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Episoden

19 Minuten
Das Gespräch ist vorbei. Die Tür fällt zu. Und plötzlich fallen dir all die guten Argumente und treffenden Formulierungen ein, die du eigentlich hättest sagen wollen. Warum haben wir ausgerechnet in entscheidenden Gesprächen manchmal nicht die richtigen Worte? Warum rechtfertigen wir uns, geben nach oder versuchen, unserem Gegenüber zu gefallen, obwohl wir uns etwas ganz anderes vorgenommen hatten? In dieser Folge geht es um emotionale Belastung, unterschiedliche Perspektiven, Körpersprache und die Frage, was gute Gesprächsvorbereitung wirklich ausmacht. Anhand eines möglichen Kündigungsgesprächs und meiner Erfahrungen aus dem Theater zeige ich, warum es nicht reicht, nur die eigenen Argumente zu kennen. Denn dein Gegenüber hat möglicherweise ein ganz anderes Drehbuch. Wie können wir lernen, auf unerwartete Reaktionen beweglicher zu antworten? Was lässt sich durch praktische Gesprächsproben verändern? Und warum kann ein menschlicher Sparringspartner dabei besonders hilfreich sein? Eine Folge über Status, Anerkennung, Improvisation und die Fähigkeit, auch unter Druck handlungsfähig zu bleiben.
15 Minuten
Wie schnell reagierst du, wenn du unter Druck gerätst? Wir erklären uns, rechtfertigen uns, machen Zugeständnisse oder antworten, bevor wir überhaupt wissen, was wir eigentlich sagen wollen. Im Theater gibt es dafür ein interessantes Gegenprinzip: das Retardieren. Eine erwartete Reaktion wird bewusst verzögert - und genau dadurch entsteht Spannung. In dieser Folge geht es darum, was wir davon für Gespräche, Konflikte und Verhandlungen lernen können. Um Hoch- und Tiefstatus, Mimik und Gestik, das Aushalten von Stille und um ein erstaunlich wirksames Wort in Verhandlungen: “schwierig”. Denn Souveränität zeigt sich vielleicht nicht nur darin, dass wir wissen, was wir sagen wollen. Sondern auch darin, dass wir selbst entscheiden, wann wir es sagen.

Melio...was?

10 Minuten
“Alles wird gut.” Vielleicht. “Es bringt doch sowieso nichts.” Vielleicht nicht. Zwischen blindem Optimismus und resigniertem Pessimismus gibt es eine dritte Haltung: Meliorismus. Die Idee dahinter ist erstaunlich einfach: Es könnte besser werden. Aber dafür müssen wir wahrscheinlich etwas tun. In dieser Folge geht es darum, warum Veränderung keine Erfolgsgarantie braucht, warum Scheitern zum Verfahren gehört und weshalb irgendwann der Punkt kommt, an dem Denken nicht mehr reicht und wir eine echte Erfahrung brauchen. Und um eine Entdeckung: Vielleicht beschreibt Meliorismus ziemlich genau die Haltung, die hinter “Klarheit statt Coaching” schon die ganze Zeit steckt. Nicht perfekt. Aber besser.
1 Stunde 8 Minuten
In Folge 17 von “Klarheit statt Coaching” treffe ich Alexander Simon. Wir kennen uns seit dem Jahr 2000 aus dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Alexander ist Schauspieler, Regisseur und Professor für Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Ausgangspunkt unseres Gesprächs ist meine These aus der letzten Folge: “Spiel schafft Klarheit.” Alexander bestätigt sie - aber viel interessanter ist, wie er sie erweitert. Wir sprechen darüber, warum 98 Prozent einer Probe verworfen werden können und trotzdem wertvoll sind. Warum Schauspiel ein Übungsberuf ist. Warum Sicherheit für junge Schauspielstudierende heute oft wichtiger geworden ist als Freiheit. Warum Angst nicht immer verschwinden muss. Wie Feedback funktioniert, ohne Menschen kleinzumachen. Warum Wut früher ein Motor im Probenprozess war. Und weshalb Beziehung, Status und Situation entscheidend dafür sind, ob Spiel überhaupt lebendig wird. Am Ende verlassen wir das Theater und fragen: Was kann jeder Mensch vom Schauspiel lernen? Vielleicht vor allem das: Wir sind situative Wesen.
29 Minuten
In Folge 16 von “Klarheit statt Coaching” geht es um eine Grundhaltung, die mich seit meiner Theaterzeit begleitet: SPIELEN. Nicht im Sinne von “Entdecke das Kind in dir”. Sondern im Sinne von: Entdecke den Spieler in dir. Eine Probe ist kein Ort, an dem einfach so lange wiederholt wird, bis etwas irgendwann richtig ist. Sie ist ein Möglichkeitsraum. Varianten werden ausprobiert, verworfen, verändert. Und selbst eine schlechte Idee kann wertvoll sein, weil wir danach mehr wissen als vorher. Was im Theater selbstverständlich ist, lässt sich auch auf Unternehmen, Führung und den Alltag übertragen. Gerade dort, wo viel auf dem Spiel steht, müssen wir nicht aufhören zu spielen. Wir müssen nur die Größe des Spielzugs dem Risiko anpassen. Pilotprojekte, Testphasen, Prototypen und Simulationen sind im Grunde genau das: Spielräume mit begrenztem Risiko. Und vielleicht wird diese Fähigkeit in Zeiten künstlicher Intelligenz sogar wichtiger. Denn wenn Struktur, Vorbereitung und Variantenbildung immer stärker unterstützt werden können, bleibt uns Menschen mehr Raum für das, was wir besonders gut können: reagieren, improvisieren und gemeinsam etwas entstehen lassen, dessen Ergebnis vorher nicht vollständig feststeht. Die Kernthese dieser Folge: “Spiel schafft Klarheit.”
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Über diesen Podcast

Klarheit statt Coaching ist kein Podcast über Selbstoptimierung. Hier geht es nicht darum, sich besser zu fühlen. Sondern darum, klarer zu sehen. Ich bin Sebastian Schlösser. Ich arbeite mit Menschen, die an einem Punkt stehen, an dem sie merken: So wie es gerade läuft, geht es nicht weiter. Viele wissen ziemlich genau, was sie tun müssten. Und bleiben trotzdem stehen. Nicht, weil sie zu wenig wissen. Sondern weil sie an den falschen Stellen suchen. In diesem Podcast geht es genau um diese Punkte. Um Situationen, in denen du feststeckst. Um Muster, die sich wiederholen. Um Entscheidungen, die du vor dir herschiebst. Und um die Frage, was wirklich dahinterliegt. Ich sage dir, was ich sehe. Klar, ruhig und ohne Umwege. Manchmal unbequem. Aber genau darin liegt der Unterschied. Wenn du bereit bist, genauer hinzuschauen – und nicht nur den nächsten Impuls suchst, dann bist du hier richtig.
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„klarheitstattcoaching“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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