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45 Minuten
Was bringt ein KI-Reallabor wirklich, Marius Khan?

Bis August 2027 muss jedes EU-Land mindestens ein KI-Reallabor einsatzbereit haben. Deutschland hat früh angefangen: Von Mai 2025 an haben Bundesnetzagentur, Bundesdatenschutzbeauftragte und das Land Hessen ein solches Reallabor mit genau zwei Unternehmen simuliert. Eines davon war avisé labs aus Dortmund.

Marius Khan ist dort Gründer und Geschäftsführer. Im Gespräch berichtet er, wie fünf Monate mit mehreren Behörden tatsächlich ablaufen: was geklärt wurde, was offen blieb und was sich an seinem Produkt danach verändert hat. Seine Antwort darauf ist deutlicher, als man erwarten würde.

Es geht um das Grundproblem, an dem sein Team hängenblieb: ohne Zertifizierung kommt man nicht in die Klinik, ohne Daten aus der Klinik nicht zur Zertifizierung. Um die Frage, ob Start-ups und KMUs im Reallabor Antworten bekommen oder nur Hinweise. Und darum, was das Abschlusspapier am Ende wert ist, wenn es keine Rechtskraft hat.

Marius sagt auch, was er sich von den echten Reallaboren wünscht, die gerade aufgebaut werden: früher Einstieg, konkrete Antworten statt achtzigseitiger Zusammenfassungen, und vor allem Tempo. Wer zwölf Monate auf eine regulatorische Einschätzung wartet, ist als Startup längst woanders.

Eine Folge für alle, die wissen wollen, ob Reallabore ein Werkzeug sind, um KI und Innovationen schneller in den Markt zu bringen oder nur ein gut gemeintes Angebot.

 Abschlussbericht und Roadmap zum Pilotprojekt: https://bundesnetzagentur.de/ki-reallabor

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Redaktion: Marcel Weigand, Marcel Holick

Sounddesign: Marcel Holick

www.marcelweigand.de

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Kontakt: podcast@mitdatenheilen.de
38 Minuten
Eine Frau kommt mit einer Sepsis in die Rettungsstelle: erschöpft, verlangsamt, ein bisschen neben sich. Sie wird in die Neurologie geschickt. Ein Mann mit derselben Erkrankung ist deutlich verwirrt, aber bei ihm zweifelt niemand, dass es etwas Akutes ist.

Dass Frauen beim Herzinfarkt andere Symptome zeigen, hat sich herumgesprochen. Bei Sepsis noch nicht. Und was daraus in den Daten wird, hat mich in diesem Gespräch am meisten beschäftigt.

Mein Gast ist Prof. Dr. Irit Nachtigall, Professorin für Hygiene und Infektiologie an der Medical School Berlin. Sie forscht seit 2007 geschlechtersensibel und entwickelt KI-gestützte Entscheidungssysteme für die Antibiotikatherapie.

Wir sprechen darüber, warum bei Frauen rund ein Drittel weniger Blutkulturen abgenommen werden und warum genau das KI-Systeme zur Sepsis-Früherkennung verzerrt: Fehlt die klinische Entscheidung, fehlt der Datenpunkt. Das Modell lernt (bislang) vor allem am Mann.

Außerdem sprechen wir darüber,

 – warum der Mittelwert auch für Männer nicht stimmt,

 – weshalb es bis heute kein Curriculum für geschlechtersensible Medizin gibt,

 – was im Digitalgesetz und im Registergesetz dazu fehlt,

 – und warum sie trotzdem Berufsoptimistin ist.

Wenn Dir die Folge gefällt: Abonniere „Mit Daten heilen" und lass gerne eine Bewertung da.

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42 Minuten
Vor knapp einem Jahr ist das Forschungsdatenzentrum Gesundheit (FDZ) am BfArM an den Start gegangen. Forschende können dort seither Anträge stellen, um mit den Daten von über 70 Millionen gesetzlich Versicherten in Deutschland zu arbeiten. Aber wie läuft das in der Praxis? Wer darf die Daten für welche Zwecke nutzen und wie gut sind sie geschützt?

Darüber habe ich in dieser Folge mit Dr. Steffen Hess gesprochen, dem Leiter des FDZ. Es ist ein sehr informatives und konkretes Gespräch geworden, bei dem wir auch die kritischen und aktuellen Debatten nicht aussparen.

Die Themen im Überblick:

Datennutzung & Mehrwert für Versorgung?: Wie funktioniert die Datennutzung und Antragstellung beim FDZ und was bringt es uns?

Datenschutz & Kritik: Wie sicher sind die Daten und welche Kritik gibt es an der Datennutzung? 

KI-Training: Sollen sensible Patientendaten künftig als Trainingsmaterial für KI-Sprachmodelle genutzt werden?

Gesetzes-Update: Bringt das geplante Digitalgesetz (Gesetz für Daten und digitale Innovationen im Gesundheitswesen - GeDIG) den erhofften Fortschritt für die Forschung mit Gesundheitsdaten?

Der europäische Kontext: Welche Rolle spielt das FDZ im kommenden Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS)?

Hört rein für einen fundierten Einblick hinter die Kulissen der deutschen Gesundheitsdatennutzung und erfahrt, wo wir aktuell stehen und wo noch Nachbesserungsbedarf besteht.

Shownotes & Links zur Folge:

Forschungsdatenzentrum Gesundheit: https://www.forschungsdatenzentrum-gesundheit.de/

Europäischer Gesundheitsdatenraum: https://health.ec.europa.eu/ehealth-digital-health-and-care/european-health-data-space-regulation-ehds_de

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43 Minuten
FOLGENBESCHREIBUNG

Datenschatz statt Datengrab 

Mit Dr. Henrik Matthies spreche ich über HONIC und die Zukunft der Gesundheitsforschung.

Dr. Henrik Matthies ist Gründer von HONIC, einer Forschungsplattform die Versorgungsdaten aus verschiedenen Einrichtungen pseudonymisiert und sektorübergreifend zusammenführt. Aktuell Daten von 13 Millionen Deutschen, bis Ende des Jahres sollen es 40 Millionen sein.

Wir sprechen über das größte Hindernis bei der Gesundheitsdatennutzung und das ist weder Technik noch Datenschutz, sondern Semantik. Über das geplante GEDIG, die Forschungskennziffer und was sich Henrik vom System insgesamt erhofft.

Und seine ehrlichste Einschätzung: Grundlegende Veränderungen passieren in Deutschland eigentlich nur durch exogenen Druck. Aus eigener Kraft schaffen wir es selten.

Am Ende verrät uns Henrik noch, was er sich für die bessere Datennutzung und Digitalisierung wünscht.

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Redaktion: Marcel Weigand, Marcel Holick

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41 Minuten
Folge #15: Daten sind das neue Skalpell – Wie wir mit KI die Versorgung revolutionieren.

Gäste: Pia Maier (Leiterin BMC-Task Force Datennutzung) & Lutz Hager (Vorstandsvorsitzender des BMC)

Daten heilen keine Krankheiten, aber sie zeigen uns den Weg dorthin. Doch warum liegen in Deutschland so viele wertvolle Daten ungenutzt in Silos? Und wie verwandeln wir abstrakte Datenmengen mithilfe von Künstlicher Intelligenz in echten Nutzen für Patientinnen und Patienten?

In dieser Folge von „Mit Daten heilen“ blicken wir hinter die Kulissen des neuen BMC-Impulspapiers „Mit KI den Nutzen von Gesundheitsdaten erschließen“. Zusammen mit Pia Maier und Lutz Hager diskutiere ich, warum wir beim Thema KI weg von der „Magie“ und hin zum Handwerk müssen.

Was dich in dieser Folge erwartet:

Die „Burning Questions“: Warum die Datennutzung das Fundament für die gesamte Zukunft unserer Gesundheitsversorgung ist.

Daten nutzen und nicht nur sammeln: Warum wir die aktuellen Datenschätze aufgrund von kleinteiliger Regulierung und fehlendem Mut noch zu wenig nutzen und wie wir das ändern können

KI im Praxistest: Von der automatisierten Triage in der Hausarztpraxis bis zur prädiktiven Kapazitätsplanung auf der Intensivstation. Viele konkrete Beispiele zeigen, was heute schon möglich ist.

Regulatorik als Bremsklotz für Innovation? Wie wir den Spagat zwischen dem EU AI Act, MDR sowie nationalen Zulassungsverfahren und der notwendigen Innovationsgeschwindigkeit schaffen.

Forderungen an die Politik: Was das Bundesgesundheitsministerium jetzt tun muss, damit aus dem Update der Digitalstrategie Mehrwerte für die Versorgung und gute Digitalgesetze entstehen.

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Über diesen Podcast

Gesundheitsdaten werden immer wichtiger für eine gute und patientenzentrierte Behandlung. Warum werden Daten für eine gute Versorgung und für ein effizientes System benötigt? Welche Projekte und Innovationen gibt es bereits? Warum sind Gesundheitsdaten und Datenspende so wichtig für die medizinische Forschung?
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„Mit Daten heilen“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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