deeptech INSIGHTS: deeptech INSIGHTS ist eine Long-Form-Interviewserie für Menschen, die Frontier-Technologie und die Zukunft beruflich denken. Host Sascha Roehrer spricht mit Executives, Investoren, Forschern und Vordenkern, die die Zukunft gestalten. Produziert von der Börsenmedien AG, Deutschlands führendem Finanzmedienhaus (DER AKTIONÄR, BÖRSE ONLINE, €uro, €uro am Sonntag). Youtube English: https://www.youtube.com/playlist?list=PLGwe6Ab4ZdSc Youtube German: https://www.youtube.com/playlist?list=PLYvuwOqohiSw Spotify English: https://open.spotify.com/show/033ONjPa8CuRZwJ0wZyWPz?si=c6fe9d33623e4418 Spotify German: https://open.spotify.com/show/033ONlTEHwbLHanLrQ6SeC?si=738da62560ed4cd7 Gastvorschläge & Feedback: team@deeptech-report.de Hinweis: Die deutsche Fassung dieser Folge nutzt eine KI-Synchronisation. (Art. 50 EU AI Act, Verordnung (EU) 2024/1689). Diese Folge dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung oder Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung dar.
58 Minuten
Martin Ford, Autor von „Rise of the Robots", erklärt, warum KI erst mit Continual Learning Jobs ersetzt. Ford schreibt seit 2009 darüber, dass Automatisierung Erwerbsarbeit dauerhaft verdrängt. Im Gespräch ordnet er ein, was die heutigen Modelle wirklich leisten: mathematische Beweise ja, den Arbeitsalltag eines Berufseinsteigers nein. Der Engpass heißt Continual Learning, das Lernen im laufenden Betrieb, und solange er besteht, bleibt der Effekt auf Büroberufe begrenzt. Den Bruch hält Ford trotzdem für unausweichlich, und er rechnet vor, warum ein Grundeinkommen nicht an fehlender Wertschöpfung in Europa scheitern würde. Dazu: was offene Modelle aus China für die Geschäftsmodelle von OpenAI und Anthropic bedeuten, warum eine platzende KI-Blase die Beschäftigung härter treffen könnte als die Automatisierung selbst, und wo der Nutzen liegt, der all das aufwiegen soll. Gast: Martin Ford ist Autor und Zukunftsforscher. „Rise of the Robots" gewann den Financial Times/McKinsey Business Book of the Year Award und erschien in mehr als 20 Sprachen; die überarbeitete Neuausgabe ist seit dem 2. Juni 2026 erhältlich. Es folgten „Rule of the Robots" (2021), „Architects of Intelligence" (2018) und „The Lights in the Tunnel" (2009). Sein TED-Talk von 2017 wurde über drei Millionen Mal abgerufen. Ford hat einen Abschluss in Computer Engineering der University of Michigan, Ann Arbor, und einen Graduiertenabschluss in Wirtschaft der UCLA. Linkedin: https://www.linkedin.com/in/mfordfuture/ Website: https://mfordfuture.com/ Rise of the Robots (Neuausgabe): https://www.amazon.com/Rise-Robots-Technology-Threat-Jobless/dp/1541608860/ Architects of Intelligence (Interviews, u. a. mit Ray Kurzweil): https://www.amazon.com/Architects-Intelligence-truth-people-building/dp/1789131510 Rule of the Robots: https://www.amazon.com/Rule-Robots-Artificial-Intelligence-Everything/dp/1541674731/ deeptech INSIGHTS: deeptech INSIGHTS ist eine Long-Form-Interviewserie für Menschen, die Frontier-Technologie und die Zukunft beruflich denken. Host Sascha Roehrer spricht mit Executives, Investoren, Forschern und Vordenkern, die die Zukunft gestalten. Produziert von der Börsenmedien AG, Deutschlands führendem Finanzmedienhaus (DER AKTIONÄR, BÖRSE ONLINE, €uro, €uro am Sonntag). Youtube English: https://www.youtube.com/playlist?list=PLGwe6Ab4ZdSc Youtube German: https://www.youtube.com/playlist?list=PLYvuwOqohiSw Spotify English: https://open.spotify.com/show/033ONjPa8CuRZwJ0wZyWPz?si=c6fe9d33623e4418 Spotify German: https://open.spotify.com/show/033ONlTEHwbLHanLrQ6SeC?si=738da62560ed4cd7 Gastvorschläge & Feedback: team@deeptech-report.de Hinweis: Die deutsche Fassung dieser Folge nutzt eine KI-Synchronisation. (Art. 50 EU AI Act, Verordnung (EU) 2024/1689). Diese Folge dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung oder Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung dar.
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Sagar Barvaliya (Blockchain Founders Capital) über gescheiterte Krypto-Projekte, Stablecoins und Europas Robotik-Chance. Der Founding Partner von Blockchain Founders Capital nimmt auseinander, warum fast alle Token-Projekte der letzten Jahre keinen Produktbeweis erbracht haben – und wo der Wert wirklich entsteht: bei Stablecoins, tokenisierten Realwerten und der Anwendungsschicht von KI. Sagar Barvaliya erklärt, warum sein Fonds bewusst nicht in Foundation Models investiert, weshalb Kapital wieder knapp wird und warum Deutschland seinen Vorsprung aus der Automobilära in die Robotik übertragen muss, bevor es zu spät ist. Chapters 00:00:00 Intro 00:00:25 Vom Crash-Ingenieur bei BMW zum Venture Capital 00:06:47 Blockchain statt Krypto-Spekulation: die Application-Layer-These 00:08:10 Der erste Fonds: BFC, 10 Mio. Euro, Launch in Davos 00:09:04 Was sich seit 2023 verändert hat: Hype, Crashes, knappes Kapital 00:16:21 Stablecoins, RWA und die Tether-Strategie 00:25:44 Blockchain als Trust-Layer des Internets 00:31:52 Investmentthese: Application Layer und KI-native Unternehmen 00:38:22 Worauf BFC bei Foundern achtet 00:46:21 Europas Chance: von Automotive zu Robotik 00:53:12 Deutschlands selbstverschuldeter Niedergang? 00:58:36 KI-Blase? Bewertungen auf dem Prüfstand 01:00:14 Die nächsten 20 Jahre und was sich nicht ändert Gast: Sagar Barvaliya ist Founding Partner bei Blockchain Founders Capital (BFC). Frühere Stationen: BMW, Techstars, BlockRocket. Linkedin: https://www.linkedin.com/in/barvaliyasagar/ Website: https://www.bfc.vc/ deeptech INSIGHTS: deeptech INSIGHTS ist eine Long-Form-Interviewserie für Menschen, die Frontier-Technologie und die Zukunft beruflich denken. Host Sascha Roehrer spricht mit Executives, Investoren, Forschern und Vordenkern, die die Zukunft gestalten. Produziert von der Börsenmedien AG, Deutschlands führendem Finanzmedienhaus (DER AKTIONÄR, BÖRSE ONLINE, €uro, €uro am Sonntag). Youtube English: https://www.youtube.com/playlist?list=PLGwe6Ab4ZdSc Youtube German: https://www.youtube.com/playlist?list=PLYvuwOqohiSw Spotify English: https://open.spotify.com/show/033ONjPa8CuRZwJ0wZyWPz?si=c6fe9d33623e4418 Spotify German: https://open.spotify.com/show/033ONlTEHwbLHanLrQ6SeC?si=738da62560ed4cd7 Gastvorschläge & Feedback: team@deeptech-report.de Hinweis: Die deutsche Fassung dieser Folge nutzt eine KI-Synchronisation. (Art. 50 EU AI Act, Verordnung (EU) 2024/1689). Diese Folge dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung oder Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung dar.
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Smartsheet-CEO Rajeev Singh erklärt, welche Software die KI-Welle überlebt — und warum Agenten die neuen Nutzer sind. Rajeev Singh hat Concur mitgegründet und für 8,3 Milliarden Dollar an SAP verkauft, Accolade an die Börse geführt und vor neun Monaten den Chefposten bei Smartsheet übernommen — kurz nach dem Take-Private durch Blackstone und Vista. Mit Sascha Roehrer spricht er darüber, warum Smartsheet voll auf das Model Context Protocol setzt und Software für KI-Agenten statt nur für Menschen baut. Er nennt die drei Kriterien, an denen sich entscheidet, welche Enterprise-Software-Anbieter relevant bleiben, und erklärt, warum "LLM für alle freischalten" keine KI-Strategie ist. Außerdem: Modellkosten im Enterprise-Einsatz, Regulierung in EU und USA, sein Rat an Gründer und seine Prognosen zu Wirtschaft und Lebenserwartung. Chapters 00:00:00 Intro 00:02:25 Der Ingenieur im CEO 00:05:35 Was Smartsheet macht — und die MCP-Wette 00:07:40 Agenten als Projektmanager 00:10:13 Modellstrategie: Open Source, Kosten, Stabilität 00:12:35 Märkte und Branchen, Wachstum in Deutschland 00:14:48 Blackstone, Vista und das 20-Milliarden-Ziel 00:16:21 Welche Software die KI-Welle überlebt 00:20:24 Regulierung: EU AI Act vs. USA 00:22:59 Von Concur zu Accolade: die Gründerjahre 00:25:08 Jetzt gründen — aber wie? 00:28:00 Ein-Personen-Firmen und die Zukunft der Arbeit 00:31:13 Warum "LLM anschalten" keine Strategie ist 00:34:19 Boards, Healthcare-KI und Longevity 00:38:22 Speed vs. Data: 180 Mio. Automationen 00:40:02 Einstellen auf Neugier und Zähigkeit 00:44:22 Smartsheet in einem Jahr 00:46:18 Blase oder nicht? Blick auf die Wirtschaft 00:51:00 Application Layer und Daten-Moats 00:53:19 Die wildeste 20-Jahres-Prognose Gast: Rajeev Singh ist CEO von Smartsheet, einer Work-Management-Plattform mit über 100.000 Kunden, darunter mehr als 85 Prozent der Fortune 500. Zuvor Mitgründer und President von Concur (2014 für 8,3 Milliarden Dollar an SAP verkauft) sowie CEO und Chairman von Accolade (IPO 2020, 2025 von Transcarent übernommen). Er sitzt in den Boards von Basalt Health und Scala.ai. Linkedin: https://www.linkedin.com/in/rajeevsinghseattle/ Website: https://www.smartsheet.com/ deeptech INSIGHTS: deeptech INSIGHTS ist eine Long-Form-Interviewserie für Menschen, die Frontier-Technologie und die Zukunft beruflich denken. Host Sascha Roehrer spricht mit Executives, Investoren, Forschern und Vordenkern, die die Zukunft gestalten. Produziert von der Börsenmedien AG, Deutschlands führendem Finanzmedienhaus (DER AKTIONÄR, BÖRSE ONLINE, €uro, €uro am Sonntag). Youtube English: https://www.youtube.com/playlist?list=PLGwe6Ab4ZdSc Youtube German: https://www.youtube.com/playlist?list=PLYvuwOqohiSw Spotify English: https://open.spotify.com/show/033ONjPa8CuRZwJ0wZyWPz?si=c6fe9d33623e4418 Spotify German: https://open.spotify.com/show/033ONlTEHwbLHanLrQ6SeC?si=738da62560ed4cd7 Gastvorschläge & Feedback: team@deeptech-report.de Hinweis: Die deutsche Fassung dieser Folge nutzt eine KI-Synchronisation. (Art. 50 EU AI Act, Verordnung (EU) 2024/1689). Diese Folge dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung oder Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung dar.
deeptech INSIGHTS – Deutsch
Executives, Investoren und Vordenker zu Frontier-Technologie und Zukunft