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Auto Hell Dunkel
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Menschen auf Zeit Archiv

29 Episoden
36 Minuten
Du stehst morgens auf dem Campingplatz, willst nur Wasser auffüllen, und auf einmal fühlt sich die Bremse anders an als sonst. Von da bis zu der Frage, ob jetzt der ADAC kommen muss, ist es kein weiter Weg. Genau darum geht es in dieser Folge. Wenn du in deinem Auto wohnst, ist eine Werkstatt nie nur eine Werkstatt. In manchen Ländern darfst du während der Reparatur im Van bleiben, anderswo bekommst du aus Versicherungsgründen ein Nein und brauchst von jetzt auf gleich ein Dach über dem Kopf. Dazu der Papierkram, der sich über Monate zieht, bis diese Woche wieder ein Brief von VW im Kasten liegt. Das Überraschendste daran ist, wie ruhig wir inzwischen damit umgehen. Beim ersten Mal sind wir beide in Panik verfallen, heute wird erst Kaffee gekocht und dann überlegt. Nebenbei geht es um den ersten richtigen Herbst seit drei Jahren, um Feuchtigkeit an den Scheiben, um Strom, Nebel und darum, warum es trotzdem bald wieder nach Süden geht.
1 Stunde 5 Minuten
Antje sah das Wohnmobil online und wusste sofort: das ist meins. Es war schon verkauft. Sie hat über einen Monat gebraucht, bis sie die Fotos vom Handy löschen konnte. Und dann stand es wieder da. Heute lebt sie seit 2021 in Wilma, einem Hymermobil von 1978, und wir haben sie gefragt, wie das eigentlich geht. Worüber wir reden: • Wie Wilma zu ihr kam, zweimal • Sieben Wochen Werkstatt am Stück, Motortausch, überhitzter Motor • Allein nach Marokko und mit einem 48 Jahre alten Fahrzeug in die Sahara • Festgefahren im Sand, und warum sie trotzdem nie Angst hatte • Leben ohne festen Wohnsitz: was auf dem Ausweis steht und wie die Post ankommt • Überwintern, arbeiten, und die Frage, ob das Verzicht ist oder Privileg Antje schreibt außerdem. Alles von ihr verlinken wir in den Shownotes.
27 Minuten
Wie ist das eigentlich im Winter, wenn man in einem Auto lebt? Diese Frage bekommen wir ständig. In dieser Folge reden wir darüber, was nach vier Jahren wirklich funktioniert und was nicht. Über unsere Dieselheizung und warum sie an der falschen Stelle sitzt. Über die Nacht, in der uns um vier Uhr die Batterie ausging, während es draußen minus zwölf Grad hatte. Über Feuchtigkeit, die sich unter dem Bett sammelt, bis es anfängt zu schimmeln. Und über den Satz, den wir nach dem ersten Winter sagen mussten: So wie unser Van ausgebaut ist, ist er nicht winterkompatibel. Dazu ein Tipp, der uns viel erspart hätte, wenn ihn uns jemand früher gesagt hätte. Und weil in diesem kleinen Raum sehr schnell Chaos entsteht, reden wir auch darüber, wie weit das, was auf Instagram zu sehen ist, von unserem Alltag entfernt ist. Das ist unsere erste Folge mit Bild. Ihr könnt sie also auch anschauen statt nur hören.
46 Minuten
Als Candy im Vorstellungsgespräch klar wurde, dass ihre künftigen Chefs sie im Büro sitzen sehen wollten, hat sie den Job abgesagt. Ein paar Tage später kamen die beiden zurück und sagten: Wir vertrauen dir. Heute arbeitet sie als Executive Assistant, ab Januar für vier unterschiedliche Unternehmen, von überall aus, wo es Internet gibt. Und sie räumt mit der Frage auf, die sie ständig bekommt: Bist du schon wieder im Urlaub? Zehn Jahre hat Candy bei einem Arbeitgeber mit Anwesenheitspflicht gearbeitet, bis Corona alle ins Homeoffice schickte. Danach kam ein Job, bei dem aus einem Bürotag pro Woche nach und nach fünf wurden. Nicht weil die Arbeit es brauchte, sondern weil das Vertrauen fehlte. Am Ende wurde ihr gekündigt. Danach wollte sie sich eigentlich selbstständig machen, hat sich ein halbes Jahr lang zur virtuellen Assistentin weitergebildet und sich dann doch nicht getraut. Ein Kind, Verantwortung, und die Frage im Kopf, was passiert, wenn es schiefgeht. Also hat sie sich initiativ bei einem kleinen Photovoltaik-Unternehmen beworben, das gar keine Stelle ausgeschrieben hatte. Wir sprechen darüber, was der Unterschied zwischen einer virtuellen Assistentin und einer Executive Assistant ist, wie man als virtuelle Assistentin an Aufträge kommt, warum man sich dafür nicht bewirbt, sondern anbietet, und was KI an dieser Arbeit verändert. Und über die andere Seite: dass sie im Schwedenurlaub die mittlere Woche durcharbeitet, damit nichts liegen bleibt. Dass sie am Flughafen den Laptop aufklappt, während andere Kaffee trinken. Aufgenommen haben wir die Folge nämlich direkt dort, wo wir Candy vor ein paar Jahren auch zum ersten Mal persönlich getroffen haben. Gelernt hat sie übrigens Bürokauffrau und Friseurin. Ihren Traumberuf hat sie mit 41 gefunden.
34 Minuten
Wir waren nach zwei Jahren Pause wieder bei Van am See, einem Treffen für Selbstausbauer und Camper. Drei Tage, klein und familiär, und genau deshalb mögen wir es. Von dort schicken wir auch liebe Grüße an die Küstencamper, mit denen damals alles anfing, als wir den Van gerade ausgebaut hatten. Direkt danach ging es in die Werkstatt. Unser Van hat zwei Jahre nach der Marokko-Lackierung einen neuen Lack bekommen, früher als geplant. Auf Fuerteventura haben wir zwei Stellen entdeckt, die nach Rost aussahen, und die sind in kurzer Zeit gewandert. Löcher waren keine drin, aber wir wollten nicht warten, bis jemand Blech einschweißen muss. Drei Tage bei André in der Werkstatt. Alles, was krank ist, muss runter, bis aufs Blech. Schiebetür raus, Küche raus, Kühlschrank raus, und im Nacken die Frage, ob wir fertig werden, bevor Chris' Eltern aus dem Urlaub zurückkommen und ihr halbes Wohnzimmer voller Vanteile ist. Angelique war drei Tage lang Praktikantin und hat dabei gelernt, wie man eine Schleifmaschine ans eigene Zuhause ansetzt, was ein Konturenband ist und warum man den Plastikschutz in den Radkästen regelmäßig abnehmen sollte. Und wie lange man braucht, um Unterbodenschutz von den Händen zu bekommen, wenn man ohne Handschuhe anfängt. Dazu war Hochzeitstag, fünf Jahre verheiratet, zehn Jahre zusammen. Gefeiert haben wir nichts, und eine Tradition haben wir auch schon zwei Jahre lang schleifen lassen. Wie es weitergeht, wissen wir zum ersten Mal selbst noch nicht.
1 Stunde 12 Minuten
Heute haben wir zum ersten Mal einen Gast im Podcast, den wir vorher selbst nicht kannten. Wir haben Viktoria einfach über Instagram angeschrieben, und sie hat zugesagt. Viktoria hat zwanzig Jahre im Bankwesen gearbeitet, zuletzt als Kreditentscheiderin für Immobilienfinanzierungen. Gutes Gehalt, Teilzeit, remote, für viele der perfekte Job. Nur hat er sie so viel Kraft gekostet, dass sie sich mittags erstmal hinlegen musste. Vor zwei Jahren hat sie angefangen, im Wald mit ChatGPT zu reden, und irgendwann gefragt: Willst du meinen Job ersetzen? Die Antwort war ja. Während ihre Kollegen noch sagten, das passiert nie, hat sie angefangen, sich etwas anderes aufzubauen. Erst anonym, mit einer roten Nase als Schutz, weil Satire angeblich unangreifbar macht. Das war ein Irrtum. Die Kollegen haben sich in ihren Videos wiedererkannt, es kam zu Eskalationen, öffentlichen Kommentaren unter ihren Reels und am Ende zu einer Juristin, einer Abfindung und dem Ausstieg. Wir reden darüber, warum sie die rote Nase jetzt abgelegt hat und was das mit dem Algorithmus macht. Über Hate, die in Wellen kommen, über die Frage, ob dahinter überhaupt Menschen stecken, und darüber, wie einsam man damit ist, wenn im Umfeld niemand Content macht. Über Geld und warum Monetarisierung für sie kein schmutziges Wort ist. Über Angst als Lähmung und darüber, wie man sie an die Hand nimmt statt wegzuschieben. Und über das, was als Nächstes kommt: Baby im Januar, raus aus dem Saarland, Richtung Allgäu oder Kroatien. Eine Folge über den Mut, sich zu zeigen, bevor man sich bereit fühlt.
7 Minuten
Diese Folge nehmen wir direkt vom Campingplatz auf, auf dem Van am See stattfindet. Die letzten Jahre hat es nicht geklappt, jetzt sind wir wieder dabei. Und eine Freundin von uns hat keine Ahnung davon. Das Geheimhalten war schwieriger als gedacht. Wir haben uns ein paar Tage vorher zufällig getroffen, und sie hat natürlich gefragt, warum wir nicht mitkommen. Wir mussten uns mit dem Lackieren vom Auto rausreden und dabei aufpassen, dass wir uns nicht verplappern. Jetzt stehen wir so auf dem Platz, dass sie uns bei der Ankunft eigentlich sehen muss. Dazu kommt Überraschung Nummer zwei. Lou hat tagelang versucht, noch ein Ticket für Laura und ihren Minicamper zu bekommen, beim Veranstalter und in unserem gemeinsamen Gruppenchat. Was sie nicht weiß: Wir hatten das im Hintergrund längst geregelt, und die anderen im Chat haben fleißig mitgespielt. Gestern kam die Zusage. Am Donnerstagabend steht Laura also auch auf dem Platz. Wenn ihr diese Folge hört, sind wir schon mittendrin und feiern außerdem unseren Hochzeitstag. Deshalb wird es heute kurz. Wie die Überraschung gelaufen ist, erzählen wir euch in einer eigenen Folge. Und nächste Woche gibt es wieder ein Interview.
40 Minuten
Wir erzählen euch heute die ganze Geschichte rund um unseren neuen Fahrradträger: warum wir früher Rennräder hatten, die wilde Tour von Berlin nach Magdeburg, wieso wir jahrelang ohne vernünftiges Fahrrad unterwegs waren und wie wir am Ende über einen Freund ein Retro-Fahrrad gefunden haben, in das sich Angelique sofort verliebt hat. Natürlich lief beim Einbau des Trägers nicht alles glatt, wir zeigen euch, wie wir ein kaputtes Türschloss selbst repariert und dabei auch noch Geld gespart haben. Außerdem gibt's ein Update zu unserer Autolackierung und dem neuen Filz im Innenraum. Im zweiten Teil der Folge wird es ernster: Wir sprechen offen über das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, über unsere eigenen Erfahrungen mit Rechtsextremismus in den neunziger Jahren und darüber, warum es uns wichtig ist, gerade jetzt klar Stellung zu beziehen. Eine Folge, die zeigt, dass bei uns nicht nur der Alltag im Van Thema ist, sondern auch das, was uns als Menschen bewegt.
1 Stunde 24 Minuten
Wir haben heute Laura zu Gast, kennengelernt haben wir uns vor Jahren zufällig an einem überfüllten Strand in Spanien, seitdem sind wir uns immer wieder über den Weg gelaufen. Laura war jahrelang Vollzeit-Vanliferin, arbeitet komplett remote und ist unter anderem allein durch Marokko gereist. Wir sprechen darüber, wie es ist, als Frau allein unterwegs zu sein, welche Vorurteile und auch schönen Erfahrungen dabei entstehen, und wie Remote-Arbeit im Van in der Praxis wirklich funktioniert. Der ehrlichste Teil der Folge kommt aber danach: Laura erzählt, warum sie nach über fünf Jahren im Van ihren Camper verkauft und sich eine Wohnung gesucht hat, warum sich das für sie erstmal wie Scheitern angefühlt hat und warum es das überhaupt nicht ist. Und wir erzählen, wie sie sich vor Kurzem für sechshundert Euro einen alten Twingo gekauft hat, um wieder ein Stück Freiheit zurückzuholen. Eine Folge über Mut, Umwege und darüber, dass sich niemand für seinen eigenen Weg rechtfertigen muss.
31 Minuten
Wir haben schon so oft die gleichen Fragen gehört: Was kostet euch das Leben im Van eigentlich? Wie geht ihr aufs Klo? Und wie macht ihr das mit dem Strom, wenn kein Campingplatz in Sicht ist? Heute machen wir mal Butter bei die Fische und beantworten alles, ganz ohne Filter, dafür mit Rückenschmerzen und viel zu wenig Kaffee, denn wir haben die Folge tatsächlich morgens kurz nach dem Aufstehen aufgenommen. Wir rechnen euch unsere Fixkosten vor, von Handyvertrag über Autoversicherung bis zum Podcast-Hosting, und erzählen, warum wir für Starlink gerade zehn Euro im Monat für nichts zahlen. Wenn ihr also schon immer wissen wolltet, was Vanlife wirklich kostet, seid ihr in dieser Folge genau richtig.
48 Minuten
Wir wollten einfach nur ankommen. Mal nichts. Kurz durchatmen. Stattdessen sind wir auf den Campingplatz gefahren, auf dem wir damals das allererste Mal in unserem leeren Auto übernachtet haben, Luftmatratze mit Reifenpumpe aufgepumpt, Heizung wie eine Turbine, nachts ein Klopfen an der Scheibe. Nostalgie pur. Zurück in Polen also, weil die Spritpreise in Deutschland gerade explodieren und besuch bei der Familie die einen Urlaub gebucht hatten. Was wir gesucht haben: Ruhe. Was wir gefunden haben: Dauercamper die sich aufführen als wäre der Platz ihr Wohnzimmer, einen alten Herrn der sich sein Leben in Deutschland schlicht nicht mehr leisten kann, und zufällig einen Rave in Anklam. Dazu Paddelboot-Rennen, zwei Polizeianwärter mit Bier und Geschichten, und am Ende das ehrliche Fazit: In drei Wochen hatten wir genau zwei Tage wirklich für uns. Ach ja, unser Auto kriegt eine neue Farbe. Welche, sagen wir noch nicht.
31 Minuten
Kein Antrag auf Knien. Kein Saal voller Gäste. Kein klassisches Ja Wort mit der ganzen Familie dabei. Und trotzdem war es der schönste Tag. Wir haben am zwanzigsten September 2021 geheiratet, alleine, mitten in Corona, im Standesamt Charlottenburg. Mit einer Freundin, die alles gefilmt hat. Ohne dass irgendjemand wusste was an dem Tag passiert. Wir erzählen wie der Ring wirklich überreicht wurde, warum Angelique fast Nein gesagt hätte bei einem klassischen Antrag, was ein Tattookünstler in einem Anzug in unserem Van gemacht hat und warum unsere Hochzeitstorte am nächsten Morgen auf der Windschutzscheibe lag. Dazu: wie wir die Hochzeit zwei Wochen geheim gehalten haben. Ein Paket nach Spanien, voller Konfetti. Und die Reaktion unserer Familie, als sie das Video gesehen haben.
1 Stunde 3 Minuten
Patrick ist Christians kleiner Bruder. Neun Jahre Unterschied. Und eine Menge Stoff. Er erzählt, wie er als Kind schon wusste warum Christians Zimmertür abgeschlossen war. Wie es war, als der große Bruder in den Kosovo zog und die Familie wochenlang nichts hörte. Wie Christian anderthalb Jahre bei ihm gewohnt hat und warum das nicht immer einfach war. Dazu: Die Tattoo-Convention in Neukölln, bei der Patrick mit einem Sterni-Tattoo nach Hause ging. Die Monate, in denen er und Frank fast jedes Wochenende den Van mit gebaut haben. Und wie eine Katze namens Bella, Angelique in die Familie gebracht hat. Eine Familienfolge. Ehrlich, lustig und stellenweise unerwartet tief.
33 Minuten
Ihr habt gefragt. Wir antworten. Was passiert eigentlich, wenn das Auto total kaputt geht, oder abbrennt? Fährt diese Angst immer mit? Und was ist Plan B, wenn das Zuhause auf vier Rädern plötzlich weg ist? Wir reden offen darüber, was das für uns bedeuten würde und warum wir trotzdem jeden Morgen einsteigen. Außerdem: Ist eine Homebase geplant? Spoiler – ja. Irgendwann. Wir träumen von einem Tiny House, einem kleinen Stück Erde, vielleicht Hühnern. Und davon, dass das Reisen trotzdem weitergeht. Nur anders. Dazu erzählen wir, wann wir gemerkt haben, dass wir füreinander die Richtigen sind und was eine erste gemeinsame Nacht damit zu tun hat. Wir reden über Routinen auf engstem Raum, über zwei Wochen Dauerregen in Spanien ohne rauszukommen, über Länder die noch auf der Liste stehen. Und über Hawaii, das Chris partout nicht sehen will, zumindest gerade nicht. Eine Folge voller ehrlicher Einblicke. Weil ihr gefragt habt.
36 Minuten
Vier Wochen Pause. Und einiges passiert. Wir sind zurück in Deutschland ! Strümpfe optional, Temperaturen gnadenlos. Wir hüten Haus und Garten, unser Auto steht in der Werkstatt und wir kochen uns durch alle deutschen Klassiker die wir vermisst haben. Aber davor: Frankreich. Und damit meinen wir nicht nur die schönen Dinge. Einen Einbruch in unseren Van, den wir bisher nie erzählt haben. Und auf dem Rückweg einen Waldbrand, der näher war als uns lieb war. Plus: Das Feedback zur Diana-Folge hat uns wirklich gerührt. Danke.