Zeit für Mission Archiv
64 Episoden
20 Minuten
Die Möglichkeiten, Spaß zu haben und „fromm“ zu sein, macht den CVJM heute für 64 Millionen junger Menschen zum guten Begleiter. „Aber schon bei der Gründung spielte die ,work-life-balance‘ eine Rolle“, erklärt der Bereichsleiter CVJM weltweit, Gerhard Wiebe, in einem Gespräch mit Freddy Dutz. Mit Erfahrungen aus fast 180 Jahren können die verschiedenen Ebenen des Verbandes jungen Menschen helfen, positiv mit den modernen Herausforderungen umzugehen. „Dabei spielt das Thema Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle.“ Damit junge Menschen verstehen, wie die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu der ökumenischen Formel „Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ passen, stellt Wiebe in dem Gespräch auch ein praktisches Buch mit Impulsen für die christliche Jugendarbeit vor.
21 Minuten
Dass Glaube und Vernunft zusammengehören, wurde der methodistischen Bewegung ins Stammbuch geschrieben. Für den amtierenden Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche, Harald Rückert, steht das in engem Zusammenhang mit der Toleranz. Im Gespräch mit Freddy Dutz legt er dar, auf welcher Grundlage unterschiedliche theologische und moralische Meinungen besprochen werden können: „Wir unterstellen einander Gutes“, zitiert er ein Papier der Kirche. Und weil in diesen Debatten immer auch kulturelle Prägungen eine Rolle spielen, erwarte er von Gemeindegliedern Toleranz gegenüber anderen. Denn: „Wir glauben einander den Glauben.“
21 Minuten
Bibellesen auf eine andere Ebene bringen, ist der Sinn des Bibellese-Projektes der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS). Pfarrerin Dr. Kerstin Neumann ist überzeugt, dass dies nicht nur eine „akademische“ Übung ist, sondern dass alle Teilnehmenden neue Einsichten gewinnen. Im Gespräch mit Freddy Dutz vermittelt die Theologin, die 20 Jahre lang in Indien an einem College gelehrt hat, Einblicke in das Mitmach-Projekt „Die Bibel lesen mit den Augen anderer“. Sie lädt interessierte Menschen ein, sich zu beteiligen. Besondere Kenntnisse brauche man nicht, versichert sie: „zu viel `Wissen` ist manchmal sogar hinderlich“. Denn es gehe bei dem internationalen Projekt vor allem um die spirituellen und interkulturellen Aspekte der Bibellektüre.
24 Minuten
Ist die Bergpredigt nur in Friedenszeiten ein Wegweiser oder gilt sie auch im Krieg? Das ist die Frage, die Freddy Dutz dem „Friedenstheologen“ Dr. Fernando Enns stellt. Für ihn gibt es keinen Zweifel: „Liebe deinen Nächsten, deine Feinde und dich“ sei ein Gebot, das Jesus nicht nur für „schönes Wetter“ gegeben hat. Was es heute angesichts des Krieges in der Ukraine für Christinnen und Christen, die das ganze Evangelium in ihrem Leben anwenden wollen, bedeutet, wird in diesem Podcast beleuchtet.
21 Minuten
„Ich bin mir nicht sicher, dass ich Frauen in anderen Ländern Mut machen kann. Im Gegenteil: Durch deren Zeugnis des Lebens werde ich ermutigt“, sagt die EKD-Auslandsbischöfin, Pfarrerin Petra Bosse-Huber im Gespräch mit Freddy Dutz. Es erfülle sie mit großer Demut, wenn sie ihre Privilegien in Deutschland mit der Lebenswirklichkeit anderer Menschen vergleiche. Weil „es im Evangelium heißt: alle Menschen sind gleich“, setze sie sich auch deshalb mit „allen Menschen guten Willens“, unabhängig von deren Religiosität, für ein gutes Leben für alle in Kirche und Gesellschaft und eine bessere Welt ein.
19 Minuten
Noch bevor das Christentum in Mitteleuropa heimisch wurde, gab es christliche Gemeinschaften in Indien. Heute stehen die Kirchen dort unter Druck, berichtet der Direktor der Gossner Mission, Pfarrer Christian Reiser, in einem Gespräch mit Freddy Dutz. Trotzdem engagiert sich die unabhängige evangelische Gossner Kirche für die unterdrückte indigene Bevölkerung Indiens. Auch wenn zum Beispiel die Anti-Konversions-Gesetze der Regierung die Arbeit erschweren, sei die Kirche lebendig, sagt Reiser. „Ich glaube, wir können lernen, dass für uns unbekannte Lösungsansätze in anderen Ländern zu finden sind“, betont er hoffnungsvoll.
19 Minuten
Nicht nur in Zeiten gefüllter Kirchenkassen müssen internationale Beziehungen zwischen Kirchen, Gemeinden und Menschen grundsätzlicher Bestandteil kirchlichen Lebens sein, findet der Direktor von Mission EineWelt, dem Partnerschaftszentrum der bayerischen Landeskirche, Pfarrer Hanns Hoerschelmann. Seine Mission sei es, so berichtet er im Gespräch mit Freddy Dutz, sich dafür einzusetzen, dass wir hierzulande lernen, wie anderenorts Probleme gelöst werden. Dass es angesichts der Herausforderungen an einigen Stellen zu wirklichen Strukturänderungen kommen muss, macht ihn nicht bange: „Wir müssen lernen, über den Horizont zu schauen,“ fordert Hoerschelmann deshalb von sich und seiner Kirche.
20 Minuten
Mit den Worten: „Nie gab es soviel Kirche wie während der Coronazeit“, hatte eine 90-Jährige ihre Begeisterung mit der „Wohnzimmerkirche“ von und mit Diakonin Peggy Mihan der Herrnhuter Brüdergemeine kund getan. Nach zwei Jahren berichtet die „Erfinderin“ im EMW-Podcast „Zeit für Mission“ mit Freddy Dutz von ihren überraschenden und mutmachenden Erfahrungen mit dem digitalen „Handschlag“ der Gemeinde. Ihr Fazit: „Corona hat uns zusammengebracht.“
22 Minuten
Wenn der christliche Glaube in verschiedenen Lebenswelten eingebunden ist, so erklärt Dr. Michael Biehl im Podcast „Zeit für Mission“ mit Freddy Dutz, entstünden „Dialekte des Glaubens“, die sich von einander unterscheiden. Der Missionstheologe beschreibt, wie sich die wissenschaftliche Forschung diesem und andern Phänomen der Religion nähert und welche Schlüsse er aus den Überlegungen für das Überleben des Glaubens zieht.
21 Minuten
Als „frei, offen und streitbar“ beschreibt die Sinologin und Journalistin Carina Rother die Republik China, wie Taiwan offiziell heißt und wo sie seit einigen Jahren lebt und arbeitet. In einem Gespräch mit Freddy Dutz berichtet sie von Land und Leuten, der dortigen Geschichte und Befindlichkeiten. Ihre Mission sei es, dafür zu sorgen, dass die Wahrnehmung in Deutschland von Taiwan differenzierter wird, sagt sie und bezeichnet sich als „Botschafterin“ ihrer Wahlheimat.
19 Minuten
Seiner Kindheitsheimat in Afrika kehrte er den Rücken und studierte u. a. in Asien und arbeitete auch im Pazifik: Pastor Dr. Anton Knuth wandert zwischen den Welten und will ein Brückenbauer sein – zwischen Kulturen und Religionen, Menschen und Regionen. „Da läuft nicht immer alles glatt“, sagt er im Gespräch mit Freddy Dutz. Und deshalb will er sich dafür einsetzen, dass Menschen mit unterschiedlichen Standpunkten einander besser verstehen. „Auch innerhalb des Christentums will ich mich für eine ökumenische Konfliktkultur einsetzen und zwischen Überzeugungen vermitteln“, erklärt der Studienleiter an der Missionsakademie in Hamburg.
18 Minuten
„Wir müssen unsere Besserwisserei verlernen“, fordert die Generalsekretärin der Norddeutschen Mission (NM), Pastorin Heike Jakubeit, in einem Gespräch mit Freddy Dutz. Weniger Eurozentrismus, dafür mehr Bereitschaft zum Zuhören sei gefordert, wenn man das Thema Dekolonisation ernst nimmt. Mit den Kirchen in Ghana und Togo habe sich die NM auf den Weg gemacht, um dort wirklich gleichberechtigt an Projekten zu arbeiten. Gleichzeitig bestehen auch enge Kontakte in die bremischen Gemeinden, deren Mitglieder aus Afrika kommen: „Es ist unsere Mission, ein gutes Leben für alle wahr werden zu lassen.“
18 Minuten
Wenn es genügend Gründe gibt, Teile der Bibel in eine nur von wenigen Menschen gesprochene Sprache zu übersetzen, dann sollte das geschehen, erklärt Horst Scheurenbrand in einem Gespräch mit Freddy Dutz. Er ist froh, dass Bibelgesellschaften – für eine von ihnen arbeitet er – Menschen unterschiedlicher Glaubensüberzeugungen an einen Tisch bringen, damit am Ende das Wort Gottes besser verstanden werden kann. Dabei darf ruhig über den eigenen Tellerrand geschaut werden, um intellektuell und spirituell in Bewegung zu kommen.
18 Minuten
Beruflich und privat hat sie sich der Kommunikation verschrieben: Im Gespräch mit Freddy Dutz berichtet die Geologin und Kommunikationsexpertin Manuela Brocksieper von einer Expedition in die Arktis, was Steine aus Ghana in Spitzbergen zu suchen haben und warum sie sich dafür einsetzt, dass Menschen gut mit Gottes Schöpfung umgehen.
20 Minuten
Sein Name steht für viele Beauftragungen und Talente. Und dafür, dass Christ*innen die Gute Nachricht in die Gesellschaft, die ja so viele Ebenen und Nischen hat, bringen. Da ist selbstverständlich auch Vielfalt gefragt, denn in Berlin, sagt Andreas Schlamm im Gespräch mit Freddy Dutz, haben Menschen andere Sorgen aber auch Möglichkeiten als an anderen Orten in Deutschland, Europa oder auf anderen Kontinenten.