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  3. DER TUT WAS Podcast - was Hunde sichtbar machen Podcast

Episoden

32 Minuten
Wie krass genial ein Futterbeutel eigentlich ist, wurde mir bei einer ziemlich simplen Waldrunde mit Shoki nochmal bewusst.

Denn während wir eigentlich einfach gemeinsam Spaß hatten, brauchten wir plötzlich all das, was Hunde oft jahrelang einzeln „trainieren“:

Sitzen und warten.

Distanz aushalten.

Impulskontrolle.

Rückruf.

Frustrationstoleranz.

Orientierung.

Freigabe.

Selbstständiges Arbeiten.

Ressourcen abgeben.

Und immer wieder miteinander kommunizieren.

Nur war nichts davon Selbstzweck.

All diese Fähigkeiten waren Teil einer echten gemeinsamen Aufgabe: unserer Ersatzjagd.

In dieser Folge geht es deshalb nicht nur um Futterbeutel. Es geht um die Frage, was nach dem Erlernen der Grundlagen eigentlich kommen sollte.

Warum lassen wir erwachsene Hunde immer wieder das ABC schreiben, obwohl sie längst komplexere Aufgaben lösen könnten?

Ich spreche darüber,

warum Futterbeutelarbeit für mich kein klassisches Belohnungssystem ist,

wie aus einzelnen Übungen sinnvolle Absprachen werden,

warum Management und Verantwortung Voraussetzung für Freiheit sind,

was Selbstwirksamkeit gerade auch für ältere Hunde bedeuten kann,

warum Ersatzjagd natürliche Bedürfnisse aufgreift,

weshalb ein Hund den Futterbeutel nicht apportieren muss, damit die Arbeit wertvoll ist,

was das freiwillige Abgeben einer Ressource mit Kooperation und Rollenklarheit zu tun haben kann,

warum Fehler für Entwicklung notwendig sind,

und warum ich mir wünsche, dass Mensch und Hund draußen nicht einfach nur dieselbe Strecke laufen, sondern wirklich gemeinsam unterwegs sind.

Und ganz nebenbei erzähle ich auch, warum meine eigenen Aufgaben eher simpel sind und ich ziemlich froh bin, dass Elli und Annett mit dem Dummy Adventure an deutlich kreativeren Herausforderungen arbeiten.

Vielleicht fragst du dich nach dieser Folge beim nächsten Spaziergang nicht mehr nur:

„Was muss mein Hund heute üben?“

Sondern:

„Was könnten wir heute gemeinsam erleben?“

Kapitel / Timestamps

00:00 Warum der Futterbeutel so krass genial ist

00:28 Was ist eigentlich ein Futterbeutel?

01:16 Mit Shoki im Wald: Unsere Ersatzjagd beginnt

02:55 Wie viel „Training“ plötzlich nebenbei passiert

03:29 Futterbeutel verstecken – und erstmal weitergehen

05:13 Erst Verantwortung übernehmen, dann loslassen

06:21 Management: Was kann mein Hund wirklich leisten?

07:31 Blickkontakt, Freigabe und Verantwortung übergeben

08:19 Suchen, finden und freiwillig abgeben

09:35 Selbstwirksamkeit – gerade auch für einen alten Hund

10:51 Die Beute wird gefressen

11:25 Wie komplex eine simple Futterbeutelrunde eigentlich ist

13:55 Warum wir mit erwachsenen Hunden nicht ständig das ABC üben sollten

17:25 Bei Shoki geht es nicht mehr um Erziehung, sondern Beziehung

19:59 Warum Ersatzjagd so viel mehr ist als Beschäftigung

22:52 Der Hund muss den Futterbeutel nicht apportieren

24:18 Was passiert, wenn der Hund seine Beute freiwillig abgibt?

27:59 Warum die Fütterung die Ersatzjagd abschließt

29:31 Gehen wir wirklich gemeinsam mit unserem Hund spazieren?

30:55 Outro
52 Minuten
Trockenfutter kaufen, Sack umdrehen, Rückseite lesen, fertig – so einfach ist es leider nicht. Jule spricht mit Futter-Dennis darüber, warum Zutatenlisten, Prozentangaben und Nährstofftabellen auf Verpackungen oft weniger verraten, als man denkt: von versteckten Kohlenhydraten über schwankende Zusatzstoffgehalte bis zu der Frage, warum ein teures Futter nicht automatisch das bessere ist. Es geht nicht darum, Trockenfutter schlechtzureden – Jule und Dennis füttern es selbst –, sondern darum, wie du als Halter:in eine informierte statt eine gefühlte Entscheidung triffst. Und warum echte Sicherheit am Ende weniger mit Marketing und mehr mit unabhängigen Messwerten zu tun hat.

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00:00 – Intro & Rückblick auf die letzte Folge

01:04 – "Ich lese doch die Rückseite" – der Alltagsglaube ans Etikett

02:09 – Wie wenig die Verpackung wirklich über Qualität verrät

04:04 – Zutatenliste & Splitting: Wenn Kohlenhydrate sich hinter Fleisch verstecken

09:08 – Zusatzstoffe, Chargenschwankungen & die Kupfer-Warnung

16:07 – Bioverfügbarkeit: Warum nicht jede Kupferverbindung gleich wirkt

20:14 – Monoprotein-Etiketten & Stiftung Warentest als Maßstab

23:29 – Allergien: Ausschlussdiät statt Bluttest

25:48 – Der naturalistische Fehlschluss: Warum "natürlich" nicht automatisch besser ist

28:05 – Omega-3 ist nicht gleich Omega-3

30:09 – Der Preis-Mythos: Warum teuer nicht hochwertig heißt

33:26 – Die Grenzen der Stiftung Warentest selbst

36:45 – Wenn Hunde sich holen, was ihnen fehlt

38:51 – Wie Jule & Dennis ihre eigenen Hunde füttern

44:29 – Drei Kernfragen für den Futterkauf

48:54 – Der neue Kurs & Abschluss
40 Minuten
What the fuck?! Ich bin sauer. Und zwar richtig.

Eine Hundebegegnung im Wald, zwei Minuten erbetene Rücksichtnahme – und ein Mensch, der entscheidet, dass unsere Grenze für ihn nicht zählt.

In dieser Folge nehme ich die Situation auseinander: Was bedeutet es eigentlich, einem Hund Raum zu geben? Wann ist eine Hundebegegnung wirklich Training – und wann schlicht Überforderung? Warum kann Ausweichen eine verdammt kompetente Entscheidung sein? Und was passiert, wenn unser Handlungsspielraum immer kleiner wird?

Dabei wende ich mein Rot-Gelb-Grün-Prinzip nicht nur auf Hunde an, sondern auch auf mich selbst: Wann war ich noch handlungsfähig? Wann brauchte ich Kooperation? Wann entstand Ohnmacht – und warum wurde ich schließlich laut?

Es geht um Führung und Selbstführung, Grenzen und Grenzüberschreitungen, Rücksichtnahme auf andere Mensch-Hund-Teams und um die feinen Signale, die lange vor einer Eskalation da sind. Denn kein Hund wird einfach aus dem Nichts laut. 

Die Frage dieser Folge: Was passiert, bevor jemand laut wird – dein Hund, der Hund gegenüber oder vielleicht auch du selbst?

00:00 – What the fuck?! Warum sind Hundehalter so?

01:18 – Was passiert ist

08:58 – „Auch eine Hundeschule muss das können“

13:13 – Kompetenz entsteht nicht durch Aushalten

15:42 – Rot-Gelb-Grün: Wann Lernen möglich ist

17:57 – Warum Ausweichen kein Versagen ist

21:05 – Führung und Selbstführung

21:30 – Wie geht es eigentlich dem anderen Hund?

26:43 – Rot-Gelb-Grün auf mich selbst angewendet

30:54 – „Arschloch“ und meine eigene Verantwortung

32:00 – Was bedeutet es, Raum zu haben?

33:25 – Grenzen, Ohnmacht und die Mann-Frau-Ebene

36:36 – Die feinen Signale unserer Hunde

38:41 – Was passiert, bevor jemand laut wird?
30 Minuten
„Der Malinois von meinem Bekannten ist 13 Wochen alt, läuft durch Köln und es ist überhaupt kein Problem.“

Diese Frage kam diese Woche in meiner Welpengruppe – verbunden mit der Sorge: Jule, machen wir vielleicht zu wenig?

Und ich finde diese Sorge richtig wichtig.

Denn wenn wir sagen: „Geh mit deinem Welpen nicht einfach spazieren“, meinen wir nicht: Bleib zu Hause und mach bloß nichts mit deinem Hund.

Ganz im Gegenteil.

Wir überlegen ziemlich genau, was ein junger Hund wann und wie kennenlernen und lernen soll – und vor allem in welchem Kontext.

In dieser Folge spreche ich darüber,

– was heißt eigentlich„es läuft gut“?,

– warum klassische Spaziergänge gerade am Anfang schnell zu ziemlich schlechten Trainingssituationen werden,

– wie dein Hund Umwelt erleben kann, ohne jedem Reiz hinterherzulaufen,

– warum Beobachten und Nichtstun wichtige Fähigkeiten sind,

– wie wir Abschalttraining aufbauen,

– wann Leinenführung sinnvoll trainiert werden kann,

– warum Wiederholung auch das verstärkt, was wir eigentlich gar nicht haben wollen,

– wie du deinen Hund gezielt auf DEIN späteres Leben vorbereitest,

– und wie dir unser Grün-Gelb-Rot-Modell dabei hilft, Überforderung frühzeitig zu erkennen.

Außerdem erzähle ich von Sandra und ihrem Dackel Buddy. Sandras Ziel war von Anfang an klar: Sie möchte mit ihrem Hund entspannt mit dem Zug nach Paris fahren und dort ihre Tochter besuchen.

Also haben wir nicht darauf gewartet, dass Buddy irgendwann zufällig „alltagstauglich“ wird. Wir haben überlegt, was er dafür können und aushalten muss – und genau diese einzelnen Fähigkeiten Schritt für Schritt aufgebaut.

Darum geht es mir in dieser Folge: genau zu wissen, was du machst – und achtsam damit zu sein, was du noch nicht machst, damit du dir nichts verbaust.

00:00 Der Malinois läuft durch Köln – machen wir zu wenig?

01:29 Was heißt eigentlich „Es läuft gut“?

02:13 Warum wir nicht einfach spazieren gehen

05:36 Abschalttraining: Umwelt erleben statt Reizen hinterherlaufen

09:35 Erst beobachten, dann die Umwelt aktiv erkunden

13:35 Wann und wo Leinenführung trainieren?

15:23 Sandra & Buddy: Schritt für Schritt bis nach Paris

20:23 Wiederholung ist Verstärkung

22:55 Bereite deinen Hund auf DEIN Leben vor

25:50 Grün, Gelb, Rot: Wann Lernen möglich ist
1 Stunde 5 Minuten
Warum zeigt ein Hund plötzlich wieder Verhalten, das längst überwunden schien?

Togo reagiert bei Hundebegegnungen wieder heftig, bisherige Lösungen funktionieren nicht mehr und Elli spürt: Irgendetwas hat sich verändert. Gemeinsam mit Annett und Jule schaut sie nicht nur auf das sichtbare Verhalten, sondern auf Togos Geschichte, frühere Verluste und eine neue Veränderung in Ellis Leben.

Eine persönliche Folge über zeitversetzte Reaktionen, Beziehungsaufbau, gemeinsame Erfahrungen und die Frage, was Hunde uns mit ihrem Verhalten eigentlich mitteilen.

www.dertutwas.de

00:00 – Zum ersten Mal zu dritt im Podcast

Elli, Annett und Jule erzählen eine Geschichte, deren Ausgang Jule selbst noch nicht kennt.

01:08 – Togo zeigt plötzlich wieder altes Verhalten

Hundebegegnungen eskalieren und eine bisher verlässliche Lösung funktioniert nicht mehr.

05:35 – Elli braucht einen Blick von außen

Verhaltensveränderung, alte Muster und die Frage: Was stimmt gerade nicht?

06:24 – Hundetausch auf dem Hundeplatz

Annett arbeitet mit Togo, Elli mit Balou – und beide Hunde zeigen neue Seiten.

11:04 – Was ein anderer Mensch aus dem eigenen Hund herausholen kann

Togo lässt sich auf Annett ein – solange Elli nicht sichtbar ist.

15:39 – Motivation statt Zwang

Was Togo braucht, um über seinen Schatten zu springen.

19:07 – Elli arbeitet mit Balou

Andere Regeln, anderes Tempo und eine sehr begehrte Hetzangel.

21:05 – Balou zeigt, dass etwas vergessen wurde

Warum es sich lohnt, das Verhalten des Hundes ernst zu nehmen.

24:30 – Vom Hundetraining ins eigentliche Gespräch

Mögliche Ursachen werden gesammelt und nach und nach überprüft.

28:26 – Togo hat schon einmal eine Trennung erlebt

Ein früherer Partner verschwand vollständig aus seinem Leben.

30:46 – Was Ellis eigener Schmerz mit Togo zu tun haben könnte

Der Mann war schon einmal da – und sein Weggehen hatte Elli tief getroffen.

32:36 – Weshalb Togo damals aus dem Bett auszog

Eine abrupte Veränderung, die aus seiner Perspektive mit diesem Mann verbunden sein könnte.

35:31 – Hunde verlieren ebenfalls Bezugspersonen

Warum nicht nur die Gefühle des Menschen, sondern auch die Beziehung des Hundes zählen.

38:04 – Togo und der Mann in der Wohnung

Kontrolle, Nähe, Abgrenzung und die Frage, ob Togo ausgeschlossen werden sollte.

40:17 – Integrieren statt abschieben

Warum räumliche Trennung nicht automatisch die passende Lösung ist.

44:35 – Beziehung entsteht nicht nur durch Regeln

Gemeinsame Aktivitäten als Grundlage für Vertrauen und Verbindung.

48:32 – Spaß als Beziehungsmotor

Warum Menschen mit neuen Hunden nicht zuerst mit Training und strengen Regeln beginnen sollten.

49:54 – Der Praxistest: Togo und der Mann arbeiten gemeinsam

Elli bleibt ansprechbar, ohne die Begegnung vollständig zu kontrollieren.

55:02 – Ein neuer Mensch wird Teil des Alltags

Füttern, Gassigehen und kleine Aufgaben schaffen gemeinsame Beziehungserfahrungen.

56:23 – Nähe ermöglichen und trotzdem Grenzen setzen

Warum Elli bestimmte Konflikte zunächst noch selbst regelt.

57:20 – Eine Trennung betrifft auch die Hunde

Beziehungen zwischen Menschen verändern ganze soziale Systeme.

58:39 – Auch Hundetrainerinnen brauchen Unterstützung

Fragen, Spiegelung und der Blick eines Menschen, der Hund und Halterin kennt.

59:24 – Hunde reagieren manchmal zeitversetzt

Warum die Ursache einer Verhaltensveränderung nicht immer unmittelbar davor liegt.

01:00:35 – Raus aus dem eigenen Gedankentunnel

Der Wert von Austausch, verschiedenen Hypothesen und neuen Perspektiven.

01:04:34 – Was ein gutes Team ausmacht

Ein persönlicher Abschluss über Vertrauen, Freundschaft und gemeinsames Denken.
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Über diesen Podcast

DER TUT WAS Podcast – was Hunde sichtbar machen ist für Menschen, die ihren Hund lieben, aber ihn nicht immer verstehen. Jule Rettberg spricht über Hunde als Sozialpartner, über Bedürfnisse, Grenzen, Überforderung, Beziehung, Alltag und das, was Verhalten sichtbar macht. Kein Sitz-Platz-Fuß-Podcast, keine schnellen 5 Tipps, kein „Der Hund muss funktionieren“. Sondern ehrliche Gedanken, Geschichten aus der Hundeschule und neue Blickwinkel auf Mensch und Hund.
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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