Podcaster
Episoden
07.07.2026
2 Minuten
Diese Woche gibt es etwas Besonderes: Statt eines Deep Dives hat Paul sein erstes Tutorial veröffentlicht — als Video auf YouTube.
Viele von euch haben nach der vierten Folge ("Wir nutzen alle KI falsch") gefragt, ob Paul nicht mal ganz konkret zeigen kann, wie man KI für die eigenen Aufgaben im Job, im Studium oder im Alltag einsetzt. Genau das macht er jetzt.
Im Tutorial baut ihr zusammen drei echte Werkzeuge — ohne Programmierkenntnisse, komplett von null:
— Die KI befüllt eine PowerPoint aus PDFs, Excel-Tabellen und einem abfotografierten Whiteboard — und findet dabei einen Zahlendreher, den ein Mensch übersehen hätte. — Die KI liest eure bisherigen Recherchen als Vorbild, recherchiert eigenständig im Internet und erstellt eine neue Recherche im gleichen Format. — Ihr baut euch ein eigenes Wochen-Cockpit: eine klickbare Übersicht, die Aufgaben abhakt, Dateien öffnet und per Knopfdruck die neue Woche anlegt.
Das Tutorial mit allen Beispieldateien zum Mitmachen findet ihr auf YouTube: https://youtube.com/@paulexplainsai
Die Deep Dives gehen nächste Woche wie gewohnt weiter.
Viele von euch haben nach der vierten Folge ("Wir nutzen alle KI falsch") gefragt, ob Paul nicht mal ganz konkret zeigen kann, wie man KI für die eigenen Aufgaben im Job, im Studium oder im Alltag einsetzt. Genau das macht er jetzt.
Im Tutorial baut ihr zusammen drei echte Werkzeuge — ohne Programmierkenntnisse, komplett von null:
— Die KI befüllt eine PowerPoint aus PDFs, Excel-Tabellen und einem abfotografierten Whiteboard — und findet dabei einen Zahlendreher, den ein Mensch übersehen hätte. — Die KI liest eure bisherigen Recherchen als Vorbild, recherchiert eigenständig im Internet und erstellt eine neue Recherche im gleichen Format. — Ihr baut euch ein eigenes Wochen-Cockpit: eine klickbare Übersicht, die Aufgaben abhakt, Dateien öffnet und per Knopfdruck die neue Woche anlegt.
Das Tutorial mit allen Beispieldateien zum Mitmachen findet ihr auf YouTube: https://youtube.com/@paulexplainsai
Die Deep Dives gehen nächste Woche wie gewohnt weiter.
Mehr
30.06.2026
44 Minuten
https://wer-wird-weltmeister.com/
London, 30. Juli 1966. Wembley-Stadion, WM-Finale, England gegen Deutschland. Geoff Hurst schießt, der Ball knallt an die Latte, springt runter — und wieder raus. War er drin? Kein Mensch kann es sagen. Der Schiedsrichter läuft zu seinem Linienrichter. Die beiden haben nicht einmal eine gemeinsame Sprache. Eine Geste, ein Nicken. Tor. England wird Weltmeister. Sechzig Jahre später weiß es immer noch niemand sicher.
Würde derselbe Ball heute fallen — bei der laufenden WM 2026 —, wäre alles in unter einer Sekunde geklärt. Sieben Hochgeschwindigkeitskameras pro Tor, fünfhundert Bilder pro Sekunde, fünf Millimeter Genauigkeit. Kein Zweifel, keine Diskussion, kein Rätsel. Aber auch keine Legende.
In dieser Folge nehme ich die FIFA WM 2026 zum Anlass, um zu zeigen, wie tief KI schon im Fußball steckt — und was das mit dem Spiel macht. Wir gehen Schicht für Schicht: von der Torlinientechnik über den Videobeweis und das halbautomatische Abseits bis zum Spielball Trionda mit eingebautem Sensor und den 3D-gescannten Spielern dieser WM. Über hundertfünfzig Millionen Datenpunkte pro Spiel, Expected Goals, und mein eigenes kleines Experiment — einen selbstgebauten WM-Predictor, den ihr ausprobieren könnt (Link unten).
Dann wird es unsichtbar: Scouting per Algorithmus, bei dem Brighton einen Spieler für vier Millionen kauft und für hundertfünfzehn Millionen weiterverkauft. KI-gestützte Verletzungsvorhersage — und warum ein renommierter Sportmediziner das als "Wahrsagerei" bezeichnet. Die FIFA, die allen 48 Teams ein eigenes "Football Language Model" in die Hand drückt. Und Google DeepMind, dessen System bessere Eckbälle plant als die eigenen Analysten von Liverpool — in neunzig Prozent der Fälle.
Und dann die Frage, die am Ende viel größer ist als der Fußball: Was passiert mit einem Spiel, in dem es keine Fehler mehr gibt? In dem der Trainer einwechselt, weil die Maschine es sagt? In dem eine perfekte Torlinientechnik Maradonas "Hand Gottes" einfach annulliert hätte — und damit eine der größten Legenden des Sports gleich mit?
Byung-Chul Han sagt: Ohne das Gebrochene verkümmert das Schöne zum Glatten. Wir glätten den Fußball. Und mit den Brüchen nehmen wir ihm das, woraus überhaupt erst Drama entsteht. Aber es ist leicht, den Charme des Fehlers zu romantisieren, wenn man nicht der ist, der durch den Fehler verloren hat.
Am Ende kehren wir nach Wembley zurück. Zwei alte Männer, die sich bis heute widersprechen. Und eine Legende, die nicht trotz ihrer Ungeklärtheit eine Legende wurde — sondern genau deshalb.
Kontakt zu Paul Schmidt: Auf Instagram paulexplainsai oder unter www.one48.de
London, 30. Juli 1966. Wembley-Stadion, WM-Finale, England gegen Deutschland. Geoff Hurst schießt, der Ball knallt an die Latte, springt runter — und wieder raus. War er drin? Kein Mensch kann es sagen. Der Schiedsrichter läuft zu seinem Linienrichter. Die beiden haben nicht einmal eine gemeinsame Sprache. Eine Geste, ein Nicken. Tor. England wird Weltmeister. Sechzig Jahre später weiß es immer noch niemand sicher.
Würde derselbe Ball heute fallen — bei der laufenden WM 2026 —, wäre alles in unter einer Sekunde geklärt. Sieben Hochgeschwindigkeitskameras pro Tor, fünfhundert Bilder pro Sekunde, fünf Millimeter Genauigkeit. Kein Zweifel, keine Diskussion, kein Rätsel. Aber auch keine Legende.
In dieser Folge nehme ich die FIFA WM 2026 zum Anlass, um zu zeigen, wie tief KI schon im Fußball steckt — und was das mit dem Spiel macht. Wir gehen Schicht für Schicht: von der Torlinientechnik über den Videobeweis und das halbautomatische Abseits bis zum Spielball Trionda mit eingebautem Sensor und den 3D-gescannten Spielern dieser WM. Über hundertfünfzig Millionen Datenpunkte pro Spiel, Expected Goals, und mein eigenes kleines Experiment — einen selbstgebauten WM-Predictor, den ihr ausprobieren könnt (Link unten).
Dann wird es unsichtbar: Scouting per Algorithmus, bei dem Brighton einen Spieler für vier Millionen kauft und für hundertfünfzehn Millionen weiterverkauft. KI-gestützte Verletzungsvorhersage — und warum ein renommierter Sportmediziner das als "Wahrsagerei" bezeichnet. Die FIFA, die allen 48 Teams ein eigenes "Football Language Model" in die Hand drückt. Und Google DeepMind, dessen System bessere Eckbälle plant als die eigenen Analysten von Liverpool — in neunzig Prozent der Fälle.
Und dann die Frage, die am Ende viel größer ist als der Fußball: Was passiert mit einem Spiel, in dem es keine Fehler mehr gibt? In dem der Trainer einwechselt, weil die Maschine es sagt? In dem eine perfekte Torlinientechnik Maradonas "Hand Gottes" einfach annulliert hätte — und damit eine der größten Legenden des Sports gleich mit?
Byung-Chul Han sagt: Ohne das Gebrochene verkümmert das Schöne zum Glatten. Wir glätten den Fußball. Und mit den Brüchen nehmen wir ihm das, woraus überhaupt erst Drama entsteht. Aber es ist leicht, den Charme des Fehlers zu romantisieren, wenn man nicht der ist, der durch den Fehler verloren hat.
Am Ende kehren wir nach Wembley zurück. Zwei alte Männer, die sich bis heute widersprechen. Und eine Legende, die nicht trotz ihrer Ungeklärtheit eine Legende wurde — sondern genau deshalb.
Kontakt zu Paul Schmidt: Auf Instagram paulexplainsai oder unter www.one48.de
Mehr
24.06.2026
37 Minuten
Es ist Dienstagmorgen, kurz nach neun. Mara wacht auf — nicht weil der Wecker klingelt, sondern weil sie ausgeschlafen ist. Sie macht sich einen Kaffee, setzt sich ans Fenster und trinkt ihn in Ruhe aus, ohne ein einziges Mal auf die Uhr zu schauen. Dann übt sie Cello. Später trifft sie eine Freundin in einem Café, das ein paar Leute aus dem Viertel betreiben — nicht um Geld zu verdienen, sondern weil sie es gern machen. Am Nachmittag arbeitet Mara fünf Stunden. Ihre KI-Kollegen haben über Nacht weitergemacht. Sie steuert nur noch.
In der letzten Folge haben wir die optimistische Seite beleuchtet: KI schafft neue Jobs. In dieser Folge nehmen wir die andere Seite ernst. Was, wenn die neuen Jobs nicht kommen? Was, wenn KI irgendwann genauso gut arbeitet wie wir — und uns ersetzt?
Die Antwort, über die gerade alle reden, heißt: bedingungsloses Grundeinkommen. Universal Basic Income. Die Idee ist 500 Jahre alt — neu ist nur der Grund, warum wir wieder darüber streiten. Und überraschend ist vor allem, wer am lautesten dafür trommelt: Bill Gates, Sam Altman, Mark Zuckerberg, Elon Musk. Genau die, deren Firmen die Jobs wegautomatisieren.
Aber kann das funktionieren? Wir rechnen durch: Woher kommt das Geld, wenn niemand mehr Lohn verdient, der besteuert werden kann? Warum KI-Arbeitslosigkeit ökonomisch grundlegend anders ist als jede Arbeitslosigkeit davor — der Kuchen wird nicht kleiner, er wird nur von jemand anderem gebacken. Warum das klassische Inflationsargument kleiner ist, als es klingt. Und warum Sam Altman inzwischen nicht mehr an UBI glaubt, sondern an etwas Radikaleres: collective ownership — echte Anteile statt Almosen.
Denn das eigentliche Problem ist nicht das Geld. Es ist die Abhängigkeit. Die Maschinen, die den Wohlstand erzeugen, gehören einer Handvoll Tech-Konzerne. Und wer sein Einkommen von denen bekommt, die die Maschinen besitzen, ist nicht frei — sondern abhängig.
Und selbst wenn wir all das lösen — Finanzierung, Inflation, Eigentum — bleibt eine letzte Frage, die kein Steuermodell der Welt beantworten kann: Wenn wir nicht mehr arbeiten müssen, wofür stehen wir dann morgens auf? Arbeit gibt uns mehr als Geld. Sie gibt uns Struktur, Zugehörigkeit, einen Grund, etwas zu tun. Was passiert, wenn das wegfällt?
Mara hat ihr Cello. Aber die eigentliche Frage ist nicht, ob wir ihre Welt bauen können. Sondern ob wir, wenn wir darin angekommen sind, wissen, was wir mit uns anfangen sollen.
Kontakt zu Paul Schmidt: Auf Instagram paulexplainsai oder unter www.one48.de
In der letzten Folge haben wir die optimistische Seite beleuchtet: KI schafft neue Jobs. In dieser Folge nehmen wir die andere Seite ernst. Was, wenn die neuen Jobs nicht kommen? Was, wenn KI irgendwann genauso gut arbeitet wie wir — und uns ersetzt?
Die Antwort, über die gerade alle reden, heißt: bedingungsloses Grundeinkommen. Universal Basic Income. Die Idee ist 500 Jahre alt — neu ist nur der Grund, warum wir wieder darüber streiten. Und überraschend ist vor allem, wer am lautesten dafür trommelt: Bill Gates, Sam Altman, Mark Zuckerberg, Elon Musk. Genau die, deren Firmen die Jobs wegautomatisieren.
Aber kann das funktionieren? Wir rechnen durch: Woher kommt das Geld, wenn niemand mehr Lohn verdient, der besteuert werden kann? Warum KI-Arbeitslosigkeit ökonomisch grundlegend anders ist als jede Arbeitslosigkeit davor — der Kuchen wird nicht kleiner, er wird nur von jemand anderem gebacken. Warum das klassische Inflationsargument kleiner ist, als es klingt. Und warum Sam Altman inzwischen nicht mehr an UBI glaubt, sondern an etwas Radikaleres: collective ownership — echte Anteile statt Almosen.
Denn das eigentliche Problem ist nicht das Geld. Es ist die Abhängigkeit. Die Maschinen, die den Wohlstand erzeugen, gehören einer Handvoll Tech-Konzerne. Und wer sein Einkommen von denen bekommt, die die Maschinen besitzen, ist nicht frei — sondern abhängig.
Und selbst wenn wir all das lösen — Finanzierung, Inflation, Eigentum — bleibt eine letzte Frage, die kein Steuermodell der Welt beantworten kann: Wenn wir nicht mehr arbeiten müssen, wofür stehen wir dann morgens auf? Arbeit gibt uns mehr als Geld. Sie gibt uns Struktur, Zugehörigkeit, einen Grund, etwas zu tun. Was passiert, wenn das wegfällt?
Mara hat ihr Cello. Aber die eigentliche Frage ist nicht, ob wir ihre Welt bauen können. Sondern ob wir, wenn wir darin angekommen sind, wissen, was wir mit uns anfangen sollen.
Kontakt zu Paul Schmidt: Auf Instagram paulexplainsai oder unter www.one48.de
Mehr
16.06.2026
52 Minuten
Am Freitagabend, dem 13. Juni 2026, wurde das mächtigste KI-Modell der Welt per Regierungsbefehl abgeschaltet. Nicht reguliert, nicht mit einer Geldstrafe belegt — einfach abgeschaltet. Innerhalb von 90 Minuten.
Anthropic hatte mit Mythos das stärkste KI-Modell aller Zeiten gebaut — und es freiwillig zurückgehalten, weil es zu gefährlich war. Vor allem beim Hacken: Senator Mark Warner, Mitglied im US-Geheimdienstausschuss, sagt, es sei "in fast alle geheimen Systeme der USA eingedrungen — nicht in Wochen, sondern in Stunden." Die Branche feierte Anthropic dafür, verantwortungsvoll gehandelt zu haben.
Dann kam Fable 5 — die entschärfte Version für alle. Zwei Tage nach dem Launch meldet Amazon dem Weißen Haus, das Modell lasse sich jailbreaken. Die NSA bestätigt. Das halbe Kabinett telefoniert mit Anthropic-CEO Dario Amodei, der auf einem Wellness-Retreat sitzt. Er weigert sich, Fable offline zu nehmen. Um 17:21 Uhr erlässt die US-Regierung eine Exportkontroll-Direktive: 90 Minuten Frist, dann ist Schluss. Weltweit.
Das ist kein Einzelfall. Das ist ein Muster — und es hat einen Namen: Techno-Nationalismus. Der Forscher Alex Capri beschreibt, wie Technologie zur vierten Achse staatlicher Macht geworden ist, neben Militär, Diplomatie und Wirtschaft. Die USA und China spalten die Welt in zwei technologische Blöcke. Und Europa? Steht dazwischen.
In dieser Folge legen wir Schicht für Schicht frei, wie tief Europas digitale Abhängigkeit reicht: keine eigenen Frontier-Modelle, 80 Prozent der Cloud in US-Hand, kaum eigene Chipfertigung, abwandernde Talente, ein Bruchteil des Wagniskapitals. Unter den zehn wertvollsten Tech-Konzernen der Welt steht kein einziges europäisches Unternehmen.
Aber die Folge endet nicht beim Befund. Souveränität heißt nicht Abschottung — sondern: nicht erpressbar sein. Es geht nicht darum, ein europäisches OpenAI zu bauen. Es geht darum, genug eigene Karten in der Hand zu haben, dass es zu teuer wird, uns abzuschalten. Und ein paar dieser Karten haben wir längst — wir nennen sie nur nicht so.
Kontakt zu Paul Schmidt: Auf Instagram paulexplainsai oder unter www.one48.de Alle Quellen und Infos zur Folge hier: https://shorturl.at/0zNwe
Anthropic hatte mit Mythos das stärkste KI-Modell aller Zeiten gebaut — und es freiwillig zurückgehalten, weil es zu gefährlich war. Vor allem beim Hacken: Senator Mark Warner, Mitglied im US-Geheimdienstausschuss, sagt, es sei "in fast alle geheimen Systeme der USA eingedrungen — nicht in Wochen, sondern in Stunden." Die Branche feierte Anthropic dafür, verantwortungsvoll gehandelt zu haben.
Dann kam Fable 5 — die entschärfte Version für alle. Zwei Tage nach dem Launch meldet Amazon dem Weißen Haus, das Modell lasse sich jailbreaken. Die NSA bestätigt. Das halbe Kabinett telefoniert mit Anthropic-CEO Dario Amodei, der auf einem Wellness-Retreat sitzt. Er weigert sich, Fable offline zu nehmen. Um 17:21 Uhr erlässt die US-Regierung eine Exportkontroll-Direktive: 90 Minuten Frist, dann ist Schluss. Weltweit.
Das ist kein Einzelfall. Das ist ein Muster — und es hat einen Namen: Techno-Nationalismus. Der Forscher Alex Capri beschreibt, wie Technologie zur vierten Achse staatlicher Macht geworden ist, neben Militär, Diplomatie und Wirtschaft. Die USA und China spalten die Welt in zwei technologische Blöcke. Und Europa? Steht dazwischen.
In dieser Folge legen wir Schicht für Schicht frei, wie tief Europas digitale Abhängigkeit reicht: keine eigenen Frontier-Modelle, 80 Prozent der Cloud in US-Hand, kaum eigene Chipfertigung, abwandernde Talente, ein Bruchteil des Wagniskapitals. Unter den zehn wertvollsten Tech-Konzernen der Welt steht kein einziges europäisches Unternehmen.
Aber die Folge endet nicht beim Befund. Souveränität heißt nicht Abschottung — sondern: nicht erpressbar sein. Es geht nicht darum, ein europäisches OpenAI zu bauen. Es geht darum, genug eigene Karten in der Hand zu haben, dass es zu teuer wird, uns abzuschalten. Und ein paar dieser Karten haben wir längst — wir nennen sie nur nicht so.
Kontakt zu Paul Schmidt: Auf Instagram paulexplainsai oder unter www.one48.de Alle Quellen und Infos zur Folge hier: https://shorturl.at/0zNwe
Mehr
10.06.2026
35 Minuten
"Es werden auch neue Jobs entstehen." Das ist der Satz, den man immer hört, wenn es um KI und Arbeit geht. Klingt beruhigend. Aber welche Jobs sollen das sein? Wo entstehen die? Und für wen?
In dieser Folge gehen wir dieser Frage nach — und stoßen auf einen Job, den es vor zwei Jahren noch nicht gab und der zeigt, wie sich Arbeit durch KI gerade grundlegend verschiebt. Nicht theoretisch, nicht als Prognose — sondern jetzt.
Zuerst das Muster: Wenn KI auf einen Beruf trifft, gibt es zwei Möglichkeiten. Substitution — die Maschine ersetzt den Menschen. Oder Komplementarität — die KI ergänzt ihn, und sein Job wird wertvoller. Historisch ist Komplementarität der Normalfall: 60 Prozent der heutigen Beschäftigten arbeiten in Tätigkeiten, die es 1940 noch gar nicht gab. Und das Weltwirtschaftsforum rechnet allein durch KI mit elf Millionen neuen Stellen bis 2030.
Dann das Gedankenexperiment: Lisa, Vertriebsleiterin, gibt Schritt für Schritt sechs Aufgaben an KI-Agenten ab — Kundenrecherche, Erstansprache, Dokumentation, Angebotsentwürfe, Berichte, Konkurrenzanalyse. Was bleibt, ist das, was kein Agent kann: Verhandlungen, Beziehungen, Bauchgefühl. Aber sechs Agenten brauchen auch Aufsicht. Drift, Kollisionen, blinde Flecken — jemand muss diese Maschinen führen wie ein Team.
Genau dieser Job existiert jetzt: der AI Agent Manager. Kein Tech-Job — ein Führungsjob. Was du brauchst, ist nicht Informatik, sondern Prozessverständnis und Menschenkenntnis. Salesforce hat es vorgemacht: 60 Millionen Dollar Pipeline, 300 neue Kunden in vier Monaten — nicht weil die KI brillant war, sondern weil Menschen die Agenten gemanagt haben.
Und das Muster gilt nicht nur im Vertrieb. Handwerksmeister, Hausärztinnen, Lehrer, Architektinnen, Freelancer, Landwirte — in jedem Beruf, in dem digitale Aufgaben ein Teil der Arbeit sind, werden Agenten die Fleißarbeit übernehmen. Was bleibt, ist das, wofür man den Beruf eigentlich mal gewählt hat. Die Arbeit verschiebt sich nicht weg vom Menschen — sie verschiebt sich zu ihm hin.
Kontakt zu Paul Schmidt: Auf Instagram paulexplainsai oder unter www.one48.de Alle Quellen und Infos zur Folge hier: https://shorturl.at/UAweG
In dieser Folge gehen wir dieser Frage nach — und stoßen auf einen Job, den es vor zwei Jahren noch nicht gab und der zeigt, wie sich Arbeit durch KI gerade grundlegend verschiebt. Nicht theoretisch, nicht als Prognose — sondern jetzt.
Zuerst das Muster: Wenn KI auf einen Beruf trifft, gibt es zwei Möglichkeiten. Substitution — die Maschine ersetzt den Menschen. Oder Komplementarität — die KI ergänzt ihn, und sein Job wird wertvoller. Historisch ist Komplementarität der Normalfall: 60 Prozent der heutigen Beschäftigten arbeiten in Tätigkeiten, die es 1940 noch gar nicht gab. Und das Weltwirtschaftsforum rechnet allein durch KI mit elf Millionen neuen Stellen bis 2030.
Dann das Gedankenexperiment: Lisa, Vertriebsleiterin, gibt Schritt für Schritt sechs Aufgaben an KI-Agenten ab — Kundenrecherche, Erstansprache, Dokumentation, Angebotsentwürfe, Berichte, Konkurrenzanalyse. Was bleibt, ist das, was kein Agent kann: Verhandlungen, Beziehungen, Bauchgefühl. Aber sechs Agenten brauchen auch Aufsicht. Drift, Kollisionen, blinde Flecken — jemand muss diese Maschinen führen wie ein Team.
Genau dieser Job existiert jetzt: der AI Agent Manager. Kein Tech-Job — ein Führungsjob. Was du brauchst, ist nicht Informatik, sondern Prozessverständnis und Menschenkenntnis. Salesforce hat es vorgemacht: 60 Millionen Dollar Pipeline, 300 neue Kunden in vier Monaten — nicht weil die KI brillant war, sondern weil Menschen die Agenten gemanagt haben.
Und das Muster gilt nicht nur im Vertrieb. Handwerksmeister, Hausärztinnen, Lehrer, Architektinnen, Freelancer, Landwirte — in jedem Beruf, in dem digitale Aufgaben ein Teil der Arbeit sind, werden Agenten die Fleißarbeit übernehmen. Was bleibt, ist das, wofür man den Beruf eigentlich mal gewählt hat. Die Arbeit verschiebt sich nicht weg vom Menschen — sie verschiebt sich zu ihm hin.
Kontakt zu Paul Schmidt: Auf Instagram paulexplainsai oder unter www.one48.de Alle Quellen und Infos zur Folge hier: https://shorturl.at/UAweG
Mehr
Über diesen Podcast
KI verstehen: Emergence erklärt Künstliche Intelligenz – was sie
kann, wer sie baut und was sie bedeutet. Künstliche Intelligenz
verändert alles – aber wer versteht, was da wirklich passiert?
Emergence macht KI greifbar: gut recherchiert, spannend erzählt,
ohne Fachchinesisch. In regulären Folgen ordne ich, der Host Paul
Schmidt, aktuelle Entwicklungen und Trends ein – was passiert
gerade in der KI-Welt, und was bedeutet es für uns, unsere Arbeit
und die Art wie wir leben? In Deep-Dive-Staffeln tauche ich tief
ein: in die Menschen, die Geschichte und die Konflikte hinter der
Technologie.
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.