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51 Minuten
Was ist der bürgerliche Staat? Ist er ein eigenständiges politisches Subjekt, das die Gesellschaft nach seinen eigenen Interessen organisiert? Oder ist er ein Instrument der Klassenherrschaft?In diesem Referat wird die marxistische Auffassung vom Staat der Position des Gegenstandpunkts gegenübergestellt. Dabei geht es um das Verhältnis von Staat, Kapital und Klassen sowie um die Frage, wie sich die Herrschaft der Bourgeoisie im bürgerlichen Staat konkret durchsetzt.Anhand historischer Beispiele, unter anderem der britischen und französischen Politik wird gezeigt, wie ökonomische Abhängigkeit, politische Einflussnahme, Staatsapparat und Klassenkampf ineinandergreifen.Das Referat richtet sich insbesondere gegen die Vorstellung, der Kapitalismus könne durch bloße Kritik oder die rationale Einsicht der Arbeiterklasse überwunden werden. Stattdessen wird für eine revolutionäre Strategie argumentiert, die am realen Klassenkampf anknüpft und ihn mit dem revolutionären Programm verbindet.
34 Minuten
Die Mieten steigen, bezahlbarer Wohnraum wird immer knapper und für viele Arbeiter wird die eigene Wohnung zur immer größeren finanziellen Belastung. Doch warum schafft es der Markt nicht, genügend bezahlbaren Wohnraum bereitzustellen?Die Wohnungspolitik entwickelte sich vom staatlich geförderten Wohnungsbau über die Privatisierungen der 1990er und 2000er Jahre bis zur heutigen Wohnungskrise. Der kapitalistische Wohnungsmarkt funktioniert nicht nach den Bedürfnissen der Menschen, sondern nach dem Profitinteresse des Kapitals.Beim Volksentscheid 2021 stimmte eine große Mehrheit der Berliner für die Vergesellschaftung von 240.000 Wohnungen. Doch umgesetzt wurde der Volksentscheid bis heute nicht. Was zeigt dieser Kampf über die Grenzen parlamentarischer Politik und des bürgerlichen Staates?Welche Rolle spielten Mietendeckel, SPD, Grüne und Linkspartei? Welche Bedeutung hat die Eigentumsfrage und warum ist die Wohnungsfrage unmittelbar mit dem Klassenkampf verbunden?
51 Minuten
Die Linkspartei will eine „organisierende Klassenpartei“ werden. Doch was bedeutet das eigentlich und wie entstehen Arbeiterparteien?Wir werfen einen Blick auf die Entstehung der modernen Arbeiterbewegung: von der industriellen Revolution und den Chartisten in England über die ersten deutschen Arbeiterorganisationen bis zur Entwicklung der SPD. Dabei zeigt sich, dass Arbeiterparteien aus Klassenkämpfen entstehen, sich aber nicht automatisch in eine revolutionäre Richtung entwickeln.Die Geschichte der SPD zeigt, welche Rolle politische Führung, theoretische Klarheit und der Kampf gegen reformistische Einflüsse spielen und wie eine einst revolutionäre Arbeiterbewegung schließlich in den Reformismus und den Verrat von 1914 abgleiten konnte.Was bedeutet das für die Linkspartei heute? Kann sie sich zu einer kämpferischen Arbeiterpartei entwickeln und die Kämpfe der Arbeiterklasse zusammenführen oder wird sie den Weg der Sozialdemokratie gehen? Was können Kommunisten aus der Geschichte der Arbeiterbewegung lernen?
35 Minuten
Die Linkspartei kündigt Widerstand gegen die Kürzungspolitik der Bundesregierung an und will bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl am 20. September selbst die Regierung übernehmen. Ihr Wahlprogramm verspricht, Berlin „bezahlbar zu machen“ und die großen Immobilienkonzerne zu enteignen. Doch wie realistisch sind diese Versprechen? Dafür werfen wir einen Blick auf die Geschichte Berlins seit dem Zweiten Weltkrieg und ziehen eine Bilanz der bisherigen Regierungsbeteiligungen der Linkspartei in Berlin. Deindustrialisierung, Privatisierungen, der Ausverkauf öffentlichen Eigentums und der Berliner Bankenskandal zeigen, wie eng die Entwicklung der Stadt mit den Interessen des Kapitals verbunden ist. Zugleich zeigt die Erfahrung, dass reformistische Politik diese Verhältnisse nicht grundlegend verändern kann, sondern immer wieder gezwungen ist, die Krise des Kapitalismus mitzutragen.Was bedeutet das für die Haltung von Kommunisten zur Linkspartei und zur Berliner Abgeordnetenhauswahl? Welche Möglichkeiten bietet die Wahl für den Klassenkampf? Und wo liegen die Grenzen des reformistischen Programms der Linkspartei?
46 Minuten
Sollten Kommunisten Wahlen boykottieren oder das Parlament nutzen? Die Geschichte der Arbeiterbewegung zeigt, dass sowohl linksradikale Ablehnung als auch opportunistische Anpassung an den Parlamentarismus zu schweren Fehlern führen können.Marx, Engels und Lenin verstanden parlamentarische Arbeit nicht als Weg zum Sozialismus, sondern als Werkzeug des Klassenkampfes. Wahlkämpfe und parlamentarische Mandate können genutzt werden, um den Klassecharakter des bürgerlichen Staates zu entlarven, reformistische Illusionen zu überwinden und die Arbeiterklasse für ein revolutionäres Programm zu gewinnen.Am Beispiel der deutschen Sozialdemokratie zeigt sich zugleich, wie parlamentarischer Opportunismus zur Anpassung an die bestehende Ordnung und schließlich zum Verrat an den Interessen der Arbeiterklasse führen kann.Auch heute stellt sich für Kommunisten die Frage, wie wir mit der Linkspartei und ihrer parlamentarischen Arbeit umgehen. Weder eine prinzipielle Ablehnung der Linkspartei noch eine Anpassung an ihren Reformismus führt weiter. Entscheidend ist, wie wir in die bestehenden Kämpfe intervenieren und dabei für ein revolutionäres Programm kämpfen.
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Über diesen Podcast

Podcast der Revolutionären Kommunistischen Partei (RKP), der deutschen Sektion der Revolutionären Kommunistischen Internationale (RCI). Hier werden Referate rundum marxistische Theorie, revolutionäre Geschichte und aktuelle Ereignisse hochgeladen
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„Podcast der RKP“

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