Medical Portraits Archiv
39 Episoden
36 Minuten
Was passiert mit unseren ärztlichen Fähigkeiten, wenn künstliche Intelligenz immer mehr Aufgaben für uns übernimmt?
In dieser Folge von Medical Portraits spreche ich mit dem Gastroenterologen Dr. Marcin Romańczyk über eine viel diskutierte Studie zum möglichen Deskilling durch AI bei Koloskopien.
In vier polnischen Endoskopiezentren sank die Adenomdetektionsrate bei Untersuchungen ohne AI von 28,4 % auf 22,4 %, nachdem die beteiligten Endoskopiker begonnen hatten, regelmäßig mit AI-gestützter Polypenerkennung zu arbeiten.
Die Beobachtungsstudie beweist keinen kausalen Deskilling-Effekt. Sie wirft aber eine wichtige Frage auf:
Was passiert mit dem Menschen, wenn die Maschine zunehmend Teile seiner Arbeit übernimmt?
Ausgehend von Marcins Studie geht es in der Folge um Deskilling, Automation Bias, Mis-skilling, Never-skilling und Skill Reallocation – und darum, welche ärztlichen Fähigkeiten wir in einer zunehmend AI-gestützten Medizin weiterhin selbst beherrschen müssen.
Von AI bei der Koloskopie über Google Maps bis zum Autopiloten im Cockpit geht es am Ende weniger um die Frage, ob wir AI einsetzen sollten, sondern darum, wie wir das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine gestalten.
Gast
Dr. Marcin Romańczyk Gastroenterologe und Endoskopiker in Polen, Co-Autor der zentralen Lancet-Studie zum möglichen Deskilling nach AI-Exposition.
Erwähnte Studien
Budzyń et al. – „Endoscopist deskilling risk after exposure to artificial intelligence in colonoscopy“ Lancet Gastroenterology & Hepatology, 2025
Soleymanjahi et al. – „Artificial Intelligence-Assisted Colonoscopy for Polyp Detection“ Annals of Internal Medicine, 2024 Meta-Analyse randomisierter Studien: CADe erhöht die Adenomdetektionsrate.
Makar et al. – „Use of artificial intelligence improves colonoscopy performance in adenoma detection“ Gastrointestinal Endoscopy, 2025 Meta-Analyse: höhere Adenomdetektionsrate und geringere Adenom-Miss-Rate mit AI-Unterstützung.
Troya et al. – „The influence of computer-aided polyp detection systems on reaction time for polyp detection and eye gaze“ Endoscopy, 2022 Eye-Tracking-Studie
Zhao et al. – „Magnitude, Risk Factors, and Factors Associated With Adenoma Miss Rate of Tandem Colonoscopy“ Gastroenterology, 2019 Meta-Analyse von Tandem-Koloskopien
Ward et al. – „An analysis of the learning curve to achieve competency at colonoscopy using the JETS database“ Gut, 2014 Analyse zur Lernkurve bei Koloskopien.
Zauber et al. – „Colonoscopic Polypectomy and Long-Term Prevention of Colorectal-Cancer Deaths“ New England Journal of Medicine, 2012 Langzeitdaten zur Prävention von Darmkrebs durch Entfernung von Adenomen.
Gaube et al. – „Do as AI say: susceptibility in deployment of clinical decision-aids“ npj Digital Medicine, 202
Gouraud et al. – „Autopilot, Mind Wandering, and the Out of the Loop Performance Problem“ Frontiers in Neuroscience, 2017
Haslbeck & Hoermann – „Flying the Needles“ Human Factors, 2016
Berzin & Topol – „Preserving clinical skills in the age of AI assistance“ The Lancet, 2025 Deskilling, Mis-skilling und Never-skilling.
Levartovsky & Kopylov – Kommentar zu AI und Deskilling in der Endoskopie Lancet Gastroenterology & Hepatology, 2025 Automation Bias und Skill Reallocation.
Ke et al. – „AI-induced never-skilling in medical education“ Nature Medicine, 2026
Mori et al. – Curriculum for safe and effective use of artificial intelligence in endoscopy Endoscopy / ESGE, 2026
Sparrow et al. – „Google Effects on Memory“ Science, 2011
Henkel – „Point-and-shoot memories“ Psychological Science, 2014
Weiterführender Kontext
Die zentrale Deskilling-Studie entstand im Umfeld des ACCEPT-Projekts – Artificial Intelligence in Colonoscopy for Cancer Prevention. Dabei werden AI-unterstützte und konventionelle Koloskopien in populationsbasierten Darmkrebs-Screeningprogrammen verglichen.
Außerdem greift die Folge den Absturz von Air-France-Flug 447 als Beispiel dafür auf, was passieren kann, wenn hochautomatisierte Systeme plötzlich ausfallen und der Mensch wieder übernehmen muss.
Podcast
Medical Portraits
Neue Folge: AI, Deskilling und die Frage, was Ärzte künftig noch selbst können müssen.
In dieser Folge von Medical Portraits spreche ich mit dem Gastroenterologen Dr. Marcin Romańczyk über eine viel diskutierte Studie zum möglichen Deskilling durch AI bei Koloskopien.
In vier polnischen Endoskopiezentren sank die Adenomdetektionsrate bei Untersuchungen ohne AI von 28,4 % auf 22,4 %, nachdem die beteiligten Endoskopiker begonnen hatten, regelmäßig mit AI-gestützter Polypenerkennung zu arbeiten.
Die Beobachtungsstudie beweist keinen kausalen Deskilling-Effekt. Sie wirft aber eine wichtige Frage auf:
Was passiert mit dem Menschen, wenn die Maschine zunehmend Teile seiner Arbeit übernimmt?
Ausgehend von Marcins Studie geht es in der Folge um Deskilling, Automation Bias, Mis-skilling, Never-skilling und Skill Reallocation – und darum, welche ärztlichen Fähigkeiten wir in einer zunehmend AI-gestützten Medizin weiterhin selbst beherrschen müssen.
Von AI bei der Koloskopie über Google Maps bis zum Autopiloten im Cockpit geht es am Ende weniger um die Frage, ob wir AI einsetzen sollten, sondern darum, wie wir das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine gestalten.
Gast
Dr. Marcin Romańczyk Gastroenterologe und Endoskopiker in Polen, Co-Autor der zentralen Lancet-Studie zum möglichen Deskilling nach AI-Exposition.
Erwähnte Studien
Budzyń et al. – „Endoscopist deskilling risk after exposure to artificial intelligence in colonoscopy“ Lancet Gastroenterology & Hepatology, 2025
Soleymanjahi et al. – „Artificial Intelligence-Assisted Colonoscopy for Polyp Detection“ Annals of Internal Medicine, 2024 Meta-Analyse randomisierter Studien: CADe erhöht die Adenomdetektionsrate.
Makar et al. – „Use of artificial intelligence improves colonoscopy performance in adenoma detection“ Gastrointestinal Endoscopy, 2025 Meta-Analyse: höhere Adenomdetektionsrate und geringere Adenom-Miss-Rate mit AI-Unterstützung.
Troya et al. – „The influence of computer-aided polyp detection systems on reaction time for polyp detection and eye gaze“ Endoscopy, 2022 Eye-Tracking-Studie
Zhao et al. – „Magnitude, Risk Factors, and Factors Associated With Adenoma Miss Rate of Tandem Colonoscopy“ Gastroenterology, 2019 Meta-Analyse von Tandem-Koloskopien
Ward et al. – „An analysis of the learning curve to achieve competency at colonoscopy using the JETS database“ Gut, 2014 Analyse zur Lernkurve bei Koloskopien.
Zauber et al. – „Colonoscopic Polypectomy and Long-Term Prevention of Colorectal-Cancer Deaths“ New England Journal of Medicine, 2012 Langzeitdaten zur Prävention von Darmkrebs durch Entfernung von Adenomen.
Gaube et al. – „Do as AI say: susceptibility in deployment of clinical decision-aids“ npj Digital Medicine, 202
Gouraud et al. – „Autopilot, Mind Wandering, and the Out of the Loop Performance Problem“ Frontiers in Neuroscience, 2017
Haslbeck & Hoermann – „Flying the Needles“ Human Factors, 2016
Berzin & Topol – „Preserving clinical skills in the age of AI assistance“ The Lancet, 2025 Deskilling, Mis-skilling und Never-skilling.
Levartovsky & Kopylov – Kommentar zu AI und Deskilling in der Endoskopie Lancet Gastroenterology & Hepatology, 2025 Automation Bias und Skill Reallocation.
Ke et al. – „AI-induced never-skilling in medical education“ Nature Medicine, 2026
Mori et al. – Curriculum for safe and effective use of artificial intelligence in endoscopy Endoscopy / ESGE, 2026
Sparrow et al. – „Google Effects on Memory“ Science, 2011
Henkel – „Point-and-shoot memories“ Psychological Science, 2014
Weiterführender Kontext
Die zentrale Deskilling-Studie entstand im Umfeld des ACCEPT-Projekts – Artificial Intelligence in Colonoscopy for Cancer Prevention. Dabei werden AI-unterstützte und konventionelle Koloskopien in populationsbasierten Darmkrebs-Screeningprogrammen verglichen.
Außerdem greift die Folge den Absturz von Air-France-Flug 447 als Beispiel dafür auf, was passieren kann, wenn hochautomatisierte Systeme plötzlich ausfallen und der Mensch wieder übernehmen muss.
Podcast
Medical Portraits
Neue Folge: AI, Deskilling und die Frage, was Ärzte künftig noch selbst können müssen.
54 Minuten
Kann ich bald mein Gehirn in der Sprechstunde ausschalten?
So gerne wir lästige Aufgaben wie Dokumentation und Abrechnung abgeben würden, so sehr lieben wir es als Mediziner, uns den Kopf zu zerbrechen: viele einzelne Puzzleteile zusammenzutragen und daraus ein sinnvolles Gesamtbild zu entwickeln.
Doch was passiert, wenn künstliche Intelligenz zunehmend auch diese Aufgabe übernimmt?
Dr. Hendrik Steenfadt ist Arzt, war mehrere Jahre als Venture-Capital-Investor tätig und leitet heute als General Manager den deutschsprachigen Markt des australischen Health-AI-Unternehmens Heidi. Damit treibt er die medizinische KI-Revolution selbst mit voran.
In dieser Episode sprechen wir darüber, wie KI den ärztlichen Alltag verändert: von der automatisierten Dokumentation über Clinical Decision Support bis hin zu Systemen, die diagnostische und therapeutische Entscheidungen unterstützen.
Dabei geht es nicht nur um die Frage, was technisch möglich ist. Es geht auch darum, welche Aufgaben Ärztinnen und Ärzte gerne abgeben, welche Fähigkeiten sie künftig noch brauchen – und an welchen Teilen ihrer Arbeit das eigene berufliche Selbstverständnis hängt.
Außerdem sprechen wir über Hendriks Weg aus der Medizin über die Investmentwelt in ein AI-Startup, die enorme Geschwindigkeit des aktuellen KI-Marktes und die Frage, wie nachhaltige Unternehmen entstehen können, wenn sich Technologien und Produkte innerhalb weniger Monate grundlegend verändern.
Themen dieser Folge:
– Was bleibt vom Arztsein, wenn KI zunehmend mitdenkt? – Dokumentation, Clinical Reasoning und mögliche De-Skilling-Effekte – Welche Fähigkeiten Ärztinnen und Ärzte künftig brauchen – Warum medizinische KI auch eine emotionale Identitätsfrage ist – Wie Ambient Scribes den ärztlichen Alltag verändern – Was AI-Unternehmen im Gesundheitswesen langfristig erfolgreich macht – Hendriks Weg vom Arzt über Venture Capital in die operative Startup-Welt – Neue Karrierewege für Ärzt außerhalb der klassischen Klinik
Eine Folge über künstliche Intelligenz, ärztliches Denken und die Frage, wie wir technologische Unterstützung nutzen können, ohne aus den Augen zu verlieren, was den Arztberuf für uns eigentlich ausmacht.
Gestalte die Zukunft von Medical Portraits mit!
Ich möchte, dass dieser Podcast für dich so nützlich und inspirierend wie möglich ist. Sag mir, was dir gefallen hat, was du ändern würdest und welche Gäste oder Themen du als Nächstes hören möchtest.
Schick dein Feedback direkt an: medicalportraits@gmail.com
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So gerne wir lästige Aufgaben wie Dokumentation und Abrechnung abgeben würden, so sehr lieben wir es als Mediziner, uns den Kopf zu zerbrechen: viele einzelne Puzzleteile zusammenzutragen und daraus ein sinnvolles Gesamtbild zu entwickeln.
Doch was passiert, wenn künstliche Intelligenz zunehmend auch diese Aufgabe übernimmt?
Dr. Hendrik Steenfadt ist Arzt, war mehrere Jahre als Venture-Capital-Investor tätig und leitet heute als General Manager den deutschsprachigen Markt des australischen Health-AI-Unternehmens Heidi. Damit treibt er die medizinische KI-Revolution selbst mit voran.
In dieser Episode sprechen wir darüber, wie KI den ärztlichen Alltag verändert: von der automatisierten Dokumentation über Clinical Decision Support bis hin zu Systemen, die diagnostische und therapeutische Entscheidungen unterstützen.
Dabei geht es nicht nur um die Frage, was technisch möglich ist. Es geht auch darum, welche Aufgaben Ärztinnen und Ärzte gerne abgeben, welche Fähigkeiten sie künftig noch brauchen – und an welchen Teilen ihrer Arbeit das eigene berufliche Selbstverständnis hängt.
Außerdem sprechen wir über Hendriks Weg aus der Medizin über die Investmentwelt in ein AI-Startup, die enorme Geschwindigkeit des aktuellen KI-Marktes und die Frage, wie nachhaltige Unternehmen entstehen können, wenn sich Technologien und Produkte innerhalb weniger Monate grundlegend verändern.
Themen dieser Folge:
– Was bleibt vom Arztsein, wenn KI zunehmend mitdenkt? – Dokumentation, Clinical Reasoning und mögliche De-Skilling-Effekte – Welche Fähigkeiten Ärztinnen und Ärzte künftig brauchen – Warum medizinische KI auch eine emotionale Identitätsfrage ist – Wie Ambient Scribes den ärztlichen Alltag verändern – Was AI-Unternehmen im Gesundheitswesen langfristig erfolgreich macht – Hendriks Weg vom Arzt über Venture Capital in die operative Startup-Welt – Neue Karrierewege für Ärzt außerhalb der klassischen Klinik
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52 Minuten
Karriere entsteht in der Medizin selten nach Plan. Prof. Mario Rüdiger erzählt, warum Begeisterung, Mentoren und manchmal kaltes Wasser wichtiger sind als der nächste Titel.
Prof. Rüdiger ist Neonatologe in Dresden und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Versorgung von Frühgeborenen, der Rolle von Eltern auf der Intensivstation und der Frage, wie Medizin über den einzelnen Patienten hinaus besser werden kann.
In dieser Episode sprechen wir über ein Fach, in dem es oft nicht nur ums Heilen geht, sondern darum, Krankheit zu verhindern, Entwicklung zu ermöglichen und Eltern früh als Partner einzubeziehen. Es geht um die Neo Diary App, um digitale Elternunterstützung, um KI in der Medizin, internationale Projekte in Usbekistan - und um die Frage, wie junge Ärztinnen und Ärzte einen Weg finden, der langfristig Sinn ergibt.
Themen dieser Folge: – Warum Neonatologie für Mario Rüdiger „weniger Heilen, sondern mehr Vermeidung“ ist – Wie Eltern auf der Intensivstation gestärkt und einbezogen werden können – Was digitale Projekte wie Neo Diary leisten können – Welche Rolle KI bei Leitlinien und Literaturrecherche spielen kann – Warum Karriere nicht nur Planung braucht, sondern Begeisterung, Mentoren und Mut zum Wechsel
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Prof. Rüdiger ist Neonatologe in Dresden und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Versorgung von Frühgeborenen, der Rolle von Eltern auf der Intensivstation und der Frage, wie Medizin über den einzelnen Patienten hinaus besser werden kann.
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45 Minuten
Was passiert, wenn ein Krankenhaus nicht mehr der sichere Ort ist, an den man Verletzte bringt? Shabnam Fahimi-Weber hilft aus Deutschland heraus Menschen im Iran, die medizinische Hilfe brauchen — aber sich oft nicht in eine Klinik trauen.
Shabnam Fahimi-Weber ist HNO-Ärztin, Gründerin des HNO-Zentrums Ruhr, Gründerin von dubidoc und Mitgründerin des Netzwerks ParsiMed. Über geschützte Kanäle unterstützt sie gemeinsam mit einem Netzwerk aus Mediziner:innen verletzte Menschen im Iran — Menschen, die zwischen die Fronten geraten sind: im Konflikt mit dem eigenen Regime und in einem Krieg, der die Lage weiter verschärft.
In dieser Episode sprechen wir darüber, wie Shabnam als 13-Jährige den Iran verlassen hat und nach Deutschland kam. Darüber, wie sie hier Karriere machte, ein HNO-Zentrum aufbaute, klinische Forschung in die Praxis brachte und mit dubidoc eine Digital-Health-Firma für Arztpraxen gründete. Und darüber, warum sie die Menschen im Iran trotzdem nie vergessen hat.
– Medizinische Hilfe für Verletzte im Iran – ParsiMed, Telemedizin und Versorgung über geschützte Kanäle – Shabnams Weg vom Iran nach Deutschland – HNO-Zentrum Ruhr, Praxisgründung und klinische Forschung – dubidoc, Digital Health und KI in der Arztpraxis – Ärztliche Verantwortung, wenn Versorgung politisch wird
Eine Folge über Medizin, Mut, Unternehmertum und darüber, was es heißt, nicht wegzuschauen.
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Shabnam Fahimi-Weber ist HNO-Ärztin, Gründerin des HNO-Zentrums Ruhr, Gründerin von dubidoc und Mitgründerin des Netzwerks ParsiMed. Über geschützte Kanäle unterstützt sie gemeinsam mit einem Netzwerk aus Mediziner:innen verletzte Menschen im Iran — Menschen, die zwischen die Fronten geraten sind: im Konflikt mit dem eigenen Regime und in einem Krieg, der die Lage weiter verschärft.
In dieser Episode sprechen wir darüber, wie Shabnam als 13-Jährige den Iran verlassen hat und nach Deutschland kam. Darüber, wie sie hier Karriere machte, ein HNO-Zentrum aufbaute, klinische Forschung in die Praxis brachte und mit dubidoc eine Digital-Health-Firma für Arztpraxen gründete. Und darüber, warum sie die Menschen im Iran trotzdem nie vergessen hat.
– Medizinische Hilfe für Verletzte im Iran – ParsiMed, Telemedizin und Versorgung über geschützte Kanäle – Shabnams Weg vom Iran nach Deutschland – HNO-Zentrum Ruhr, Praxisgründung und klinische Forschung – dubidoc, Digital Health und KI in der Arztpraxis – Ärztliche Verantwortung, wenn Versorgung politisch wird
Eine Folge über Medizin, Mut, Unternehmertum und darüber, was es heißt, nicht wegzuschauen.
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49 Minuten
Was passiert, wenn medizinische Reichweite größer wird als medizinische Expertise? Dr. Jasper Iske spricht über Medfluencer, Falschinformation und die Frage, warum Ärzt:innen Social Media nicht den Falschen überlassen sollten.
Jasper ist Arzt, Wissenschaftler, Social-Media-Creator und Teil der EDM Band ItaloBrothers. In dieser Episode sprechen wir über Medfluencer, lukrative Geschäftsmodelle und medizinische Falschinformation auf Social Media.
Jasper erklärt, warum viele vermeintliche Expert:innen online einen Erfahrungsgrad inszenieren, den sie in der klinischen Praxis nicht haben – und warum das gefährlich werden kann, wenn daraus Produktempfehlungen, Health Claims oder ganze Geschäftsmodelle entstehen. Gleichzeitig geht es um die Verantwortung von Ärzt:innen: Wie können medizinische Fachpersonen sichtbar werden, ohne unseriös zu wirken? Wo endet Aufklärung, wo beginnt Werbung? Und warum braucht es einen Gegenpol zu lautstarker Desinformation?
Außerdem sprechen wir über Jaspers Forschung zu Longevity und Senolytika, seinen Weg in die Social-Media-Debatte und darüber, warum ein erfülltes Arztleben manchmal auch Bühne, Musik und ein zweites Standbein braucht.
Themen dieser Folge: – Medfluencer, medizinische Falschinformation und Gesundheitsmythen – Ärztliche Verantwortung auf Instagram, TikTok und Co. – Werbung, Health Claims und die Grenzen medizinischer Kommunikation – Longevity, Senolytika und Anti-Aging-Forschung – Karrierewege zwischen Klinik, Forschung, Social Media und Musik
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Jasper ist Arzt, Wissenschaftler, Social-Media-Creator und Teil der EDM Band ItaloBrothers. In dieser Episode sprechen wir über Medfluencer, lukrative Geschäftsmodelle und medizinische Falschinformation auf Social Media.
Jasper erklärt, warum viele vermeintliche Expert:innen online einen Erfahrungsgrad inszenieren, den sie in der klinischen Praxis nicht haben – und warum das gefährlich werden kann, wenn daraus Produktempfehlungen, Health Claims oder ganze Geschäftsmodelle entstehen. Gleichzeitig geht es um die Verantwortung von Ärzt:innen: Wie können medizinische Fachpersonen sichtbar werden, ohne unseriös zu wirken? Wo endet Aufklärung, wo beginnt Werbung? Und warum braucht es einen Gegenpol zu lautstarker Desinformation?
Außerdem sprechen wir über Jaspers Forschung zu Longevity und Senolytika, seinen Weg in die Social-Media-Debatte und darüber, warum ein erfülltes Arztleben manchmal auch Bühne, Musik und ein zweites Standbein braucht.
Themen dieser Folge: – Medfluencer, medizinische Falschinformation und Gesundheitsmythen – Ärztliche Verantwortung auf Instagram, TikTok und Co. – Werbung, Health Claims und die Grenzen medizinischer Kommunikation – Longevity, Senolytika und Anti-Aging-Forschung – Karrierewege zwischen Klinik, Forschung, Social Media und Musik
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51 Minuten
Was passiert, wenn zwei Oberärzte aus verschiedenen Fachrichtungen zum ersten Mal aufeinandertreffen? Ein ehrliches Gespräch über Fachwahl, Klinikalltag und die Frage, was Ärzt:innen langfristig erfüllt.
Dr. Pascal Muñoz ist kardiologischer Oberarzt in Berlin, spezialisiert auf Elektrophysiologie, Notfallmediziner und Arzt für digitale Transformation. Dr. Thorben Doll ist Oberarzt für Anästhesie in Hildesheim und Gründer des Podcasts Pin-Up-Docs.
In dieser Episode von Medical Portraits treffen Kardiologie und Anästhesie aufeinander – aber schnell wird klar: Viele Erfahrungen im ärztlichen Berufsleben sind erstaunlich ähnlich. Es geht um Fachwahl, Klinikwechsel, Dienstbelastung, Teamkultur und die Frage, wann ein System Menschen an ihre Grenzen bringt.
Pascal spricht offen darüber, wie ihn Intensivmedizin und hohe Dienstbelastung fast aus der Medizin gedrängt hätten. Thorben erzählt von seinem Weg über Rettungsdienst, Anästhesie, Innere Medizin und zurück in die Anästhesie. Gemeinsam sprechen wir darüber, warum medizinische Karrieren selten nach Plan verlaufen – und warum das richtige Umfeld oft wichtiger ist als das vermeintlich perfekte Fach.
Themen dieser Folge: – Wie findet man das richtige Fach in der Medizin? – Warum Team, Kultur und Mentoring so entscheidend sind – Dienstbelastung, Burn-out-Grenzen und Selbstschutz – Anästhesie, Kardiologie und Elektrophysiologie im Alltag – Nebenprojekte, Podcasts und digitale Transformation in der Medizin
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Dr. Pascal Muñoz ist kardiologischer Oberarzt in Berlin, spezialisiert auf Elektrophysiologie, Notfallmediziner und Arzt für digitale Transformation. Dr. Thorben Doll ist Oberarzt für Anästhesie in Hildesheim und Gründer des Podcasts Pin-Up-Docs.
In dieser Episode von Medical Portraits treffen Kardiologie und Anästhesie aufeinander – aber schnell wird klar: Viele Erfahrungen im ärztlichen Berufsleben sind erstaunlich ähnlich. Es geht um Fachwahl, Klinikwechsel, Dienstbelastung, Teamkultur und die Frage, wann ein System Menschen an ihre Grenzen bringt.
Pascal spricht offen darüber, wie ihn Intensivmedizin und hohe Dienstbelastung fast aus der Medizin gedrängt hätten. Thorben erzählt von seinem Weg über Rettungsdienst, Anästhesie, Innere Medizin und zurück in die Anästhesie. Gemeinsam sprechen wir darüber, warum medizinische Karrieren selten nach Plan verlaufen – und warum das richtige Umfeld oft wichtiger ist als das vermeintlich perfekte Fach.
Themen dieser Folge: – Wie findet man das richtige Fach in der Medizin? – Warum Team, Kultur und Mentoring so entscheidend sind – Dienstbelastung, Burn-out-Grenzen und Selbstschutz – Anästhesie, Kardiologie und Elektrophysiologie im Alltag – Nebenprojekte, Podcasts und digitale Transformation in der Medizin
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36 Minuten
Was passiert, wenn Ärzt:innen künstliche Intelligenz nicht nur nutzen, sondern selbst mitbauen? Eine Folge über AI-Agenten, medizinische Verlässlichkeit und neue Rollen an der Schnittstelle von Medizin und Technologie.
Künstliche Intelligenz verändert die Medizin – erst langsam, dann plötzlich. Doch mittlerweile geht es nicht mehr nur darum, was AI sagen kann. Sondern darum, was sie im ärztlichen Alltag tatsächlich tun kann.
In dieser Episode spreche ich mit Sören Canenbley und Dr. Hannes Rössler von AMBOSS. Beide sind Ärzte, beide arbeiten heute an der Schnittstelle von Medizin, Softwareentwicklung und künstlicher Intelligenz. Sören erzählt von seinem ungewöhnlichen Weg: vom Schauspiel in Berlin über das Medizinstudium und die medizinische Redaktion bis zur Arbeit als AI Engineer. Hannes ordnet ein, wie sich medizinisches Wissen verändert hat – von der CD ins Internet, aufs Smartphone und nun in AI-gestützte Workflows.
Wir sprechen über Large Language Models, RAG, AI-Agenten, MCP und die Frage, wie solche Systeme in einem Bereich verlässlich werden können, in dem Fehler echte Konsequenzen haben. Im Zentrum steht die Frage: Welche Rolle spielen Ärzt:innen, wenn sie AI nicht nur anwenden, sondern aktiv mitgestalten?
Eine Folge für alle, die verstehen wollen, wie künstliche Intelligenz die Medizin verändert – und warum ärztliche Expertise dabei wichtiger wird, nicht weniger.
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Künstliche Intelligenz verändert die Medizin – erst langsam, dann plötzlich. Doch mittlerweile geht es nicht mehr nur darum, was AI sagen kann. Sondern darum, was sie im ärztlichen Alltag tatsächlich tun kann.
In dieser Episode spreche ich mit Sören Canenbley und Dr. Hannes Rössler von AMBOSS. Beide sind Ärzte, beide arbeiten heute an der Schnittstelle von Medizin, Softwareentwicklung und künstlicher Intelligenz. Sören erzählt von seinem ungewöhnlichen Weg: vom Schauspiel in Berlin über das Medizinstudium und die medizinische Redaktion bis zur Arbeit als AI Engineer. Hannes ordnet ein, wie sich medizinisches Wissen verändert hat – von der CD ins Internet, aufs Smartphone und nun in AI-gestützte Workflows.
Wir sprechen über Large Language Models, RAG, AI-Agenten, MCP und die Frage, wie solche Systeme in einem Bereich verlässlich werden können, in dem Fehler echte Konsequenzen haben. Im Zentrum steht die Frage: Welche Rolle spielen Ärzt:innen, wenn sie AI nicht nur anwenden, sondern aktiv mitgestalten?
Eine Folge für alle, die verstehen wollen, wie künstliche Intelligenz die Medizin verändert – und warum ärztliche Expertise dabei wichtiger wird, nicht weniger.
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42 Minuten
Was passiert, wenn eine Ärztin gleich zweimal ihr bisheriges Leben infrage stellen muss? Natalie Grams erzählt von Krankheit, Erkenntnis und dem Mut, sich öffentlich gegen das eigene frühere Weltbild zu stellen.
Natalie Grams ist Ärztin, Autorin und Wissenschaftskommunikatorin. Viele kennen sie durch ihre kritische Auseinandersetzung mit Homöopathie. In dieser Episode sprechen wir aber auch über ihre eigene Erkrankung an ME/CFS und über die Realität postviraler Erkrankungen.
Natalie erzählt, wie sich ihr Blick auf Medizin über die Jahre verändert hat: von der Arbeit in einer homöopathischen Privatpraxis über den radikalen beruflichen Bruch bis hin zur Wissenschaftskommunikation, unter anderem am Robert Koch-Institut. Es geht um intellektuelle Redlichkeit, persönliche Konsequenzen und darum, wie es sich anfühlt, als Ärztin plötzlich selbst Patientin zu sein. Eine Folge über Zweifel, öffentliche Debatten und die Suche nach einer neuen beruflichen Identität.
Gestalte die Zukunft von Medical Portraits mit! Ich möchte, dass dieser Podcast gemeinsam mit der Community besser wird. Schreib mir, was dir gefallen hat, was du dir anders wünschst und welche Gäste oder Themen du künftig hören möchtest. Feedback an: medicalportraits@gmail.com
Foto (Natalie Grams Thumbnail): Wort & Bild Verlag / Verena Müller
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Natalie Grams ist Ärztin, Autorin und Wissenschaftskommunikatorin. Viele kennen sie durch ihre kritische Auseinandersetzung mit Homöopathie. In dieser Episode sprechen wir aber auch über ihre eigene Erkrankung an ME/CFS und über die Realität postviraler Erkrankungen.
Natalie erzählt, wie sich ihr Blick auf Medizin über die Jahre verändert hat: von der Arbeit in einer homöopathischen Privatpraxis über den radikalen beruflichen Bruch bis hin zur Wissenschaftskommunikation, unter anderem am Robert Koch-Institut. Es geht um intellektuelle Redlichkeit, persönliche Konsequenzen und darum, wie es sich anfühlt, als Ärztin plötzlich selbst Patientin zu sein. Eine Folge über Zweifel, öffentliche Debatten und die Suche nach einer neuen beruflichen Identität.
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25 Minuten
Was bleibt von Ärzt:innen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz?
KI schreibt Arztbriefe, besteht Examen und stellt Diagnosen. Aber was bedeutet das wirklich für den ärztlichen Beruf – und was bleibt am Ende von uns?
In dieser Episode von Medical Portraits geht es um eine der drängendsten Fragen unserer Zeit: Welche Rolle spielen Ärztinnen und Ärzte in einer Welt, in der künstliche Intelligenz immer mehr Aufgaben übernimmt?
Ich spreche mit Valentin von Seggern, Informatiker und Director of AI & Knowledge Retrieval bei AMBOSS, und Professor Kai Wehkamp, Internist und Professor für angewandte künstliche Intelligenz. Gemeinsam ordnen wir ein, was hinter dem aktuellen AI-Hype steckt – und was er konkret für den medizinischen Alltag bedeutet.
Wir sprechen über die rasante Entwicklung von Large Language Models, reale Anwendungsfälle wie automatische Dokumentation und die Grenzen dieser Systeme. Warum wirkt AI so überzeugend – obwohl sie nichts „versteht“? Und warum könnte sie dennoch in der Medizin so mächtig werden?
Vor allem aber geht es um die zentrale Frage: Was bleibt vom ärztlichen Beruf, wenn Wissen und Analyse zunehmend automatisiert werden?
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55 Minuten
Wie behandelt man Menschen, wenn es keine Leitlinien, kaum Ressourcen und oft keine sichere Lösung gibt? Lukas Helbig erzählt von Medizin im Südsudan, von Grenzsituationen in der Notaufnahme und der Realität im Alltag von Ärzte ohne Grenzen
Lukas Helbig ist Arzt in der Notfallmedizin an der Charité in Berlin und war für Ärzte ohne Grenzen im Südsudan und in der Zentralafrikanischen Republik im Einsatz. In dieser Episode von Medical Portraits sprechen wir darüber, was Medizin unter extremen Bedingungen wirklich bedeutet: Entscheidungen unter Unsicherheit, Arbeit in Konfliktregionen und die Frage, wie man funktioniert, wenn das System an seine Grenzen kommt.
Lukas berichtet von einem zerstörten Gesundheitssystem, von Tuberkulose, Mangelernährung und ethnischen Spannungen – aber auch von Momenten, die seinen Blick auf Medizin grundlegend verändert haben. Es geht um Verantwortung ohne Rückfalloption, um Demut gegenüber anderen Wirklichkeiten und um die Kunst, Idealismus zu bewahren, ohne daran zu zerbrechen. Eine Folge über globale Gesundheit, humanitäre Medizin und die Realität hinter dem Einsatz für Ärzte ohne Grenzen.
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Lukas berichtet von einem zerstörten Gesundheitssystem, von Tuberkulose, Mangelernährung und ethnischen Spannungen – aber auch von Momenten, die seinen Blick auf Medizin grundlegend verändert haben. Es geht um Verantwortung ohne Rückfalloption, um Demut gegenüber anderen Wirklichkeiten und um die Kunst, Idealismus zu bewahren, ohne daran zu zerbrechen. Eine Folge über globale Gesundheit, humanitäre Medizin und die Realität hinter dem Einsatz für Ärzte ohne Grenzen.
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26 Minuten
Manchmal reicht eine einzige Begegnung, der Mut, klein anzufangen und dranzubleiben.
Ich erzähle die Geschichte von zwei Wegen, die sich berühren, gegenseitig prägen und zeigen, wie Wirkung entsteht, wenn Menschen sich nicht von der Größe der Aufgabe abschrecken lassen.
Da ist Dr. Sievert Weiss, der als Medizinstudent nach Indien reist, neugierig auf die Welt und dort auf Dr. Sujit Brahmochary trifft. Einen Kinderarzt, der nach seiner Facharztausbildung in Europa bewusst zurückgekehrt ist, um dort zu arbeiten, wo medizinische Versorgung kaum existiert. Sujit beginnt nicht mit einem Masterplan, sondern mit einem leerstehenden Kuhstall. Aus diesem kleinen Anfang entsteht das Institute for Indian Mother and Child (IIMC) - mit Kliniken, Schulen und Programmen, die Gesundheit, Bildung und wirtschaftliche Teilhabe zusammendenken.
Doch auch Sujits Weg wird durch entscheidende Begegnungen beeinflusst. Geprägt von der Arbeit mit Mutter Teresa und inspiriert von den Ideen von Muhammad Yunus, entwickelt er ein Verständnis von Hilfe, das Würde, Selbstständigkeit und langfristige Wirkung ins Zentrum stellt.
Diese Erfahrungen wirken weiter: Jahre später, nachdem Sievert mit anderen AMBOSS gründet, erkennt er Parallelen zwischen dem, was er in Indien gelernt hat, und dem, was er selbst aufbauen will. Nicht vor Ort, sondern systemisch. Wissen zugänglich machen. Strukturen schaffen. Wirkung skalieren.
Diese Folge ist eine Einladung, die Kernfrage neu zu stellen: nicht „Was kann ich alles lösen?“, sondern „Womit beginne ich?“.
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Da ist Dr. Sievert Weiss, der als Medizinstudent nach Indien reist, neugierig auf die Welt und dort auf Dr. Sujit Brahmochary trifft. Einen Kinderarzt, der nach seiner Facharztausbildung in Europa bewusst zurückgekehrt ist, um dort zu arbeiten, wo medizinische Versorgung kaum existiert. Sujit beginnt nicht mit einem Masterplan, sondern mit einem leerstehenden Kuhstall. Aus diesem kleinen Anfang entsteht das Institute for Indian Mother and Child (IIMC) - mit Kliniken, Schulen und Programmen, die Gesundheit, Bildung und wirtschaftliche Teilhabe zusammendenken.
Doch auch Sujits Weg wird durch entscheidende Begegnungen beeinflusst. Geprägt von der Arbeit mit Mutter Teresa und inspiriert von den Ideen von Muhammad Yunus, entwickelt er ein Verständnis von Hilfe, das Würde, Selbstständigkeit und langfristige Wirkung ins Zentrum stellt.
Diese Erfahrungen wirken weiter: Jahre später, nachdem Sievert mit anderen AMBOSS gründet, erkennt er Parallelen zwischen dem, was er in Indien gelernt hat, und dem, was er selbst aufbauen will. Nicht vor Ort, sondern systemisch. Wissen zugänglich machen. Strukturen schaffen. Wirkung skalieren.
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58 Minuten
Wie kaum ein anderer Arzt kann Dr. Johannes Wimmer Medizin erklären – verständlich, empathisch und auf Augenhöhe. Als erster Mediziner seiner Familie sieht er nicht nur Pathologie, Diagnostik und Therapie, sondern immer auch den Menschen dahinter. Früh beginnt er, Medizin zu übersetzen – weil er weiß, wie es ist, die andere Seite nicht zu verstehen.
Ob als Arzt, Forscher oder Unternehmer: Sein Ziel ist, Medizin zugänglich zu machen. Doch als seine Tochter schwer erkrankt, steht er plötzlich selbst auf der anderen Seite – als Angehöriger, der erlebt, was unzureichende Kommunikation anrichten kann. Schließlich verlässt er mit seiner Tochter auf dem Arm die Klinik, weil er dort keine Hoffnung mehr sieht.
Wie diese Erfahrung seinen Blick auf die Medizin verändert hat, woher sein Antrieb kommt, Medizin verständlich zu machen – und wofür sich Jens Spahn einmal bei ihm entschuldigt hat…
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Ob als Arzt, Forscher oder Unternehmer: Sein Ziel ist, Medizin zugänglich zu machen. Doch als seine Tochter schwer erkrankt, steht er plötzlich selbst auf der anderen Seite – als Angehöriger, der erlebt, was unzureichende Kommunikation anrichten kann. Schließlich verlässt er mit seiner Tochter auf dem Arm die Klinik, weil er dort keine Hoffnung mehr sieht.
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1 Stunde 2 Minuten
„Ich wollte die Herzen anderer Menschen berühren“ – Umes erzählt, wie aus einer Odyssee aus Sri Lanka ein Leben als Arzt wurde. Ein Gespräch über Dankbarkeit, Verantwortung und den Mut, neu anzufangen.
Dr. Umes Arunagirinathan kam als unbegleiteter Minderjähriger nach Deutschland. Acht Monate Flucht. Dann Hamburg. Sprache lernen, ankommen, kämpfen. Er wird Herzchirurg und schreibt Bücher wie „Der verlorene Patient“ und wechselt gerade in die Allgemeinmedizin aufs Land. Warum? Weil er Medizin als Beziehung versteht. Weil Prävention zählt. Und weil er Verantwortung ernst nimmt – für Patient:innen und für ein Gesundheitssystem, das zu oft ökonomisch denkt. Dieses Gespräch ist echt, warm und ermutigend. Es zeigt, wie man aus Rückschlägen Kraft gewinnt und warum Heimat ein Gefühl ist, das wachsen darf.
Themen dieser Folge: – Flucht aus Sri Lanka, Ankunft in Hamburg und die lange Suche nach Heimat – Studium zwischen Schichtdienst und Stipendium – Faszination Herzchirurgie und klare Kritik an Fehlanreizen in Kliniken – Der Wechsel in die Landarztpraxis: Nähe, Prävention, Aufklärung – Haltung: Dankbarkeit, Verantwortung und warum er trotz rassistischer Erfahrungen die Opferrolle ablehnt
Hör rein und lass dich mitnehmen auf eine Reise voller Hürden, Hoffnung und neuer Anfänge.
Gestalte die Zukunft von Medical Portraits mit! Sag mir, was dir gefallen hat, was besser werden sollte und wen du als Nächstes hören willst. Schreib mir: medicalportraits@gmail.com
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Dr. Umes Arunagirinathan kam als unbegleiteter Minderjähriger nach Deutschland. Acht Monate Flucht. Dann Hamburg. Sprache lernen, ankommen, kämpfen. Er wird Herzchirurg und schreibt Bücher wie „Der verlorene Patient“ und wechselt gerade in die Allgemeinmedizin aufs Land. Warum? Weil er Medizin als Beziehung versteht. Weil Prävention zählt. Und weil er Verantwortung ernst nimmt – für Patient:innen und für ein Gesundheitssystem, das zu oft ökonomisch denkt. Dieses Gespräch ist echt, warm und ermutigend. Es zeigt, wie man aus Rückschlägen Kraft gewinnt und warum Heimat ein Gefühl ist, das wachsen darf.
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46 Minuten
A patient who didn’t have to die: why Dr. Shannon Dowler worked so hard on expanding Medicaid, fixing rural care, and why sex education after 60 matters.
Dr. Shannon Dowler is a rural family physician from the Appalachian Mountains, former Chief Medical Officer of North Carolina Medicaid, author of Never Too Late: Your Guide to Safer Sex After 60, and a musician who makes STI education catchy because “STDs Never Get Old.” We discuss how personal stories drive policy, what Medicaid expansion really changed, and why creative, stigma-free sexual health education saves lives. We also cover dating apps, rising STIs in older adults, and why physician leaders should keep one foot in the clinic.
Topics we cover:
– The preventable deaths that shaped her mission
– Medicaid in North Carolina: expansion, outcomes, and new work requirements
– Rural medicine realities: distance, disasters, and access
– Sex after 60: practical STI prevention and talking about testing
– How humor, rap videos, and a book make important topics approachable
Tune in for a candid, hopeful conversation at the intersection of medicine, policy, and public health—told by someone who’s led at the state level and still shows up for patients.
Help shape the future of Medical Portraits!
Tell me what you liked, what to change, and who to invite next. Email me directly at medicalportraits@gmail.com — I read everything.
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Dr. Shannon Dowler is a rural family physician from the Appalachian Mountains, former Chief Medical Officer of North Carolina Medicaid, author of Never Too Late: Your Guide to Safer Sex After 60, and a musician who makes STI education catchy because “STDs Never Get Old.” We discuss how personal stories drive policy, what Medicaid expansion really changed, and why creative, stigma-free sexual health education saves lives. We also cover dating apps, rising STIs in older adults, and why physician leaders should keep one foot in the clinic.
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45 Minuten
From rural medicine to global digital health: Dr. Shubs Upadhyay on Ada Health, remote care in Australia, and the future of healthcare innovation.
Dr. Shubs Upadhyay is a GP, digital health expert, and host of the GPODH – Global Perpectives on Digital Health podcast. His journey has taken him from clinical practice in Australia – including working with the Flying Doctors – to global health, consulting, and leading roles at Ada Health, where he served as Director of Medical Quality and later as Medical Director, shaping the impact of digital symptom assessment on a global scale.
In this episode, we dive into Shubs’ career path and what drives him to think beyond the traditional doctor–patient relationship. We explore the potential and limitations of digital health, how to bridge the gap between software and frontline care, and why podcasting has become a powerful tool for connecting voices and sharing ideas worldwide.
Topics we cover: – Lessons from remote medicine & the Flying Doctors – Making the leap from patient care to digital health – Behind the scenes at Ada Health – Podcasting & storytelling as drivers of change – Advice for young doctors seeking impact
Make sure to check out Shub‘s podcast and Substack!
Podcast: gpodh.org Substack: https://shubstack.substack.com/ YouTube: https://youtube.com/@globalpdhpodcast Help shape the future of Medical Portraits! I want this podcast to be as useful and inspiring for you as possible. Tell me what you loved, what you’d change, and which guests or topics you’d like to hear next. Send feedback directly to https://www.instagram.com/medicalportraits/ 🟡 YouTube: https://www.youtube.com/@MedicalPortraits 🟡 Apple Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/medical-portraits/id1759320078?l=en-GB 🟡 Spotify: https://open.spotify.com/show/37OesLF98yhUY8AUrGZMv1?si=c5c1c85524d74ca3
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