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1 Stunde 2 Minuten
Die Wahlen sind vorbei, und in Sachsen-Anhalt ist die Befürchtung Realität geworden, die unseren Podcast von Anfang an begleitet hat. Erstmals seit 1945 ist eine rechtsextreme Partei kurz vor der Regierungsübernahme. Vor den Ministerpräsidenten-Wahlen im Magdeburger Landtag fragen wir deshalb in der letzten Folge der ersten Staffel noch einmal nach: Gehen? Bleiben? Zurückkommen? Sehr unterschiedliche, nachdenkliche und eindrückliche Antworten geben Saaeid Saaeid vom Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt, Katharinas Freundin Christina, deren Kinder in Sachsen-Anhalt zur Schule gehen, die queere Speakerin Luna Möbius und Mr. Wheelchair. Und weil Abgeordnete demokratischer Parteien im Landtag von Sachsen-Anhalt rechtsextreme AfD-Abgeordnete als Landtagspräsidenten und Vize-Präsidenten gewählt haben, sprechen wir über Vertrauensbrüche – und erinnern an die Bilder und Erfahrungen, die uns und so vielen aus unserer Kipppunkt Ost - Community Mut gemacht haben: von Jamel Rockt den Förster bis zur Menschenkette der Jüdischen Studierenden Union zum Schutz der Synagoge in Halle am 9. Oktober – und sagen Danke!
1 Stunde 8 Minuten
Der antidemokratische Block – angeführt von AfD und BSW – bereitet im Landtag von Sachsen-Anhalt sehr offensiv die Regierungsübernahme für die erste rechtsextreme Landesregierung seit 1945 vor. Diejenigen, die sich widersetzen, sind die vielen Aktiven der demokratischen Zivilgesellschaft – auch aus den Gewerkschaften. Denn gerade in der Arbeitswelt wird der rechtsextreme Flächenbrand besonders sichtbar. Der neue AfD-Landtagsvizepräsident zum Beispiel markiert Gewerkschaften wie die GEW, die für demokratische Schüler*innen und Pädagig*innen einsteht, regelmäßig als politische Gegner*innen. Doch auch bei Arbeitnehmer*innen, die gewerkschaftlich organisiert sind, konnte die rechtsextreme AfD erfolgreich Stimmen sammaeln. Reale und gefühlte Ost-West-Ungleichheiten und Ungerechtigkeit sind Themen, die dafür ausschlaggebend sind. Deshalb wollen wir in dieser Folge mit Olaf Klenke von der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) über zu wenig beachtete erfolgreiche Arbeitskämpfe in Ostdeutschland und die Frage sprechen: Wie wirkt sich der rechtsextreme Flächenbrand in den Betrieben aus, wo etwa in Europas größter Brezel-Industriebäckerei Ditsch eine neue Generation von Arbeitnehmer*innen in Ostdeutschland einerseits selbstbewusst mit Streiks gegen Ungerechtigkeiten kämpft und andererseits trotzdem vielfach rechtsextreme und antidemokratische Parteien wie AfD und BSW wählen, obwohl sie die Rechte von Arbeitnehmer*innen und Gewerkschafter*innen massiv einschränken wollen? Können wir trotzdem aus den Streiks auch etwas über Hoffnung, Mut und Solidarität lernen? Mit Robert Fietzke vom soziokulturellen Zentrum ZORA in Halberstadt sprechen wir außerdem über die Proteste bei der ersten Landtagssitzung in Sachsen-Anhalt und über paradoxe Hoffnung. Gäste (alphabetisch) Olaf Klenke begleitet bei der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) als Landesbezirkssekretär Ost die gewerkschaftliche Organisierung und Arbeitskämpfe in der Lebensmittelindustrie u.a. in Sachsen-Anhalt. Er ist in Ost-Berlin geboren und ehrenamtlich politisch in der Partei Die Linke engagiert. Robert Fietzke ist Sozialarbeiter und Geschäftsführer des soziokulturellen Zentrums ZORA in Halberstadt. In der 38.000 Einwohnerstadt bietet die ZORA seit 1991 einen Zufluchtsort für nicht-rechte Jugendliche und junge Erwachsene aus dem gesamten Ostharz. In der Vergangenheit war Robert Fietzke kommunalpolitisch bei Der Linken aktiv. Shownotes: Olaf Klenke: Lohnmauern einreißen! Die Erfolge der gewerkschaftlichen Organisierung in der Lebensmittelindustrie im Osten Ungleichland: Grafiken und Fakten zu sozialer und ökonomischer Ungleichheit in Deutschland (Hg. Rosa Luxemburg Stiftung 2026) Buchtipps: Isabella M. Weber : Antifaschistische Wirtschaftspolitik (suhrkamp 2026) Ramona Wuttig: Aller Aufstieg ist schwer: Arm, Ostdeutsch, Arbeiterkind – die Lüge von der Chancengleichheit (Rowohlt 2026)
1 Stunde 14 Minuten
MV hat gewählt und wie demokratisch Engagierte das Wahlergebnis analysieren, hört ihr in dieser MV-Extra-Folge. Daher: Motor an, Radio Ostseewelle läuft und los gehts: Katharina und Heike fahren mit Juli durchs Bundesland. Sie befragen einen Politikwissenschaftler der Uni Greifswald zum Abloosen der CDU, sprechen über die Auswirkungen von 38 Prozent für die rechtsextreme AfD und den Unterschied zwischen Mecklenburg und Vorpommern; besuchen ein Buchladen als Dritten Ort für Demokratie zum Anfassen und überqueren mit dem Schwanenboot die Peene, um mit einer Moor-Aktivistin über Klima- und Umweltschutz zu sprechen. Was klar wird: MV und die demokratische Zivilgesellschaft sind mehr als ein Wahlergebnis. Mit dabei: * Swantje Furtak, Moor-Engagierte und Journalistin (Malchin) * Susanne Gabler, Künstlerin (Wismar) * Kathrin Matern, Buchhändlerin Frau Rilke Buchladen (Neustrelitz) * Miriam Gedrose, Ehrenamtliche bei Rostock hilft (Rostock) * Ina Gross-Bajohr, Pressesprecherin von Zusammenbewegen  * Jochen Müller, Politikwissenschaftler Uni Greifswald * Rostock Nazifrei, antifaschistisches Aktionsbündnis HRO * Ulrike Ziggel, Engagierte + Illustratorin Mecklenburgische Seenplatte * Robert Schiedewitz, LOBBI MV (Neubrandenburg) * Maria Lichtermann, Migrant*innenrat Hansestadt Rostock 
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1 Stunde 18 Minuten
Wie weitermachen nach dem Wahlerfolg für die rechtsextreme AfD und angesichts der drohenden AfD-Landesregierung in Sachsen-Anhalt? Wieviel Wut und Mut sind jetzt gefragt – in der demokratischen Zivilgesellschaft, in angegriffenen Communities – angesichts dieser Zäsur? Denn erstmals seit 1945 werden in Deutschland organisierte Rechtsextremist:innen und Rassist:innen ein Bundesland regieren können. Darüber sprechen Katharina, Juli und Heike mit denjenigen, die als demokratische Zivilgesellschaft über Monate und Jahre im demokratischen Feuerwehreinsatz gegen den rechten Flächenbrand aktiv sind: - Magdalena von Halle gegen Rechts - Marcel Dörrer vom Lesben-, Schwulen- und Queerpolitischen Runden Tisch Sachsen-Anhalt - Robert Fietzke vom soziokulturellen Zentrum ZORA in Halberstadt - Philine Lewek vom Vorstand von Radio Corax Was braucht die demokratische Mehrheit jetzt, um verteidigt und unterstützt zu werden? Sechs Menschen, die sich in Sachsen-Anhalt engagieren, sagen, was ihnen Hoffnung macht, wie sich ihre Arbeit nun verändert – und wieso sie auf keinen Fall aufgeben. Und was macht Manuela Schwesig währenddessen? Wie gehts in den Leuten in MV? Wie sieht der Tag danach in anderen Ländern aus, in denen die extreme Rechte an die Macht kam – und was können wir daraus lernen?
1 Stunde 29 Minuten
Hand aufs Herz: Taktisch wählen, ja oder nein? Diese Frage liegt vielen Menschen kurz vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gerade schwer im Magen. In der neunten Folge von Kipppunkt Ost besprechen wir die Vor- und Nachteile. Heike und Katharina bilden Juli zur Wählerin in Sachsen-Anhalt aus und zeichnen Szenarios, die möglich wären – damit alle Wahlberechtigten ihre Entscheidung gut treffen können. Mit dabei: - Dr. Julia Reuschenbach, Senior Lecturer für Sozialwissenschaften an der Universität Hamburg. - Torsten Hahnel, seit Jahrzehnten aktiv in der demokratischen Zivilgesellschaft in Sachsen-Anhalt - Eva von Angern, Linken-Spitzenkandidatin in Sachsen-Anhalt
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Über diesen Podcast

Dein Podcast zu den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern
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„Kipppunkt Ost“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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