„Death is not the end“ – kaum ein Slogan beschreibt Blood on the Clocktower besser! Während man in klassischen Social-Deduction-Spielen nach dem Tod oft nur noch stiller Zuschauer ist, bleibt man hier bis zur allerletzten Sekunde ein vollwertiger Teil des Spiels!
In dieser Educational-Episode nehmen Miri und Björn das mächtigste Werkzeug verstorbener Spielerinnen und Spieler unter die Lupe: die Geisterstimme (Ghost Vote / Dead Vote)! Warum entscheidet dieser eine verbleibende Vote oft über Sieg oder Niederlage? Wie geht man am besten mit dieser knappen Ressource um – und welche fatalen Fehler machen Einsteiger immer wieder?
In dieser Episode besprechen wir:
Was genau ist die Geisterstimme?
Die Grundregel: Egal ob Exekution, Exil oder Nachtkill – wer stirbt, verliert die Fähigkeit zu nominieren, behält aber genau einen letzten Vote für den Rest des Spiels.
Der feine Unterschied zu Werwolf: Keine aufgedeckten Rollen nach dem Tod, kein stundenlanges Zuschauen ohne Einfluss – das Spiel bleibt bis zum Ende geheimnisvoll und dynamisch!
Die 4 häufigsten Anfängerfehler mit dem Ghost Vote:
Zu früh verballern: Den Vote direkt ausgeben, nur weil man glaubt, jemanden beim Lügen erwischt zu haben.
Ihn wie eine normale Stimme behandeln: Vergessen, dass der Vote eine einmalige, unersetzliche Ressource ist.
Keine Votes zum Testen/Signalisieren nutzen: Die Chance verpassen, durch kurzes Handheben das Voting-Verhalten der anderen zu lesen.
Das Finale verschlafen oder falsch rechnen: Im Final Day nicht auf dem Schirm haben, wie viele Stimmen genau gebraucht werden, um das Evil-Team zu überstimmen!
Wann setzt man die Geisterstimme richtig ein?
Situation A – Das Rettungsvote: Um eine katastrophale Fehl-Hinrichtung eines wichtigen, bestätigten guten Spielers (z. B. Soldier oder Mayor) kurz vor dem Finale zu verhindern.
Situation B – Das Endspiel (Final Three / Final Day): Wenn jede verbleibende Stimme zählt, um den Dämon endgültig zur Strecke zu bringen.
Situation C – Das strategische Minion-Targeting: Wenn man sich sicher ist, eine gefährliche Minion-Rolle (wie die Pit-Hag oder den Cerenovus) rechtzeitig auszuschalten.
Die Vote Economy & Psychologie am Spieltisch:
Warum Evil die Toten nicht ignorieren darf: Böse Spieler müssen aktiv Social Trust bei den Geistern aufbauen, da tote gute Spieler in der Mehrheit die Entscheidung treffen.
Signalwirkung: Wie ein abgegebener Ghost Vote eines vertrauenswürdigen Spielers das gesamte Dorf mitreißen kann (Vote Pressure).
Tipps für Live- vs. Online-Runden: Kerzen und Hilfsmittel am physischen Spieltisch, um den Überblick über verbleibende Geisterstimmen nicht zu verlieren.
Björns & Miris 3 Goldene Regeln für den Ghost Vote
Gib den Deadvote nicht aus, nur weil du kannst! Spar ihn auf, außer du hast einen verdammt guten Grund.
Heb ihn nicht stur auf, wenn du ein wichtiges Ziel ausschalten kannst! Ein getauschtes Ghost Vote gegen ein gefährliches Minion ist fast immer ein guter Deal.
Plane immer das Endspiel und das Skript mit! Achte darauf, wie viele böse Stimmen durch Spezialrollen (Politician, Mesepheles, Spirit of Ivory) auf dem Skript liegen können und wann der Final Day sein kann!
Pro-Tipp der Folge
„Wenn du keinen wirklich triftigen Grund hast zu voten: Behalte deinen Ghost Vote für das Late Game! Und im Zweifel: Einfach mal auf Evil voten – außer auf Björn!“
Links & Ressourcen:
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Alles Liebe und viel Erfolg bei eurer nächsten Runde wünschen euch
Miri, Denise & Björn!
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