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Episoden

1 Stunde 7 Minuten
Das Thema Suchterkrankungen und Stigmatisierung sind untrennbar miteinander verbunden. Es gibt kaum jemanden, der das besser weiß und der sich in Deutschland mehr mit dem Thema beschäftigt als Prof. Georg Schomerus, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Leipzig und führender Stigma-Experte bei Sucht. Wir nutzen die gerade erfolgte Veröffentlichung seines Buches "Katerland", in welchem er die Rolle von Politik, Gesellschaft, Alkoholindustrie und des Gesundheitswesens beim Thema Abhängigkeitserkrankungen thematisiert, um mit ihm über Stigmata bei Sucht zu sprechen. Dabei geht es um die Fragen, wie Vorbehalte und mangelnde Reflektionsfähigkeit von Fachpersonal Betroffenen schadet, ob Sucht-Psychotherapie zu individualistisch denkt und wie der Reflex zustande kommt, Menschen mit Suchtproblemen auszugrenzen. Ein wichtiger Faktor dabei ist, wie man Verantwortung in diesem Kontext definiert und was wir alle tun können, um stigmatisierende Narrative nicht immer wieder zu reproduzieren. Wir danken Herr Schomerus herzlich für seinen Besuch bei Such(t)gespräche und für viele kluge Gedanken.
45 Minuten
Nachdem wir im ersten Teil unseres Gespräches rund um das Thema Suchtreha die allgemeinen Grundlagen einer Entwöhnungsbehandlung thematisiert haben, widmen wir uns in dieser zweiten Episode nun den komplexeren Fragen. Dazu gehören neben Überlegungen, wie eine Reha psychotherapeutisch zu bewerten ist auch unsere persönliche Erfahrungen und Kritikpunkte an dem Konzept "Langzeittherapie". Wir hoffen, euch hat der Deep Dive in das Reha-Segment gefallen und vor Allem weitergeholfen.
52 Minuten
Über keinen Baustein des Suchthilfesystems wird so leidenschaftlich diskutiert wie über die Suchtreha (a.k.a Entwöhungsbehandlung oder "auf Therapie gehen"). Wir haben daher tief Luft genommen und sind eingetaucht in die Welt der Rehabilitation. Beim Wiederauftauchen ist uns jedoch klar geworden, dass unsere Episode nicht nur unglaublich lang, sondern auch durch viele Infos und Themenschwerpunkte sehr intensiv geworden ist. Da wir jedoch auch nichts kürzen wollten, um Unvollständigkeiten oder fehlenden Kontext zu vermeiden, haben wir uns dann dazu entschieden, die Folge zu teilen - im Folgenden hört ihr den ersten Teil unseres Gespräches zur Suchtreha. Neben einem allgemeinen Überblick zu Fragen der Zugangswege, Kostenträgern, Rehaanträgen, Therapieinhalten und Behandlungsformen beschäftigen wir uns auch damit, für wen eine Suchtreha eigentlich geeignet ist und warum der richtige Zeitpunkt für eine Entwöhnung ein häufig unterschätztes Thema ist. Zeitnah veröffentlichen wir dann den zweiten Teil unserer Rehabilitations-Folge, in dem wir unseren "Deep Dive" dann zuende bringen. Wir hoffen, ihr bringt genug Atem mit und wir freuen uns, wenn euch die Folge gefällt.
39 Minuten
Ein berechtigter Kritikpunkt in der Suchttherapie ist die Tatsache, dass in der Vergangenheit häufig über Betroffene gesprochen wurde, aber zu wenig mit ihnen. Aus diesem Grund freuen wir uns sehr, dass wir für diese Folge Lucas gewinnen konnten, der nach einem Schicksalsschlag seinen Alkoholkonsum überdachte und sich anschließend zunächst in eine Entzugs- und dann in eine Entwöhnungsbehandlung begab. Neben positiven Erfahrungen erlebte er während seiner Therapie jedoch auch immer wieder Fachpersonal, dessen Ansätze und Methoden er weniger hilfreich erlebte. Im Gespräch mit Marti berichtet er über seine Eindrücke und gemeinsam wird der Frage nachgegangen, was aus Betroffenensicht eigentlich eine gute Suchtbehandlung darstellt und was nicht. Viel Spaß beim Hören
1 Stunde 17 Minuten
In unserer parallel veröffentlichten Folge zum Umgang mit Rückfällen haben wir ausführlich berichtet, wie wichtig gute Rückfallanalysen sind und warum diese für den weiteren Verlauf von Abhängigkeitserkrankungen entscheidend sein können. Um das Thema greifbarer und praxisnäher zu machen, haben wir zwei Rollenspiele mit unterschiedlichen Arten von Rückfallanalysen durchgeführt, die ihr gemeinsam mit kurzen Nachbesprechungen und Einordnungen in dieser Folge findet. Wir hoffen, dass dadurch das für uns sehr wichtige Thema des Umgang mit Rückfällen noch plastischer wird und ihr euch durch unsere Praxisbeispiele etwas mitnehmen könnt. Wie in der Folge angesprochen empfehlen wir euch dringend, die Hauptfolge zu Rückfällen zuerst zu hören.
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Über diesen Podcast

Suchtgespräche (oder "Such Gespräche!") ist ein authentischer und praxisnaher Podcast über die Psychotherapie bei Abhängigkeitserkrankungen. Hosts sind Janina und Marti, zwei PsychotherapeutInnen mit langjähriger Erfahrung in der Suchtbehandlung, die sich mit großer Leidenschaft für die Entstigmatisierung von Suchterkrankungen und deren Therapie einsetzen. Egal ob Betroffene, Angehörige, Fachpersonal in der Suchthilfe oder Interessierte: Hier ist Jeder und Jede Willkommen - frei nach unserem Motto: Sucht das Gespräch! Unser Ziel ist es, Aufklärungsarbeit über Psychotherapie bei Sucht zu leisten, entsprechenden Mythen und Vorurteilen den Kampf anzusagen und professionellen HelferInnen, Angehörigen oder Betroffenen von Abhängigkeit Hilfestellungen zu geben. Kommt gerne hinein, nehmt Platz und seid Teil der Suchtgespräche. Wir freuen uns, dass du hier bist und hoffen, dass du dir etwas mitnehmen kannst. Besucht auch gerne unsere Website www.Suchtgespräche.de oder schreibt uns Feedback unter Info@Suchtgespraeche.de

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