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  3. DER TUT WAS Podcast - was Hunde sichtbar machen Podcast

Episoden

31 Minuten
Dein Hund findet den Futterbeutel langweilig, läuft zwar hinterher, bringt ihn aber nicht zurück – oder möchte ihn auf keinen Fall wieder hergeben?

Dann geht es wahrscheinlich noch gar nicht ums Apportieren.

In dieser Folge erfährst du, wie der Futterbeutel für deinen Hund zunächst überhaupt Bedeutung bekommt und warum du nicht mit „Bring“ und „Aus“ starten solltest. Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie aus einem Stoffbeutel eine sinnvolle, definierte Beute werden kann: vom Füttern aus dem Beutel über die ersten gemeinsamen Spiele bis hin zu Regeln, Kooperation und Jagdkontrolle.

Außerdem sprechen wir darüber, warum Beute sich vom Hund wegbewegen muss, weshalb mehrere Futterbeutel Konflikte verhindern können und wann du bei Ressourcenverteidigung unbedingt aufhören solltest, allein weiterzuprobieren.

Denn gute Futterbeutelarbeit beginnt nicht damit, dass dein Hund dir etwas perfekt in die Hand legt. Sie beginnt mit Bedeutung, gemeinsamer Freude, Kommunikation und der Erfahrung: Mit meinem Menschen kann ich sinnvoll Beute machen.

Timestamps/Kapitelmarken:

00:00 – Warum dein Hund nicht einfach „keine Lust aufs Apportieren“ hat

00:36 – Der Hund als Beutegreifer und die Idee einer sinnvollen Ersatzbeute

01:57 – Warum das Futter dem Beutel einen echten Wert gibt

03:02 – Objektfixierung ist nicht dasselbe wie Beziehung

03:52 – Warum der Futterbeutel ein Hundeleben lang wichtig bleiben darf

04:22 – Frühe Prägung und Parallelen zur jagdlichen Ausbildung

06:00 – Schritt 1: Den Napf durch den Futterbeutel ersetzen

08:30 – Schritt 2: Draußen füttern, ohne etwas zu verlangen

09:36 – Schritt 3: Erste Spiele – und warum Beute vom Hund wegläuft

10:23 – Es geht noch nicht ums Zurückbringen

11:39 – Gemeinsames Spiel, Beziehung und erste Regeln

15:09 – Warum du mehrere Futterbeutel brauchst

17:19 – Ressourcenverteidigung: Wann es gefährlich werden kann

18:09 – Kein Tauschen, kein Zwang: Abgeben beginnt im Kopf

19:53 – Leine und Management, wenn dein Hund mit dem Beutel abhaut

23:07 – Die Futterbeutelarbeit von der Wohnung nach draußen übertragen

24:27 – Wie aus der definierten Beute Jagdkontrolle entstehen kann

26:52 – Das klare Ende: Beute machen, fressen und ruhen

29:01 – Motivation statt Futterbeutel-Junkie

30:00 – Alle Schritte noch einmal im Überblick
15 Minuten
Wann solltest du deinem Hund helfen – und wann ist es besser, ihn etwas selbst lösen zu lassen?

Darauf gibt es keine pauschale Antwort.

Denn manchmal braucht dein Hund die Möglichkeit, auszuprobieren, Fehler zu machen und selbst eine Lösung zu finden. Genau daraus können Selbstwirksamkeit, Selbstvertrauen und echte Lernprozesse entstehen.

Und manchmal versucht dein Hund längst, dir zu sagen: „Ich kann das gerade nicht. Hilf mir.“ Nur bekommen wir Menschen diese Kommunikation nicht immer mit.

In dieser Folge geht es darum, warum wir in Lernsituationen häufig zu früh eingreifen – und in schwierigen Alltagssituationen oft viel zu spät.

Ich erzähle dir unter anderem von einer Hundebegegnung, bei der vermeintlich schlechte Leinenführigkeit eigentlich Kommunikation war, von Futterbeuteln, die auch mal zu schwer versteckt sein dürfen, und von Ashoka, der mich wegen drei heruntergefallener Maiswaffeln um Hilfe gebeten hat.

Die wichtigste Frage ist nicht: „Soll ich meinem Hund helfen oder nicht?“

Sondern: Was ist das hier gerade für eine Situation – eine Lernchance oder ein Moment, in dem mein Hund meine Unterstützung braucht?

Kapitelmarken

00:00 Wann helfen – wann selbst lösen lassen?

00:30 Lernumfeld oder Alltagssituation?

01:18 Warum Fehler Helfer sind

03:40 Beispiel: Sitz, Bleib und Futterbeutel

05:09 Wann Hilfe beim Lernen sinnvoll wird

06:25 Warum wir im Alltag oft zu spät helfen

08:13 Was macht das mit der Beziehung?

09:45 Ashoka und die Maiswaffeln

12:38 Was du aus der Folge mitnehmen solltest

14:34 Wenn Hunde gelernt haben, nach Hilfe zu fragen
32 Minuten
Wie krass genial ein Futterbeutel eigentlich ist, wurde mir bei einer ziemlich simplen Waldrunde mit Shoki nochmal bewusst.

Denn während wir eigentlich einfach gemeinsam Spaß hatten, brauchten wir plötzlich all das, was Hunde oft jahrelang einzeln „trainieren“:

Sitzen und warten.

Distanz aushalten.

Impulskontrolle.

Rückruf.

Frustrationstoleranz.

Orientierung.

Freigabe.

Selbstständiges Arbeiten.

Ressourcen abgeben.

Und immer wieder miteinander kommunizieren.

Nur war nichts davon Selbstzweck.

All diese Fähigkeiten waren Teil einer echten gemeinsamen Aufgabe: unserer Ersatzjagd.

In dieser Folge geht es deshalb nicht nur um Futterbeutel. Es geht um die Frage, was nach dem Erlernen der Grundlagen eigentlich kommen sollte.

Warum lassen wir erwachsene Hunde immer wieder das ABC schreiben, obwohl sie längst komplexere Aufgaben lösen könnten?

Ich spreche darüber,

warum Futterbeutelarbeit für mich kein klassisches Belohnungssystem ist,

wie aus einzelnen Übungen sinnvolle Absprachen werden,

warum Management und Verantwortung Voraussetzung für Freiheit sind,

was Selbstwirksamkeit gerade auch für ältere Hunde bedeuten kann,

warum Ersatzjagd natürliche Bedürfnisse aufgreift,

weshalb ein Hund den Futterbeutel nicht apportieren muss, damit die Arbeit wertvoll ist,

was das freiwillige Abgeben einer Ressource mit Kooperation und Rollenklarheit zu tun haben kann,

warum Fehler für Entwicklung notwendig sind,

und warum ich mir wünsche, dass Mensch und Hund draußen nicht einfach nur dieselbe Strecke laufen, sondern wirklich gemeinsam unterwegs sind.

Und ganz nebenbei erzähle ich auch, warum meine eigenen Aufgaben eher simpel sind und ich ziemlich froh bin, dass Elli und Annett mit dem Dummy Adventure an deutlich kreativeren Herausforderungen arbeiten.

Vielleicht fragst du dich nach dieser Folge beim nächsten Spaziergang nicht mehr nur:

„Was muss mein Hund heute üben?“

Sondern:

„Was könnten wir heute gemeinsam erleben?“

Kapitel / Timestamps

00:00 Warum der Futterbeutel so krass genial ist

00:28 Was ist eigentlich ein Futterbeutel?

01:16 Mit Shoki im Wald: Unsere Ersatzjagd beginnt

02:55 Wie viel „Training“ plötzlich nebenbei passiert

03:29 Futterbeutel verstecken – und erstmal weitergehen

05:13 Erst Verantwortung übernehmen, dann loslassen

06:21 Management: Was kann mein Hund wirklich leisten?

07:31 Blickkontakt, Freigabe und Verantwortung übergeben

08:19 Suchen, finden und freiwillig abgeben

09:35 Selbstwirksamkeit – gerade auch für einen alten Hund

10:51 Die Beute wird gefressen

11:25 Wie komplex eine simple Futterbeutelrunde eigentlich ist

13:55 Warum wir mit erwachsenen Hunden nicht ständig das ABC üben sollten

17:25 Bei Shoki geht es nicht mehr um Erziehung, sondern Beziehung

19:59 Warum Ersatzjagd so viel mehr ist als Beschäftigung

22:52 Der Hund muss den Futterbeutel nicht apportieren

24:18 Was passiert, wenn der Hund seine Beute freiwillig abgibt?

27:59 Warum die Fütterung die Ersatzjagd abschließt

29:31 Gehen wir wirklich gemeinsam mit unserem Hund spazieren?

30:55 Outro
52 Minuten
Trockenfutter kaufen, Sack umdrehen, Rückseite lesen, fertig – so einfach ist es leider nicht. Jule spricht mit Futter-Dennis darüber, warum Zutatenlisten, Prozentangaben und Nährstofftabellen auf Verpackungen oft weniger verraten, als man denkt: von versteckten Kohlenhydraten über schwankende Zusatzstoffgehalte bis zu der Frage, warum ein teures Futter nicht automatisch das bessere ist. Es geht nicht darum, Trockenfutter schlechtzureden – Jule und Dennis füttern es selbst –, sondern darum, wie du als Halter:in eine informierte statt eine gefühlte Entscheidung triffst. Und warum echte Sicherheit am Ende weniger mit Marketing und mehr mit unabhängigen Messwerten zu tun hat.

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00:00 – Intro & Rückblick auf die letzte Folge

01:04 – "Ich lese doch die Rückseite" – der Alltagsglaube ans Etikett

02:09 – Wie wenig die Verpackung wirklich über Qualität verrät

04:04 – Zutatenliste & Splitting: Wenn Kohlenhydrate sich hinter Fleisch verstecken

09:08 – Zusatzstoffe, Chargenschwankungen & die Kupfer-Warnung

16:07 – Bioverfügbarkeit: Warum nicht jede Kupferverbindung gleich wirkt

20:14 – Monoprotein-Etiketten & Stiftung Warentest als Maßstab

23:29 – Allergien: Ausschlussdiät statt Bluttest

25:48 – Der naturalistische Fehlschluss: Warum "natürlich" nicht automatisch besser ist

28:05 – Omega-3 ist nicht gleich Omega-3

30:09 – Der Preis-Mythos: Warum teuer nicht hochwertig heißt

33:26 – Die Grenzen der Stiftung Warentest selbst

36:45 – Wenn Hunde sich holen, was ihnen fehlt

38:51 – Wie Jule & Dennis ihre eigenen Hunde füttern

44:29 – Drei Kernfragen für den Futterkauf

48:54 – Der neue Kurs & Abschluss
40 Minuten
What the fuck?! Ich bin sauer. Und zwar richtig.

Eine Hundebegegnung im Wald, zwei Minuten erbetene Rücksichtnahme – und ein Mensch, der entscheidet, dass unsere Grenze für ihn nicht zählt.

In dieser Folge nehme ich die Situation auseinander: Was bedeutet es eigentlich, einem Hund Raum zu geben? Wann ist eine Hundebegegnung wirklich Training – und wann schlicht Überforderung? Warum kann Ausweichen eine verdammt kompetente Entscheidung sein? Und was passiert, wenn unser Handlungsspielraum immer kleiner wird?

Dabei wende ich mein Rot-Gelb-Grün-Prinzip nicht nur auf Hunde an, sondern auch auf mich selbst: Wann war ich noch handlungsfähig? Wann brauchte ich Kooperation? Wann entstand Ohnmacht – und warum wurde ich schließlich laut?

Es geht um Führung und Selbstführung, Grenzen und Grenzüberschreitungen, Rücksichtnahme auf andere Mensch-Hund-Teams und um die feinen Signale, die lange vor einer Eskalation da sind. Denn kein Hund wird einfach aus dem Nichts laut. 

Die Frage dieser Folge: Was passiert, bevor jemand laut wird – dein Hund, der Hund gegenüber oder vielleicht auch du selbst?

00:00 – What the fuck?! Warum sind Hundehalter so?

01:18 – Was passiert ist

08:58 – „Auch eine Hundeschule muss das können“

13:13 – Kompetenz entsteht nicht durch Aushalten

15:42 – Rot-Gelb-Grün: Wann Lernen möglich ist

17:57 – Warum Ausweichen kein Versagen ist

21:05 – Führung und Selbstführung

21:30 – Wie geht es eigentlich dem anderen Hund?

26:43 – Rot-Gelb-Grün auf mich selbst angewendet

30:54 – „Arschloch“ und meine eigene Verantwortung

32:00 – Was bedeutet es, Raum zu haben?

33:25 – Grenzen, Ohnmacht und die Mann-Frau-Ebene

36:36 – Die feinen Signale unserer Hunde

38:41 – Was passiert, bevor jemand laut wird?
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Über diesen Podcast

DER TUT WAS Podcast – was Hunde sichtbar machen ist für Menschen, die ihren Hund lieben, aber ihn nicht immer verstehen. Jule Rettberg spricht über Hunde als Sozialpartner, über Bedürfnisse, Grenzen, Überforderung, Beziehung, Alltag und das, was Verhalten sichtbar macht. Kein Sitz-Platz-Fuß-Podcast, keine schnellen 5 Tipps, kein „Der Hund muss funktionieren“. Sondern ehrliche Gedanken, Geschichten aus der Hundeschule und neue Blickwinkel auf Mensch und Hund.
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„DER TUT WAS Podcast - was Hunde sichtbar machen“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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