Ignorieren ist eine Strafe. Das Knie hochnehmen, wenn der Hund anspringt, auch. Und der Ruck an der Leine? Für Iris ganz klar Gewalt – ohne jeden Lernerfolg.
In dieser Folge sortieren Iris Kaspar (Hundeschule RoyalSteps, Mannheim) und Ralph Kühnl (PAWCADEMY, Heidelberg) drei Begriffe auseinander, die im Hundetraining ständig durcheinandergehen: Korrektur, Strafe und Gewalt. Sie sprechen darüber, was ein Hund überhaupt verstehen und verarbeiten kann, warum aversive Methoden kurzfristig wirken und langfristig Vertrauen zerstören – und warum die stillen Hunde, die plötzlich wieder in die Wohnung pinkeln, oft die eigentlichen Alarmzeichen setzen.
Iris erklärt ihre Faustregel: Wer eine Grenze einmal setzt und verstanden wird, hat alles richtig gemacht. Wer sie dreimal setzen muss, hört besser auf. Und sie erzählt, warum ausgerechnet ein Wal im Klickertraining zeigt, wo Strafe an ihre Grenzen stößt – der schwimmt nämlich einfach weg. Ralph nimmt sich die vier Quadranten der operanten Konditionierung vor und übersetzt, was positive Strafe, negative Strafe und negative Verstärkung im Alltag wirklich bedeuten.
Aufgenommen haben wir wieder auf dem Trainingsgelände in Mannheim – mit Yoda und Paco, die inzwischen völlig unbeeindruckt danebenliegen.
Ihr habt Fragen an uns? Schickt sie uns – wir beantworten sie in einer der nächsten Folgen. Und wer Lust hat, mit uns über dieses Thema zu diskutieren: meldet euch, wir laden gern jemanden ein: info@royalsteps.de
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