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56 Minuten
Was hat Einsamkeit mit gesellschaftlicher Spaltung zu tun? Und kann ausgerechnet der Wunsch nach Achtsamkeit dazu führen, dass wir uns voneinander entfernen? Im Streitcafé spricht Gastgeber Dr. Jan-Jonathan Bock mit der Politikwissenschaftlerin, Autorin und CDU-Politikerin Diana Kinnert über die Bedeutung persönlicher Beziehungen für unsere Demokratie. Kinnert beschäftigt sich in ihren Büchern „Die neue Einsamkeit“ und „Die Achtsamkeitsfalle“ mit gesellschaftlicher Isolation und einer Kultur, in der Selbstfürsorge zunehmend zur Selbstoptimierung wird.

Im Gespräch erklärt sie, warum Einsamkeit auch gesellschaftliche Folgen hat: Wo Begegnungen fehlen, fehlen Austausch, andere Perspektiven und Widerspruch. Digitale Echokammern können diese Entwicklung noch verstärken. Sie erzählt von ihren Erfahrungen in der CDU und davon, wie vorschnelle Zuschreibungen politische Debatten verhärten. Was passiert, wenn Andersdenkende nicht mehr als Gesprächspartner, sondern als Gegner gelten? Kinnerts Vorschlag: hinter politischen Positionen auch die Bedürfnisse und Erfahrungen des Gegenübers erkennen – ohne sie gutheißen zu müssen.

Ein Gespräch über Einsamkeit, die Grenzen der Selbstoptimierung und die demokratische Bedeutung von Freundschaften, Nachbarschaften und persönlichen Begegnungen.

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KINNERT

Jugend debattiert: jugend-debattiert.de

Demokratie stärken, Gehirn erforschen: Gemeinnützige Hertie-Stiftung

Foto Diana Kinnert: Robert Rieger

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43 Minuten
Darf man heute wirklich weniger sagen – oder fällt es uns nur schwerer, Widerspruch auszuhalten?

Im Streitcafé spricht Dr. Jan-Jonathan Bock mit der Journalistin und Moderatorin Sandra Maischberger, die seit über zwei Jahrzehnten auch Mitglied im Kuratorium von Jugend debattiert ist. Gemeinsam fragen sie, wie Internet und soziale Medien politische Debatten verändert haben, warum Auseinandersetzungen oft härter geworden sind und wie trotzdem ein konstruktiver Austausch gelingen kann.

Maischberger gibt Einblicke hinter die Kulissen politischer Talkshows und erklärt, wie sie versucht, unterschiedliche Positionen tatsächlich miteinander ins Gespräch zu bringen. Es geht um Shitstorms, KI, Bots und um die Fähigkeit, andere Meinungen erst einmal auszuhalten, statt sich sofort aufzuregen.

Nach 25 Jahren Jugend debattiert ist Maischberger überzeugt: Wer lernt, auch andere Positionen einzunehmen, lernt nicht nur zu debattieren, sondern besser zu denken.

Jugend debattiert | LinkedIn

maischberger - Homepage - maischberger - Das Erste in der ARD Mediathek

Jugend debattiert: jugend-debattiert.de

Demokratie stärken, Gehirn erforschen: Gemeinnützige Hertie-Stiftung

Foto Sandra Maischberger: Thomas Kierok

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57 Minuten
Warum wird in öffentlichen Debatten heute oft mehr gegeneinander als miteinander gesprochen? Und wie können Wissenschaft, Medien und Gesellschaft wieder besser mit Unsicherheit, Komplexität und unterschiedlichen Perspektiven umgehen?

Im Streitcafé spricht Gastgeber Dr. Jan-Jonathan Bock mit dem Wissenschaftsjournalisten Ranga Yogeshwar über Streitkultur in Zeiten von Social Media, Shitstorms und Polarisierung. Gemeinsam diskutieren sie, warum viele Debatten zunehmend moralisch aufgeladen sind, welche Rolle Medien und Algorithmen dabei spielen – und weshalb Wissenschaft eigentlich eine ganz eigene Kultur des Streitens kennt.

Yogeshwar erklärt, warum gute Debatten gemeinsame Fakten brauchen, weshalb Ambivalenzen schwer auszuhalten sind und wie soziale Netzwerke Konflikte systematisch verstärken. Dabei geht es auch um persönliche Erfahrungen aus der Corona-Pandemie, um politische Talkshows, wissenschaftliche Kontroversen und die Frage, ob Demokratie heute unter ihrer eigenen Komplexität leidet.

Ein Gespräch über Orientierung in unsicheren Zeiten – und darüber, warum Zuhören oft wichtiger ist als Rechthaben.

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Ranga Yogeshwar

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Demokratie stärken, Gehirn erforschen: Gemeinnützige Hertie-Stiftung

Foto Ranga Yogeshwar: Klaus Görgen

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42 Minuten
Warum ist gutes Streiten mehr als nur eine Frage des Tons? Und welche Verantwortung tragen wir als Einzelne für die Qualität unserer Debatten?

Im Streitcafé begrüßt Gastgeber Dr. Jan-Jonathan Bock die Philosophin Prof. Dr. Marie-Luisa Frick, Professorin für praktische Philosophie an der Universität Innsbruck. Gemeinsam sprechen sie über die Ethik des Streitens, die Rolle von Respekt im Umgang mit Andersdenkenden und die Frage, warum Demokratie ohne Konflikt nicht funktionieren kann.

Frick zeigt, warum Streit kein Problem, sondern eine Voraussetzung demokratischen Zusammenlebens ist – solange er auf Anerkennung und gegenseitigem Respekt basiert. Sie erklärt, weshalb nicht Konsens, sondern Kompromiss das realistischere Ziel von Debatten ist, und wie eine „zivilisierte“ Streitkultur helfen kann, gesellschaftliche Spaltungen zu überwinden.

Ein Gespräch über Verantwortung, Ambivalenzen und die Kunst, auch in schwierigen Diskussionen im Gespräch zu bleiben.

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Marie-Luisa Frick

Jugend debattiert - weil Kontroversen lohnen

Demokratie stärken, Gehirn erforschen: Gemeinnützige Hertie-Stiftung

Foto Marie-Luisa Frick: Andreas Friedle

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39 Minuten
Warum fällt es vielen Menschen zunehmend schwer, ihre Meinung offen zu äußern? Und was passiert mit einer Demokratie, wenn Debatten aus Angst vor Empörung oder Ausgrenzung verstummen?

Im Streitcafé ist Journalist, Autor und ehemaliger Tagesschau-Sprecher Constantin Schreiber zu Gast. Mit Dr. Jan-Jonathan Bock spricht er über Shitstorms, Selbstzensur und die Frage, warum gerade sensible Themen wie Islam, Migration oder Israel in Deutschland oft nur noch zugespitzt oder gar nicht mehr diskutiert werden. Schreiber plädiert für eine neue Furchtlosigkeit im öffentlichen Gespräch: Inhalte möglichst weit öffnen – bei klaren Grenzen in der Form. Er berichtet von eigenen Erfahrungen mit massiver Kritik, von medialen Dynamiken zwischen Empörung und Einschüchterung und von der Verantwortung des Journalismus in polarisierten Zeiten.

Was ist das Ziel einer guten Debatte? Muss man sich am Ende einig sein? Und wie gelingt Streitkultur in einer vielfältigen Gesellschaft? Ein intensives Gespräch über Meinungsfreiheit, mediale Verantwortung und die Kunst, unterschiedlicher Meinung zu sein – ohne den Respekt zu verlieren.

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Lasst uns offen reden! – Hoffmann und Campe

Jugend debattiert - weil Kontroversen lohnen

Demokratie stärken, Gehirn erforschen: Gemeinnützige Hertie-Stiftung

Foto Constantin Schreiber: Sebastian Fuchs

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Über diesen Podcast

Willkommen im Streitcafé, der Ort, an dem es zum Koffein-Kick einen tiefen Einblick in die Debattenkultur gibt! Dr. Jan-Jonathan Bock, Leiter des Programms Jugend debattiert der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, empfängt im Streitcafé Gäste, um gemeinsam den Zustand der Debattenkultur zu untersuchen. Jeden Tag spüren wir: In vielen Fragen sind wir uns in der Gesellschaft nicht einig. Und das ist gut so. Nur werden Gespräche oft unsachlich geführt und eskalieren, Fakten bleiben häufig auf der Strecke. Umso wichtiger sind die Fragen, die uns bei Jugend debattiert beschäftigen: Wie können wir trotz Unterschieden respektvoll streiten? Wie können wir unterschiedliche Perspektiven besser nachvollziehen, ganz klar, wie schützen wir eine gute Debattenkultur? All das beantworten wir mit jeder Episode aufs Neue. Im Mittelpunkt steht dabei unsere Überzeugung: Guter Streit ist die Grundessenz unserer Demokratie. Folgen Sie unserem Podcast, um keine Episode zu verpassen und folgen Sie Jugend debattiert auf unserem LinkedIn-Kanal LinkedIn auf dem wir tagesaktuelle Themen beleuchten und aus unserem Programm berichten.  Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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„Streitcafé“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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