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Episoden

19 Minuten
In dieser Folge von Equidemia Insights geht es darum, warum wir Pferdeverhalten nicht vorschnell als Dominanz interpretieren sollten. Anhand einer konkreten Alltagssituation zeige ich, warum Schreckreaktionen kein bewusstes Testen sind, was Rangordnungen bei Pferden tatsächlich bedeuten und wie die eigene Stressschwelle den Umgang mit dem Pferd beeinflusst. Im Mittelpunkt stehen ein besseres Verständnis für die Perspektive des Pferdes und praktische Wege, Vertrauen aufzubauen, ohne das Pferd oder sich selbst zu überfordern. Mehr zur Dominanztheorie gibt es in Folge 129: „Die Pferdigkeit des Pferdes“.
49 Minuten
In dieser Folge von Equidemia Insights spreche ich darüber, warum ich Pferde nicht über ihre Disziplin, ihr Verhalten oder unsere Trainingsziele definieren möchte. Im Mittelpunkt stehen ihre Biologie, ihre Wahrnehmung und ihre artspezifischen Bedürfnisse. Die zentrale Frage lautet: Was erlebt das Pferd eigentlich wirklich? Ich verbinde die Konzepte Teleonomie, Allostase und Homöostase sowie Schmerz und Stress und zeige, warum äußere Ruhe oder angepasstes Verhalten nicht automatisch Wohlbefinden bedeuten. In dieser Folge: - Jedes Pferd ist zuerst ein Pferd: Warum Zucht, Domestikation und Training seine biologischen Bedürfnisse nicht aufheben. - Vom Alphawolf-Mythos zum Pferdemythos: Wie Dominanzdenken unsere Vorstellungen von Pferdeverhalten und Training geprägt hat. - Teleonomie, Affordanzen und Agency: Wie artspezifisches Verhalten, Umweltbedingungen und Handlungsspielräume das Erleben des Pferdes beeinflussen. - Allostase und chronischer Stress: Warum sich viele kleine Belastungen summieren können und Anpassung ihren Preis hat. - Brav sein ist kein Wohlbefinden: Warum Compliance und äußere Ruhe keine verlässlichen Belege für geringe Belastung sind. - Normalverhalten als Referenz: Warum wir wissen müssen, wie Pferde sich unter geeigneten Bedingungen verhalten. - Training beginnt im Alltag: Wie wir auch beim Putzen, Verladen, Tierarztbesuch und in der Hufbearbeitung mehr Vorhersehbarkeit, Mitgestaltung und Erholung ermöglichen können.
1 Stunde 13 Minuten
Warum verändert sich der Umgang mit Pferden so langsam, obwohl wir heute viel mehr über Verhalten, Lernen und Wohlbefinden wissen? In dieser Folge spricht Celina Skogan mit Lisa Ashton über die Lücke zwischen Wissen und Praxis – und darüber, was nötig ist, damit neue Erkenntnisse im Alltag ankommen. Lisa stellt ihr Modell aus Mindset, Skillset und Systemen vor und erklärt, wie persönliche Überzeugungen, praktische Fähigkeiten und die Bedingungen in Reitschulen Veränderung beeinflussen. Gemeinsam sprechen Celina und Lisa darüber, wie Pferdeverhalten als Information verstanden werden kann, warum Pferde als Mitgestalter des Lernens gelten sollten und wie kleine Veränderungen im Stallalltag positive Auswirkungen haben können. In dieser Folge: - Warum Wissen allein nicht automatisch zu verändertem Handeln führt - Mindset, Fähigkeiten und Systeme als Grundlage für Veränderung - Wie realistische Forschung fragt: Was wirkt, für wen und in welchem Kontext? - Verhaltenssignale als Hinweise auf die Erfahrung des Pferdes - Pferde als Co-Educators im Lernprozess - Beispiele für Veränderungen in Reitschulen und ihre möglichen Auswirkungen - Warum Reflexion und die Bereitschaft, unbequem zu bleiben, wichtig sind
35 Minuten
Nach der Folge über den Kurs des Grauens habt ihr mir so viel geschrieben – und fast alle mit derselben Botschaft: Ich bin unsicher. In dieser Folge schaue ich mit euch in die Studienlage: Warum drei von vier „lahmfreien“ Pferden messbar asymmetrisch laufen, warum statistisch normal nicht biologisch normal ist, warum selbst Profis sich mit dem bloßen Auge oft uneinig sind – und wie dir die Equidemia-Ampel hilft, zu entscheiden: beobachten, trainieren oder abklären. In dieser Folge: - Was ich aus euren Nachrichten gelernt habe - Statistisch normal vs. biologisch normal - Warum deine Unsicherheit berechtigt ist - Was nicht verhandelbar ist – und was trainierbar bleibt - Die Equidemia-Ampel: Grün, Gelb, Rot - Ausblick: Ganganalyse im November, Adventskalender im Dezember, Fundamentals ab Februar 2027 Quellen: Rhodin et al. 2017, PLoS ONE Kallerud et al., Equine Vet J (SLU) Keegan, Agreement among veterinarians (IVIS) Rater agreement during lungeing (PMC) Rater agreement back mobility, PLoS ONE Persson-Sjodin et al. 2018, PLoS ONE Dyson & Pollard 2020, Animals Dyson & Pollard 2022, Animals RHpE vor/nach diagnostischer Anästhesie, Animals 2023
35 Minuten
Vor einem Jahr habe ich meinen letzten Live-Kurs gegeben. Das Wochenende, das den Ausschlag gab: von neun Pferden waren fünf schwer krank. Kein Einzelfall. Eine Studie von Greve & Dyson (2014) fand bei 506 Sportpferden im ganz normalen Training eine Lahmheits- oder Gangabnormalitätsrate von 45,7 % – bei Pferden, die niemand für auffällig hielt. Eine zweite Studie von Dyson & Pollard (2020) untersuchte 60 Reitpferde, deren Besitzer:innen sie als „arbeitet komfortabel" einschätzten: 73 % davon waren lahm. In dieser Folge erzähle ich, warum diese Zahlen meinen Blick auf Reitunterricht verändert haben – und warum ich seitdem zwischen drei Verpflichtungen navigiere, die sich gegenseitig widersprechen: dem Kunden gegenüber, dem Pferd gegenüber, und dem Anspruch, dass jedes Pferd ausgebildet werden muss. Keine fertige Lösung, sondern der Anfang eines neuen Gesprächs – über Ganganalyse, Stabilität und was klassisches Training braucht, um wieder auf einem tragfähigen Fundament zu stehen. Quellen: Greve, L., & Dyson, S. J. (2014). Equine Veterinary Journal, 46(6), 687–694. https://beva.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/evj.12222 · Dyson, S., & Pollard, D. (2020). Animals, 10(6), 1044. doi.org/10.3390/ani10061044
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Über diesen Podcast

Horsefriends ist der Podcast von und mit Celina Skogan. Pferde sind Celinas Leidenschaft, und darum geht es natürlich auch in diesem Podcast. Celina ist Trainerin für akademische Reitkunst, Cranio Sacral Therapeutin und Osteopathie, und vor allem ein passioniertes Pferdemädchen. Gemeinsam mit Gästen aus Wissenschaft und Praxis betrachtet sie das Pferd als Ganzes - frei von Reitphilosophien und Mythen. Dafür mit einem klaren Blick auf die Natur des Pferdes und die vorliegende Daten- und Faktenlage, und immer absolut Pro-Pferd. Denn das ist die Mission bei Equidemia: Echtes Pferdewissen weiterzugeben und Pferdemenschen zu guten Entscheidungen zu befähigen. Mal auf Deutsch, und mal auf Englisch. Den Podcast findest Du übrigens auch als Videocast bei YouTube! Enjoy the Journey!
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„Equidemia Insights“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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