SNAXX - The Snackable Podcast: Neue Perspektiven auf Bauen, Stadt und Zukunft Archiv
123 Episoden
5 Minuten
Wir sprechen über das innovative Architekturprojekt „Einfamilienhaus-Haus“, initiiert von Jurek Brüggen. Der Entwurf reagiert auf zwei parallele Entwicklungen: den Abriss ostdeutscher Plattenbauten und die fortschreitende Zersiedelung durch neue Einfamilienhäuser. Statt Abriss schlägt das Konzept vor, leerstehende WBS70-Gebäude in Stendal modular zurückzubauen und in gestapelte, zweigeschossige Wohneinheiten zu transformieren.
9 Minuten
Wir sprechen über die Masterthesis von Leonora Schlüter, die die architektonische Neugestaltung von Bildungseinrichtungen in den Mittelpunkt stellt. Am Beispiel der Weidenhof-Grundschule in Potsdam wird deutlich, wie starre Raumstrukturen und sanierungsbedürftige Plattenbauschulen modernen pädagogischen Anforderungen im Weg stehen. Die Arbeit verbindet bauliche Analyse mit reformpädagogischen Ansätzen von Maria Montessori und Loris Malaguzzi und entwickelt flexible Raumkonzepte wie das Clustermodell, das Schule als Lebensraum versteht.
4 Minuten
Wir sprechen über berühmte und trendige Straßen weltweit – von klassischen deutschen Ferienstraßen bis zum internationalen „Time Out“-Ranking 2025 der coolsten Straßen der Welt. Besonders im Fokus steht das Maybachufer in Berlin, das es international weit nach oben geschafft hat – und gleichzeitig eine Debatte über Gentrifizierung, Authentizität und Verlust von Seele auslöst. Außerdem schauen wir auf globale Hotspots wie die Rua do Senado in Rio de Janeiro und die Orange Street in Osaka. Die Folge fragt: Wann wird eine Straße zur Marke – und wann verliert sie ihren Charakter?
5 Minuten
Wir sprechen über das aktuelle Positionspapier des Bund Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA), das zentrale Forderungen für eine zukunftsweisende Baupolitik in Deutschland formuliert. Der BDA versteht Architektur nicht als reine Dienstleistung, sondern als strategisches Werkzeug zur Bewältigung großer gesellschaftlicher Herausforderungen – vom Klimawandel bis zum sozialen Zusammenhalt. Gefordert wird eine Abkehr von der reinen Preisorientierung hin zu einer ganzheitlichen Baukultur, die Nachhaltigkeit, Bestanderhalt und Qualität in den Mittelpunkt stellt.
16 Minuten
Wir sprechen über das Forschungsprojekt NEXT LEVEL, das neue Strategien zur Wiederbelebung von Leerständen in kleinen und mittleren Städten entwickelt. Ziel ist es, gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und Nachhaltigkeit zu fördern – durch Kooperation statt Einzelaktionen. Im Mittelpunkt steht eine landesweite Vernetzungsstelle als Schnittstelle zwischen Verwaltung, Eigentümer:innen und Zivilgesellschaft. Mit digitalen Beratungsplattformen, Leerstandsbörsen und Roadshows wird Wissen systematisch geteilt und gemeinwohlorientierte Projekte werden beschleunigt. So entstehen Zukunftsorte, die ungenutzte Bausubstanz in lebendige Räume für Wohnen, Kultur und soziales Unternehmertum verwandeln.
6 Minuten
Wir sprechen über fünf innovative Projekte, die dem demografischen Wandel im ländlichen Deutschland mit überraschend einfachen und zugleich wirksamen Lösungen begegnen. Von digitalen Treffpunkten über neue Rollen im Dorf bis hin zu Logistik, Nahversorgung und Mobilität zeigen die Beispiele, wie Teilhabe, Versorgung und Gemeinschaft auch jenseits der Großstadt gesichert werden können – pragmatisch, kreativ und oft ehrenamtlich getragen.
5 Minuten
Wir sprechen über Materialinitiativen in deutschen Städten wie Berlin, Hamburg, München und Leipzig, die sich der Wiederverwendung von Ressourcen verschrieben haben. Diese Projekte retten Requisiten, Baustoffe und Textilien vor der Entsorgung und machen sie kulturellen, sozialen und zivilgesellschaftlichen Akteur:innen sowie der Öffentlichkeit zugänglich. Die Folge zeigt, welche Erfolgsfaktoren den Betrieb tragen – von kreativen Standorten über Einnahmendiversifizierung bis zur Kooperation mit Kommunen – und skizziert eine Roadmap zur kreislauforientierten Stadtentwicklung.
5 Minuten
Wir sprechen über die Sagrada Família in Barcelona – ein Bauwerk zwischen Vision und Kontroverse. Von der Grundsteinlegung 1882 bis zur geplanten Fertigstellung 2026 beleuchten wir die wechselvolle Baugeschichte und das prägende Wirken von Antoni Gaudí, dessen radikaler Stil den Übergang vom Historismus zum Modernisme markierte. Nach Gaudís Tod entfachten zerstörte Originalpläne und der Einsatz moderner Bautechniken Debatten über Authentizität. Gleichzeitig ist die Sagrada Família heute kulturelles Wahrzeichen, wirtschaftlich unabhängig durch Eintrittsgelder – und Auslöser intensiver Diskussionen über Massentourismus im Quartier.
5 Minuten
Wir sprechen über den geplanten vollständigen Ausstieg aus der Erdgasversorgung in Mannheim bis 2035 – ein bundesweit einmaliger Schritt einer deutschen Großstadt. Um die Klimaneutralität frühzeitig zu erreichen, setzt Mannheim auf den massiven Ausbau der Fernwärme und den verstärkten Einsatz von Wärmepumpen. Hintergrund ist nicht nur Klimaschutz, sondern auch eine ökonomische Realität: Ein schrumpfendes Gasnetz würde für die verbleibenden Haushalte unbezahlbar.
5 Minuten
Wir sprechen über das Wohnprojekt Lion-Feuchtwanger-Straße 61 in Berlin-Hellersdorf – ein serielles Bauprojekt des Büros FAR frohn&rojas. Das Ensemble setzt auf ein modulares System aus Betonfertigteilen und realisiert 124 Wohneinheiten auf einem gemeinsamen Sockel. Ein erhöhtes Gartenplateau als Treffpunkt, rote Treppen und wellenförmige Laubengänge prägen die starke architektonische Handschrift. Zugleich zeigt das Projekt das Spannungsfeld zwischen Effizienz, Experiment und Akzeptanz – von Fachlob bis Anwohnerkritik, von Kostenfragen bis zur Insolvenz des ursprünglichen Entwicklers Euroboden.
2 Minuten
Kostenlose Tickets unter https://www.eventbrite.de/e/100-minuten-zukunft-der-salon-der-zukunfte-beydes-tickets-1983680334279?aff=oddtdtcreator Der Salon „100 Minuten Zukunft“ lädt dazu ein, mit der Methode des Futures Thinking konkrete Bilder vom Berlin des Jahres 2040 zu entwickeln. In einem strukturierten, kreativen Prozess erarbeiten bis zu 25 Teilnehmer aus unterschiedlichen Disziplinen realistische und visionäre Zukunftsszenarien – als Antwort auf globale Umbrüche und gesellschaftliche Unsicherheiten. Das Format stärkt die Gestaltungskompetenz der Beteiligten und übersetzt abstrakte Trends in greifbare Handlungsoptionen. Moderiert von erfahrenen Experten entsteht ein generationenübergreifender Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft – an einem gemeinsamen Innovationsstandort.
6 Minuten
Wir sprechen über ein innovatives Forschungsprojekt in Köln, das mit einer Anti-NOx-Fassade aktiv zur Verbesserung der städtischen Luftqualität beiträgt. Eine photokatalytische Beschichtung auf recyceltem Textilgewebe baut Stickoxide ab und schützt gleichzeitig vor sommerlicher Überhitzung. Erste Messungen zeigen bereits eine Reduktion der Schadstoffe um rund 30 % – selbst bei ungünstigen Lichtverhältnissen. Das Projekt steht exemplarisch für die Zusammenarbeit von Industrie, Wissenschaft und Kommune und zeigt, wie Architektur messbar zur Gesundheit in verdichteten Städten beitragen kann.
5 Minuten
Wir sprechen über das 25-jährige Bestehen der Architektur Galerie Berlin und die berufliche Laufbahn ihres Gründers Ulrich Müller. Aus einer experimentellen Ausstellungsreihe ist eine international anerkannte Plattform geworden, die Architektur nicht nur zeigt, sondern räumlich inszeniert. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Standort an der Karl-Marx-Allee und der ikonischen Schaufenstergestaltung, die Architektur bewusst in den Stadtraum und in die Öffentlichkeit trägt.
2 Minuten
Kostenlose Tickets unter https://www.eventbrite.de/e/co-aging-salon-02-beydes-tickets-1984221977348?aff=oddtdtcreator Das Programm Co-Aging @ BEYDES in Berlin-Tegel fördert den Austausch zwischen den Generationen und stellt herkömmliche Vorstellungen vom Älterwerden infrage. Es verbindet strategische Impulse mit medialer Sichtbarkeit für neue Altersbilder. Robert zeigt auf, wie Altersdiversität in Organisationen produktiv genutzt werden kann, während Lisa mit ihrem Podcast "Old and Gold" Seniorinnen und Senioren eine starke öffentliche Stimme verleiht. Das Projekt begreift den demografischen Wandel nicht als Problem, sondern als kreative Ressource für neue Formen der Zusammenarbeit.
5 Minuten
Wir sprechen über das Projekt „100 Meter Zukunft“ der IHK Berlin, das Unternehmen und Start-ups dazu einlädt, praxisnahe Innovationen für den urbanen Raum zu entwickeln. Gesucht werden Lösungen für nachhaltige Mobilität, Ressourcenmanagement, Gesundheit und lokale Ernährungssysteme. Die besten Konzepte werden mit insgesamt 200.000 Euro gefördert und ab Oktober 2026 in einem öffentlichen Reallabor in der Fasanenstraße getestet, begleitet von Expert:innen, mit Blick auf Skalierung und langfristige Finanzierung.