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25 Episoden
1 Stunde 4 Minuten
Sind Migranten krimineller und wenn ja, warum? Kriminologe Dirk Baier erklärt, was die Daten zu Migration und Gewalt wirklich zeigen und welche Faktoren hinter den Zahlen stecken.

Dirk Baier ist Professor für Kriminologie an der Universität Zürich und leitet das Institut für Delinquenz und Kriminalprävention an der ZHAW. Seit über 20 Jahren erforscht er mit grossen Befragungen und Statistiken, warum Menschen kriminell werden und wie sich Gewalt verhindern lässt.

In diesem Gespräch geht es um die Frage, die die Debatte spaltet: Bestimmte Gruppen sind in Kriminalstatistiken überrepräsentiert, das bestreitet kein Kriminologe. Aber liegt das an Herkunft und Kultur oder an Alter, Geschlecht, Bildung und Lebensumständen? Baier erklärt, was die Kriminalstatistik misst und was sie verschweigt, welche Rolle Männlichkeitsnormen spielen und warum wir uns oft vor den falschen Dingen fürchten.

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56 Minuten
Warum macht uns mehr Geld nicht glücklicher? Ökonom und Glücksforscher Mathias Binswanger erklärt, warum Wohlstand zur Tretmühle wird und was uns tatsächlich glücklich macht.

Mathias Binswanger ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Nordwestschweiz und einer der bekanntesten Ökonomen der Schweiz. In diesem Gespräch zeigt er, warum mehr Einkommen in Ländern wie der Schweiz die Menschen im Durchschnitt nicht glücklicher macht, obwohl die Reichen überall glücklicher sind als die Armen. Der Schlüssel: Menschen denken nicht absolut, sondern relativ.

Anhand der vier «Tretmühlen des Glücks» erklärt er, wie Statusvergleiche, steigende Ansprüche, die Qual der Wahl und vermeintlich zeitsparender Fortschritt uns im Hamsterrad halten. Ein Beispiel: Trotz schnellerem Verkehr pendeln wir heute länger, obwohl kaum etwas so unglücklich macht wie der Arbeitsweg.

Weiter geht es um den Wachstumszwang, der laut Binswanger nicht aus Gier, sondern aus dem System selbst entsteht, um Wachstum pro Kopf und Dichtestress sowie um seine These, dass künstliche Intelligenz uns keine Zeit spart, sondern vor allem die Bürokratie ausbaut.

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28 Minuten
Dr. med. Esther Pauchard ist Psychiaterin und hat über 18 Jahre in der Suchtpsychiatrie gearbeitet, stationär und ambulant. Ihr Schwerpunkt lag zunächst bei Alkohol und Beruhigungsmedikamenten, später vor allem bei illegalen Substanzen wie Heroin und Kokain sowie bei Mehrfachabhängigkeiten.In diesem Beitrag erklärt sie, was Sucht aus medizinischer Sicht überhaupt ist und warum die trockenen Diagnosekriterien allein wenig darüber verraten, wie Abhängigkeit im Alltag funktioniert. Anhand von drei anschaulichen Modellen zeigt sie, was im Gehirn passiert: das Gleichgewicht der Neurotransmitter, das erklärt, warum ein Entzug am Tag null noch längst nicht vorbei ist; das Bild vom Trampelpfad im Wald, das zeigt, warum Sucht auch eine tief eingeschliffene Gewohnheit ist; und das Belohnungssystem, das nicht durch Genuss, sondern durch Sehnsucht angetrieben wird und von Suchtmitteln regelrecht in Geiselhaft genommen werden kann.Ein zentraler Gedanke: Viele Betroffene glauben, die Sucht verschwinde, sobald sie deren Ursache verstanden haben. Warum das ein Irrtum ist und warum eine Abhängigkeit, einmal etabliert, ein Eigenleben entwickelt, ist eine der Kernaussagen dieses Beitrags.Sie gibt zudem einen Überblick über die Behandlungsmöglichkeiten, vom medikamentös begleiteten Entzug über die Substitution, bei der die Schweiz eine Vorreiterrolle einnimmt, bis zu psychotherapeutischen Zielen wie Abstinenz, kontrolliertem Konsum und Schadensminderung. Dabei spricht sie offen darüber, welche Haltung es im Umgang mit Suchtkranken aus ihrer Sicht braucht: Sucht ernst nehmen als Krankheit, ohne Betroffenen jede Eigenverantwortung abzusprechen.Zum Schluss geht es um Prävention, Risikofaktoren und neue synthetische Substanzen sowie um eine Form der Abhängigkeit, die uns alle betrifft: das Smartphone und digitale Medien, besonders bei Kindern und Jugendlichen.Dieser Beitrag dient der Einordnung von Praxiswissen aus der Suchtmedizin und ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Beratung. Bei Suchtproblemen empfehlen wir, sich an eine Fachperson oder eine Suchtberatungsstelle zu wenden.Viel Freude mit der Folge!Gastvorschläge für zukünftige Swisslectures-Podcasts gerne in die Kommentare oder an info@swisslectures.ch
1 Stunde 17 Minuten
Gopal Norbert Klein ist Trauma-Therapeut und Begründer der Methode "Ehrliches Mitteilen" sowie der Gruppentherapie-Methode "Floating". Er arbeitet seit über einem Jahrzehnt mit Menschen an der Frage, wie sie in vollständigen, ehrlichen Kontakt mit anderen Menschen kommen können.

In diesem Gespräch sprechen wir darüber, warum unser Körper zwar erwachsen wird, unser Geist aber oft in alten Kindheitsmustern feststeckt. Wir beleuchten, wie sich in der frühen Bindung zu unseren Bezugspersonen Grundmuster im Nervensystem festsetzen, die unser gesamtes Erwachsenenleben unbewusst steuern, auch dann, wenn die ursprüngliche Belastung längst nicht mehr besteht.

Ein zentraler Fokus liegt auf dem Unterschied zwischen Schocktrauma und Entwicklungstrauma. Gopal erklärt, warum die meisten unserer heutigen Herausforderungen nicht aus einzelnen einschneidenden Erlebnissen stammen, sondern aus einer kontinuierlichen, oft subtilen Beziehungserfahrung in der Kindheit, und warum selbst Menschen mit vermeintlich "guter Kindheit" davon betroffen sein können. Wir sprechen darüber, wie sich das in zwei grundlegenden Beziehungsmustern zeigt, dem Autonomietyp und dem Verschmelzungstyp, und wie beide auf ihre eigene Weise echte Nähe erschweren können.

Wir diskutieren zudem, wie sich unverarbeitetes Entwicklungstrauma hinter gesellschaftlich anerkannten Verhaltensweisen wie Workaholismus und übersteigertem Ehrgeiz verbergen kann, warum spirituelle Praktiken wie Meditation die eigentliche Ursache aus Gopals Sicht manchmal nur umgehen statt lösen, und wie er den Zusammenhang zwischen Stress, Anspannung und emotionaler Erschöpfung aus Sicht der Nervensystem-Regulation einordnet. Ein besonderer Moment des Gesprächs ist die konkrete Erklärung seiner Methode "Ehrliches Mitteilen", mit der Betroffene lernen, innere Wahrnehmungen auszusprechen und dadurch echten Kontakt herzustellen.

Dieses Gespräch dient der Einordnung persönlicher Erfahrungen und Praxiswissen aus der Traumaarbeit und ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Beratung. Bei psychischen Belastungen empfehlen wir, sich an eine Fachperson oder Beratungsstelle zu wenden.

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12 Minuten
Dr. med. Esther Pauchard ist Fachärztin für Psychiatrie und hat langjährige klinische Erfahrung mit psychischer Belastbarkeit und ihren Ursprüngen. Ihre Erkenntnisse verbindet sie mit ihrer eigenen Erfahrung als Mutter.

In diesem Vortrag erklärt Dr. med. Pauchard, was Resilienz und Selbstwirksamkeit wirklich bedeuten – und warum sie mit Unbeeindrucktheit oder Coolness nichts zu tun haben. Sie zeigt auf, wie sich das Erziehungsverständnis von Generation zu Generation verändert hat, und schildert ihre eigene Erfahrung als junge Mutter zwischen widersprüchlichen Erziehungsphilosophien. Anhand von Parallelen aus der Medizin – wie unser Bewegungsapparat und unser Immunsystem Belastung brauchen, um sich zu entwickeln – macht sie deutlich, warum auch psychische Widerstandskraft nur durch echte Herausforderungen entstehen kann.

Ihre zentrale These: Die Aufgabe von Eltern ist es nicht, ihre Kinder durchgehend glücklich zu machen, sondern ihnen beizubringen, wie das Leben mit seinen Ecken und Kanten funktioniert. Und das gelingt nur, wenn Eltern auch an ihrer eigenen Belastbarkeit arbeiten.

Dieser Vortrag spiegelt die fachliche Erfahrung und persönliche Einschätzung von Dr. med. Pauchard wider und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Beratung.

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1 Stunde 38 Minuten
Prof. Dr. Guy Bodenmann gehört zu den weltweit einflussreichsten und wichtigsten Paarforschern. Seit über 30 Jahren untersucht er, wie Paare mit Stress umgehen, wie sie kommunizieren und was ihre Beziehungen langfristig widerstandsfähig macht. Ursprünglich aus der Stressforschung kommend, entdeckte er in einem Laborexperiment mit gestressten Paaren das Phänomen des dyadischen Copings – die Erkenntnis, dass Stress nicht nur individuell, sondern immer auch gemeinsam bewältigt wird.

In diesem Gespräch sprechen wir darüber, warum Verliebtsein kein Garant für dauerhaftes Glück ist und weshalb selbst zufriedene Paare sich manchmal trennen. Prof. Bodenmann erklärt, wie Paare gemeinsam Stress bewältigen, warum Ähnlichkeit in einer Partnerschaft langfristig wichtiger ist als Gegensätze, und weshalb Kompetenzen wie Kommunikation, Grosszügigkeit und Flexibilität über das Glück eines Paares entscheiden.Ein zentraler Fokus liegt auf der Frage, warum rund zwei Drittel aller Scheidungen von Frauen initiiert werden – und warum Männer davon oft völlig überrascht werden. Wir sprechen zudem über gesundes Streiten, die Gefahr des stillen Nörgelns, den Einfluss der Herkunftsfamilie auf das eigene Beziehungsverhalten, wie Kinder eine Partnerschaft verändern, sowie über die Balance zwischen Nähe und persönlicher Freiheit in einer langfristigen Beziehung.

Dieses Gespräch dient der wissenschaftlichen Einordnung wissenschaftlicher Erkenntnisse und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Beratung.

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2 Stunden 5 Minuten
Jürg Stettler ist Präsident der Scientology-Kirche Zürich und war viele Jahre der Sprecher von Scientology Deutschland, heute ist er der Sprecher von Scientology Schweiz. Seit Jahrzehnten steht er im aktiven Austausch mit Medien, Reportern, Kritikern und Universitäten – und hat sich im Vorfeld dieses Gesprächs verpflichtet, keine Tabuthemen auszuklammern.

In diesem Gespräch sprechen wir darüber, was Scientology eigentlich glaubt – von der Vorstellung des Menschen als geistiges Wesen mit Körper und Verstand bis zur Frage, warum sich Scientology gegen den Begriff "Sekte" wehrt. Wir beleuchten die Struktur der Organisation, die Rolle von Gründer L. Ron Hubbard und weshalb in jedem Scientology-Zentrum bis heute ein Büro für ihn eingerichtet ist.

Ein zentraler Fokus liegt auf den sogenannten OT-Stufen: Was es kostet, sie zu erreichen und warum die höheren Stufen streng vertraulich bleiben.

Wir sprechen zudem über seinen persönlichen Werdegang zu Scientology sowie seine Rolle als Ansprechpartner für Kritiker und die Öffentlichkeit.

Dieses Gespräch dient der Einordnung und dem direkten Nachfragen zu einer Organisation, über die viel spekuliert und wenig direkt gesprochen wird. Es stellt keine Bewertung oder Empfehlung dar.

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1 Stunde 9 Minuten
Zalmen Wishedski ist Rabbiner der Chabad-Gemeinde Basel, ausgebildeter Eheberater und Vater von sechs Kindern. Er begleitet Menschen in Lebenskrisen, berät Paare aus der ganzen Welt und baut seit Jahren eine jüdische Gemeinde von Grund auf auf.In diesem Gespräch sprechen wir darüber, was ein Rabbiner im Alltag wirklich tut – jenseits von Theologie und Gebet. Zalmen Wishedski erklärt, wie er Menschen zuhört, die zu ihm kommen, wenn sie sonst nirgends hingehen, und warum das häufigste Eheproblem, das er sieht, erschreckend einfach ist: Der Mann hört nicht zu.Wir sprechen über die Frage, wie man in einer orthodoxen jüdischen Familie den richtigen Partner findet, welche Rolle die Eltern dabei spielen – und was passiert, wenn ein Kind einen Nicht-Juden heiraten möchte. Ausserdem: 613 Gebote im Alltag, Glaube ohne Zweifel, jüdische Privatschulen in der Schweiz, Smartphones in orthodoxen Familien und die Frage, wie viel säkulare Welt ein frommer Jude verträgt.Dieses Gespräch bietet einen persönlichen Einblick in eine Welt, die für die meisten unsichtbar ist – und ersetzt keine religiöse oder rechtliche Fachberatung.Viel Freude mit der Folge!Möchten Sie Rabbiner Wishedski persönlich kontaktieren oder eine Beratung anfragen? Schreiben Sie ihm direkt: rabbi@chabadbasel.comGastvorschläge für zukünftige Swisslectures-Podcasts gerne in die Kommentare oder an info@swisslectures.ch
1 Stunde 59 Minuten
Prof. Dr. Erik Petry ist Historiker und stellvertretender Leiter des Zentrums für Jüdische Studien an der Universität Basel. Er forscht zu jüdischer Geschichte, Zionismus und dem Nahostkonflikt. Yannick Scheidegger ist Geopolitik-Analyst beim Schweizer Think Tank Foraus und Europa-Experte mit Fokus auf internationale Sicherheit und Aussenpolitik.In diesem Gespräch – dem ersten mit zwei Gästen gleichzeitig in der Geschichte von Swisslectures – sprechen wir über eine Gesellschaft, die seit dem 7. Oktober 2023 im Ausnahmezustand lebt. Israel führt Krieg an vier Fronten gleichzeitig: Gaza, Libanon, Iran und Westjordanland. Wie lange hält ein Land das wirtschaftlich und psychologisch aus – und was hält es dabei zusammen?Wir beleuchten die innenpolitischen Spannungen: die umstrittene Justizreform, die Frage der Wehrpflicht für Ultra-Orthodoxe, die Korruptionsvorwürfe gegen Netanyahu und eine Koalition, in der Kleinstparteien das Zünglein an der Waage spielen. Dazu analysieren wir die Rolle des Irans als Finanzier von Hamas, Hisbollah und Houthis – und was der israelische Angriff auf iranische Atomanlagen wirklich bezweckte.Wir sprechen ausserdem über die Zweistaatenlösung – utopisch oder notwendig –, über Antisemitismus in der Schweiz und Europa, über die Rolle der EU im Konflikt und darüber, was ein jüdischer Staat überhaupt bedeutet, wenn 20 Prozent seiner Bevölkerung nicht jüdisch sind.Dieses Gespräch dient der historischen und geopolitischen Einordnung eines komplexen Konflikts und ersetzt keine juristische oder politische Fachberatung.Viel Freude mit der Folge!Gastvorschläge für zukünftige Swisslectures-Podcasts gerne in die Kommentare oder an info@swisslectures.ch
29 Minuten
Was macht uns stark, wenn das Leben schwierig wird? In diesem 30-minütigen Referat erklärt die Psychiaterin Dr. Esther Pauchard, was Resilienz bedeutet, wie sie entsteht und welchen Einfluss wir selbst darauf haben.Du erfährst:

Was Resilienz genau ist und warum sie so wichtig ist.

Welche Faktoren deine innere Stärke beeinflussen.

Wie du Belastungen besser bewältigen kannst.

Praktische Ansätze, um deine Widerstandskraft im Alltag zu stärken.

Ob Stress, Krisen oder persönliche Herausforderungen – Resilienz ist die Fähigkeit, trotz Schwierigkeiten handlungsfähig, gesund und zuversichtlich zu bleiben.
1 Stunde 14 Minuten
Prof. Dr. Gregor Hasler ist Psychiater und Neurowissenschaftler an der Universität Freiburg und einer der renommiertesten Experten im deutschsprachigen Raum für Depression und Psychopharmakologie. Er forscht seit Jahrzehnten zu den biologischen und psychologischen Grundlagen psychischer Erkrankungen und ist Autor des Buches «Psychopharmaka – Wirkung, Nutzen, Gefahren».

In diesem Gespräch sprechen wir darüber, was die Wissenschaft wirklich über Antidepressiva weiss – und was nicht. Wir beleuchten, wie Depression diagnostiziert wird und wann Antidepressiva tatsächlich helfen.

Wir sprechen zudem über Nebenwirkungen und Langzeitfolgen, die Rolle von Hausärzten und Psychiatern im Schweizer System, das Problem der Überbehandlung bei leichten und der Unterbehandlung bei schweren Depressionen sowie über Absetzphänomene und psychologische Abhängigkeit. Dabei diskutieren wir auch alternative Behandlungsansätze – von Psychotherapie über Sport bis hin zu Psilocybin und Ketamin.

Dieses Gespräch dient der wissenschaftlichen Einordnung und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Beratung.

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59 Minuten
Sascha Johann ist Persönlichkeitsentwickler, Coach und Autor des Buches „Arbeite mit Sinn". Er begleitet Einzelpersonen, Teams und Organisationen dabei, nicht nur zu funktionieren – sondern wirklich Wirkung zu erzielen.

Im Zentrum seiner Arbeit steht die Frage, wie Menschen berufliche Sinnhaftigkeit finden und nachhaltig auf Kurs bleiben.In diesem Gespräch sprechen wir über eine Frage, die viele kennen, sich aber die wenigsten wirklich stellen: Macht mich meine Arbeit noch glücklich?Wir beleuchten, warum so viele Menschen äusserlich erfolgreich sind – und sich innerlich trotzdem leer fühlen. Warum der Gipfel, auf den wir jahrelang hingearbeitet haben, sich plötzlich falsch anfühlt. Und warum das leise Gefühl „irgendwo stimmt es nicht mehr" oft der wichtigste Hinweis ist, den wir lange ignorieren

Ein zentraler Fokus liegt auf den drei Triggerpunkten, die Sascha in seiner Arbeit immer wieder sieht: Aufgabe, Menschen, Organisation. Wir sprechen darüber, wie man erkennt, wo es wirklich hakt – und wie viel Unbehagen man bereit ist auszuhalten, bevor man handelt.Zudem diskutieren wir, was Teams verlieren, wenn der gemeinsame Sinn fehlt, warum Veränderung immer zuerst eine innere Entscheidung ist, und was sinnvolle Arbeit mit Lohn, Erfüllung und gesellschaftlichem Wert zu tun hat.Dieses Gespräch dient der persönlichen Reflexion und ersetzt keine professionelle Karriere- oder Psychologieberatung.Viel Freude mit der Folge!

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1 Stunde 2 Minuten
Selim Tolga ist Ordnungscoach und Autor von „Minimalismus für Dummies". Er begleitet Menschen dabei, ihr Leben zu vereinfachen – physisch, digital und zeitlich – und hat dafür die eigene 4M-Methode entwickelt.

In diesem Gespräch sprechen wir darüber, warum Minimalismus weit mehr ist als ein aufgeräumtes Zuhause – und warum er letztlich immer ein Weg zu mehr innerer Freiheit ist. Selim erklärt, wie äußere Unordnung und innere Unruhe zusammenhängen, warum wir uns emotional an Dinge klammern, die wir längst nicht mehr brauchen, und was es bedeutet, echte Loslassmuskeln zu trainieren.

Ein zentraler Fokus liegt auf der Frage: Was besitzen wir wirklich – und was besitzt uns? Selim stellt seine Formel „gebraucht und geliebt" vor, erklärt den Unterschied zwischen Aufräumen und echtem Reduzieren und zeigt, warum die meisten Menschen beim falschen Schritt anfangen.

Wir sprechen zudem über digitalen Minimalismus – von überfüllten Smartphones über Notification-Stress bis hin zu der Frage, warum Selim kein WhatsApp hat und keine unangekündigten Anrufe entgegennimmt. Dazu beleuchten wir das Konzept der Not-to-Do-Liste, den Umgang mit Horror Vacui, die Kunst des Nein-Sagens und warum ein leerer Kalender kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke ist.

Dieses Gespräch bietet konkrete Werkzeuge für alle, die ihr Leben vereinfachen möchten – und ersetzt keine therapeutische Beratung.

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1 Stunde 12 Minuten
Lic. phil. Leonardo Vertone ist Psychologe und Co-Leiter des Zentrums für Kinder- und Jugendforensik (ZKJF) in der Schweiz. Seit über 20 Jahren arbeitet er mit jungen Menschen, die strafrechtlich in Erscheinung getreten sind — er erstellt psychologische Gutachten für Gerichte, schätzt Rückfallrisiken ein und begleitet Jugendliche therapeutisch, die sich in einem staatlich angeordneten Rahmen befinden.

In diesem Gespräch beleuchten wir die Frage, was Menschen — und insbesondere Jugendliche — dazu bringt, Grenzen fundamental zu überschreiten. Wir sprechen über den Fall Freudenberg, der Deutschland und die Schweiz gleichermassen erschütterte, und was ein Forensik-Experte darin erkennt, was anderen verborgen bleibt.

Ein zentraler Fokus liegt auf der Frage der Schuldfähigkeit: Ab wann weiss ein Mensch, was er tut? Warum liegt die Strafmündigkeitsgrenze in der Schweiz bei 10 Jahren — und was bedeutet das für die Praxis? Vertone erklärt, wie Biografie, psychische Belastungen und soziales Umfeld zusammenwirken und welche Rolle Social Media und Radikalisierung dabei spielen.

Wir sprechen über die Netflix-Serie "Adolescence", darüber was sie richtig zeigt — und was sie weglässt. Über die unmögliche Aufgabe, Empfehlungen zu treffen wenn man nicht alle Antworten kennt. Und über die Fälle, die einen nicht loslassen.

Dieses Gespräch dient der psychologischen und wissenschaftlichen Einordnung und ersetzt keine rechtliche, medizinische oder therapeutische Beratung.

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1 Stunde 48 Minuten
Prof. Dr. Lutz Jäncke ist Neuropsychologe und einer der renommiertesten Hirnforscher im deutschsprachigen Raum. Er forscht seit Jahrzehnten an der Universität Zürich zu den Grundlagen des menschlichen Gehirns, Lernen, Plastizität und den Auswirkungen der digitalen Welt auf unsere Kognition.In diesem Gespräch sprechen wir darüber, warum unser Gehirn ein Steinzeitmodell ist – perfekt angepasst für eine Welt, die es längst nicht mehr gibt. Wir beleuchten, wie sich der Homo sapiens über Jahrtausende als Jäger und Sammler in kleinen Gruppen entwickelt hat und warum diese evolutionäre Vergangenheit uns heute im Umgang mit Social Media, Informationsflut und digitaler Reizüberflutung fundamental überfordert.Ein zentraler Fokus liegt auf der Frage der Aufmerksamkeit: Warum können wir nicht aufhören zu scrollen? Prof. Jäncke erklärt die neurobiologischen Mechanismen hinter der Dopamin-Falle, die Switching-Kosten ständiger Ablenkung und weshalb wir zunehmend zu Sklaven unserer eigenen Reize werden.Wir sprechen zudem über die Folgen für Demokratie und Gesellschaft, die Bedeutung analoger Entwicklung bei Kindern, den Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf unsere Sprachfähigkeit und was Meditation, Bewegung und Selbstdisziplin mit unserem Gehirn machen. Dabei diskutieren wir auch konkrete Lösungsansätze – von Digital Detox bis Handyverbot in Schulen.Dieses Gespräch dient der wissenschaftlichen Einordnung wissenschaftlicher Erkenntnisse und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Beratung.Viel Freude mit der Folge!Gastvorschläge für zukünftige Swisslectures-Podcasts gerne in die Kommentare oder an info@swisslectures.ch