Die Folge beginnt mit einem Gedanken, der aus der Halloween-Folge
hängen geblieben ist: Eigentlich müsste es für Hunde "Trick and
Treat" heißen, nicht "Trick or Treat". Daraus entwickelt sich
eine Folge über Lob, Belohnung und die Frage, wie man Welpen und
Junghunde wirklich gut durch die ersten Monate begleitet.
Caro erzählt von einer Übung in der Welpen-Junghundegruppe:
Besitzer von Junghunden berichteten frischgebackenen
Welpenbesitzern, was sie rückblickend viel mehr gelobt und
belohnt hätten, etwa Blickkontakt, Orientierung und Kooperation.
Den Austausch von Halter zu Halter empfindet sie als besonders
wirksam. Andrea und Caro sprechen darüber, warum altersgemischte
Gruppen so wertvoll sind, wie unterschiedlich Hunde durch die
Pubertät gehen und dass es zwischen erster und zweiter Pubertät
oft eine kurze Ruhephase gibt. Zentrale Botschaft: Hunde zeigen
weiter, was sich für sie lohnt. Wer vermeintlich
Selbstverständliches nicht verstärkt, riskiert, dass es wegfällt.
Beim Thema Futter geht es um die Mitte zwischen den Extremen: Das
einen Extrem ist, immer weiter pauschal mit Futter zu arbeiten,
bis es faktisch Bestechung wird (zum Beispiel muss erst die Hand
in die Tasche, damit das Signal klappt). Das andere ist, Futter
nach der Junghundezeit komplett zu streichen. Richtig aufgebaut
sei Futter die beste Belohnung, wenn man Hilfen langsam abbaut
und die Belohnung gezielt variiert. Wichtig ist beiden außerdem
ein sauberer Aufbau und das nötige Handwerkszeug, zum Beispiel
Körpersprache lesen zu können. Ein Beispiel aus dem Alltag einer
Kundin zeigt, warum "ich war doch in der Hundeschule" allein
nicht reicht, wenn der Mensch nicht selbst lernen will.
Danach geht es um die Einstellung zur Hundeschule:
Regelmäßigkeit, aufeinander aufbauende Kurse (zum Beispiel feste
Zwölferblöcke) und Commitment. Es lohnt sich, ein bis eineinhalb
Jahre gut zu investieren, um die kommenden 15 Jahre
vorzubereiten. Praktische Tipps rund ums Ankommen: pünktlich
sein, genug Futter dabei haben, den Hund vorher lösen lassen und
die Leinenführigkeit schon am Auto beginnen. Besonders bei
größeren Hunden spielt die Zeit gegen die Besitzer, wenn die
ersten Stunden nicht genutzt werden.
Warum weder wildes Toben am Anfang noch am Ende gut ist, sondern
ein ruhiges Ankommen, moderierter Sozialkontakt und eine
Cooldown-Phase besser funktionieren (Stichwort: letzte
Skiabfahrt). Dazu kommt eine "steile These": Am meisten Mehrwert
hat man in der Hundeschule, wenn man das Gefühl hat, der Welpe
brauche das eigentlich gar nicht. Dann hat man Raum, selbst zu
lernen, etwa die Körpersprache zu lesen und Abstände
einzuschätzen. Am Ende steht ein Appell: Lobt ruhig auch das
Selbstverständliche, den Hund und auch den Partner, der die
Spülmaschine ausräumt.
Themen dieser Folge:
"Trick and Treat": Was Hunde wirklich brauchen
Peer-Learning in Welpen-/Junghundegruppen: Junghundebesitzer
erzählen Welpenbesitzern
Altersgemischte Gruppen und die Phasen der Pubertät
Selbstverständliches Verhalten loben und bestärken
Futter richtig einsetzen: Bestechung vs. Belohnung, Hilfen
abbauen
Einstellung zur Hundeschule: Commitment und feste Kursblöcke
Ankommen in der Hundeschule: pünktlich sein, vorher lösen,
Leinenführigkeit ab Auto
Stundenaufbau: Warum weder Spielen am Anfang noch am Ende
"Steile These": Bester Mehrwert, wenn der Welpe es eigentlich
nicht braucht
Fazit: Der Mensch lernt mit, und Loben lohnt sich
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