Bündner Herz - ehrlich unterwegs Archiv
48 Episoden
12 Minuten
Heute spreche ich über ein Thema das vielleicht auch dich beschäftigt – manchmal bewusst, manchmal leise im Unterbewusstsein: Wahrheit. Welche Wahrheit ist die wahre?
Wenn wir miteinander sprechen, tun wir selten nur das, was oberflächlich passiert: Worte austauschen. In Wirklichkeit treffen ganze Lebensgeschichten aufeinander. Erfahrungen, Verletzungen, Hoffnungen. Und jedes Argument, das wir formulieren, trägt ein Stück unserer Vergangenheit in sich – ob wir das wollen oder nicht. Doch warum wollen wir eigentlich gehört werden? Warum ringen wir in Gesprächen so oft um unsere Wahrheit? Suchen wir Bestätigung? Anerkennung? Wünschen wir uns Nähe, Zugehörigkeit, Verständnis oder gehört zu werden? Oder geht es manchmal schlicht darum, nicht allein mit unserer Sicht zu sein?
Es wäre schön, wenn wir im Gespräch weniger kämpfen müssten – und mehr erkunden und uns gegenseitig bereichern dürften. Nicht: „Wer hat Recht?“ Sondern: „Was macht diese Sicht für dich wahr?“ Nicht: „Wie bringe ich dich auf meine Seite?“ Sondern: „Was kann ich durch dich über mich selbst verstehen und lernen?“
Ich habe für mich die Erkenntnis gewonnen, dass jede Wahrheit ihre eigene Gültigkeit hat. Wenn ich bei mir bleibe und in mich höre - spüre ich klar, was sich für mich wahr und richtig anfühlt.
Wenn wir miteinander sprechen, tun wir selten nur das, was oberflächlich passiert: Worte austauschen. In Wirklichkeit treffen ganze Lebensgeschichten aufeinander. Erfahrungen, Verletzungen, Hoffnungen. Und jedes Argument, das wir formulieren, trägt ein Stück unserer Vergangenheit in sich – ob wir das wollen oder nicht. Doch warum wollen wir eigentlich gehört werden? Warum ringen wir in Gesprächen so oft um unsere Wahrheit? Suchen wir Bestätigung? Anerkennung? Wünschen wir uns Nähe, Zugehörigkeit, Verständnis oder gehört zu werden? Oder geht es manchmal schlicht darum, nicht allein mit unserer Sicht zu sein?
Es wäre schön, wenn wir im Gespräch weniger kämpfen müssten – und mehr erkunden und uns gegenseitig bereichern dürften. Nicht: „Wer hat Recht?“ Sondern: „Was macht diese Sicht für dich wahr?“ Nicht: „Wie bringe ich dich auf meine Seite?“ Sondern: „Was kann ich durch dich über mich selbst verstehen und lernen?“
Ich habe für mich die Erkenntnis gewonnen, dass jede Wahrheit ihre eigene Gültigkeit hat. Wenn ich bei mir bleibe und in mich höre - spüre ich klar, was sich für mich wahr und richtig anfühlt.
8 Minuten
Auszug aus dem Buch «Big Magic» von Elizabeth Gilbert
«Ich glaube, Neugier ist das Geheimnis. Neugier ist die Wahrheit und der Weg eines kreativen Lebens. Neugier ist das A und O, der Anfang und das Ende. Ausserdem ist Neugier jedem zugänglich.»
Neugier ist für mich ein stiller Antrieb, der mich nach außen zur Welt und nach innen zu mir selbst führt. Sie ist dieser kleine Funke, der aufleuchtet, wenn etwas in mir sagt: „Da steckt mehr drin – schau hin, geh näher, frag nach.“
Neugier schafft Verbindung: zu anderen Menschen, zu neuen Erfahrungen, aber auch zu mir selbst. Wenn ich neugierig bin, begegne ich den Situationen mit Interesse statt mit Angst es nicht zu schaffen. Mit Staunen statt mit Bewertung. Ich erlaube mir Nein sagen zu dürfen, Fehler als Lernmomente zu sehen, und Situationen nicht nur schwarz-weiß, sondern in ihren vielen Farben wahrzunehmen.
Vielleicht das Schönste: Neugier hält mich lebendig. Sie verhindert, dass ich stehen bleibe, und sie erinnert mich daran, dass Entwicklung nicht mit großen Entscheidungen beginnt, sondern im Kleinen.
Neugier ist leise und sie ist für mich. Sie ist sanft & beständig – und wenn ich ihr folge, führt sie mich an Orte in mir und um mich herum, die ich sonst nie betreten hätte.
«Ich glaube, Neugier ist das Geheimnis. Neugier ist die Wahrheit und der Weg eines kreativen Lebens. Neugier ist das A und O, der Anfang und das Ende. Ausserdem ist Neugier jedem zugänglich.»
Neugier ist für mich ein stiller Antrieb, der mich nach außen zur Welt und nach innen zu mir selbst führt. Sie ist dieser kleine Funke, der aufleuchtet, wenn etwas in mir sagt: „Da steckt mehr drin – schau hin, geh näher, frag nach.“
Neugier schafft Verbindung: zu anderen Menschen, zu neuen Erfahrungen, aber auch zu mir selbst. Wenn ich neugierig bin, begegne ich den Situationen mit Interesse statt mit Angst es nicht zu schaffen. Mit Staunen statt mit Bewertung. Ich erlaube mir Nein sagen zu dürfen, Fehler als Lernmomente zu sehen, und Situationen nicht nur schwarz-weiß, sondern in ihren vielen Farben wahrzunehmen.
Vielleicht das Schönste: Neugier hält mich lebendig. Sie verhindert, dass ich stehen bleibe, und sie erinnert mich daran, dass Entwicklung nicht mit großen Entscheidungen beginnt, sondern im Kleinen.
Neugier ist leise und sie ist für mich. Sie ist sanft & beständig – und wenn ich ihr folge, führt sie mich an Orte in mir und um mich herum, die ich sonst nie betreten hätte.
13 Minuten
Im Außen bewege ich mich durch eine Welt voller Stimmen, Erwartungen und Rollen. Dort begegne ich Menschen, Situationen und Bildern, die mich formen, herausfordern oder einfach still an mir vorbeiziehen. Das Außen ist laut, sichtbar und oft klar strukturiert.
Doch im Innen liegt das, was nur ich wahrnehmen kann: meine Empfindungen, meine Gefühle, meine Geschichten. Hier fließen Erinnerungen und Wünsche ineinander, hier entstehen Fragen, Zweifel und leise Hoffnungen. Das Innen ist zarter, tiefer und manchmal schwer in Worte zu fassen.
Beide Räume – Außen und Innen – begegnen sich ständig. Das Außen berührt mein Innen, und mein Innen färbt, wie ich das Außen sehe. In diesem Wechselspiel finde ich mich immer wieder neu: zwischen dem, was mich umgibt, und dem, was in mir lebt.
Doch im Innen liegt das, was nur ich wahrnehmen kann: meine Empfindungen, meine Gefühle, meine Geschichten. Hier fließen Erinnerungen und Wünsche ineinander, hier entstehen Fragen, Zweifel und leise Hoffnungen. Das Innen ist zarter, tiefer und manchmal schwer in Worte zu fassen.
Beide Räume – Außen und Innen – begegnen sich ständig. Das Außen berührt mein Innen, und mein Innen färbt, wie ich das Außen sehe. In diesem Wechselspiel finde ich mich immer wieder neu: zwischen dem, was mich umgibt, und dem, was in mir lebt.