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DER TUT WAS Podcast - was Hunde sichtbar machen Archiv

12 Episoden
55 Minuten
Früher haben Wencke und Snorre beim Spaziergang beide an der Leine gezogen. Heute bleibt Snorre manchmal stehen, schaut Wencke an und zeigt ihr, dass er lieber einen anderen Weg nehmen würde. Und Wencke hört hin.

In dieser Folge von DER TUT WAS – Was Hunde sichtbar machen erzählt Wencke, wie sich ihr Blick auf ihren sensiblen Parson Russell Terrier verändert hat. Sie spricht mit Jule über ihre ersten Erfahrungen in einer Hundeschule, in der mit Druck und Gewalt gearbeitet wurde, und darüber, wie schwer es ihr danach fiel, dem eigenen Gefühl wieder zu trauen.

Die beiden sprechen darüber, wie Wencke gelernt hat, Snorres Signale früher zu erkennen, ihm an der Leine mehr Raum zu geben und für ihn Grenzen zu setzen, wenn andere Menschen sich einmischen. Und sie erzählen von den kleinen Momenten, in denen sich das gewachsene Vertrauen zeigt. Zum Beispiel, als Snorre plötzlich einem Kater gegenüberstand und auf Wenckes Ruf tatsächlich umkehrte.

Eine Folge für alle, die im Alltag mit ihrem Hund schon einiges ausprobiert haben und sich fragen, ob sie noch mal anders anfangen können.

Mehr über die Hundeschule DER TUT WAS und das Kennenlerngespräch findest du auf www.dertutwas.de.

00:00 Wencke und Snorre

07:06 Fehler machen dürfen

12:21 Warum Wencke die Hundeschule verließ

16:56 Der erste Termin bei DER TUT WAS

19:06 Mehr Raum an der Leine

22:28 Für den eigenen Hund Grenzen setzen

26:44 Wie Snorre zeigt, was er braucht

32:55 Urlaub mit Hund im Camper

41:18 Snorre und der Kater

47:19 Was Wencke anderen mitgeben möchte
27 Minuten
Fünf Dinge, die ich heute nie wieder tun würde.

Heute wird es persönlich.

Ich erzähle euch von fünf Dingen, die ich mit meiner ersten Hündin Momo gemacht habe und bei denen ich heute ganz klar sagen würde: Das würde ich nie wieder tun.

Ich habe ihr Futter an Gehorsam geknüpft. Ich habe sie aus Wut und Empörung körperlich „unterworfen“. Ich habe sie mit einem Spiel immer weiter hochgedreht, obwohl ihre Kommunikation längst gezeigt hat, dass etwas nicht stimmt. Ich habe Futterentzug als Strafe eingesetzt. Und ich habe sie auf Anweisung eines vermeintlichen Experten angebunden, allein gelassen und bin schließlich sogar mit dem Auto weggefahren.

Manches davon habe ich aus Überzeugung getan. Manches, weil ich es so gelernt habe. Und manches, obwohl sich mein eigenes Gefühl schon damals dagegen gewehrt hat.

Hinter diesen völlig unterschiedlichen Methoden steckte für mich rückblickend immer dieselbe Vorstellung: Mein Hund weiß, was ich will. Wenn er es trotzdem nicht tut, dann widersetzt er sich – und ich muss konsequenter oder härter werden.

Heute stelle ich andere Fragen:

Kann mein Hund das gerade überhaupt? Was hat er verstanden? Wie hoch ist seine Erregung? Welche Bedürfnisse spielen eine Rolle? Was habe ich trainiert – und was vielleicht nicht gut genug gemanagt?

Und vor allem:

Was braucht mein Hund, um sich anders verhalten zu können?

Eine sehr persönliche Folge über Fehler, Verantwortung, Hundeerziehung und darüber, wie sehr sich der Blick auf einen Hund verändern kann.

Timestamps

00:00 Heute wird’s persönlich 

01:02 Futter nur gegen Leistung – Nahrung als Druckmittel 

05:09 „Unterwerfung“ – als Empörung zu körperlicher Gewalt wurde 

09:37 Der Leuchtturm – wie ich Momo immer weiter hochgedreht habe 

14:50 Futterentzug als Strafe 

19:27 Festbinden, weggehen, wegfahren – die Geschichte, die mir heute am schwersten fällt 

24:18 Was hinter all diesen Methoden steckte – und was ich heute anders mache
13 Minuten
Warum ist die Arbeit mit dem Futterbeutel etwas anderes, als einen Hund mit Leckerchen zu belohnen? Ich spreche über Jagdverhalten und Ersatzjagd, intrinsische und extrinsische Motivation und darüber, warum Verhalten oft nur die sichtbare Spitze des Eisbergs ist.

Außerdem geht es um die Frage, warum im Futterbeutel überhaupt Futter steckt – und welche Bedeutung das Essen am Ende einer Jagdsequenz hat.

Kapitel

00:00 Futterbeutel oder Leckerchen?

01:13 Jagdverhalten ist bereits im Hund angelegt

03:19 Spiel, Jagd und Beutegreifen

04:19 Warum Futterbeutel statt Leckerchen?

05:23 Intrinsische und extrinsische Motivation

06:35 Mein 5-Meter-Turm

08:46 Das Eisbergmodell: Verhalten ist nur die Spitze

09:48 Bedürfnisse und Emotionen hinter Verhalten

11:49 Warum wir mit Ersatzjagd arbeiten

12:53 Jagen, Beute machen, essen, Ruhe
31 Minuten
Dein Hund findet den Futterbeutel langweilig, läuft zwar hinterher, bringt ihn aber nicht zurück – oder möchte ihn auf keinen Fall wieder hergeben?

Dann geht es wahrscheinlich noch gar nicht ums Apportieren.

In dieser Folge erfährst du, wie der Futterbeutel für deinen Hund zunächst überhaupt Bedeutung bekommt und warum du nicht mit „Bring“ und „Aus“ starten solltest. Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie aus einem Stoffbeutel eine sinnvolle, definierte Beute werden kann: vom Füttern aus dem Beutel über die ersten gemeinsamen Spiele bis hin zu Regeln, Kooperation und Jagdkontrolle.

Außerdem sprechen wir darüber, warum Beute sich vom Hund wegbewegen muss, weshalb mehrere Futterbeutel Konflikte verhindern können und wann du bei Ressourcenverteidigung unbedingt aufhören solltest, allein weiterzuprobieren.

Denn gute Futterbeutelarbeit beginnt nicht damit, dass dein Hund dir etwas perfekt in die Hand legt. Sie beginnt mit Bedeutung, gemeinsamer Freude, Kommunikation und der Erfahrung: Mit meinem Menschen kann ich sinnvoll Beute machen.

Timestamps/Kapitelmarken:

00:00 – Warum dein Hund nicht einfach „keine Lust aufs Apportieren“ hat

00:36 – Der Hund als Beutegreifer und die Idee einer sinnvollen Ersatzbeute

01:57 – Warum das Futter dem Beutel einen echten Wert gibt

03:02 – Objektfixierung ist nicht dasselbe wie Beziehung

03:52 – Warum der Futterbeutel ein Hundeleben lang wichtig bleiben darf

04:22 – Frühe Prägung und Parallelen zur jagdlichen Ausbildung

06:00 – Schritt 1: Den Napf durch den Futterbeutel ersetzen

08:30 – Schritt 2: Draußen füttern, ohne etwas zu verlangen

09:36 – Schritt 3: Erste Spiele – und warum Beute vom Hund wegläuft

10:23 – Es geht noch nicht ums Zurückbringen

11:39 – Gemeinsames Spiel, Beziehung und erste Regeln

15:09 – Warum du mehrere Futterbeutel brauchst

17:19 – Ressourcenverteidigung: Wann es gefährlich werden kann

18:09 – Kein Tauschen, kein Zwang: Abgeben beginnt im Kopf

19:53 – Leine und Management, wenn dein Hund mit dem Beutel abhaut

23:07 – Die Futterbeutelarbeit von der Wohnung nach draußen übertragen

24:27 – Wie aus der definierten Beute Jagdkontrolle entstehen kann

26:52 – Das klare Ende: Beute machen, fressen und ruhen

29:01 – Motivation statt Futterbeutel-Junkie

30:00 – Alle Schritte noch einmal im Überblick
32 Minuten
Wie krass genial ein Futterbeutel eigentlich ist, wurde mir bei einer ziemlich simplen Waldrunde mit Shoki nochmal bewusst.

Denn während wir eigentlich einfach gemeinsam Spaß hatten, brauchten wir plötzlich all das, was Hunde oft jahrelang einzeln „trainieren“:

Sitzen und warten.

Distanz aushalten.

Impulskontrolle.

Rückruf.

Frustrationstoleranz.

Orientierung.

Freigabe.

Selbstständiges Arbeiten.

Ressourcen abgeben.

Und immer wieder miteinander kommunizieren.

Nur war nichts davon Selbstzweck.

All diese Fähigkeiten waren Teil einer echten gemeinsamen Aufgabe: unserer Ersatzjagd.

In dieser Folge geht es deshalb nicht nur um Futterbeutel. Es geht um die Frage, was nach dem Erlernen der Grundlagen eigentlich kommen sollte.

Warum lassen wir erwachsene Hunde immer wieder das ABC schreiben, obwohl sie längst komplexere Aufgaben lösen könnten?

Ich spreche darüber,

warum Futterbeutelarbeit für mich kein klassisches Belohnungssystem ist,

wie aus einzelnen Übungen sinnvolle Absprachen werden,

warum Management und Verantwortung Voraussetzung für Freiheit sind,

was Selbstwirksamkeit gerade auch für ältere Hunde bedeuten kann,

warum Ersatzjagd natürliche Bedürfnisse aufgreift,

weshalb ein Hund den Futterbeutel nicht apportieren muss, damit die Arbeit wertvoll ist,

was das freiwillige Abgeben einer Ressource mit Kooperation und Rollenklarheit zu tun haben kann,

warum Fehler für Entwicklung notwendig sind,

und warum ich mir wünsche, dass Mensch und Hund draußen nicht einfach nur dieselbe Strecke laufen, sondern wirklich gemeinsam unterwegs sind.

Und ganz nebenbei erzähle ich auch, warum meine eigenen Aufgaben eher simpel sind und ich ziemlich froh bin, dass Elli und Annett mit dem Dummy Adventure an deutlich kreativeren Herausforderungen arbeiten.

Vielleicht fragst du dich nach dieser Folge beim nächsten Spaziergang nicht mehr nur:

„Was muss mein Hund heute üben?“

Sondern:

„Was könnten wir heute gemeinsam erleben?“

Kapitel / Timestamps

00:00 Warum der Futterbeutel so krass genial ist

00:28 Was ist eigentlich ein Futterbeutel?

01:16 Mit Shoki im Wald: Unsere Ersatzjagd beginnt

02:55 Wie viel „Training“ plötzlich nebenbei passiert

03:29 Futterbeutel verstecken – und erstmal weitergehen

05:13 Erst Verantwortung übernehmen, dann loslassen

06:21 Management: Was kann mein Hund wirklich leisten?

07:31 Blickkontakt, Freigabe und Verantwortung übergeben

08:19 Suchen, finden und freiwillig abgeben

09:35 Selbstwirksamkeit – gerade auch für einen alten Hund

10:51 Die Beute wird gefressen

11:25 Wie komplex eine simple Futterbeutelrunde eigentlich ist

13:55 Warum wir mit erwachsenen Hunden nicht ständig das ABC üben sollten

17:25 Bei Shoki geht es nicht mehr um Erziehung, sondern Beziehung

19:59 Warum Ersatzjagd so viel mehr ist als Beschäftigung

22:52 Der Hund muss den Futterbeutel nicht apportieren

24:18 Was passiert, wenn der Hund seine Beute freiwillig abgibt?

27:59 Warum die Fütterung die Ersatzjagd abschließt

29:31 Gehen wir wirklich gemeinsam mit unserem Hund spazieren?

30:55 Outro
52 Minuten
Trockenfutter kaufen, Sack umdrehen, Rückseite lesen, fertig – so einfach ist es leider nicht. Jule spricht mit Futter-Dennis darüber, warum Zutatenlisten, Prozentangaben und Nährstofftabellen auf Verpackungen oft weniger verraten, als man denkt: von versteckten Kohlenhydraten über schwankende Zusatzstoffgehalte bis zu der Frage, warum ein teures Futter nicht automatisch das bessere ist. Es geht nicht darum, Trockenfutter schlechtzureden – Jule und Dennis füttern es selbst –, sondern darum, wie du als Halter:in eine informierte statt eine gefühlte Entscheidung triffst. Und warum echte Sicherheit am Ende weniger mit Marketing und mehr mit unabhängigen Messwerten zu tun hat.

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00:00 – Intro & Rückblick auf die letzte Folge

01:04 – "Ich lese doch die Rückseite" – der Alltagsglaube ans Etikett

02:09 – Wie wenig die Verpackung wirklich über Qualität verrät

04:04 – Zutatenliste & Splitting: Wenn Kohlenhydrate sich hinter Fleisch verstecken

09:08 – Zusatzstoffe, Chargenschwankungen & die Kupfer-Warnung

16:07 – Bioverfügbarkeit: Warum nicht jede Kupferverbindung gleich wirkt

20:14 – Monoprotein-Etiketten & Stiftung Warentest als Maßstab

23:29 – Allergien: Ausschlussdiät statt Bluttest

25:48 – Der naturalistische Fehlschluss: Warum "natürlich" nicht automatisch besser ist

28:05 – Omega-3 ist nicht gleich Omega-3

30:09 – Der Preis-Mythos: Warum teuer nicht hochwertig heißt

33:26 – Die Grenzen der Stiftung Warentest selbst

36:45 – Wenn Hunde sich holen, was ihnen fehlt

38:51 – Wie Jule & Dennis ihre eigenen Hunde füttern

44:29 – Drei Kernfragen für den Futterkauf

48:54 – Der neue Kurs & Abschluss
30 Minuten
„Der Malinois von meinem Bekannten ist 13 Wochen alt, läuft durch Köln und es ist überhaupt kein Problem.“

Diese Frage kam diese Woche in meiner Welpengruppe – verbunden mit der Sorge: Jule, machen wir vielleicht zu wenig?

Und ich finde diese Sorge richtig wichtig.

Denn wenn wir sagen: „Geh mit deinem Welpen nicht einfach spazieren“, meinen wir nicht: Bleib zu Hause und mach bloß nichts mit deinem Hund.

Ganz im Gegenteil.

Wir überlegen ziemlich genau, was ein junger Hund wann und wie kennenlernen und lernen soll – und vor allem in welchem Kontext.

In dieser Folge spreche ich darüber,

– was heißt eigentlich„es läuft gut“?,

– warum klassische Spaziergänge gerade am Anfang schnell zu ziemlich schlechten Trainingssituationen werden,

– wie dein Hund Umwelt erleben kann, ohne jedem Reiz hinterherzulaufen,

– warum Beobachten und Nichtstun wichtige Fähigkeiten sind,

– wie wir Abschalttraining aufbauen,

– wann Leinenführung sinnvoll trainiert werden kann,

– warum Wiederholung auch das verstärkt, was wir eigentlich gar nicht haben wollen,

– wie du deinen Hund gezielt auf DEIN späteres Leben vorbereitest,

– und wie dir unser Grün-Gelb-Rot-Modell dabei hilft, Überforderung frühzeitig zu erkennen.

Außerdem erzähle ich von Sandra und ihrem Dackel Buddy. Sandras Ziel war von Anfang an klar: Sie möchte mit ihrem Hund entspannt mit dem Zug nach Paris fahren und dort ihre Tochter besuchen.

Also haben wir nicht darauf gewartet, dass Buddy irgendwann zufällig „alltagstauglich“ wird. Wir haben überlegt, was er dafür können und aushalten muss – und genau diese einzelnen Fähigkeiten Schritt für Schritt aufgebaut.

Darum geht es mir in dieser Folge: genau zu wissen, was du machst – und achtsam damit zu sein, was du noch nicht machst, damit du dir nichts verbaust.

00:00 Der Malinois läuft durch Köln – machen wir zu wenig?

01:29 Was heißt eigentlich „Es läuft gut“?

02:13 Warum wir nicht einfach spazieren gehen

05:36 Abschalttraining: Umwelt erleben statt Reizen hinterherlaufen

09:35 Erst beobachten, dann die Umwelt aktiv erkunden

13:35 Wann und wo Leinenführung trainieren?

15:23 Sandra & Buddy: Schritt für Schritt bis nach Paris

20:23 Wiederholung ist Verstärkung

22:55 Bereite deinen Hund auf DEIN Leben vor

25:50 Grün, Gelb, Rot: Wann Lernen möglich ist
1 Stunde 5 Minuten
Warum zeigt ein Hund plötzlich wieder Verhalten, das längst überwunden schien?

Togo reagiert bei Hundebegegnungen wieder heftig, bisherige Lösungen funktionieren nicht mehr und Elli spürt: Irgendetwas hat sich verändert. Gemeinsam mit Annett und Jule schaut sie nicht nur auf das sichtbare Verhalten, sondern auf Togos Geschichte, frühere Verluste und eine neue Veränderung in Ellis Leben.

Eine persönliche Folge über zeitversetzte Reaktionen, Beziehungsaufbau, gemeinsame Erfahrungen und die Frage, was Hunde uns mit ihrem Verhalten eigentlich mitteilen.

www.dertutwas.de

00:00 – Zum ersten Mal zu dritt im Podcast

Elli, Annett und Jule erzählen eine Geschichte, deren Ausgang Jule selbst noch nicht kennt.

01:08 – Togo zeigt plötzlich wieder altes Verhalten

Hundebegegnungen eskalieren und eine bisher verlässliche Lösung funktioniert nicht mehr.

05:35 – Elli braucht einen Blick von außen

Verhaltensveränderung, alte Muster und die Frage: Was stimmt gerade nicht?

06:24 – Hundetausch auf dem Hundeplatz

Annett arbeitet mit Togo, Elli mit Balou – und beide Hunde zeigen neue Seiten.

11:04 – Was ein anderer Mensch aus dem eigenen Hund herausholen kann

Togo lässt sich auf Annett ein – solange Elli nicht sichtbar ist.

15:39 – Motivation statt Zwang

Was Togo braucht, um über seinen Schatten zu springen.

19:07 – Elli arbeitet mit Balou

Andere Regeln, anderes Tempo und eine sehr begehrte Hetzangel.

21:05 – Balou zeigt, dass etwas vergessen wurde

Warum es sich lohnt, das Verhalten des Hundes ernst zu nehmen.

24:30 – Vom Hundetraining ins eigentliche Gespräch

Mögliche Ursachen werden gesammelt und nach und nach überprüft.

28:26 – Togo hat schon einmal eine Trennung erlebt

Ein früherer Partner verschwand vollständig aus seinem Leben.

30:46 – Was Ellis eigener Schmerz mit Togo zu tun haben könnte

Der Mann war schon einmal da – und sein Weggehen hatte Elli tief getroffen.

32:36 – Weshalb Togo damals aus dem Bett auszog

Eine abrupte Veränderung, die aus seiner Perspektive mit diesem Mann verbunden sein könnte.

35:31 – Hunde verlieren ebenfalls Bezugspersonen

Warum nicht nur die Gefühle des Menschen, sondern auch die Beziehung des Hundes zählen.

38:04 – Togo und der Mann in der Wohnung

Kontrolle, Nähe, Abgrenzung und die Frage, ob Togo ausgeschlossen werden sollte.

40:17 – Integrieren statt abschieben

Warum räumliche Trennung nicht automatisch die passende Lösung ist.

44:35 – Beziehung entsteht nicht nur durch Regeln

Gemeinsame Aktivitäten als Grundlage für Vertrauen und Verbindung.

48:32 – Spaß als Beziehungsmotor

Warum Menschen mit neuen Hunden nicht zuerst mit Training und strengen Regeln beginnen sollten.

49:54 – Der Praxistest: Togo und der Mann arbeiten gemeinsam

Elli bleibt ansprechbar, ohne die Begegnung vollständig zu kontrollieren.

55:02 – Ein neuer Mensch wird Teil des Alltags

Füttern, Gassigehen und kleine Aufgaben schaffen gemeinsame Beziehungserfahrungen.

56:23 – Nähe ermöglichen und trotzdem Grenzen setzen

Warum Elli bestimmte Konflikte zunächst noch selbst regelt.

57:20 – Eine Trennung betrifft auch die Hunde

Beziehungen zwischen Menschen verändern ganze soziale Systeme.

58:39 – Auch Hundetrainerinnen brauchen Unterstützung

Fragen, Spiegelung und der Blick eines Menschen, der Hund und Halterin kennt.

59:24 – Hunde reagieren manchmal zeitversetzt

Warum die Ursache einer Verhaltensveränderung nicht immer unmittelbar davor liegt.

01:00:35 – Raus aus dem eigenen Gedankentunnel

Der Wert von Austausch, verschiedenen Hypothesen und neuen Perspektiven.

01:04:34 – Was ein gutes Team ausmacht

Ein persönlicher Abschluss über Vertrauen, Freundschaft und gemeinsames Denken.
23 Minuten
Es gibt keine gute Bindung.

Es gibt keine „gute Bindung“. Trotzdem wird der Begriff im Hundetraining gern benutzt, um Gehorsam, Aufmerksamkeit und Kontrollierbarkeit zu verkaufen.

In dieser Folge erklärt Jule, was Bindung tatsächlich bedeutet, welche Bindungsmuster unterschieden werden und warum ein sicher gebundener Hund nicht ständig an seinem Menschen kleben muss. Es geht um den Menschen als sicheren Hafen, um Grundbedürfnisse, Sättigung und verlässliche Versorgung – und um die Frage, was mit einer Beziehung passiert, wenn Futter, Aufmerksamkeit und andere Ressourcen dauerhaft gegen gewünschtes Verhalten getauscht werden.

Außerdem erzählt Jule, welchen Fehler sie früher bei ihrer Labradorhündin Momo gemacht hat, und zeigt anhand konkreter Alltagsroutinen, wie Menschen mehr Sicherheit, Orientierung und Verlässlichkeit schaffen können.

Kapitel:

00:00 Warum es keine „gute Bindung“ gibt

02:20 Beziehung und Bindung unterscheiden

03:25 Primäre und sekundäre Beziehungen

04:36 Wenn Hundetraining zum Tauschgeschäft wird

05:50 Die Grundlagen der Bindungstheorie

08:03 Sichere und unsichere Bindungsmuster beim Hund

10:11 Der Mensch als sicherer Hafen

12:24 Schutz und soziale Unterstützung im Alltag

13:25 Grundbedürfnisse und Verantwortung des Menschen

14:30 Wünsche und Bedürfnisse unterscheiden

15:30 Momos Geschichte: Futter gegen Gehorsam

16:43 Fütterung als verlässliche Versorgung

18:01 Fragen zur Beziehung mit deinem Hund

19:05 Die Hundeperspektive einnehmen

20:12 Verlässliche Routinen schaffen

21:17 Eine klare Fütterungsroutine

22:04 Zusammenfassung und Abschluss

Du möchtest die Beziehung zu deinem Hund nicht nur über Verhalten betrachten, sondern wirklich verstehen, was er braucht und welche Verantwortung bei dir liegt?

Auf www.dertutwas.de findest du mehr über unsere Arbeit, unsere Angebote und darüber, wie wir Menschen und Hunde auf dem Weg zu mehr Sicherheit, Orientierung und Verbindung begleiten.
43 Minuten
„Ich habe meinen Hund geschlagen.“

Diesen Satz sagt Elli in dieser Folge mit Tränen in den Augen.

Wir sprechen darüber, wie es dazu gekommen ist, warum sie damals überzeugt war, das Richtige zu tun und was sie heute völlig anders sieht.

Elli erzählt von ihrem Weg als Hundehalterin, von den Empfehlungen, denen sie gefolgt ist, von Zweifeln, Fehlern und den Erkenntnissen, die ihren Blick auf Hunde und Menschen verändert haben.

Eine ehrliche Folge über Gewalt im Hundetraining, Verantwortung, Veränderung und die Frage, was passiert, wenn wir bereit sind, unsere Überzeugungen zu hinterfragen.

Außerdem erfährst du:

Wie Elli früher über Hundeerziehung gedacht hat

Warum sie bestimmte Methoden angewendet hat

Was ihr Hund ihr über Kommunikation beigebracht hat

Wie sich ihr Blick auf Hunde und Menschen verändert hat

Warum Veränderung manchmal unbequem ist

Und was mich in dieser Folge getriggert hat

Viel Freude beim Zuhören.

Jule 🩷
44 Minuten
In dieser Folge wird es persönlich: Elli interviewt mich zu meinem Weg als Hundetrainerin, Kommunikationscoach und Gründerin von DER TUT WAS.

Eine besondere Notiz zu dieser Folge: Sie wurde im Sommer 2025 aufgenommen. Akela lag währenddessen neben mir, hat geschlafen und geschnarcht. Ich konnte und wollte das nicht komplett herausschneiden. Dadurch ist er in dieser Folge ein kleines Stück verewigt – und bleibt hörbar in Erinnerung.

Elli und ich sprechen darüber, warum Momo für meine persönliche und berufliche Entwicklung so prägend war, was Hunde mir über Kommunikation beigebracht haben und warum ich Verhalten nie einfach nur als Verhalten sehe. Für mich steht dahinter immer die Frage:

**Warum tut der Hund, was er tut?**

Es geht um meinen Weg vom Lehramtsstudium zur Hundeschule, um Corona, Selbstständigkeit, Wachstum, Zweifel, Mut und die Menschen, die man um Rat fragen sollte – oder eben lieber nicht.

Außerdem sprechen wir über eine der wichtigsten Grundlagen meiner Arbeit: Hunde kommunizieren ständig. Oft sehr leise. Oft sehr fein. Und wenn wir Menschen diese leisen Signale übersehen, werden Hunde deutlicher. Nicht, weil sie „stur“, „ungehorsam“ oder „dominant“ sind, sondern weil sie gesehen und verstanden werden wollen.

Du erfährst in dieser Folge auch, warum ich Kommunikationscoaching in meine Arbeit aufgenommen habe, was lockere Leinen mit Beziehung zu tun haben, warum ich mit Hunden über Ersatzjagd und Futterbeutel arbeite und weshalb ich als vegan lebende Person einen Jagdschein gemacht habe.

# Kapitel & Zeitmarken

00:00 – Einstieg: Elli interviewt Jule

01:35 – Momo, der Hase und die Entscheidung gegen die Jagd

03:37 – Warum Missverstandenwerden Jules Arbeit geprägt hat

05:22 – Vom Unterrichten zur Hundeschule

07:43 – Selbstständigkeit, Hamburg, Goslar und Corona

10:10 – Was Jule ihrem früheren Ich sagen würde

12:37 – Zuhören, Sprache und die Grenzen von Worten

15:35 – Warum Kund*innen nichts tun müssen, was sie nicht verstehen

16:08 – Warum Jule Kommunikationscoach wurde

17:04 – Nicht nur hinhören, sondern hinsehen

18:13 – Warum tut er, was er tut?

19:01 – Verbindung beginnt, wenn der Mensch wirklich hinschaut

20:07 – Togo, Jagd und die Frage: Was kommuniziert der Hund?

22:49 – Beziehung statt „Der Hund muss“

24:22 – Gesellschaftliche Erwartungen an Hunde

26:10 – Artgerechte Kommunikation in beide Richtungen

27:59 – Wenn Jule an Grenzen kommt

29:07 – Warum es nie der Hund ist

30:18 – Weg von Zwang, hin zum Zuhören

31:26 – Wachstum, Weiterentwicklung und Jules Zukunft

34:51 – Warum Jule als Veganerin einen Jagdschein gemacht hat

37:02 – Worauf Jule stolz ist

38:20 – Erfüllung, Spuren hinterlassen und Menschen bewegen

38:58 – Was Akela, Ashoka und der Dackel Jule beigebracht haben

41:55 – Momo, Lini und das Erbe der Hunde

44:18 – Veränderung, Begleitung und Jules Rolle

45:21 – Klarheit oder Empathie?

46:01 – Mut oder Geduld?

46:39 – Abschluss mit Elli

# Mehr über DER TUT WAS

Wenn du dich in dieser Folge wiedergefunden hast und deinen Hund nicht länger nur „trainieren“, sondern wirklich verstehen möchtest, dann schau dich gern bei DER TUT WAS um.

Auf meiner Webseite findest du alle aktuellen Angebote, Einzelcoachings, Gruppen und Kurse in Goslar:

www.dertutwas.de

Und wenn du beim Hören an eine Person gedacht hast, die ihren Hund liebt, aber ihn manchmal einfach nicht versteht: Schick ihr diese Folge weiter. Vielleicht ist genau das der erste Schritt, den sie gerade braucht.