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BackstageClassical Archiv

124 Episoden
21 Minuten
Stephan Gehmacher leitet die Philharmonie in Luxemburg und das Philharmonische Orchester von Luxemburg seit 2013. Zuvor war er Manager des BRSO in München und Leiter der Künstlerischen Planung bei den Berliner Philharmonikern.  Im Podcast »Guten Morgen, Stephan Gehmacher!« spricht er über den Rücklauf von Abo-Kunden nach Corona, über internationale Orchestertourneen und über die Rolle der Rundfunkorchester. Außerdem stellt er vor, was sein Haus so besonders macht.
22 Minuten
Marie Jacquot ist gerade für Christian Thielemann bei der Staatskapelle Dresden eingesprungen. Bald wird sie ihre Jobs als Chefdirigentin der Oper in Kopenhagen und beim WDR antreten. Wir haben sie auf dem Weg zu Proben mit der Staatskapelle Berlin erwischt – in der Berliner S-Bahn. Ein kurzweiliges Guten-Morgen Gespräch über die Verlockungen der vielen Anfragen (»es ist wichtig, sich genau zu überlegen, was man annimmt«), über die Tradition in der Musik (»das Bewusstsein des alten Wissens ist für mich Grundlage des Musizierens«) und die Zusammenarbeit mit der Staatskapelle (»das Orchester war wie ein passender Handschuh.«) Sauer macht Marie Jacquot besonders, wenn ihre Rolle als Frau noch immer thematisiert wird (»niemand sagt: Heute dirigiert Christian Thielemann – das ist ein Mann!«), und wenn das Publikum kaum Geduld mit jungen Dirigentinnen und Dirigenten hat.
23 Minuten
Tobias Wolff, Intendant der Oper Leipzig, stellt sein Haus auch in der kommenden Saison wieder breit auf: Neben Barock-Ausgrabungen, dirigiert vom Thomas-Kantor, steht auch eine Lady Macbeth von Mzensk auf dem Programm (dirigiert von Andris Nelsons), außerdem plant Wolff die große Renaissance von Albert Lortzing. Im Podcast Guten Morgen, Tobias Wolff spricht er über den Wandel des Publikumsgeschmackes und darüber, wie wichtig die Identifikation mit einem Ensemble für die Stadt ist. Wolff stellt die 14-Jahres-Regelung in Frage, nach der Ensemblemitglieder nach 14 Jahren unkündbar übernommen werden müssen. Außerdem entdeckt der Intendant eine neue Sehnsucht nach Harmonie und Schönheit, gerade bei einer jungen, verunsicherten Generation. Der Wunsch nach Dekonstruktion wandle sich zu einer Sehnsucht nach Klarheit.
20 Minuten
Marlene Brüggen ist Head of Artistic Planing beim DSO in Berlin, sie hatte unter anderen die Idee dazu, in jedem Programm des Orchesters mindestens ein Werk einer Frau zu spielen spielen. Nun hat sie ein Symposium organisiert, das am 2. Juni um 15:00 in Berlin stattfindet: Kultur für alle, von allen und mit allen – Feministische Musikpolitik. Im Podcast Guten Morgen, Marlene Brüggen (hier für alle Formate) spricht sie über Anfeindungen von Gegnern feministischer Programmplanung, aber auch vom Abenteuer, neue Werke zu entdecken.
31 Minuten
Der Intendant der Oper Stuttgart, Viktor Schoner, sucht nach neuen Wegen des Musiktheaters. Und: er steht immer wieder in der öffentlichen Debatte. Gerade haben er und sein Musikdirektor Cornelius Meister beschlossen, getrennte Wege zu gehen. Kurzfristig war Schoner auch als Intendant für München im Gespräch. Wie kam es dazu, und wie kann es mit der Kommunikation der einzelnen Gruppen an einem Theater klappen – darüber und über seinen neuen Spielplan spricht Schoner im Podcast »Guten Morgen, …« Schoner glaubt, dass es an deutschen Theatern neue Strukturen braucht, um die Balance von Musik-Abteilung und Intendanz neu zu justieren. »Es geht auch um die die Frage: Wie sieht das Orchester von morgen aus?«, sagt er, »da ist der derzeitige Flächentarifvertrag sicherlich nicht hilfreich.« Schoner gibt dem Vorsitzenden der GMD-Konferenz Recht, der im Podcast von BackstageCassical gefordert hatte, dass der Dialog zwischen Intendanzen und Musikdirektionen Verbessert werden müsse. »Ich kenne das im Idealzustand zwischen Bachler und Petrenko in München«, sagt Schoner, »Gérard Mortier, der auf Gastdirigenten gesetzt hat, statt auf einen GMD ist mit diesem Ansatz eher gescheitert. Dialog bedeutet jeden Tag zu sprechen.« Über das Gerücht, dass er als Intendant in München im Gespräch sei, sagt Schoner: »Ich habe mich über die Debatte wirklich geärgert, auch weil die Behauptung eines Journalisten vollkommen an den Haaren herbeigezogen war. Es gab und gibt tatsächlich keine Gespräch mit der Münchner Kulturpolitik.«
23 Minuten
Im BackstageClassical-Podcast »Guten Morgen,…« fordert der Vorsitzende der GMD-Konferenz, Marcus Bosch, mehr Mitspracherecht von Generalmusikdirektorinnen und Generalmusikdirektoren an Deutschen Theatern. Bosch fürchtet, dass Musikdirektoren an Stadttheatern oft nicht an den Entscheidungen beteiligt würden und fordert mehr Gemeinsamkeit zwischen den Theaterleitungen und ihrer musikalischen Führung. Viele Dirigenten fühlten sich im Angesicht der Machtfülle von Intendanten hilflos, sagt Bosch. Die Kompetenz der musikalischen Leitung würde an vielen Häusern derzeit ignoriert werden, beklagt der Dirigent: »Das Entscheidungsrecht liegt in der Regel bei den Intendanten, und da spielt Kompetenz oft leider keine Rolle, sondern allein der Wille einzelner Intendanten.« Der Vorsitzende der GMD-Konferenz befürchtet, dass der Deutsche Bühnenverein, das Gremium der Intendanten, derzeit plane, die Musikdirektoren in den Theater-Organigrammen noch hinter die Orchesterdirektoren einzurordnen. »Die GMDs stecken oft in einer Sandwich-Position, weil sie einerseits vom Orchester wiedergewählt werden müssen und vom Intendanten weiter verlängert werden wollen«, erklärt Bosch, »da herrscht bei vielen das Gefühl großen Ohnmacht.« Marcus Bosch ist Chefdirigent in Rostock, unterrichtet an der Musikhochschule in München und leitet die Opernfestspiele in Heidenheim. Im Gespräch mit BackstageClassical spricht er außerdem über die Angst vor einem Wahlsieg der AfD und über den Neubau des Volkstheaters in Rostock.
20 Minuten
Noch keine 100 Tage ist Antje Valentin neue Generalsekretärin des Deutschen Musikrats. Und sie steht vor großen Aufgaben. Im Podcast Guten Morgen, … von BackstageClassical spricht sie über die Dringlichkeit die musikalische Bildung an Schulen voranzutreiben und plädiert an den öffentlich rechtlichen Rundfunk, klassische Musik nicht abzusägen. Valentin fordert mehr Engagement für die Musik von den Schulverwaltungen, plädiert für Eingene Etats an den Schulen, um externe Musikerinnen und Musiker engagieren zu können, wenn der Musikunterricht am Lehrermangel scheitert und möchte, dass das Leistungsfach Musik unabhängig vom zweiten Fach gewählt werden kann.  Vom öffentlich rechtlichen Rundfunk verlangt Antje Valentin mehr klassische Musik und Jazz im linearen Programm. Außerdem beklagt sie das »Absägen« von Wettbewerben wie Jugend musiziert und wünscht sich mehr Übertragungen der Konzerte der Jugendorchester. Außerdem will sie die Strukturen von »Häuptlingen und Mitarbeitenden« im öffentlich rechtlichen Radio überprüft wissen.
18 Minuten
estern hat Chen Reiss gemeinsam mit dem Orchester Wiener Akademie unter Martin Haselböck Beethovens Neunte in Wuppertal aufgeführt – die große 200. Jubiläums-Gala des Beethovenhauses Bonn. Im Gespräch mit Axel Brüggemann spricht Chen Reiss übeR Beethoven, über ihre Zeit als Soldatin in der israelischen Armee, über die Situation in Israel, darüber, was der Brexit für die Klassik bedeutet und warum wir gerade in dieser verrückten Welt Beethoven brauchen.
9 Minuten
Die Berliner Philharmoniker haben ihr Europakonzert in Georgien gespielt. Dort demonstrieren gerade Tausende gegen die Regierung und für eine Hinwendung des Landes zu Europa. Ein Kurz-Interview mit dem Solocellisten Olaf Maninger am Flughafen.
23 Minuten
Moritz Eggert ist Präsident des Deutschen Komponistenverbandes. Im Podcast »Guten Morgen …« von BackstageClassical fordert er mehr Transparenz bei KI-Programmen für Musik. Der Komponistenverband wird aktiv fordern, dass Künstlerinnen und Künstler, deren Werke als Vorlagen dienen, an den Umsätzen beteiligt werden. Außerdem spricht Eggert über die Kultur im öffentlich rechtlichen Rundfunk und fordert ein eigenes Internet-Orchester. Und dann wundert er sich, warum ihm Maximilian Maier vom Bergson nicht antwortet!
22 Minuten
Die Bertelsmann-Repräsentanz zeigt die Ausstellung Puccini, Ricordi und der Aufstieg der modernen Unterhaltungsindustrie. Kurator Gabriele Dotto über den Komponisten als Marketing-Genie.
18 Minuten
Der französische Musikwissenschaftler Esteban Buch fordert eine neue Hymne für Europa. Der Grund: Beethovens Neunte erklingt in einer Bearbeitung von Herbert von Karajan – und dessen Verbindung zu den Nazis passt nicht zur Identität der EU. Mehr auf: www.bakstageclassical.com
24 Minuten
Barrie Kosky ist erster Gast im neuen Format »Guten Morgen, …« von BackstageClassical. Und es geht gleich zur Sache: Barrie Kosky versteht den aktuellen Opern-Zoff in München nicht (in der bayerischen Hauptstadt um die Verlängerung von Intendant und GMD gerungen) und erklärt, warum er an Serge Dorny und Wladimir Jurowski festhalten würde. Mit Blick auf Kassel sagt er, es sei »Bullshit«, wenn man behaupte, dass Regisseure, die als Intendanten arbeiten, die Musik vernachlässigen würden. Kosky warnt: »Oft sind die Minderheiten in einem Haus besonders laut.«  Außerdem erklärt er, warum Katharina Wagner zielsicher Regisseure für Bayreuth eingeladen hat, die jetzt als Intendanten Karriere machen. Alle Stories auf: www.backstageclassical.com
23 Minuten
Justus Frantz hat zu einem Salon geladen - mit dabei: Sahra Wagenknecht, Roger Köppel, Hans-Joachim Frey, Alexander von Bismarck und viele andere. Die Beschreibung eines sehr merkwürdigen Bildes. Von Axel Brüggemann
1 Stunde 41 Minuten
In diesem XXL-Gespräch plaudert die Sopranistin Golda Schultz über Ihre Kindheit in Südafrika, über die Bedeutung der Oper in ihrem Leben und vor allen Dingen: Über ihre große Liebe Mozart. Sie ist sicher, dass sie die perfekte Frau für den Komponisten gewesen wäre.