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9 Minuten
️ Herrscherlogik Sonderlevel: Früher war alles besser? Tiberius über einfache Antworten in einer komplizierten Welt

Diese Woche läuft bei Herrscherlogik einiges anders. NASCHA und Leni haben es zeitlich nicht geschafft, gemeinsam vor dem Mikrofon zu sitzen. Und bevor hier jetzt irgendjemand auf die Idee kommt, Level 100 ohne die beiden zu feiern, übernimmt lieber jemand anderes.

Tiberius.

In diesem kleinen Sonderlevel blickt unser digitaler Kurator noch einmal auf die letzte Folge zurück und nimmt sich eine Frage vor, die dort eher beiläufig gefallen ist:

„Wie schön wäre es eigentlich, dumm zu sein?“

Natürlich nicht ganz wörtlich gemeint. Es geht vielmehr darum, warum einfache Antworten manchmal so unfassbar angenehm wirken. Warum wir bei komplizierten gesellschaftlichen Problemen gerne einen einzigen Schuldigen suchen. Warum Gefühle real sein können, ohne dass die Erklärung dahinter automatisch richtig ist. Und warum der Satz „Früher war alles besser“ vielleicht manchmal weniger über die Vergangenheit aussagt als über unsere Erinnerung daran.

Denn wenn man als Kind durch den Quelle Katalog geblättert, auf Weihnachten gewartet und von einer PlayStation geträumt hat, waren Leitzinsen, Wirtschaftskrisen und gesellschaftliche Konflikte erstaunlicherweise ziemlich weit weg.

Tiberius spricht über Nostalgie, Fakten und Gefühle, einfache Weltbilder, gesellschaftliche Unsicherheit und die Schwierigkeit, auszuhalten, dass die richtige Antwort manchmal einfach lautet: „Es kommt darauf an.“

Eine kurze Zwischenfolge. Ein kleines Nachwort zu Level 99. Und der Beweis, dass sogar eine künstliche Intelligenz gelegentlich versuchen muss, Ordnung in das Herrscherlogik Chaos zu bringen.

NASCHA und Leni sind nächste Woche wieder da.

Zumindest ist das der Plan.

Themen dieser Folge

Nostalgie · Früher war alles besser · Fakten vs. Gefühle · einfache Antworten · gesellschaftliche Unsicherheit · Erinnerung · 90er Jahre · Social Media · politische Debatten · komplexe Probleme · Schuldzuweisungen · kritisches Denken · Tiberius · künstliche Intelligenz · Herrscherlogik

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Herrscherlogik Sonderlevel mit Tiberius.

Denn manchmal ist die Welt kompliziert.

Und manchmal wäre „Quelle: Vertrau mir, Bruder“ einfach angenehmer.
60 Minuten
️ Level 99: Wie schön wäre es, dumm zu sein? – Evangelion, Nostalgie & Fakten gegen Gefühle

Was passiert, wenn Najeh in einer Universitätsbibliothek eigentlich nur ein bisschen stöbern will und plötzlich ein theologisches Buch über Neon Genesis Evangelion findet?

Richtig. Herrscherlogik verliert bereits nach wenigen Minuten komplett die Kontrolle.

Najeh und Leni tauchen zunächst tief in Evangelion ein: religiöse Symbolik, philosophische Fragen, Hideaki Anno, die psychologischen Ebenen der Reihe und die Erkenntnis, dass offenbar nicht nur Najeh bereit ist, viel zu viel Lebenszeit in dieses Universum zu investieren. Natürlich dauert es nicht lange, bis auch One Piece, Mythologie und verlorene Zivilisationen irgendwie Teil des Gesprächs werden.  leni-najeh

Und dann kommt der vollkommen natürliche Herrscherlogik Themenwechsel:

„Wie schön wäre es eigentlich, einfach dumm zu sein?“

Nicht unbedingt dumm im klassischen Sinne. Sondern diese fast beneidenswerten Menschen, die mit absolutem Selbstbewusstsein eine sehr einfache Antwort auf eine sehr komplizierte Welt haben und danach zufrieden nach Hause gehen.

Während Najeh noch Studien, Zahlen und Statistiken heraussucht, reicht anderen offenbar ein TikTok Video und das gute alte: „Das war früher aber anders.“

Damit landen Najeh und Leni mitten in einer Diskussion über Fakten und Gefühle, politische Debatten, gesellschaftliche Unsicherheit und unsere romantisierte Erinnerung an die Vergangenheit.

Denn ja, Quelle, Karstadt, Neckermann Katalog, Super Nintendo und Weihnachten in den 90ern waren geil. Aber vielleicht war früher nicht unbedingt alles besser.

Vielleicht waren wir einfach Kinder und haben viele Probleme überhaupt nicht gesehen. 

Von dort geht es weiter zu der Frage, warum wir uns gesellschaftlich so gerne gegenseitig für unsere Lebensentscheidungen verurteilen. Kreuzfahrt oder Klimaschutz? Verbrenner oder Elektroauto? Fleisch oder vegan? Individuelle Verantwortung oder politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen?

Und selbstverständlich schaffen Najeh und Leni es, von Evangelion über gesellschaftliche Nostalgie, Klimapolitik und Ernährung am Ende bei Elektroautos und Akkutechnologie zu landen.

Oder wie Leni es selbst zusammenfasst:

„Boah, wir hatten aber eine wilde Mischung heute.“

Ja.

Willkommen bei Herrscherlogik.

Themen dieser Folge

Neon Genesis Evangelion · Hideaki Anno · Religion & Mythologie · One Piece · Theologie · Fakten vs. Gefühle · einfache Weltbilder · politische Diskussionen · Social Media · gesellschaftliche Unsicherheit · Nostalgie · „Früher war alles besser“ · Millennials · 90er Jahre · Quelle & Neckermann · Klimawandel · persönliche Verantwortung · CO₂ Fußabdruck · Kreuzfahrten · Ernährung · Fleischkonsum · Lobbyismus · Zuckersteuer · Elektromobilität · Verbrenner · Akkutechnologie · Herrscherlogik Chaos

Unterstützt wird Herrscherlogik von DUBBY

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Herrscherlogik – Ein Podcast mit Najeh & Leni.

Zwei Freunde. Viel zu viele Themen. Und diesmal eine Reise von Evangelion bis zum Elektroauto, die wirklich niemand so geplant hatte.
56 Minuten
️ Level 98: Zu alt für Aura, zu jung fürs Altersheim

Leni ist zurück! Nach drei Wochen Urlaub sitzt das Herrscherlogik Duo endlich wieder gemeinsam am Mikrofon. Und selbstverständlich dauert es keine fünf Minuten, bis Najeh und Leni feststellen, dass sie langsam in genau dem Alter angekommen sind, das sie früher selbst für uralt gehalten haben. Stiflers Mom ist plötzlich erschreckend nah, Najeh versucht bei Gen Z noch Aura zu farmen und irgendwo zwischen Millennials, DILFs und MILFs beginnt die erste existenzielle Krise.  leni-najeh (3)

Danach berichtet Leni von ihrer ersten AIDA Kreuzfahrt, von Florenz, Barcelona, Korsika, Menschenmassen, Flirtversuchen an der Bar und der Erkenntnis, dass ein Kreuzfahrtschiff offenbar auch eine schwimmende Partnerbörse sein kann. Anschließend folgt das komplette Kontrastprogramm: Fehmarn, Herbststurm, Fahrrad, Bücher, Häkeln, Ruhe und einfach mal nichts tun.

Und plötzlich wird es sogar erstaunlich nachdenklich. Warum fällt es uns eigentlich so schwer, nichts zu tun? Warum machen wir uns selbst so viel Druck? Wie schön kann es sein, einfach alleine zu sein, den eigenen Rhythmus zu finden und nicht ständig irgendjemandem gerecht werden zu müssen? Najeh und Leni sprechen darüber, wie sich ihre Einstellung zu Urlaub, Beziehungen und dem eigenen Leben verändert hat.  leni-najeh (3)

Aber keine Sorge, dieser seriöse Moment hält selbstverständlich nicht lange.

Denn irgendwann landen wir bei zukünftigen Reisen nach Skandinavien, schweigsamen Svens, imaginären Wikingerinnen und der realistischen Möglichkeit, dass Najeh bei einer gemeinsamen Japanreise versehentlich von der Yakuza adoptiert wird.

Kurz gesagt: Leni kommt aus dem Urlaub zurück und innerhalb von 54 Minuten ist wieder alles beim Alten.

Themen dieser Folge

Älterwerden · Millennials · Gen Z · Aura farmen · American Pie · DILF & MILF · AIDA · Kreuzfahrt · Florenz · Barcelona · Korsika · Fehmarn · Alleinreisen · Dating auf hoher See · Erholung · Nichtstun · Selbstfürsorge · Druck im Alltag · Beziehungen · Zukunftspläne · Skandinavien · Japan · Yakuza · Wikinger · Jordrit · kompletter Herrscherlogik Wahnsinn

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Herrscherlogik mit Najeh & Leni.

Zwei Freunde, viel zu viele Themen und diesmal die erschreckende Erkenntnis, dass wir langsam selbst in dem Alter sind, über das wir früher Witze gemacht haben.
29 Minuten
 Level 97 – Hass ist keine Meinung: Hate Speech & digitale Gewalt im Netz

Diesmal ist einiges anders bei Herrscherlogik: Leni genießt ihren wohlverdienten Urlaub und Najeh wagt sich zum ersten Mal alleine und als Videopodcast ans Mikrofon.

Und das Thema wird persönlich.

Was passiert eigentlich, wenn aus einer Meinungsverschiedenheit Beleidigungen werden? Wenn Menschen wegen ihres Geschlechts, ihrer Herkunft, Sexualität oder einer Behinderung angegriffen werden? Und wann wird aus einem dummen Kommentar tatsächliche digitale Gewalt?

Najeh spricht über eigene Erfahrungen mit Hasskommentaren, Gewaltandrohungen und menschenverachtenden Reaktionen in sozialen Netzwerken. Ausgangspunkt ist unter anderem die aktuelle Telekom Kampagne „Was sich liebt…“, die digitale Gewalt gegen Frauen und die Verharmlosung von Grenzüberschreitungen thematisiert. Telekom

Es geht um Hate Speech, Whataboutism, Cybermobbing, Anonymität und vermeintliche Anonymität im Netz, Bots, Kommentarspalten und die Verantwortung großer Plattformen. Aber auch um eine zentrale Frage: Wie schaffen wir es, miteinander zu streiten, ohne dabei den Menschen auf der anderen Seite zu vergessen?

Denn unterschiedliche Meinungen gehören zu einer offenen Gesellschaft. Beleidigungen, Bedrohungen und menschenverachtende Angriffe sind etwas anderes.

Und vielleicht ist die wichtigste Botschaft dieser Folge erstaunlich simpel:

Ihr müsst euch nicht alle mögen. Ihr müsst nicht einer Meinung sein. Aber seid fair zueinander.

Quellen & weiterführende Informationen

Deutsche Telekom, Gemeinsam #GegenHassImNetz und „Was sich liebt…“

Zur Kampagne der Deutschen Telekom

Bundeskriminalamt, #StopHate: gegen Hass und Hetze im Netz

Das BKA weist für 2024 unter anderem auf einen deutlichen Anstieg politisch motivierter Straftaten hin, die im oder mittels Internet begangen wurden. Bundeskriminalamt

Informationen des BKA zu Hass und Hetze im Netz

BKA, Zentrale Meldestelle für strafbare Inhalte im Internet

Informationen dazu, wann Hasskriminalität strafrechtlich relevant werden kann und welche Straftatbestände eine Rolle spielen können. Bundeskriminalamt

Zur Zentralen Meldestelle des BKA

HateAid, Informationen und Hilfe bei digitaler Gewalt

Tipps zu Shitstorms, Hate Speech, Selbstschutz, Counterspeech und digitaler Zivilcourage. HateAid

HateAid: Digitale Gewalt

Europäische Kommission, Digital Services Act

Der DSA verpflichtet Plattformen unter anderem dazu, leicht zugängliche Meldewege für illegale Inhalte und Beschwerdemöglichkeiten bereitzustellen. Digitale Strategie Europas

Informationen zum Digital Services Act

BKA, geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten

Lagebilder und Informationen des BKA

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Herrscherlogik, diesmal solo mit Najeh.

Passt auf euch auf, lasst euch nicht unterkriegen und vor allem: Seid fair zueinander.
15 Minuten
Level 96: Von Schulfluren zu Messehallen – Die Geschichte der Conventions

Wie wird aus einem kleinen Treffen unter Fans plötzlich eine Veranstaltung mit hunderttausenden Besucher:innen?

Nachdem Najeh und Leni in Level 95 über ihre Erlebnisse auf der Gamescom gesprochen haben, übernimmt diesmal wieder Tiberius – und schaut sich an, wie die Convention-Kultur überhaupt entstanden ist.

Die Reise beginnt lange vor Anime, Gaming und Cosplay: bei frühen Science-Fiction-Fantreffen, Fanzines und kleinen Community-Treffen. Von dort geht es über die ersten deutschen Anime-Conventions der 90er bis zu Veranstaltungen wie AnimagiC, Connichi, DoKomi, FedCon, SPIEL Essen und Gamescom.

Dabei zeigt sich ein faszinierendes Muster: Viele der heute riesigen Events begannen erstaunlich klein. In Vereinsräumen, Kulturzentren, Volkshochschulen – oder sogar in Schulen. Aus ein paar Fans wurden Communities, aus Communities wurden Conventions und aus kleinen Treffen irgendwann komplette Messehallen.

Tiberius geht außerdem der Frage nach, was eine Convention eigentlich von einer klassischen Messe unterscheidet und warum gerade das Internet reale Fantreffen nicht überflüssig gemacht, sondern teilweise sogar noch wichtiger gemacht hat.

Denn am Ende geht es bei Conventions nicht nur um Spiele, Anime, Comics oder Merchandise.

Es geht darum, Menschen zu treffen, die verstehen, warum einem genau dieser eine völlig bekloppte Nerd-Kram so viel bedeutet.

Themen dieser Folge

Conventions · Fankultur · Science-Fiction · Worldcon · FedCon · Anime · Manga · AnimagiC · Connichi · DoKomi · Gamescom · SPIEL Essen · Comic-Conventions · Cosplay · Gaming · Fanzines · Community · Nerdkultur · Popkultur · Geschichte der Conventions

Herrscherlogik – diesmal mit Tiberius auf den Spuren einer einfachen Idee:

„Wäre doch eigentlich cool, wenn wir uns mal alle treffen würden.“

Und erstaunlich oft eskaliert es von dort aus völlig.
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Über diesen Podcast

Herrscherlogik – Ein Podcast mit Najeh und Leni Herrscherlogik ist der Podcast für alle, die bei einer guten Unterhaltung nie so genau wissen wollen, wo sie am Ende landet. Najeh und Leni verbindet eine langjährige Freundschaft, jede Menge gemeinsame Geschichte und die besondere Fähigkeit, aus einem eigentlich ganz normalen Thema innerhalb weniger Minuten eine völlig andere Diskussion zu machen. Mal persönlich und nachdenklich, mal gesellschaftskritisch, mal komplett bescheuert – meistens irgendwo dazwischen. Dabei sprechen die beiden über alles, was sie gerade beschäftigt: Freundschaft und Beziehungen, Dating und Sex, Gaming und Pen & Paper, Anime und Popkultur, Social Media und Internetphänomene, künstliche Intelligenz, Arbeitswelt, Reisen, Essen und die kleinen wie großen Absurditäten des Alltags. Viele Folgen entstehen aus persönlichen Erfahrungen. Najeh und Leni erzählen von Freundschaften, die gekommen und gegangen sind, von Beziehungen, beruflichen Umwegen, gemeinsamen Reisen, Festivals, Krankenhausgeschichten und den Momenten im Leben, bei denen man hinterher selbst nicht mehr genau weiß, wie man eigentlich dort gelandet ist. Und genau das macht Herrscherlogik aus: Hier sitzen keine zwei perfekt vorbereiteten Moderator:innen, die Punkt für Punkt eine Themenliste abarbeiten. Hier unterhalten sich zwei Freunde, die sich gut genug kennen, um sich gegenseitig zu widersprechen, aufzuziehen und gleichzeitig auch über sehr persönliche Dinge offen zu sprechen. Manchmal wird diskutiert. Manchmal philosophiert. Manchmal wird aus einer kleinen Nebenbemerkung eine halbstündige Sidequest. Und manchmal stellt man nach zwanzig Minuten fest, dass das eigentliche Thema der Folge noch gar nicht angefangen hat. Unterstützt werden Najeh und Leni gelegentlich von Tiberius, dem KI-Kurator von Herrscherlogik. Wenn ein Thema nach mehr Einordnung verlangt, übernimmt er: recherchiert Hintergründe, schaut auf Studien und gesellschaftliche Entwicklungen und versucht mit einer Mischung aus Wissen, Sarkasmus und zunehmender Verzweiflung etwas Ordnung in das zu bringen, was Najeh und Leni zuvor angerichtet haben. Herrscherlogik ist persönliche Unterhaltung mit Haltung – irgendwo zwischen Freundschaft, Gesellschaft, Nerdkultur, ernsten Gesprächen und gepflegter Eskalation. Oder kurz gesagt: Zwei Freunde. Ein Mikrofon. Viel zu viele Themen. Und meistens keine Ahnung, wie sie am Ende dort gelandet sind.
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