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43 Minuten
In dieser Folge spricht Christian Wolf mit Paul-Louis Kiesow, CEO und Mitgründer von Hytra aus Rostock.

Hytra entwickelt Tankschiffe und Tanks für flüssigen Wasserstoff, der bei minus 253 Grad über weite Strecken transportiert wird, etwa aus Nordafrika und dem Nahen Osten nach Europa. Schiffsdesign und Tanks sind patentiert, das erste kommerzielle Schiff ist auf 60.000 Kubikmeter ausgelegt. Im Mai 2025 hat Hytra eine Finanzierung über 10 Millionen Euro abgeschlossen, das Team umfasst heute rund 15 Personen.

Paul hat mit 16 angefangen, an der Idee zu arbeiten, noch als Schüler. Seinen Mitgründer Christoph, einen Ingenieur aus Bremen mit Erfahrung im Wasserstoff- und Schiffsbereich, hat er gezielt über Freelancer-Plattformen gesucht, weil er wusste, dass er in der Energiebranche ohne Erfahrung nicht weit kommt. Er erzählt, wie die Finanzierung über eine Kette persönlicher Kontakte bis nach Abu Dhabi zustande kam und was er über Gesprächskultur am Golf lernen musste. Und er erklärt, warum ein Schiff für 150 bis 160 Millionen Dollar nicht über Beteiligungskapital finanziert wird, sondern als Schiffsfinanzierung mit überwiegend Fremdkapital.

Außerdem geht es darum, was der Krieg im Nahen Osten für Hytra bedeutet hat: Die operativen Gesellschaften mussten umgebaut werden, der Schwerpunkt liegt jetzt im Oman. Gleichzeitig wächst bei Produzenten und Abnehmern das Interesse, sich von Öl und Gas unabhängiger zu machen. Als nächste Schritte stehen ein Demonstrator im omanischen Hafen Sohar und die Zulassung des neuen Schiffs- und Tanktyps an. Offen ist noch, ob Hytra seine Technologie lizenziert oder selbst eine Reederei aufbaut.

Mehr über Hytra: https://hy-tra.com/

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38 Minuten
In dieser Folge spricht Christian Wolf mit Stefan Weber von Chemstars aus Düsseldorf.

Chemstars ist eine Public-Private-Partnership und bezeichnet sich selbst als den Reaktionsraum der chemischen Industrie. Getragen wird die Initiative von Unternehmen wie Bayer, Currenta, Evonik, Henkel, Siemens und Yncoris sowie der RAG-Stiftung und dem VCI NRW, kofinanziert vom Land Nordrhein-Westfalen und vom Bundeswirtschaftsministerium. Seit dem Start im April 2021 haben Stefan Weber und sein Kollege Martin Bellof mit 75 Startups gearbeitet, die zusammen 350 Millionen Euro an öffentlichem und privatem Kapital eingesammelt haben. Bis auf sechs sind alle noch am Markt.

Stefan erklärt, warum Gründen in der Chemie ein anderes Spiel ist als in der Software: lange Entwicklungszyklen, Zugang zu Laboren und Pilotanlagen, regulatorische Expertise und deutlich höherer Kapitalbedarf. Außerdem geht es um die Einordnung im NRW-Ökosystem neben Bryck und den Startup Factories und um Stefans Vision: Bei digitalen Startups denkt man an München, bei Chemie fällt einem in Deutschland kein Ort ein. Das soll sich ändern.

Mehr über Chemstars

https://www.chemstars.de/

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37 Minuten
In dieser Folge spricht Christian Wolf mit Alexander Pöhler, Mitgründer von Assemblean aus Paderborn.

Assemblean verbindet eine industrielle KI-Plattform mit einem eigenen Produktionsnetzwerk und übernimmt für seine Kunden die komplette Orchestrierung der Produktion – von der Analyse der CAD-Daten über die Auswahl geeigneter Produktionsprozesse und Lieferanten bis hin zur Montage und Qualitätssicherung.

Im Gespräch geht es darum, warum gerade deutsche Mittelständler ein großes Potenzial für Assemblean darstellen, wie sich komplexe Produktionsprozesse mit KI automatisieren lassen und warum Geschwindigkeit, Flexibilität und eine resiliente Supply Chain für Unternehmen immer wichtiger werden.

Alexander erzählt außerdem, wie aus seiner Forschung zu Industrie 4.0 und Produktionssteuerung die Idee für Assemblean entstanden ist und welche Rolle das Paderborner Ökosystem, insbesondere die Universität und die Garage 33, beim Aufbau gespielt haben.

Weitere Themen sind die Finanzierung, Team-Aufbau außerhalb der klassischen Startup-Zentren sowie die Frage, warum Industrial AI und Hardware für Investoren zunehmend interessanter werden.

Mehr über Assemblean

https://www.assemblean.com/

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48 Minuten
In dieser Folge spricht Christian Wolf mit Johannes von aedifion aus Köln.

Aedifion digitalisiert und optimiert die Technik von bestehenden Gebäuden. Die Software analysiert den Betrieb von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen und hilft dabei, Energieverbrauch und Kosten zu senken. Im Schnitt lassen sich laut aedifion rund 22 Prozent Energie einsparen. Inzwischen wird die Technologie in mehr als 600 Gebäuden in elf Ländern eingesetzt.

Im Gespräch geht es aber nicht nur um Gebäudetechnik. Johannes erzählt, wie aus einer Forschungsidee ein Unternehmen wurde und warum es für aedifion lange gedauert hat, den richtigen Kunden zu finden.

Wir sprechen darüber, warum ein großer Markt nicht automatisch der beste Markt für ein junges Startup ist. Entscheidend sind auch die Entscheidungswege, das Umsatzpotenzial und die Frage, wie schnell sich ein Kunde gewinnen lässt.

Johannes erklärt außerdem, wie aedifion Gebäude zu einem flexiblen Teil des Energiesystems machen will und warum Gebäude künftig eine Art virtuelle Batterie werden könnten.

Mehr über aedifion

https://www.aedifion.com/

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58 Minuten
In dieser Folge spricht Christian Wolf mit Jan Leisse, Mitgründer und CEO von Eleqtron aus Siegen.

Eleqtron entwickelt und baut Quantencomputer. Das Unternehmen gehört zu den wenigen europäischen Startups, die an dieser Schlüsseltechnologie arbeiten. Mit 120 Mitarbeitern,  über 80 Millionen Euro Venture Capital und Millionen-Umsätzen gehört Eleqtron zu den spannendsten Deep Tech Unternehmen in Deutschland.

Jan erklärt verständlich, warum Quantencomputer keine schnelleren klassischen Computer sind, sondern völlig neue Probleme lösen können. Ihr erfahrt, warum der große Durchbruch noch bevorsteht und weshalb trotzdem schon heute Unternehmen und Staaten Milliarden investieren.

Außerdem erzählt Jan, wie aus einem Familienunternehmer ein Deep Tech Gründer wurde, warum Kapitaleffizienz auch nach einer großen Finanzierungsrunde entscheidend bleibt und welche Rolle Deutschland im internationalen Wettbewerb um Quantencomputing spielt.

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https://eleqtron.com/ 

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Über diesen Podcast

Der Podcast von Gründern für Gründer jenseits der Metropolen - Fast zwei Drittel aller deutschen Startups entstehen außerhalb von Berlin, Hamburg und München – doch die Aufmerksamkeit liegt fast ausschließlich auf den großen Metropolen. Ich bin überzeugt: Erfolgreiche Tech-Startups kann man überall aufbauen. Mein Name ist Christian Wolf, Gründer von asgoodasnew electronics in Frankfurt an der Oder. In jeder Folge spreche ich mit Unternehmern, die abseits der bekannten Startup-Hotspots beeindruckende Meilensteine erreicht haben – von nachhaltigem Wachstum über Profitabilität bis hin zu großen Finanzierungsrunden. Hier gibt es echte Gründerstories, ungeschönte Erfahrungen und wertvolle Learnings für alle, die selbst gründen wollen oder bereits ein Startup führen. Das Ziel: Die Erfolge dieser Unternehmer sichtbar machen, Erfahrungen teilen und die Gründungskultur in Deutschland stärken. This is not Berlin – Inspiration, Wissen und echte Insights für Gründer, Investoren und alle, die das Startup-Ökosystem außerhalb der Metropolen vorantreiben wollen.
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