Echt jetzt? Gendersensible Medizin in der Neurologie

Echt jetzt? Gendersensible Medizin in der Neurologie

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Episoden

Neuroonkologie im Gender-Check
09.07.2026
25 Minuten
Geschlechts- und genderspezifische Einflüsse haben einen hohen Einfluss auf neuroonkologische Erkrankungen. Obwohl das mittlerweile keine Neuigkeit mehr ist, konnte die Frage nach dem Warum bisher noch nicht geklärt werden.


Im 6. Teil dieses Podcasts gehen wir dieser Frage gemeinsam mit Prof. Dr. Ghazaleh Tabatabai, vom Universitätsklinikum Tübingen, auf den Grund. Wir sprechen über Glioblastome, von denen häufiger Männer betroffen sind und Meningeome, die häufiger bei Frauen auftreten und unter anderem mit hormonellen Einflüssen in Verbindung gebracht werden. Darüber hinaus widmet sich die Folge der Frage, warum Transpersonen ein deutlich schlechteres Outcome haben als betroffene cis-Personen.


Inhaltsverzeichnis


(00:07) Einführung: Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Neuroonkologie


(04:05) Meningeome und hormonelle Einflüsse


(06:37) Einfluss von Hormonveränderungen auf Tumorwachstum


(07:32) Symptome von ZNS-Tumoren


(08:46) Auswirkung soziokultureller Faktoren auf Behandlung


(10:32) Umgang mit psychiatrischen Komorbiditäten.


(14:38) Transpersonen in Krebsforschung und Versorgung


(19:10) aktueller Forschungsstand unter dem Genderaspekt


(20:57) die Wirkung von patientenzentrierter Kommunikation


(22:35) Zusammenfassung und Ausblick


Kontakt:


Bei Fragen und Anregungen zum Podcast schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an: redaktion@dgn.org.


Disclaimer:


In Einklang mit der Bundesärztekammer bitten wir zu beachten, dass dieser Podcast keine ärztliche Beratung ersetzt. Wir können gemäß des Fernbehandlungsverbotes keine individuelle Beratung durchführen oder Empfehlungen aussprechen, von entsprechenden Anfragen bitten wir daher abzusehen. Patientinnen und Patienten werden gebeten, inhaltliche Fragen mit ihrer Neurologin/ihrem Neurologen zu klären. Wir übernehmen keine Verantwortung für eine eventuelle Selbstoffenbarung sensibler Daten im Internet und bitten daher, keine persönlichen Daten oder Inhalte Ihrer Erkrankungen im Internet zu veröffentlichen.
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Epilepsie: Hormone beeinflussen Anfälle
02.07.2026
33 Minuten
Auf den ersten Blick scheint die Epilepsie recht gut erforscht. Bei genauerem Hinsehen wird jedoch deutlich, dass gerade in der gendersensiblen Behandlung Nachholbedarf besteht. Obwohl bekannt ist, dass Epilepsie und Anfallssuppressiva hormonelle Prozesse beeinflussen können, wurden Hormonveränderungen lange Zeit systematisch kaum berücksichtigt.


In der fünften Folge des DGN-Podcasts „Echt jetzt? Gendersensible Medizin in der Neurologie“ fordert Prof. Dr. Yvonne Weber, Aachen, deshalb, diese Aspekte im klinischen Alltag aktiver mitzudenken und gezielter in die Beratung einzubeziehen.


Darum geht’s in dieser Folge:


Hormonelle Einflüsse auf die Anfallsaktivität Wechselwirkungen zwischen Anfallssuppressiva und Hormontherapien Epilepsie und Kinderplanung (bei Mann und Frau) Frühzeitige und individuelle Beratung für Lebenswege


Inhaltsverzeichnis (00:07) Warum Epilepsie trotz gleicher Inzidenz ein Genderthema ist (01:55) Gender Bias in der Anamnese: ein Fallbeispiel aus dem Videomonitoring (05:35) Hormonelle Lebensphasen und ihr Einfluss auf die Anfallsaktivität (06:52) Sexualität, Fertilität und Nebenwirkungen anfallssuppressiver Medikamente (08:16) Katameniale Anfälle und mögliche hormonelle Therapieansätze (09:35) Wechselwirkungen zwischen Hormontherapien und Lamotrigin (10:58) Interdisziplinäre Beratung bei sexueller Dysfunktion und Fertilitätsstörungen (11:28) Teratogenität, Kinderwunsch und sichere Medikamentenwahl (15:54) Schwangerschaftsplanung: Anfallstyp, Medikation, Folsäure und Aufklärung (19:41) Schwangerschaft (geplant/ungeplant), Geburt und Wochenbett (25:28) Sozioökonomische Faktoren, Beruf, Transition und Krankheitsverlauf (29:24) wohin wird es gehen? Zukunft der gendersensiblen Epileptologie (31:00) Zusammenfassung und Ausblick auf die nächste Folge


 


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Ein Schlaganfall ist einfach zu erkennen! Oder?
25.06.2026
19 Minuten
Gute Nachrichten in der Schlaganfallversorgung! Weibliche Betroffene erhalten in Deutschland nach einem Schlaganfall mittlerweile ebenso häufig Thrombektomien und Thrombolyse wie männliche. Konnte für diesen Bereich der Gender Health-Gap geschlossen werden? Ganz so einfach ist es natürlich nicht.


In Folge 4 der Reihe Gendersensible Medizin in der Neurologie spricht Dr. med. Milani Deb-Chatterji, leitende Oberärztin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel, über geschlechtersensible Versorgung beim Schlaganfall. Neben großartigen Fortschritten weist sie auf kritische Punkte hin, etwa Diagnoseverzögerung bei atypischen Symptomen oder Gender Bias durch etwaige falsche Vorannahmen. Außerdem werden in der Folge Risikokonstellationen wie Schwangerschaft und Wochenbett besprochen, der Einfluss des sozialen Umfeldes und in welchen Bereichen besonderer Forschungsbedarf besteht, um langfristig eine noch bessere und vor allem schnellere Versorgung zu ermöglichen.


Kapitel


(00:07) Einführung: Warum Schlaganfall gendersensibel betrachtet werden muss


(01:05) Atypische Schlaganfallsymptome und Diagnoseverzögerungen.


(02:59) Gender Bias in der Schlaganfalldiagnostik


(04:02) Fallbeispiel aus der Versorgung einer Transperson


(05:17) Schlaganfallrisiko bei Transfrauen und Datenlage dazu


(06:52) Risikogruppen für ein schlechteres Outcome


(07:54) Geschlechterunterschiede beim juvenilen Schlaganfall


(08:59) Akuter Schlaganfall in Schwangerschaft und Wochenbett


(11:15) Hormonhaushalt und kardiovaskuläres Risiko (12:02) Ist die Schlaganfallversorgung bereits gendersensibel?


(14:11) Forschungsbedarf und aktuelle Impulse


(16:25) Zusammenfassung und Ausblick


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Kopfschmerzen in der Notaufnahme
18.06.2026
18 Minuten
Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Symptomen in der Notaufnahme. Gleichzeitig sind sie eine diagnostische Herausforderung. Einerseits werden Schmerzen von Betroffenen subjektiv empfunden und beschrieben, andererseits kann ein Gender Bias bei einer schnellen Erstanamnese zu falschen Vorannahmen führen. Im dritten Teil der Serie „Echt jetzt?“ Stellen wir uns der Thematik: Wann handelt es sich um eine primäre Kopfschmerzerkrankung und welche potenziell gefährlichen sekundären Ursachen müssen so schnell wie möglich ausgeschlossen werden?


Dr. med. Johannes Piel, Funktionsoberarzt für Neurologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel zeigt auf, wie schnell Vorannahmen die Einschätzung von Schmerzen, Diagnostik und Therapie beeinflussen können und warum eine komplett geschlechterneutrale Behandlung nicht der richtige Weg in der gendersensiblen Medizin ist.


Darum geht’s


Unterschiede bei Migräne und Cluster-Kopfschmerzen Hormonelle Risikofaktoren und atypische Schmerzpräsentationen Red-Flags Warum gendersensible Medizin nicht genderneutrale Medizin ist


Kapitel


00:00 Kopfschmerzen, Schmerzempfinden, Gender Bias 01:26 Fallbeispiel: Migränepatientin und verzögerte leitliniengerechte Therapie 03:07 Kopfschmerzen als Leitsymptom in Notaufnahme 04:08 Geschlechtsspezifische Unterschiede bei Migräne 06:00 Neutrale Erstbegutachtung / Vermeidung vorschneller Diagnosen 08:02 Evidenz zu Gender Bias in der Schmerzbehandlung 11:32 Strukturierte Anamnese und objektivierbare Einschätzung 13:53 Gender Bias in alle Richtungen 14:52 Zentrale Empfehlungen für die Notaufnahme 16:08 Zusammenfassung


Der Text "Brave Men" and "Emotional Women"[...] wurde bereits 2018 publiziert:


Samulowitz A, Gremyr I, Eriksson E, Hensing G. "Brave Men" and "Emotional Women": A Theory-Guided Literature Review on Gender Bias in Health Care and Gendered Norms towards Patients with Chronic Pain. Pain Res Manag. 2018 Feb 25;2018:6358624. doi: 10.1155/2018/6358624. PMID: 29682130; PMCID: PMC5845507. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29682130/


M. Guzikevits et al., Sex bias in pain management decisions, Proc. Natl. Acad. Sci. U.S.A.121 (33) e2401331121, https://doi.org/10.1073/pnas.2401331121(2024).


B.N. Greenwood et al., Patient–physician gender concordance and increased mortality among female heart attack patients, Proc. Natl. Acad. Sci. U.S.A.115 (34) 8569-8574, https://doi.org/10.1073/pnas.1800097115(2018).


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Unterdiagnostiziert und untertherapiert: Migräne bei Männern
11.06.2026
19 Minuten
Obwohl sechs bis acht Prozent aller Männer an einer Migräne leiden, erhalten sie seltener diese Diagnose und dementsprechend auch seltener effektive Therapien. Die Gründe dafür sind vielfältig. Tief verankert ist der Gedanke – in Gesellschaft und in der Medizin – Migräne sei eine Frauenkrankheit. Frauen sind in diesem Bereich deutlich präsenter in klinischen Studien, die Symptome bei Männern zeigen sich atypisch und dann kommt auch noch das Stigma dazu, über diese Beeinträchtigung zu sprechen. Wie dieses Muster durchbrochen werden kann, wie sich eine Migräne manifestiert und welche Symptome bei Männern auftreten können, fasst Prof. Dr. Dagny Holle-Lee, Essen, in Folge 2 des neuen DGN-Podcasts Echt jetzt? Gendersensible Medizin in der Neurologie zusammen.


Darum geht’s:


·         Spannungskopfschmerz vs. Migräne


·         Migränesymptome


·         Stigmatisierung


·         Einfluss von Hormonen auf die Migräne


·         Migräne bei Transpersonen


Weitere Infos


S2k-Leitlinie Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne


Leitlinie im Fokus Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne (2025)


Dagny Holle-Lee „Migräne Doc: Migräne und Kopfschmerzen verstehen. Wissen erlangen. Symptome lindern. Erfahrungsberichte aus der Migräne-Ambulanz“, erschienen im Februar 2026.


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Über diesen Podcast

Gender Bias findet statt! Und wir sind alle Teil davon. Obwohl Gendermedizin langsam aus seinem Nischendasein in die Öffentlichkeit tritt, werden biologische und soziokulturelle Geschlechterunterschiede in Forschung, Diagnostik und Therapie noch immer nicht konsequent berücksichtigt. Kein Wunder, das Thema ist mittelmäßig sexy und in seiner Umsetzung komplex. Warum wir uns trotzdem damit befassen müssen und warum es eben nicht „nur“ ein Frauenthema ist, darum geht es in dieser Serie. Echt jetzt? Gendersensible Medizin in der Neurologie ist ein Podcast der Deutschen Gesellschaft für Neurologie e. V.
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