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Wer schreibt denn sowas? Archiv

22 Episoden
22 Minuten
Der Soziologe und Schauspieler Manuel Rivera hat sein Buch „Kultur in der Klimakrise“ genannt. Aber ist nicht vielleicht die Kultur heute selbst in der Krise, angesichts der klaffenden Haushaltslücken, die nicht nur in Berlin derzeit zu drastischen Sparmaßnahmen zwingen? In dieser Situation stehen Kunst und Kultur unter einem verstärkten Zwang, nachzuweisen, dass sie tatsächlich einen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zur Bewältigung der Klimakrise leisten… 
27 Minuten
Diesmal ist Katja Adler bei uns zu Gast mit einem provozierenden Buch zu Deutschland. In Eisenhüttenstadt geboren hat sie beide Systeme bewusst erlebt. Heute lebt die Bundestagsabgeordnete in Westdeutschland und sie stellt fest, dass die Sehnsucht nach autoritären Strukturen à la DDR im ganzen Land zunimmt… Was ist los im wiedervereinigten Deutschland? 35 Jahre nach dem Mauerfall werden die Gräben tiefer und wird das Schicksalhafte der Geschichte auf beiden Seiten der ehemaligen Grenze deutlich. Wieso jetzt? Sind es wirklich „die“ Ostdeutschen, die plötzlich renitent werden? Oder ist die gesamte Republik auf einem schlechten Weg? Katja Adler versucht eine Erklärung, die sich gleichermaßen vom Ostdeutschen-Bashing und von ostalgischer Verklärung der DDR-Realität fernhält.
19 Minuten
Immer mehr Unternehmen werden gesetzlich verpflichtet, jährliche Nachhaltigkeitsberichte vorzulegen. Ähnlich wie das Lieferkettengesetz steht die Berichtspflicht im Verdacht, vor allem den bürokratischen Aufwand für die Wirtschaft unverhältnismäßig zu erhöhen. Der grüne Wirtschaftsminister Habeck will deshalb sogar die „Kettensäge anwerfen und das ganze Ding wegbolzen“. Habeck glaubt, man sei bei der zunehmenden Regulierung im Zeichen der Nachhaltigkeit „völlig falsch abgebogen“. Die Unternehmensberater Felix Richter und Andre Stuer sehen noch eine ganz andere Gefahr als die bürokratische Überlastung. Die zunehmenden Anforderungen einer formalisierten Nachhaltigkeits-Berichterstattung fördern nämlich die Ansicht, man könne ein Unternehmen dadurch nachhaltig aufstellen, indem man einen linearen und sachlogischen Prozess startet. Braucht man auch eine Kettensäge, um diese offenbar irrige Ansicht aus der Welt zu schaffen?
35 Minuten
Der globale Wohlstand steigt. Trotz aller regionalen Krisen und Rückschläge pushen technische Innovationen und billige Energie die ökonomische Entwicklung weltweit. Daraus den Schluss zu ziehen, dass der technische Fortschritt allein die Welt zu einem besseren Ort macht, sei jedoch ein Irrtum – stellen Michael Wunsch und Birgit Heilig in ihrem Buch über soziale Innovation fest. 
20 Minuten
Der deutschen Wirtschaft geht es schlecht. Der Traum vom Wachstumsfaktor „Nachhaltigkeit“ scheint zu zerplatzen. VW baut Stellen und Werke ab und die ersehnten E-Autos produzieren andere, allen voran China. Ohnehin gibt es kaum kleinere und erschwingliche Elektroautos, die die Energie- und Verkehrswende viel mehr unterstützen würden als teure und immer schwerer werdende E-SUVs. Stimmt es also vielleicht tatsächlich, was der Volkswirt und Unternehmensberater Frank Thun in seinem Buch „Unternehmen in Grün“ die „unerhörte Ambitionslosigkeit der heutigen Unternehmen“ nennt. Und trifft es vielleicht besonders auf die Situation in Deutschland zu? 
15 Minuten
Immer wieder beklagen wir den „Knowing-Doing-Gap“, also den deutlichen Unterschied zwischen Wissen und Handeln, gerade auch wenn es um umweltfreundliches, klimaschützendes und nachhaltiges Verhalten geht. Auch die Autoren des Buches „Klimakurve kriegen“ haben sich von mit diesem scheinbaren Paradox befasst und sie schlagen uns einen Ausweg vor. Peter Blenke und Christian Reisinger vermuten, dass das Lähmende am „Knowing-Doing-Gap“ die Tatsache ist, dass wir das Ganze aus dem „Problemblickwinkel“ angehen anstatt aus einer „Möglichkeitsperspektive“. 
17 Minuten
Das Agrarsystem scheint an natürliche Belastungsgrenzen zu stoßen, so dass wir uns mit der Frage beschäftigen müssen, wie eine nachhaltige Agrarwirtschaft in einer postfossilen Gesellschaft aussehen könnte. Längst gibt es in politischen Programmen und globalen Agenden der nachhaltigen Entwicklung dazu zwar Zielvorstellungen und utopische Beschreibungen der notwendigen „Großen Transformation“, aber Andreas Springer-Heinze, der lange Jahre in der Entwicklungshilfe gearbeitet hat, bezweifelt deren Wert. Denn „Utopien taugen nicht als Planungsgrundlage“, wie er schreibt. 
Wer schreibt denn sowas?

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Menschen - Bücher - Welten