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SWR Kultur lesenswert - Literatur Archiv

905 Episoden
4 Minuten
Der menschliche Körper ist ein Wunderwerk, wie wir spätestens seit der Entdeckung des Doppelstrangs der DNA wissen. Die Gene bestimmen unser Leben und eben auch unser Altern. Das Altern aufzuhalten, das streben derzeit zahlreiche Startups an. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass dies gelingt, ist sehr gering, wie Venki Ramakrishnan, 2009 Chemie-Nobelpreisträger in seinem Buch „Warum wir altern“ detailliert erklärt. Rezension von Johannes Kaiser
4 Minuten
Wenn der Journalist Joe Bauer über seine Beobachtungen als Stadtspaziergänger in Stuttgart und Umgebung schreibt, kann „Umgebung“ auch mal Laupheim, Hamburg oder Ostfriesland bedeuten. In seinen jüngsten Kolumnen macht Melancholie sich bemerkbar, doch die Spottlust ist ungebrochen. Rezension von Julia Schröder
4 Minuten
Während 99 Prozent ihres Erdenwandels haben die Menschen sich zwar gelegentlich die Köpfe eingeschlagen aber keine Kriege geführt. Doch dann, vor etwa 5000 Jahren ging es los mit den Schlachten, Feldzügen und Eroberungen. Wie es dazu kam, erklären Harald Meller, Kai Michel und Carel van Schaik in „Die Evolution der Gewalt“. Rezension von Eberhard Falcke
4 Minuten
Eine Partnerin auf Augenhöhe, die 54 Jahre an Theodor Fontanes Seite lebte: Emilie Fontane war eine beeindruckende, zupackende und loyale Frau, wie diese Autobiographie in Briefen der profunden Fontane-Kenner Gotthard Erler und Christine Hehle zeigt. Rezension von Ina Beyer
4 Minuten
Ein menschlicher Knochen wird in einer Skulptur der verstorbenen Künstlerin Vanessa Chapman entdeckt. Woher kommt dieser Knochen? Gehört er vielleicht zu ihrem vor Jahren verschwundenen untreuen Ehemann? Kurator James Becker sucht die Frau auf, die es wissen könnte: Chapmans enge Vertraute Grace Haswell. Und sie hat so einiges zu verbergen. Ein beziehungsreicher psychologischer Spannungsroman mit eigensinnigen Charakteren. Rezension von Sonja Hartl
4 Minuten
Lesen Sie einfach, als hätten Sie es selbst geschrieben: So lautet Bettina Stangneths herausfordernder Rat für den Umgang mit anspruchsvollen Texten. Ein Plädoyer für selbstbewusstes Lesen jenseits von Deutschunterricht und Literaturkritik. Rezension von Oliver Pfohlmann
4 Minuten
In seiner engagierten, lebendigen Biografie „Auschwitz-Häftling Nr.2“ erzählt Sebastian Christ die außergewöhnliche Geschichte des ‚Berufsverbrechers‘ Otto Küsel. Als Kapo in Auschwitz sollte er die anderen Häftlinge drangsalieren. Er aber tat das Gegenteil und rettete Leben. Rezension von Holger Heimann
8 Minuten
Schon 1950 erschien József Debreczenis „Kaltes Krematorium“. 1944 wurde der ungarische Journalist deportiert und hat die alltägliche Hölle der Lager und die von den Nazis erzwungene Entmenschlichung der Gefangenen, präzise beschrieben. Die Publizistin Carolin Emcke hat das Nachwort geschrieben und erklärt im Lesenswert Gespräch, was sie an dem Buch so beeindruckt hat. Nach über 70 Jahren endlich auch auf Deutsch erhältlich - besser spät als nie. Theresa Hübner im Gespräch mit Carolin Emcke
7 Minuten
Der britische Physiker Sumit Paul-Choudhury plädiert für mehr Optimismus, auch bei Krisen und Katastrophen. Was wie ein Lebensratgeber beginnt, entwickelt sich zu einer hoffnungsstiftenden Analyse wissenschaftlicher Erkenntnisse und historischer Ereignisse – ganz ohne esoterisches Zuversichtsgeschwafel. Rezension von Corinne Orlowski
5 Minuten
Édouard Louis erzählt die Geschichte seiner Mutter weiter, die sich erneut von einem gewalttätigen Partner befreien muss. Eine stark autobiografische Geschichte über sozialen Aufstieg und Selbstermächtigung. Theresa Hübner im Gespräch mit Judith Heitkamp
5 Minuten
Neben seinen großen Romanen und Essays schreibt Navid Kermani auch Reisereportagen – und Bücher für junge bis sehr junge Leser. Sein neues Kinderbuch bearbeitet das Reisethema aus überraschend ungewohnter Perspektive. Rezension von Julia Schröder
8 Minuten
Das sogenannte „Album von Auschwitz“ zeigt die Ankunft von Jüdinnen und Juden aus Ungarn im Vernichtungslager. Die Fotos haben das Bild vom Holocaust entscheidend geprägt. Doch man sollte die Aufnahmen differenziert betrachten, erklärt der Historiker Stefan Hördler im Lesenswert Magazin, denn es ist der Blick der Täter auf die Opfer. Der Wallstein Verlag hat „Ein Album aus Auschwitz. Die fotografische Inszenierung des Verbrechens“ neu aufgelegt, ein Buch, das den kritischen Blick schärft. Theresa Hübner im Gespräch mit Stefan Hördler
4 Minuten
„Trans-Atlantik“, 1953 erstmals in Polen erschienen, ist nach „Ferdydurke“ Witold Gombrowiczs zweites Meisterwerk: eine Satire auf patriotisches Denken, ein avanciertes Spiel mit dem Grotesken und ein urkomisches Selbstporträt des in Argentinien gestrandeten Autors. Rezension von Ulrich Rüdenauer
4 Minuten
Während Sarah Sands versucht, sich auf den nahenden Verlust gefasst zu machen, weckt der Igel in der Autorin den Wunsch, mehr über die faszinierende Spezies der stacheligen Insektenfresser zu lernen: zum Beispiel, dass ihre Körpertemperatur während des Winterschlafs auf nur zwei Grad sinkt, dass Jacques Derrida den Igel als bedeutende Metapher für die Dichtkunst verwendete und wie bedroht die Tierart wirklich ist. Je mehr Sarah über den Igel erfährt, desto mehr fühlt sie sich mit der Natur und mit ihrem Vater verbunden. Rezension von Sandra Hoffmann
4 Minuten
In ihrer Graphic Novel „Am liebsten mag ich Monster“ legt die Amerikanerin Emil Ferris einen wilden Genremix hin. Die Mischung aus Coming of Age-Drama, Krimi und Gesellschaftsporträt, gezeichnet in der Ästhetik alter Horror-Comics, überzeugte Kritik und Publikum gleichermaßen. Nun liegt nach langem Warten Band Zwei der Geschichte vor. Rezension von Silke Merten
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Hier finden Sie die Beiträge aus den SWR Kultur Literatursendungen an einem Ort: Die SWR Bestenliste und die SWR Kultur lesenswert Sendungen Feature, Magazin, Kritik und Gespräch. Mit Buchtipps, Disku...