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Ideologie - Podcast über falsches Denken Archiv

25 Episoden
44 Minuten
In dieser Folge geben Miriam Mettler und Alexander Carstiuc die zentralen Beobachtungen Léon Poliakovs bezüglich der Desinformationen wieder, die sich in den 1980ern über verschiedene politische Richtungen hinweg in Bezug auf den jüdischen Staat verbreiteten. Dabei werden Parallelen zu heutigen Desinformationen vor, während und im Nachgang des 7. Oktobers 2023 deutlich. Das Interview fand im September 2025 statt, als die Desinformationen in Bezug auf Israel noch besonders verbissen und virulent waren.
40 Minuten
In dieser Folge gewährt Jonathan Guggenberger Einblicke in die künstlerische Verarbeitung von Ideologie. In seiner Novelle "Opferkunst", bei Edition Tiamat erschienen, wandelt die Hauptfigur seit einer dramatischen Kunstaktion ihres besten Freundes durch die eigenen Erinnerungen und Abgründe, um sich einen Reim auf dieses Ereignis, oder überhaupt auf diese Welt zu machen. All dies vor dem Hintergrund und in Bezugnahme auf den sogenannten Nahostkonflikt.

Islamismus

29 Minuten
In dieser Folge klärt Matthias Küntzel über die Entstehung und die zentralen Inhalte des Islamismus auf. Insbesondere für den Antisemitismus, der auch ein Bestandteil des Islamismus ist, spielen sowohl Reaktionen auf die Moderne als auch direkte Beeinflussungen durch den Nationalsozialismus eine große Rolle.
1 Stunde 46 Minuten
Im dritten Teil der Reihe "Herrschaft" beschreibt Michael Heidemann den Übergang des beginnenden Kapitalismus in der Frühen Neuzeit hin zu seiner totalen Form in der Moderne. Neben menschheitlichen Fortschritten wie der Aufklärung finden sich dort Theorien und Theoretiker der einsetzenden Staatlichkeit. Diese ist eine der Voraussetzungen der verstetigten Eigendynamik des Kapitalismus. Es wird deutlich, dass der geschichtliche Übergang in die Moderne eine Veränderung von Herrschaft im globalen Maßstab beinhaltet: Die Gesellschaft ist nicht hauptsächlich dadurch strukturiert, dass einzelne Personen und Hierarchien über Menschen herrschen, sondern es ist das gesellschaftliche System selbst, welches sich verselbstständigt hat: eine unpersönliche, anonyme Herrschaft.
56 Minuten
Nach einer kleinen Spätsommerpause erklärt Michael Heidemann in Teil 2 der Herrschaft-Serie wesentliche Mechanismen von Herrschaft im Mittelalter. Dabei werden Fortschritte, aber auch Rückschritte in der Herrschaftsgeschichte deutlich. Nicht zuletzt die religiösen Legitimationen von Herrschaft fallen im Mittelalter durch die neue Ordnung in der Gesellschaft anders aus als in der Antike. Es konnten in dieser Folge nicht alle in diesem Zusammenhang relevanten Themen besprochen werden, darunter z. B. die Herrschaft über Frauen und die Übergangsperioden von einer zur anderen Herrschaftsform. Insbesondere die Geschichte und die Ursachen der Frauenfeindlichkeit sollen aber noch mit weiteren Gästen dieses Podcasts thematisiert werden.
48 Minuten
In dieser Folge reflektiert Michael Heidemann den Herrschaftsbegriff und bezieht dabei Herrschaftsformen- und Entwicklungen aus der Vorgeschichte und der Antike mit in seine Überlegungen ein. Über insgesamt drei Folgen wird deutlich werden, dass Gesellschaft bis zum heutigen Tag nicht frei von Herrschaft ist - wobei diese sich im Laufe der Zeit stark verändert hat. Bereits Teil 1 dieser kleinen Reihe zeigt, dass das Gegenteil von Herrschaft, nämlich Freiheit, immer wieder am Wegesrand der Geschichte aufleuchtet.
1 Stunde 4 Minuten
In dieser Folge berichtet Timon Wißfeld, Host des Podcasts "...womit wir alle nicht mehr fertig werden. - Ein Podcast für ein kritisches Gedenken an die Shoah", von aktuellen Phasen und längeren Entwicklungen in der deutschen Erinnerungskultur. Dabei wird deutlich, dass die Wende in der deutschen Erinnerungskultur, insbesondere in Gedenkstätten, noch mehr (falsches Denken) beinhaltet als es im aktuellen "Historikerstreit 2.0" der Fall ist.
48 Minuten
In dieser Folge klären Jooris Mettler und Dr. Klaus Thörner über die Geschichte Israels und seine Konflikte auf. Dabei wird auch klar, dass viele verbreitete Vorstellungen über den Staat Israel nicht der Wirklichkeit entsprechen - und durch die historischen und analytischen Fakten ersetzt werden müssen.

Literaturempfehlungen zum Thema:

- Michael Brenner: Israel. Traum und Wirklichkeit des jüdischen Staates, C. H. Beck 2020.

- Benny Morris: 1948. Der erste arabisch-israelische Krieg, Hentrich und Hentrich 2023.

- Fatma Keser, David Schmidt, Andreas Stahl (Hg.): Gesichter des politischen Islam, Edition Tiamat 2023.

- Adi Schwartz, Einat Wilf: Der Kampf um Rückkehr, Hentrich und Hentrich 2022.

- Alex Feuerherdt, Florian Markl: Vereinte Nationen gegen Israel. Wie die UNO den jüdischen Staat delegitimiert, Hentrich und Hentrich 2018.

- Ruud Koopmanns: Das verfallene Haus des Islam. Die religiösen Ursachen von Unfreiheit, Stagnation und Gewalt, C. H. Beck 2020.

- Matthias Küntzel: Djihad und Judenhass. Über den neuen antijüdischen Krieg, ca ira 2002.

- Hamad Abdel-Samad: Der islamische Faschismus. Eine Analyse, Droemer 2015.
51 Minuten
In dieser Folge berichten Julia Strachanowski und Wojchiech Stasiak von ihren Erfahrungen mit Antizionismus und Antisemitismus in der internen Hochschulpolitik. Ihre Beispiele beziehen sich auf die Uni in Oldenburg, aber auch auf verbreitete Phänomene an den Universitäten in Deutschland.
1 Stunde 17 Minuten
In dieser Folge beantwortet Dr. Enrico Pfau Fragen zur Psyche des modernen Antisemitismus. Welche Gefühle und Gedanken sind ein guter Nährboden für das Weltbild des Antisemitismus? Wieso sind jene Gefühle und Gedanken so verbreitet? Diese und weitere Fragen werden stückweise geklärt.