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Episoden

29 Minuten
Eine Folge mit reißerischem Titel und ernstem Kern: In der "Futterlüge" geht es nicht darum, ob du barfst, Trockenfutter oder Dosenfutter fütterst. Andrea räumt mit einem verbreiteten Denkfehler auf: Beim Futterkauf wird fast immer der Preis pro Dose oder pro Kilo verglichen, aber nicht das, was am Ende zählt, nämlich die Kosten pro Tag.

Ausgangspunkt ist ein Gespräch aus Andreas Alltag: Ein 15 bis 18 Kilo schwerer Hund bekommt 1000 Gramm eines günstigen Nassfutters, während ihr 35-Kilo-Hund von einem hochwertigen Futter ebenfalls 1000 Gramm bekommt. Wer die tatsächlich nötige Menge einrechnet, landet bei günstigen Sorten oft beim selben Tagespreis wie bei teuren, mit dem Unterschied, dass der Hund deutlich mehr Füllstoffe und Wasser frisst. Andrea und Caro rechnen anhand des Kalorienbedarfs vor, wie sich das verhält, und erklären, warum Hunde mit ihrem kurzen Darm keine großen Mengen an Ballaststoffen und Füllmaterial brauchen.

Außerdem geht es um Marketingversprechen wie "getreidefrei", "zuckerfrei" oder "nur Fleisch", die auch auf günstigen Dosen stehen und noch kein Qualitätsmerkmal sind. Die beiden erklären den Unterschied zwischen Alleinfuttermittel und Ergänzungsfuttermittel (zum Beispiel einer Reinfleischdose), warum man bei Letzteren selbst für den Ausgleich sorgen muss und wie man mit den Fütterungsempfehlungen auf der Packung umgehen sollte. Diese Angaben dürfen kritisch hinterfragt werden: Schwankungen von plus/minus 15 bis 20 Prozent sind normal, Snacks gehören mit eingerechnet, und das Körperbild (Taille, fühlbare Rippen) ist ein besserer Maßstab als die Gramm-Zahl.

Im Serviceteil geht es um Fütterung im Alltag: Wie man Mahlzeiten mit Suchen, Schnüffeln oder Kauen ruhiger und erfüllender gestaltet, ohne den Napf zum Tabu zu machen. Andrea warnt davor, Futter zu einer streng verwalteten Ressource hochzustilisieren, etwa wenn ein Hund alles Fressbare einsammelt. In dem Fall lohnt zuerst der Blick auf gesundheitliche und lernhistorische Ursachen. Zum Schluss erinnern die beiden daran, dass günstige Hersteller oft mehr Geld für Werbung ausgeben, während hochwertige Produzenten selten mit großen Kampagnen auffallen.

Themen dieser Folge:

Was die "Futterlüge" ist: Dosenpreis vs. Tageskosten

Wie viel Futter braucht ein Hund wirklich? Kalorienbedarf an Beispielen

Füllstoffe, Wasser und der kurze Darm des Hundes

Marketingbegriffe wie "getreidefrei" und "nur Fleisch": was sie bedeuten und was nicht

Alleinfuttermittel vs. Ergänzungsfuttermittel (Reinfleischdose, Einzelkomponenten)

Fütterungsempfehlungen auf der Packung kritisch einordnen

Snacks und Zugaben in die Tagesration einrechnen

Futter sinnvoll gestalten: Suchen, Schnüffeln, Kauen

Warum Futter keine streng verwaltete Ressource werden sollte

Warum Werbung nicht gleich Qualität bedeutet

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37 Minuten
Der "Velcro-Dog" ist gerade ein viraler Trend auf TikTok und Instagram: Videos von Hunden, die ihrem Menschen auf Schritt und Tritt folgen, bis hin zu einem Hund, der sich durch die Bürodecke arbeitet, um zu seinem Besitzer zu gelangen. Der Begriff stammt vom englischen Wort für Klettverschluss. In dieser Folge fragen Caro und Andrea, was hinter dem Trend steckt und wo die Grenze zwischen enger Bindung und echtem Trennungsstress verläuft.

Die beiden erklären, woran man erkennt, ob eine Anhänglichkeit noch in Ordnung ist. Ein wichtiger Maßstab: Sobald einer der Beteiligten leidet, spricht man von mehr als störendem Verhalten, nämlich von einer Verhaltensstörung. Konkrete Warnzeichen sind zum Beispiel ein Hund, der nicht einmal in einem anderen Zimmer bleiben kann, der dauernd hinterherläuft, nicht zur Ruhe kommt, hechelt oder jammert, oder der schon beim Griff zu Jacke und Schuhen aufdreht. Sie sprechen auch darüber, dass ältere oder kranke Hunde plötzlich mehr Nähe suchen können und dass Unruhe und Trennungsangst nicht dasselbe sind.

Außerdem geht es um die Frage, wie man dem Hund bei Anhänglichkeit hilft: Warum Ursachenforschung wichtiger ist als bloßes Symptomtraining (Stichwort Jacke-an-Jacke-aus), wie Menschen ungewollt eine zu enge Bindung fördern können und warum es okay ist, eigene Grenzen zu setzen. Caro berichtet offen von ihrer Erfahrung mit ihrer früheren Hündin Pepper, die jahrelang nicht einmal für den Bäckerbesuch allein bleiben konnte, und davon, was am Ende geholfen hat. Beide warnen aber ausdrücklich davor, einen Zweithund als Patentlösung zu sehen. Tipps gibt es auch für Mehrhundehalter: Hunde auch einmal einzeln zu führen, damit sie auf einen späteren Verlust des anderen Hundes vorbereitet sind.

Wer sich fragt, wie gut der eigene Hund Distanz hält, bekommt einen praktischen Test mit: den Hund mit einem Flatterband "parken" und ausprobieren, ob er auf drei Meter Abstand ins Sitz geht oder sich schicken lässt. Zum Schluss steht der Appell, die Körpersprache des Hundes zu lesen, Social-Media-Videos mit Vorsicht zu genießen und sich bei echtem Leidensdruck professionelle Hilfe zu holen.

Themen dieser Folge:

Was ist ein Velcro-Dog? Der Trend auf Social Media und warum viele Videos mit Vorsicht zu genießen sind

Gesunde Bindung vs. Trennungsangst: Wann leidet der Hund?

Stresssignale und Trigger wie Jacke, Schuhe und Autoschlüssel

Ältere oder kranke Hunde: plötzlich mehr Nähe-Bedürfnis

Warum Ursachenforschung wichtiger ist als Symptomtraining

Personal Space: Grenzen setzen und "Nein" sagen dürfen

Persönliche Erfahrung mit Pepper und die Rolle des Zweithundes

Mehrhundehalter: Hunde auch einzeln führen und auf Verlust vorbereiten

Praxistest mit Flatterband: Wie gut hält mein Hund Distanz?

Wann professionelle Hilfe sinnvoll ist

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39 Minuten
Die Folge beginnt mit einem Gedanken, der aus der Halloween-Folge hängen geblieben ist: Eigentlich müsste es für Hunde "Trick and Treat" heißen, nicht "Trick or Treat". Daraus entwickelt sich eine Folge über Lob, Belohnung und die Frage, wie man Welpen und Junghunde wirklich gut durch die ersten Monate begleitet.

Caro erzählt von einer Übung in der Welpen-Junghundegruppe: Besitzer von Junghunden berichteten frischgebackenen Welpenbesitzern, was sie rückblickend viel mehr gelobt und belohnt hätten, etwa Blickkontakt, Orientierung und Kooperation. Den Austausch von Halter zu Halter empfindet sie als besonders wirksam. Andrea und Caro sprechen darüber, warum altersgemischte Gruppen so wertvoll sind, wie unterschiedlich Hunde durch die Pubertät gehen und dass es zwischen erster und zweiter Pubertät oft eine kurze Ruhephase gibt. Zentrale Botschaft: Hunde zeigen weiter, was sich für sie lohnt. Wer vermeintlich Selbstverständliches nicht verstärkt, riskiert, dass es wegfällt.

Beim Thema Futter geht es um die Mitte zwischen den Extremen: Das einen Extrem ist, immer weiter pauschal mit Futter zu arbeiten, bis es faktisch Bestechung wird (zum Beispiel muss erst die Hand in die Tasche, damit das Signal klappt). Das andere ist, Futter nach der Junghundezeit komplett zu streichen. Richtig aufgebaut sei Futter die beste Belohnung, wenn man Hilfen langsam abbaut und die Belohnung gezielt variiert. Wichtig ist beiden außerdem ein sauberer Aufbau und das nötige Handwerkszeug, zum Beispiel Körpersprache lesen zu können. Ein Beispiel aus dem Alltag einer Kundin zeigt, warum "ich war doch in der Hundeschule" allein nicht reicht, wenn der Mensch nicht selbst lernen will.

Danach geht es um die Einstellung zur Hundeschule: Regelmäßigkeit, aufeinander aufbauende Kurse (zum Beispiel feste Zwölferblöcke) und Commitment. Es lohnt sich, ein bis eineinhalb Jahre gut zu investieren, um die kommenden 15 Jahre vorzubereiten. Praktische Tipps rund ums Ankommen: pünktlich sein, genug Futter dabei haben, den Hund vorher lösen lassen und die Leinenführigkeit schon am Auto beginnen. Besonders bei größeren Hunden spielt die Zeit gegen die Besitzer, wenn die ersten Stunden nicht genutzt werden.

Warum weder wildes Toben am Anfang noch am Ende gut ist, sondern ein ruhiges Ankommen, moderierter Sozialkontakt und eine Cooldown-Phase besser funktionieren (Stichwort: letzte Skiabfahrt). Dazu kommt eine "steile These": Am meisten Mehrwert hat man in der Hundeschule, wenn man das Gefühl hat, der Welpe brauche das eigentlich gar nicht. Dann hat man Raum, selbst zu lernen, etwa die Körpersprache zu lesen und Abstände einzuschätzen. Am Ende steht ein Appell: Lobt ruhig auch das Selbstverständliche, den Hund und auch den Partner, der die Spülmaschine ausräumt.

Themen dieser Folge:

"Trick and Treat": Was Hunde wirklich brauchen

Peer-Learning in Welpen-/Junghundegruppen: Junghundebesitzer erzählen Welpenbesitzern

Altersgemischte Gruppen und die Phasen der Pubertät

Selbstverständliches Verhalten loben und bestärken

Futter richtig einsetzen: Bestechung vs. Belohnung, Hilfen abbauen

Einstellung zur Hundeschule: Commitment und feste Kursblöcke

Ankommen in der Hundeschule: pünktlich sein, vorher lösen, Leinenführigkeit ab Auto

Stundenaufbau: Warum weder Spielen am Anfang noch am Ende

"Steile These": Bester Mehrwert, wenn der Welpe es eigentlich nicht braucht

Fazit: Der Mensch lernt mit, und Loben lohnt sich

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28 Minuten
Der Herbst ist für Andrea und Caro die Halloween-Saison, und die Vorfreude ist in dieser Folge deutlich zu hören. Andrea erzählt, wie sie sich schon seit dem Sommer mit Requisiten eindeckt, Kleinanzeigen durchforstet und ihre Deko für Halloween zusammenträgt. Dazu gibt es Einblicke in die Halloween-Events beider Hundeschulen und viele praktische Ideen für Zuhause.

Zuerst stellen sie ihre Halloween-Touren vor. Caros Tour ist online von überall aus machbar (am Sonntag, 25.10.): Die Teams wählen ihre Route selbst, bekommen Aufgaben per Nachricht und schicken ihre Lösungen zurück, ganz ohne Trainer vor Ort. Teilnehmer gab es schon europaweit. Andrea veranstaltet ihre Tour dagegen nur vor Ort (30.10.), mit festem Startpunkt, aufwendig dekoriertem Gelände und einem Halloween-Rätsel, dessen Thema sie noch nicht verrät. Dazu kommen die weiteren Events: eine Halloween-Hundeparty am 30.10. und der klassische Halloween-Trail, bei dem die Teams im Dunkeln und mit versteckter Person arbeiten, sowie "School of Nightmares", ein Indoor-Trail in einem Schulgebäude.

Im zweiten Teil wird es praktisch. Aus dem Stegreif sammeln die beiden Trick-Ideen für Halloween: ein Plüschmesser oder Kürbiseimer tragen, Plüschkürbisse apportieren, einen Kürbis mit Deckel öffnen und Aufgaben oder Leckerlis herausholen, den Hund langsam an ein "Gespenster-Laken" gewöhnen oder das Trick-or-Treat-Spiel, bei dem der Hund zwischen zwei Gegenständen wählt.

Genauso wichtig sind ihnen Sicherheit und Fairness gegenüber dem Hund: Halloween ist für viele Hunde ungewohnt und sollte nie auf Kosten ihres Wohlbefindens gehen. Sie gehen auf Kostüme, Dunkelheit, fremde verkleidete Menschen und ein Klingel-Dauerfeuer ein. Wer zu Hause feiert, sollte bedenken, dass es fast wie an Silvester zugehen kann, und sicherstellen, dass kein Hund durch die offene Tür entwischt. Ihr Tipp: Lieber die Klingel abstellen und Süßigkeiten vors Haus stellen oder draußen feiern, als den Hund einfach "da durch" zu lassen. Besonders bei neuen Familienhunden gilt: Das erste Halloween nicht überfordern.

Themen dieser Folge:

Halloween-Vorfreude: Requisiten, Deko und gruselige Rätsel

Online-Halloween-Tour vs. Vor-Ort-Tour: zwei Konzepte im Vergleich

Halloween-Trail, Hundeparty und "School of Nightmares"

Trick-Ideen: Plüschmesser, Kürbis-Eimer, Gespenster-Laken, Kürbis mit Deckel

Das Trick-or-Treat-Spiel für Hund und Nachbarskinder

Kostüme und Verkleidungen: nur, wenn der Hund es mag

Halloween in der Dämmerung: Stadt vs. Land und der Stress für Hunde

Hausparty-Tipps: Klingelstress und Entwischen vermeiden

Der erste Halloween-Abend mit neuem Hund oder Familienhund

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41 Minuten
In dieser Folge stellen Andrea und Caro eine scheinbar simple, aber ziemlich provokante Frage: Was ist eigentlich ein "Familienhund"? Denn eine offizielle FCI-Kategorie dafür gibt es nicht – und trotzdem wird der Begriff völlig selbstverständlich benutzt, oft mit einer Wunschliste an Eigenschaften, die kaum ein Hund realistisch erfüllen kann.

Andrea zählt humorvoll, aber schonungslos auf, was ein "Familienhund" angeblich alles können soll: ausschlafen, entspannt an fremden Kindern, Fahrrädern und Besuch vorbeigehen, nie jagen, immer abrufbar sein, top Auto fahren, allein bleiben, sich von Kindern alles gefallen lassen – und dabei trotzdem den Einbrecher erkennen. Die Folge macht deutlich, wie widersprüchlich und unrealistisch dieses Anforderungsprofil eigentlich ist, und wie sehr unser Bild vom "idealen Hund" durch Medien wie Paw Patrol oder Lassie geprägt ist, die Hunde optisch und verhaltensmäßig komplett überzeichnet darstellen.

Ein wichtiger Programmpunkt: die Rolle der Genetik. Andrea und Caro sprechen über Arbeitslinie vs. Showlinie am Beispiel Labrador und warum viele Familien unbewusst einen Jagdhund mit entsprechenden Bedürfnissen ins Haus holen, ohne das einzuplanen. Klar wird: Manches lässt sich trainieren, manches nicht – Genetik und vorgeburtliche sowie frühe Prägeerfahrungen setzen Grenzen, die kein Training komplett ausgleichen kann.

Zum Schluss wird es sehr praktisch: Caro bringt das Bild vom Hund als 20-Stunden-Halbtagsjob ins Spiel und plädiert dafür, dass Hundehalter sich ehrlich fragen, ob sie diese Zeit – inklusive einer echten Exklusivstunde pro Woche nur für den Hund – tatsächlich aufbringen können. Und sie diskutieren ein sehr alltagsnahes Beispiel: die morgendliche Bring-Situation mit Kindergarten- oder Schulkindern, die für junge Hunde oft zur echten Reizüberflutung wird.

Themen dieser Folge:

Was ist ein "Familienhund" – gibt es diese Kategorie überhaupt?

Die unrealistische Wunschliste an Eigenschaften

Wie Medien (Paw Patrol, Lassie) unser Hundebild verzerren

Arbeitslinie vs. Showlinie – am Beispiel Labrador

Genetik & frühe Prägung: Grenzen des Trainierbaren

Das 20-Stunden-Modell: der Hund als Halbtagsjob

Warum eine wöchentliche Exklusivstunde für den Hund wichtig ist

Praxisbeispiel: Morgenstress beim Kindergarten-/Schulbringen mit Welpe

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„Abenteuer Hund – Dein Podcast für spannende Geschichten, smarte Tipps und Aha-Momente rund um das Leben mit Hund!“ Du liebst es, Zeit mit deinem Hund zu verbringen und suchst nach neuen Inspirationen? Oder bist du Hundetrainer:in und suchst nach neuen Ideen? Dann bist du hier genau richtig! In Abenteuerhund erwarten dich lustige Anekdoten, überraschende Fakten und hilfreiche Tipps, die dein Hundeleben entspannter und aufregender zugleich machen. Ob alltagstaugliches Training, faszinierende Einblicke in die Hundewelt oder spannende Rubriken wie „Wuff oder Wahrheit“ – hier gibt’s für jeden et
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