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Auto Hell Dunkel
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Episoden

36 Minuten
Du stehst morgens auf dem Campingplatz, willst nur Wasser auffüllen, und auf einmal fühlt sich die Bremse anders an als sonst. Von da bis zu der Frage, ob jetzt der ADAC kommen muss, ist es kein weiter Weg. Genau darum geht es in dieser Folge. Wenn du in deinem Auto wohnst, ist eine Werkstatt nie nur eine Werkstatt. In manchen Ländern darfst du während der Reparatur im Van bleiben, anderswo bekommst du aus Versicherungsgründen ein Nein und brauchst von jetzt auf gleich ein Dach über dem Kopf. Dazu der Papierkram, der sich über Monate zieht, bis diese Woche wieder ein Brief von VW im Kasten liegt. Das Überraschendste daran ist, wie ruhig wir inzwischen damit umgehen. Beim ersten Mal sind wir beide in Panik verfallen, heute wird erst Kaffee gekocht und dann überlegt. Nebenbei geht es um den ersten richtigen Herbst seit drei Jahren, um Feuchtigkeit an den Scheiben, um Strom, Nebel und darum, warum es trotzdem bald wieder nach Süden geht.
1 Stunde 5 Minuten
Antje sah das Wohnmobil online und wusste sofort: das ist meins. Es war schon verkauft. Sie hat über einen Monat gebraucht, bis sie die Fotos vom Handy löschen konnte. Und dann stand es wieder da. Heute lebt sie seit 2021 in Wilma, einem Hymermobil von 1978, und wir haben sie gefragt, wie das eigentlich geht. Worüber wir reden: • Wie Wilma zu ihr kam, zweimal • Sieben Wochen Werkstatt am Stück, Motortausch, überhitzter Motor • Allein nach Marokko und mit einem 48 Jahre alten Fahrzeug in die Sahara • Festgefahren im Sand, und warum sie trotzdem nie Angst hatte • Leben ohne festen Wohnsitz: was auf dem Ausweis steht und wie die Post ankommt • Überwintern, arbeiten, und die Frage, ob das Verzicht ist oder Privileg Antje schreibt außerdem. Alles von ihr verlinken wir in den Shownotes.
27 Minuten
Wie ist das eigentlich im Winter, wenn man in einem Auto lebt? Diese Frage bekommen wir ständig. In dieser Folge reden wir darüber, was nach vier Jahren wirklich funktioniert und was nicht. Über unsere Dieselheizung und warum sie an der falschen Stelle sitzt. Über die Nacht, in der uns um vier Uhr die Batterie ausging, während es draußen minus zwölf Grad hatte. Über Feuchtigkeit, die sich unter dem Bett sammelt, bis es anfängt zu schimmeln. Und über den Satz, den wir nach dem ersten Winter sagen mussten: So wie unser Van ausgebaut ist, ist er nicht winterkompatibel. Dazu ein Tipp, der uns viel erspart hätte, wenn ihn uns jemand früher gesagt hätte. Und weil in diesem kleinen Raum sehr schnell Chaos entsteht, reden wir auch darüber, wie weit das, was auf Instagram zu sehen ist, von unserem Alltag entfernt ist. Das ist unsere erste Folge mit Bild. Ihr könnt sie also auch anschauen statt nur hören.
46 Minuten
Als Candy im Vorstellungsgespräch klar wurde, dass ihre künftigen Chefs sie im Büro sitzen sehen wollten, hat sie den Job abgesagt. Ein paar Tage später kamen die beiden zurück und sagten: Wir vertrauen dir. Heute arbeitet sie als Executive Assistant, ab Januar für vier unterschiedliche Unternehmen, von überall aus, wo es Internet gibt. Und sie räumt mit der Frage auf, die sie ständig bekommt: Bist du schon wieder im Urlaub? Zehn Jahre hat Candy bei einem Arbeitgeber mit Anwesenheitspflicht gearbeitet, bis Corona alle ins Homeoffice schickte. Danach kam ein Job, bei dem aus einem Bürotag pro Woche nach und nach fünf wurden. Nicht weil die Arbeit es brauchte, sondern weil das Vertrauen fehlte. Am Ende wurde ihr gekündigt. Danach wollte sie sich eigentlich selbstständig machen, hat sich ein halbes Jahr lang zur virtuellen Assistentin weitergebildet und sich dann doch nicht getraut. Ein Kind, Verantwortung, und die Frage im Kopf, was passiert, wenn es schiefgeht. Also hat sie sich initiativ bei einem kleinen Photovoltaik-Unternehmen beworben, das gar keine Stelle ausgeschrieben hatte. Wir sprechen darüber, was der Unterschied zwischen einer virtuellen Assistentin und einer Executive Assistant ist, wie man als virtuelle Assistentin an Aufträge kommt, warum man sich dafür nicht bewirbt, sondern anbietet, und was KI an dieser Arbeit verändert. Und über die andere Seite: dass sie im Schwedenurlaub die mittlere Woche durcharbeitet, damit nichts liegen bleibt. Dass sie am Flughafen den Laptop aufklappt, während andere Kaffee trinken. Aufgenommen haben wir die Folge nämlich direkt dort, wo wir Candy vor ein paar Jahren auch zum ersten Mal persönlich getroffen haben. Gelernt hat sie übrigens Bürokauffrau und Friseurin. Ihren Traumberuf hat sie mit 41 gefunden.
34 Minuten
Wir waren nach zwei Jahren Pause wieder bei Van am See, einem Treffen für Selbstausbauer und Camper. Drei Tage, klein und familiär, und genau deshalb mögen wir es. Von dort schicken wir auch liebe Grüße an die Küstencamper, mit denen damals alles anfing, als wir den Van gerade ausgebaut hatten. Direkt danach ging es in die Werkstatt. Unser Van hat zwei Jahre nach der Marokko-Lackierung einen neuen Lack bekommen, früher als geplant. Auf Fuerteventura haben wir zwei Stellen entdeckt, die nach Rost aussahen, und die sind in kurzer Zeit gewandert. Löcher waren keine drin, aber wir wollten nicht warten, bis jemand Blech einschweißen muss. Drei Tage bei André in der Werkstatt. Alles, was krank ist, muss runter, bis aufs Blech. Schiebetür raus, Küche raus, Kühlschrank raus, und im Nacken die Frage, ob wir fertig werden, bevor Chris' Eltern aus dem Urlaub zurückkommen und ihr halbes Wohnzimmer voller Vanteile ist. Angelique war drei Tage lang Praktikantin und hat dabei gelernt, wie man eine Schleifmaschine ans eigene Zuhause ansetzt, was ein Konturenband ist und warum man den Plastikschutz in den Radkästen regelmäßig abnehmen sollte. Und wie lange man braucht, um Unterbodenschutz von den Händen zu bekommen, wenn man ohne Handschuhe anfängt. Dazu war Hochzeitstag, fünf Jahre verheiratet, zehn Jahre zusammen. Gefeiert haben wir nichts, und eine Tradition haben wir auch schon zwei Jahre lang schleifen lassen. Wie es weitergeht, wissen wir zum ersten Mal selbst noch nicht.
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Über diesen Podcast

Menschen auf Zeit von Vaenhaus Ein Podcast von Angelique und Christian. Wir sind unterwegs. Im Van, im Leben und in unseren Gedanken. „Menschen auf Zeit“ bedeutet für uns zwei Dinge: Unsere Zeit auf dieser Erde ist begrenzt und genauso die Zeit mit den Menschen, denen wir auf Reisen begegnen. In diesem Podcast geht es um uns, unsere Abenteuer, unsere Umwege und das Chaos dazwischen. Um spontane Gespräche, ehrliche Gedanken und Interviews mit spannenden Menschen, die wir unterwegs treffen. Menschen, die uns für einen Moment begleiten und dann weiterziehen. Mal laut, mal leise, mal völlig ungeplant. Nicht perfekt. Nicht geschniegelt. Aber echt. Wild, chaotisch, lustig. Denn wir nehmen das Leben nicht zu ernst, unsere Zeit aber schon. Wir sind alle Menschen auf Zeit. Was wir daraus machen, liegt bei uns.
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„Menschen auf Zeit“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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