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Episoden
19.07.2026
10 Minuten
Cybermobbing bei Kindern: Warnzeichen, Risiken und was du konkret tun kannst Rund fünfzehn Prozent aller Elf- bis Fünfzehnjährigen in Europa geben an, Cybermobbing erlebt zu haben – und mehr als sechzig Prozent schweigen darüber gegenüber ihren Eltern. Hinter diesen Zahlen stehen echte Kinder, echte Notaufnahmen und echte Familien. In dieser Folge gibt dir Dr. Daniel Pehböck – Arzt mit klinischer Erfahrung in der Notfall- und Intensivmedizin und selbst Vater – eine ehrliche, sachliche Einordnung. Keine Panik, kein Vortrag über böse Smartphones. Sondern das, was du als Elternteil wirklich wissen und tun musst. Du erfährst in dieser Episode: Was Cybermobbing von einem normalen Streit unterscheidet Warum Cybermobbing fundamental gefährlicher ist als klassisches Mobbing Was die Forschung zum erhöhten Suizidrisiko bei betroffenen Kindern sagt Warum auch psychisch unauffällige Kinder gefährdet sind Welche konkreten Warnzeichen du als Elternteil kennen musst Warum das Handy wegnehmen der häufigste und gefährlichste Fehler ist Wie die Rechtslage in Österreich aussieht und warum Screenshots Beweismittel sind Welche sieben konkreten Schritte du sofort umsetzen kannst Wann und wie du professionelle Hilfe holst – und wo KAPITEL 0:00 Einleitung 1:03 Definition von Mobbing 1:42 Vier Eigenschaften von Cybermobbing 2:13 Zahlen und Suizidrisiko 3:28 Das Kindergehirn und digitaler Stress 4:17 Warnzeichen erkennen 5:08 Häufige Fehler der Eltern 5:38 Rechtliche Lage in Österreich 6:11 Sieben konkrete Schritte 8:10 Zusammenfassung WAS CYBERMOBBING VON NORMALEM MOBBING UNTERSCHEIDET Klassisches Mobbing ist zeitlich begrenzt – das Kinderzimmer war früher ein Rückzugsort. Cybermobbing kennt keinen Feierabend: vierundzwanzig Stunden, sieben Tage die Woche. Dazu kommt Anonymität, die die Hemmschwelle dramatisch senkt. Screenshots existieren für immer. Und das Publikum ist potenziell unbegrenzt – nicht drei Klassenkameraden, sondern zweihundert. WARUM DIE ZAHLEN ERNST GENOMMEN WERDEN MÜSSEN Eine Meta-Analyse in JAMA Pediatrics zeigt: Kinder, die Cybermobbing erleben, haben ein rund 2,3-fach erhöhtes Risiko für Suizidgedanken und ein 2,1-fach erhöhtes Risiko für einen tatsächlichen Suizidversuch. Cybermobbing ist ein eigenständiger Risikofaktor – auch bei Kindern ohne vorherige psychische Auffälligkeiten. WARUM DAS HANDY WEGNEHMEN NACH HINTEN LOSGEHT Eltern reagieren oft mit Gerätekonfiszierung. Das ist verständlich, aber kontraproduktiv. Das Kind verliert damit seinen kompletten sozialen Anschluss und lernt: Wenn ich Probleme habe, werde ich bestraft. Eine offene, vertrauensvolle Beziehung schlägt jede Kontrollmaßnahme – das ist die Basis jeder wirksamen Hilfe. IST CYBERMOBBING STRAFBAR? In Österreich ist Cybermobbing seit 2016 eine Straftat – geregelt in Paragraph 107c des Strafgesetzbuchs, 2021 verschärft. Screenshots sind keine Petzerei, sondern Beweismittel. Schulen, Polizei und Gerichte brauchen diese Dokumentation, um effektiv handeln zu können. ÜBER DEN HOST Dr. Daniel Pehböck ist Arzt mit klinischer Erfahrung in Notfall- und Intensivmedizin – und Vater. In diesem Format ordnet er medizinische und gesellschaftliche Themen verständlich und evidenzbasiert ein. Medizin ohne Drama-Effekt. Hast du selbst Erfahrungen mit dem Thema gemacht – als Elternteil, als Lehrkraft oder als Betroffener? Schreib es in die Kommentare. Jeder Beitrag kann jemandem helfen. ️ Diese Folge dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an einen Arzt oder im Notfall an die Rettung. Mehr von Dr. Daniel: YouTube-Kanal: /@notarzt_daniel Arztpraxis Dr. Daniel: https://www.arztpraxis-hall.at Fachkurse und Simulationstrainings: https://simulationcenters.com/ Erste-Hilfe- und Laienkurse: https://www.simulationcenters.com/kurse/erste-hilfe Raucherentwöhnungskurs: https://www.simulationcenters.com/kurse/rauchentwoehnung Haftungshinweis: Verantwortlich für den Inha
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15.07.2026
8 Minuten
Die 5 friedlichsten Arten zu sterben – aus notärztlicher Sicht Der Tod macht uns Angst. Oft weil wir glauben, er sei immer ein Kampf, ein Leiden, ein Ringen um Luft. Aber die Medizin zeichnet ein differenzierteres Bild. Der Körper hat Mechanismen, die manches Sterben erstaunlich ruhig ablaufen lassen. In dieser Folge gibt dir Dr. Daniel Pehböck eine sachliche, evidenzbasierte Einordnung – keine Verharmlosung, keine Panikmache, sondern Physiologie. Fünf Tode, fünfmal dasselbe Prinzip: Das Bewusstsein erlischt schneller, als der Schmerz es erreichen kann. Du erfährst in dieser Episode: Warum Schmerz und Sterben nicht dasselbe sind Welche Rolle Hirnstamm und Großhirnrinde beim Bewusstseinsverlust spielen Warum Sauerstoffmangel allein kein Erstickungsgefühl auslöst Was bei terminaler Unterkühlung im Gehirn passiert Warum Höhenhypoxie so anders ist als Ertrinken oder Strangulation Wie der Tod im Tiefschlaf physiologisch abläuft Was Reanimierte über die Sekunden vor dem Kollaps berichten Warum ein friedlicher Tod auch planbar ist – Stichwort Palliativmedizin Welche praktischen Schritte du jetzt für dein Lebensende vorbereiten kannst KAPITEL 0:00 Einleitung und Ansage 1:14 Grundlage: Schmerz und Sterben 1:57 Platz 5: Schweres Sofort-Trauma 2:42 Platz 4: Terminale Unterkühlung 3:19 Platz 3: Hypobare Hypoxie 4:28 Platz 2: Tod im Tiefschlaf 5:19 Platz 1: Kammerflimmern 6:09 Fünf wichtige Erkenntnisse STERBEN UND BEWUSSTSEIN Schmerz braucht eine intakte Schmerzverarbeitung – Nervenleitung, einen funktionierenden Thalamus, eine wache Großhirnrinde. Fällt eines dieser Elemente schnell genug aus, gibt es keine bewusste Wahrnehmung von Leid. Das ist der gemeinsame Nenner aller fünf Mechanismen in dieser Folge. WARUM SAUERSTOFFMANGEL NICHT ERSTICKT Das Erstickungsgefühl wird nicht durch Sauerstoffmangel ausgelöst, sondern durch den Anstieg von Kohlendioxid im Blut. In großer Höhe sinkt der Sauerstoff, aber das CO2 kann weiter abgeatmet werden. Piloten verlieren in Unterdruckkammern grinsend das Bewusstsein – kein Lufthunger, nur Euphorie und dann nichts mehr. KANN MAN EINEN FRIEDLICHEN TOD PLANEN? Ein medizinisch friedlicher Tod ist nicht dasselbe wie ein guter Tod. Ein guter Tod hat soziale, biografische und spirituelle Dimensionen. Gleichzeitig ist er planbar: durch eine Patientenverfügung, eine Vorsorgevollmacht und gute palliativmedizinische Versorgung. Wer heute darüber spricht, schützt sich und seine Familie. WENN DIESES THEMA PERSÖNLICH BELASTET Dieses Video erklärt Physiologie – es ist keine Anleitung und keine Verherrlichung. Wenn dich Gedanken an Suizid belasten, ruf bitte die Telefonseelsorge an. In Österreich kostenlos unter 142, in Deutschland unter 0800 111 0 111. ÜBER DEN HOST Dr. Daniel Pehböck ist Arzt mit klinischer Erfahrung in Notfall- und Intensivmedizin. In diesem Kanal ordnet er medizinische Themen verständlich und fundiert ein – Medizin ohne Drama-Effekt. Welche Fragen hast du zum Thema Sterben, Palliativmedizin oder Lebensende? Schreib sie in die Kommentare – Dr. Daniel antwortet persönlich. ️ Diese Folge dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an einen Arzt oder im Notfall an die Rettung. Mehr von Dr. Daniel: YouTube-Kanal: /@notarzt_daniel Arztpraxis Dr. Daniel: https://www.arztpraxis-hall.at Fachkurse und Simulationstrainings: https://simulationcenters.com/ Erste-Hilfe- und Laienkurse: https://www.simulationcenters.com/kurse/erste-hilfe Raucherentwöhnungskurs: https://www.simulationcenters.com/kurse/rauchentwoehnung Haftungshinweis: Verantwortlich für den Inhalt ist die Simulationscenters.com Corporation, Florida, USA.
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12.07.2026
9 Minuten
Der sanfte Tod: die Physiologie des Sterbens sachlich erklärt Ob ein Sterbeprozess als friedlich oder qualvoll erlebt wird, entscheidet nicht der Tod selbst – sondern welche Alarmsensoren des Gehirns dabei aktiviert werden. Diese Frage begegnet Notärzten und Intensivmedizinern regelmäßig, wird aber selten nüchtern beantwortet. In dieser Folge gibt dir Dr. Daniel Pehböck eine kühle, evidenzbasierte Einordnung der Physiologie des Sterbens – keine Esoterik, keine Panikmache, sondern Neurobiologie und Schmerzforschung. Medizin ohne Drama-Effekt. Du erfährst in dieser Episode: Warum Lufthunger durch CO2 entsteht – nicht durch Sauerstoffmangel Was passiert, wenn der Sauerstoff sinkt, ohne dass CO2 steigt Wie der Körper im Schock seine eigene Narkose produziert Warum Erfrieren in der Endphase oft nicht qualvoll ist Wie schnell das Bewusstsein bei plötzlichem Kreislaufstillstand endet Was Cheyne-Stokes-Atmung für den sterbenden Menschen wirklich bedeutet Welche fünf verbreiteten Mythen über das Sterben die Wissenschaft widerlegt Was dieses Wissen für Angehörige und Ersthelfer konkret bedeutet KAPITEL 0:00 Einleitung 1:00 Kein Sensor für den Tod 1:37 Mechanismus 1: der Atemreflex 2:43 Mechanismus 2: körpereigene Schmerzbremse 3:36 Mechanismus 3: Hypothermie und Wärmegefühl 4:33 Mechanismus 4: zerebrale Reserve 5:19 Was sanft physiologisch bedeutet 6:10 Mythen über das Sterben 7:12 Was du mit diesem Wissen anfangen kannst VIER MECHANISMEN – EIN RAHMEN Ob ein Tod subjektiv friedlich ist, hängt von vier Stellschrauben ab: dem CO2-Spiegel im Blut, der körpereigenen Opioidausschüttung, dem Einfluss von Kälte auf das Nervensystem und der Geschwindigkeit des Bewusstseinsverlusts. Wer diese Mechanismen versteht, ersetzt Schreckensbilder durch Anatomie. DER ATEMREFLEX – DAS WICHTIGSTE DETAIL Lufthunger entsteht nicht durch Sauerstoffmangel, sondern durch einen Anstieg von Kohlendioxid. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen einem qualvollen Erstickungsgefühl und einem stillen Wegtreten. Sinkt der Sauerstoff, ohne dass CO2 steigt, erlebt das Gehirn Euphorie – dann Bewusstlosigkeit, keinen Kampf. IST ERFRIEREN WIRKLICH GRAUSAM? Die erste Phase des Erfrierens ist belastend. Aber unterhalb von 32 Grad Körperkerntemperatur versagt die Thermoregulation. Warmes Blut strömt in die Peripherie, das subjektive Empfinden dreht sich um: Wärme statt Kälte, Müdigkeit statt Schmerz. Bergretter berichten das immer wieder. PALLIATIVMEDIZIN UND STERBEPHASE Die unregelmäßige Atmung, das Röcheln, die langen Pausen in der Sterbephase wirken für Angehörige beängstigend. Physiologisch sind sie Ausdruck von Hirnstammaktivität, nicht von Leiden. Gute palliative Symptomkontrolle ist kein Bonus – sie ist ein Menschenrecht. ÜBER DEN HOST Dr. Daniel Pehböck ist Arzt mit klinischer Erfahrung in Notfall- und Intensivmedizin. In diesem Format ordnet er medizinische Themen verständlich und fundiert ein – ohne Dramatisierung, ohne Verharmlosung. Welche Fragen hast du zum Thema Sterben, Palliativmedizin oder Reanimation? Schreib sie in die Kommentare – wir lesen sie. ️ Diese Folge dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an einen Arzt oder im Notfall an die Rettung. Mehr von Dr. Daniel: YouTube-Kanal: /@notarzt_daniel Arztpraxis Dr. Daniel: https://www.arztpraxis-hall.at Fachkurse und Simulationstrainings: https://simulationcenters.com/ Erste-Hilfe- und Laienkurse: https://www.simulationcenters.com/kurse/erste-hilfe Raucherentwöhnungskurs: https://www.simulationcenters.com/kurse/rauchentwoehnung Haftungshinweis: Verantwortlich für den Inhalt ist die Simulationscenters.com Corporation, Florida, USA.
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08.07.2026
6 Minuten
Mittelalterliche Waffen: Was wirklich tötete – eine medizinische Analyse Schwertkämpfe, Ritter in glänzender Rüstung – das Bild vom mittelalterlichen Krieg ist romantisch. Und es ist falsch. Forensische Massengrab-Auswertungen und historische Quellen zeigen ein anderes, nüchternes Bild davon, welche Waffen wirklich tödlich waren. In dieser Folge gibt dir Dr. Daniel Pehböck eine medizinisch fundierte Einordnung mittelalterlicher Kampfverletzungen – basierend auf Skelettstudien, Trauma-Mechanismen und historischen Fallberichten. Keine Ritter-Romantik, sondern harte Daten. Du erfährst in dieser Episode: Warum das Schwert als Waffe massiv überbewertet ist Was Massengrab-Befunde wie Towton und Visby über Todesursachen verraten Wie Langbogen und Armbrust medizinisch einzuordnen sind Warum Pfeilverletzungen für Wundärzte ein besonderer Albtraum waren Welche Rolle Stangenwaffen und Stumpfwaffen wirklich spielten Warum die gefährlichste Waffe keine Waffe im klassischen Sinn war Wie gut – oder schlecht – die medizinische Versorgung damals tatsächlich war Die historische Pfeilverletzung von Prinz Heinrich und ihre chirurgische Behandlung KAPITEL 0:00 Einstieg und Fragestellung 0:57 Das Schwert – Mythos und Realität 1:25 Massengräber als medizinische Quelle 2:07 Distanzwaffen – Langbogen und Armbrust 3:11 Nahkampf- und Stumpfwaffen 3:45 Die wahre Todesursache – Infektion 4:25 Mittelalterliche Wundversorgung 5:11 Fazit und Parallelen zur Intensivmedizin DISTANZWAFFEN IM MITTELALTER Langbogen und Armbrust waren die Artillerie des Mittelalters. Ein trainierter Schütze schoss bis zu zehn Pfeile pro Minute. Medizinisch waren Pfeilverletzungen besonders gefährlich: tief, stark kontaminiert, oft mit Widerhaken versehen. Das Entfernen der Pfeilspitze war ein chirurgischer Eingriff – keine Selbstbehandlung. STUMPFWAFFEN – DIE UNTERSCHÄTZTE KATEGORIE Streitkolben, Morgenstern und Kriegshammer übertrugen ihre kinetische Energie auch durch Rüstung hindurch. Das Ergebnis waren Schädel-Hirn-Traumata und geschlossene Frakturen – tödliche Verletzungen, ohne dass die Haut aufplatzen musste. Genau das machte sie gegen gut gepanzerte Gegner so effektiv. WAR MITTELALTERLICHE MEDIZIN WIRKUNGSLOS? Nicht ganz. Wundärzte nutzten Honig als antibakterielles Wundmittel und Wein zur Spülung – empirisch begründet, auch wenn die Theorie dahinter fehlte. Der Fall von Prinz Heinrich im Jahr 1403 zeigt: Chirurgisches Denken auf hohem Niveau war durchaus vorhanden. John Bradmore konstruierte ein Spezialinstrument, um eine tief sitzende Pfeilspitze sicher zu entfernen. DIE EIGENTLICHE KILLER-WAFFE Die Sterblichkeit nach Verwundung wird auf dreißig bis fünfzig Prozent geschätzt – die meisten starben nicht am Initialtrauma, sondern Tage später an Sepsis, Tetanus oder Gasbrand. In Feldlagern töteten Ruhr, Typhus und kontaminiertes Wasser mehr Soldaten als die Schlachten selbst. Und die größte Bedrohung auf der Intensivstation heute heißt immer noch Sepsis. ÜBER DEN HOST Dr. Daniel Pehböck ist Arzt mit klinischer Erfahrung in Notfall- und Intensivmedizin. In diesem Format ordnet er medizinische und historisch-medizinische Themen sachlich und fundiert ein – Medizin ohne Drama-Effekt. Welche historischen Verletzungen oder medizinischen Themen sollen wir als Nächstes einordnen? Schreib es in die Kommentare – wir freuen uns über jede Rückmeldung. ️ Diese Folge dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an einen Arzt oder im Notfall an die Rettung. Mehr von Dr. Daniel: YouTube-Kanal: /@notarzt_daniel Arztpraxis Dr. Daniel: https://www.arztpraxis-hall.at Fachkurse und Simulationstrainings: https://simulationcenters.com/ Erste-Hilfe- und Laienkurse: https://www.simulationcenters.com/kurse/erste-hilfe Raucherentwöhnungskurs: https://www.simulationcenters.com/kurse/rauchentwoehnung Haftungshinweis: Verantwortlich für den Inhalt ist die Simulationscenters.com Corpora
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05.07.2026
10 Minuten
Tsunami: Warum der menschliche Körper kaum eine Chance hat Eine Welle, die auf offenem Meer kaum sichtbar ist, tötet innerhalb eines Vormittags über zweihunderttausend Menschen. Was dabei wirklich passiert, stimmt kaum mit dem überein, was Katastrophenfilme zeigen. Die häufigste Todesursache ist nicht das Ertrinken. In dieser Folge gibt dir Dr. Daniel Pehböck eine physikalische und medizinische Einordnung, was ein Tsunami wirklich ist, wie er den Körper angreift und warum die tödlichste Phase oft erst Tage nach dem Ereignis beginnt. Du erfährst in dieser Episode: Warum ein Tsunami keine klassische Welle, sondern eine bewegte Wassersäule ist Was der Shoaling-Effekt mit Energie und Wellenhöhe macht Warum schon fünfzig Zentimeter Wassertiefe einen Erwachsenen zu Fall bringen Was klinisch hinter dem Begriff Polytrauma bei Tsunami-Opfern steckt Was die Tsunami-Lunge ist und warum sie erst nach 48–72 Stunden auftritt Welche Infektionserreger Überlebende besonders gefährden Was die Katastrophe von 2004 medizinisch gelehrt hat Warum Höhe wichtiger ist als Distanz zur Küste Welche sieben konkreten Verhaltensregeln im Ernstfall Leben retten KAPITEL 0:00 Einleitung 0:51 Was ein Tsunami wirklich ist 1:45 Auf offenem Meer fast unsichtbar 2:20 Der Shoaling-Effekt 2:43 Wie ein Tsunami tötet 4:02 Tsunami-Lunge und Infektionen 5:10 Der Indische Ozean 2004 6:25 Wird es Tsunamis immer geben 7:09 Sieben Verhaltensregeln 8:15 Zusammenfassung TSUNAMI AUF EINEN BLICK Ein Tsunami entsteht, wenn sich der Meeresboden vertikal verschiebt und die gesamte Wassersäule in Bewegung gerät. Auf offenem Meer ist er kaum wahrnehmbar, erreicht aber Geschwindigkeiten von bis zu achthundert Kilometer pro Stunde. Erst an der Küste wird die Energie in Höhe umgewandelt. WARUM ERTRINKEN NICHT DIE HAUPTTODESURSACHE IST Das strömende Wasser eines Tsunamis transportiert Trümmer mit enormer Kraft. Holzbalken, Fahrzeuge und Betonteile werden zu Geschossen. Klinisch resultiert daraus ein klassisches Polytrauma mit Schädel-Hirn-Trauma, Thoraxverletzungen und inneren Blutungen. Ertrinken tritt häufig erst ein, wenn die Person durch das Trauma bereits bewusstlos ist. DIE MEDIZINISCHE ZWEITE WELLE Überlebende, die Wasser aspiriert haben, wirken anfangs stabil. Nach 48 bis 72 Stunden kann sich ein schweres Lungenversagen entwickeln, die sogenannte Tsunami-Lunge. Hinzu kommen Wundinfektionen durch Keime wie Aeromonas oder Vibrio, Tetanus und in der dritten Phase Cholera, Typhus und Hepatitis A über zerstörte Infrastruktur. HISTORISCHE EREIGNISSE UND WARNSYSTEME Der Tōhoku-Tsunami 2011 erzeugte Wellen von bis zu dreißig Metern. Der Indische-Ozean-Tsunami 2004 forderte rund zweihundertzwanzigtausend Menschenleben in vierzehn Ländern. Aus dieser Katastrophe entstand 2006 das Indian Ocean Tsunami Warning System. Daten aus Aceh zeigen klar: Wer höher gelegenes Terrain erreichte, überlebte deutlich häufiger. ÜBER DEN HOST Dr. Daniel Pehböck ist Arzt mit klinischer Erfahrung in Notfall- und Intensivmedizin. In diesem Format ordnet er medizinische und naturwissenschaftliche Themen fundiert und verständlich ein – Medizin ohne Drama-Effekt. Welche Naturkatastrophe oder medizinische Frage sollen wir als Nächstes einordnen? Schreib es in die Kommentare – wir lesen alles. ️ Diese Folge dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an einen Arzt oder im Notfall an die Rettung. Mehr von Dr. Daniel: YouTube-Kanal: /@notarzt_daniel Arztpraxis Dr. Daniel: https://www.arztpraxis-hall.at Fachkurse und Simulationstrainings: https://simulationcenters.com/ Erste-Hilfe- und Laienkurse: https://www.simulationcenters.com/kurse/erste-hilfe Raucherentwöhnungskurs: https://www.simulationcenters.com/kurse/rauchentwoehnung Haftungshinweis: Verantwortlich für den Inhalt ist die Simulationscenters.com Corporation, Florida, USA.
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Über diesen Podcast
Notarzt Dr. Daniel – Medizin ohne Drama-Effekt Was passiert
wirklich in deinem Körper, wenn das Herz aufhört zu schlagen? Warum
ist ein Menschenbiss gefährlicher als ein Hundebiss? Und wie ordnet
man einen Virusausbruch ein, ohne in Panik zu verfallen? In diesem
Podcast nimmt dich Dr. Daniel Pehböck mit – Arzt mit klinischer
Erfahrung aus der Notfall- und Intensivmedizin. Er erklärt
medizinische Themen so, dass jeder sie versteht: sachlich, fundiert
und praxisnah, aber nie reißerisch. Von lebensrettendem
Erste-Hilfe-Wissen über die faszinierende Biologie des menschlichen
Körpers bis zur ruhigen Einordnung aktueller Gesundheitsnachrichten
– hier bekommst du Medizin ohne Drama-Effekt. Denn Dr. Daniel ist
überzeugt: Wissen schützt. Und Wissen rettet Leben. In jeder Folge
erwartet dich: - Verständliche Erklärungen komplexer medizinischer
Zusammenhänge - Konkretes Erste-Hilfe-Wissen für den Ernstfall -
Faktenbasierte Einordnung aktueller Gesundheitsthemen - Echte
Einblicke aus dem Alltag der Notfall- und Intensivmedizin Ob
Herzinfarkt, Schlafmangel, Tauchunfälle oder die nächste
Schlagzeile aus der Welt der Infektionskrankheiten – Dr. Daniel
bringt Klarheit, wo sonst Halbwissen und Panik regieren. Hör rein,
werde zum informierten Lebensretter und teile dieses Wissen mit den
Menschen, die dir wichtig sind. Über den Host: Dr. Daniel Pehböck,
DESA, ist Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin mit
langjähriger klinischer Erfahrung. Neben dem Podcast betreibt er
den medizinischen YouTube-Kanal "Notarzt Daniel". ⚠️ Hinweis:
Dieser Podcast dient der Information und ersetzt keine ärztliche
Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an
einen Arzt oder im Notfall an die Rettung.
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