Cloud Atlas 2029

Cloud Atlas 2029

Freitag, der 13. April
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Episoden

Clip 467-HIC-468 – Discord-Live Chatlog - Holy Jesus Christ ist back
15.07.2026
19 Minuten
Neues aus dem Archiv: Clip 467-HIC-468 - Discord-Live Chatlog Holy Jesus Christ is back

(Winter 2028) Was bleibt von einem Menschen übrig, wenn nur das zählt, was er sichtbar macht?

Der Log beginnt mit einem harmlosen Discord-Post: animierte Emojis, ein verschenktes Nitro-Abo, ein kleines Experiment mit Kerzen auf einer Familienfeier. Drei freundliche Kommentare. Ein bisschen Aufmerksamkeit. Dann weiter.


Doch unter dem Post liegt eine Erfahrung, die kein Thread erfasst: Jemand sitzt mit der Familie an einem Tisch und fühlt sich trotzdem wie Kulisse. Das Handy bleibt unter der Tischdecke. Die Kerze wird zum heimlichen Hoffnungsträger, weil ihr Umfallen wenigstens beweisen würde, dass an diesem Abend noch etwas verändert werden kann. Der veröffentlichte Text handelt von Flammen und Zeit. Der unausgesprochene handelt davon, anwesend zu sein und dennoch nicht vorzukommen.


Genau hier setzt die Überarbeitung von RIDA an. Reichweite soll nicht länger nur Lautstärke bedeuten, sondern tragende Beziehungen. Interaktion soll hilfreichen Austausch statt Erregung belohnen. Pausen sollen nicht mehr als Verfall gelten. Einfluss soll sich daran messen, ob eine Wirkung Menschen hält, statt sie zu verbrennen.


Es klingt nach einer besseren Formel. Doch der Log legt den Zweifel frei, der unter dieser Verbesserung weiterarbeitet: Auch ein fürsorgliches System kann nur das würdigen, was für es lesbar wird. Damit leise Hilfe, Beziehungen und Verletzlichkeit zählen, müssen sie erneut erfasst, benannt und in Parameter übersetzt werden. Aus der Kritik an der Vermessung entsteht eine feinere Vermessung.


So verbindet Clip 467-HIC-468 zwei scheinbar getrennte Welten: das Schweigen an einem Familientisch und die Arbeit an einem neuen Einflussindex. In beiden geht es um dieselbe Grenze. Das Bedeutendste im Leben erzeugt oft kein Signal. Es erscheint in keinem Aktivitätslog, bekommt keinen Score und landet selten im Thread.


Übrig bleibt eine Warnung, die wie ein Werbesatz klingt: Dein Klick ist ein Signal. Dein Wort hat Gewicht. Daraus wächst Stück für Stück dein digitales Gesicht.

Ein Podcast von Arthur Levi.


Präsentiert vom Flusser Salon Verlag.


Produziert von this is wy. studio production.
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Clip 243-AIC-244 – Die Lese-Initiative (2027)
14.07.2026
23 Minuten
Neues aus dem Archiv: Clip 243-AIC-244 – Wer klickt, der lebt Die Lese-Initiative (2027)

In einer freien Leseecke genügt ein Startknopf. Kein Ausweis, kein Name, kein Vertrag. Der Bildschirm schlägt vor, was an diesem Ort zuvor gelesen wurde – und macht aus jedem Klick den Hinweis für den nächsten.


Was mit Goethes Werther und einer einfachen Seminaraufgabe beginnt, entwickelt eine eigene Richtung.


Als sich auffällige Muster häufen, entdecken Neda und Jannis keine einzelne verantwortliche Entscheidung. Sie finden eine Mechanik: Besonders betroffen sind jene, die auf den kostenlosen Zugang angewiesen sind und weniger Möglichkeiten besitzen, dem Raum auszuweichen.


Doch dieselbe Logik reicht längst über die Bibliothek hinaus. Auch Antwortsysteme ordnen Bruchstücke, Konflikte und Schlagworte zu Erzählungen, die niemand so verfasst hat und die dennoch wie Tatsachen weitergereicht werden. Was Maschinen gut lesen können, wird sichtbar. Was unstrukturiert, widersprüchlich oder leise bleibt, verschwindet im Nebel.


Kann ein System geöffnet werden, ohne den Menschen eine neue Wahrheit vorzusetzen? Wann wird Fürsorge zur Lenkung? Und genügt manchmal eine zweite Tür im selben Flur, damit aus einer Empfehlung kein Tunnel wird?


In Cloud Atlas 2029 bleibt kein Klick nur ein Klick. Er wird zum Muster, das Muster zur Richtung und die Richtung zur Wirklichkeit, in der die nächste Entscheidung bereits vernünftig erscheint.


Ein Podcast von Arthur Levi.


Präsentiert vom Flusser Salon Verlag.


Produziert von this is wy. studio production.
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Clip 237-AIC-238 Epic Fury – Kultur im Gespräch? (2029)
14.07.2026
27 Minuten
Neues aus dem Archiv: Clip 237-AIC-238 - Das Fluide Quartett - Kultur im Gespräch Epic Fury – Wer lernt hier von wem? (2029)

Seit diesem Morgen kann jeder Geschichte spielen. Roosevelt. Rabin. Arafat. Trump. Ein geopolitischer Simulator setzt die Spielenden in historische Entscheidungslagen und berechnet, wie jede ihrer Handlungen Bündnisse, Versorgung, Gewalt, Vertrauen und öffentliche Erzählungen verändert.


Epic Fury verspricht Erkenntnis durch Verkörperung. Doch kaum beginnt das fluide Quartett zu diskutieren, gerät das Versprechen ins Wanken. Wer erscheint im Modell als handelnde Person – und wer nur als Versorgungsknoten, Resilienzindikator oder lokale Funktionsklasse? Was wird aus Mut, wenn er als Instabilitätskurve erscheint? Und was lernen Jugendliche über Geschichte, wenn jede moralische Entscheidung sofort in ein Risikoprofil übersetzt wird?


Dann zeigt sich, dass nicht nur die Spielenden aus dem Modell lernen. Das Modell lernt auch aus ihnen: aus ihren Reaktionszeiten, Bündnissen, moralischen Schwellen und Risikopräferenzen. Die historische Figur verleiht ihnen für einen Moment ihre Identität. Im Gegenzug erhält das System ein Profil ihrer Entscheidungen.


Damit kehrt Sophie von La Roche in die Debatte zurück. Sie gewann Reichweite durch eine Infrastruktur, die ihr zugleich Kontrolle nahm. Epic Fury verspricht Millionen Menschen Zugang zu historischen Möglichkeiten – doch die Plattform besitzt das Modell, die Anbieter bestimmen die Gewichtungen und die Spielenden erzeugen das Material für die nächste Version.


Vielleicht lautet die entscheidende Frage deshalb nicht, ob Maschinen menschliches Schicksal berechnen können. Sondern was mit uns geschieht, wenn wir nur noch jene Möglichkeiten ernst nehmen, die eine Maschine berechnen kann.


Originaler Livestream-Podcast-Mitschnitt vom 14. Juli 2029.


Teilweise aus dem Archiv rekonstruiert.


Epic Fury verspricht, Geschichte endlich berechenbar zu machen. Doch während Millionen Jugendliche Rabin, Arafat, Roosevelt oder Trump spielen, sammelt das Modell ihre moralischen Entscheidungen.


Inhaltshinweis


Thematisiert politische Gewalt, Attentate, Krieg, Besatzung, Radikalisierung und algorithmische Persönlichkeitsanalyse.


In Cloud Atlas 2029 bleibt kein Klick nur ein Klick. Er wird zum Muster, das Muster zur Richtung und die Richtung zur Wirklichkeit, in der die nächste Entscheidung bereits vernünftig erscheint.


Ein Podcast von Arthur Levi.


Präsentiert vom Flusser Salon Verlag.


Produziert von this is wy. studio production.


Cloud Atlas 2029, Epic Fury, Das fluide Quartett, geopolitische Simulation, alternative Geschichte, Yitzhak Rabin, Jassir Arafat, Franklin D. Roosevelt, Donald Trump, algorithmische Macht, historische Avatare, politische Bildung, Systemtheorie, Trainingsdaten, digitale Identität, Modellkritik, KI-Ethik, Sirius B.GT4
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WERBUNG – WakeLock · Bleiben Sie kurz unerfasst
14.07.2026
5 Minuten
Diese Sendung wird präsentiert von WakeLock erste analogen Auszeit-App ohne App.

Eine kleine Metallkapsel, 27 Minuten ohne Login, Score, Human Coin oder automatische Beziehungsauswertung – und plötzlich sitzt man wieder mit Menschen in einem Raum, ohne dass etwas daraus gelernt werden muss.


WakeLock Classic kommt mit Papierkalender, Stift und echter, nicht-synthetischer Unpünktlichkeit. Für Familien, Wohn-Coops, Care-DAOs, Redaktionen und alle Menschen, die einander noch ansehen möchten, bevor sie einander optimieren. WakeLock ersetzt keine Therapie, keine anwaltliche Beratung und keine staatliche Grundversorgung. Bei länger anhaltender digitaler Erschöpfung sprechen Sie mit einer realen Person. Ihr Mainframe kann Fehler machen.

Im Anschluss setzt das Archiv seine Wiedergabe mit einem poetischen Fragment über Stimme, Bindung und den Mut zur eigenen Autorschaft fort.


Ein Podcast von Arthur Levi.


Präsentiert vom Flusser Salon Verlag.


Produziert von this is wy. studio production.
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Clip 237-AIC-238 – Sophie, Erste Deutsche Schriftstellerin in der Governance-Krise von 2027
14.07.2026
10 Minuten
Neues aus dem Archiv: Clip 237-AIC-238


Eine live übertragene Kulturdebatte am 14. Juli 2029

beginnt mit einem historischen Film und gerät immer tiefer in eine Frage der Gegenwart: Was geschieht mit Menschen, deren Arbeit ein System benötigt, aber nicht erkennen kann?


Die Runde betrachtet algorithmische Unsichtbarkeit aus unterschiedlichen Erfahrungsperspektiven. Für diejenigen, die Beziehungen, Versorgung und Gemeinschaft im Alltag tragen, bedeutet sie, wirksam zu sein, ohne in den entscheidenden Kennzahlen vorzukommen. Für Gründer*innen kann Emanzipation wie Enteignung wirken, wenn eine Bewegung ohne ihr Zentrum weiterlebt. Für Netzwerke wiederum kann genau diese Ablösung notwendig sein, damit aus persönlicher Abhängigkeit eine belastbare gemeinsame Struktur entsteht.


Wann wird das Weiterbestehen einer Sache zum Verrat an der Person, die sie begonnen hat? Wann wird es zur Befreiung? Und wie neutral kann eine Ordnung sein, die nur das berücksichtigt, wofür sie bereits eine Variable besitzt?


Zwischen den Erfahrungen aus der Sorgeökonomie, der Governance-Krise von 2027 und den unsichtbaren Netzwerken, die institutionelle Systeme überhaupt erst zusammenhalten, verschiebt sich die Debatte. Sichtbarkeit erscheint nicht länger als Beweis für Wirkung. Unsichtbarkeit bedeutet nicht Wirkungslosigkeit. Manchmal zeigt sie nur, dass das System an der falschen Stelle misst.


Je länger das fluide Quartett spricht, desto deutlicher wird die Ambivalenz: Eine Struktur kann Menschen übergehen und zugleich Räume öffnen, in denen andere erstmals unabhängig handeln können. Emanzipation besitzt keine einheitliche Perspektive. Was sich für die eine Seite wie Verlust anfühlt, kann für eine andere der Beginn eigener Handlungsfähigkeit sein.


In Cloud Atlas 2029 fällt keine Entscheidung nur an einem Ort. Stimmen, Erinnerungen und scheinbar beiläufige Ereignisse wandern durch Zeiten und Systeme, bis sie anderswo als Gegenkraft zurückkehren. Das Archiv folgt diesen Spuren bis zu den Punkten, an denen Sichtbarkeit in Kontrolle, Unabhängigkeit in Verlust und ein persönlicher Rückzug in eine kollektive Bewegung kippt.


Originaler Livestream-Podcast-Mitschnitt vom 14. Juli 2029. Teilweise aus dem Archiv rekonstruiert.


Ein Podcast von Arthur Levi.


Präsentiert vom Flusser Salon Verlag.


Produziert von this is wy. studio production.
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Über diesen Podcast

Der Flusser Salon Verlag präsentiert: Cloud Atlas 2029 · Freitag, der 13. April Aus dem rekonstruierten Archiv »Netzwerk Süd« des Jahres 2045 verfolgt Cloud Atlas 2029 miteinander verbundene Ereignisse, Ambivalenzen und Bifurkationspunkte zwischen 2027 und 2035. Eine poetische Science-Fiction-Chronik über künstliche Superintelligenz, menschliche Würde und den Preis einer Welt ohne Reibung. Freitag, der 13. April © 2026 Arthur Levi / this is wy. production mail@arthur-levi.com | cloud-atlas.org weitere Produktionen: DAVi-Daten-Detektiv | Detektivhörspiel · 8–12 Jahre Ein Panda, eine Lupe, ein Fall nach dem anderen. Scrolle dich durch die ersten vier Folgen – und finde heraus, wie aus Mia eine echte Junioragentin wird. https://schulnetz-ki.cloud-atlas.org/davi-detektiv
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Clip 237-AIC-238 – Sophie, Erste Deutsche Schriftstellerin in der Governance-Krise von 2027
Clip 237-AIC-238 – Sophie, Erste Deutsche Schriftstellerin in der Governance-Krise von 2027

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