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Club Miskatonic Archiv

70 Episoden
2 Stunden 2 Minuten
🩸 „Da wird wieder eine gehäutet, guck mal!“ – Willkommen im Slasher-Monat des Club Miskatonic! Unsere Patreons durften abstimmen und haben uns direkt in den cineastischen Abgrund gestürzt. Wir besprechen heute die Hellraiser-Teile 2 bis 5!

Was als geniales, queeres Body-Horror-Meisterwerk voller BDSM-Mönche und Konsens-Metaphern von Clive Barker begann, wurde ab Teil 3 von Hollywood komplett gegen die Wand gefahren. Freut euch auf eine tiefgründige (und extrem lustige) Analyse darüber, wie die Weinsteins die Mythologie hinter Pinhead absolut nicht verstanden haben, warum Teil 5 den Vibe von einer verrauchten Garage, Radio Bob und einer vollgefurzten Ledercouch hat – und warum Lars sich mit einer kontroversen These anlegt: Ist das Halloween-Franchise insgeheim noch viel größerer Müll?

Nisan pennt zwischendurch ein, Lars schaut traumatisiert weiter und gemeinsam entschlüsseln wir das "Wibbli Wabbli Wo" der schlimmsten Horror-Fortsetzungen aller Zeiten.

Links & Empfehlungen aus der Folge:

Hört rein bei Nisan im Interview: Elektropastor trifft – Folge 2!

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Klickt auf "Folgen", bewertet uns mit 5 Sternen auf Spotify und rettet eure Haut vor den Zenobiten!
2 Stunden 49 Minuten
Pinhead hat kein Safeword – und wir auch nicht, wenn's um Buchverrisse geht. 🩸Diese Woche gibt's VIEL: Wir starten das große Hellraiser-Franchise (ja, das ist der Slasher-Monat) mit Clive Barkers Original von 1987 – Theaterwurzeln, Books of Blood, BDSM-Mönche und warum Julia die eigentliche Hauptfigur ist.Danach reden wir über "Obsession", einen der profitabelsten Horrorfilme des Jahres – und warum wir dafür den Begriff "Inzest-Kino" erfunden haben (A24-Regisseure, die A24-Regisseure kopieren, die Bergman kopieren).Zum Schluss: Carmen Maria Machados "Her Body and Other Parties" – gehypt, aber meilenweit von "What We Lost in the Fire" entfernt. Wir sagen euch, warum ihr stattdessen das andere Buch lesen solltet.Plus: Now Watching (Scrubs-Reboot, The Handmaid's Tale) und wieso wir schon wieder eine ganze Folge verloren haben.Club Miskatonic ist der Horror-Podcast aus den antikyno Studios vom Team des Miskatonic Theaters – dem einzigen Horrortheater der Welt. Jede Woche: ein Horrormedium, tiefe Analyse, keine falsche Ehrfurcht.Mehr Bonus-Content, Community-Voting & unser komplettes Hörspiel-Programm gibt's auf Patreon.#Hellraiser #CliveBarker #HorrorPodcast #Pinhead #A24Horror #HerBodyAndOtherParties #CarmenMariaMachado #BuchkritikHorror
1 Stunde 18 Minuten
Playdurizm (2020) — queerer Horrorfilm aus Tschechien, mit Gästin Amina Balajo

Amina Balajo hat ihre Masterarbeit über queeres Kino geschrieben, zwei Jahre beim Hamburg International Queer Film Festival gearbeitet und ist passionierte Horrorfilmfan mit Schwerpunkt queer Horror. Kurz: genau die Person, die man für diese Folge braucht.

Sie hat Playdurizm mitgebracht — Debütfilm des tschechischen Regisseurs Gem Deger aus dem Jahr 2020, der ihn seit seinem 16. Lebensjahr im Kopf trug und schließlich mit 21 in Produktion brachte. Der Film spielt in einer Filmproduktion, ist dreamy, neonbeleuchtet und glitzert in einer Ästhetik zwischen Gregg Araki (The Living End, Doom Generation), Sion Sonos Antiporno und der Euphoria-Palette — bis er es plötzlich nicht mehr tut. Der dritte Akt wechselt die Ästhetik radikal, und genau da sitzt der emotionale Impact. Trigger Warning für eine lange, intensive Szene gegen Ende, auf die der Film allerdings gut vorbereitet.

Lars, Nisan und Amina sprechen darüber, warum der Film mehr Ebenen hat als eine erste Sichtung zeigt, was es bedeutet, dass Deger sich selbst in der Hauptrolle besetzt hat — als kleine, zerbrechliche Figur, der man die ganze Zeit in den Arm nehmen möchte — und was dieser Selbst-Casting-Entscheidung von Joe Swanberg bis Hollywood-Indie grundsätzlich unterscheidet. Außerdem: warum eine Filmästhetik, die ihre eigene Prämisse parodiert, paradoxerweise die ehrlichste sein kann.

Danach gibt Amina ihre persönlichen Empfehlungen für queeren Horror — darunter Fade to Black, in dem ein Außenseiter Schwarzweiß-Pulp-Noir der 1930er lebt, bis er anfängt, Leute umzubringen, und der visuell das genaue Gegenteil von Playdurizm ist: ausgewaschene Realität gegen bunte Schwarzweiß-Phantasie. Dazu eine Debatte über Body Horror, wer ihn macht, wie er gemacht wird — und warum Lars dabei immer schlecht wird, was er nicht zugeben möchte.

Themen der Folge: Playdurizm · Gem Deger · Queerer Horror · Queer Cinema · Hamburg International Queer Film Festival · Gregg Araki · Sion Sono · Body Horror · Fade to Black · Endless Summer Syndrome · Tschechisches Kino · Queer Film Empfehlungen · Pride Month

Gästin: Amina Balajo — Hamburg International Queer Film Festival, Masterarbeit queeres Kino.

Außerdem: Neue Folge Das Haus an der Grenze kommt (leicht verspätet, dafür gut), Miskatonic Game Night mit Beverly Hell 90210 läuft weiter — und die Patreons haben abgestimmt: Juli wird Hellraiser-Monat. Wer im August mitentscheiden will, muss 20€-Patron werden. Amina würde es sofort tun, wenn sie Geld hätte.

Club Miskatonic ist der Podcast für Horrormedien aus den antikyno Studios des Miskatonic Theaters Hamburg. Neue Folge wöchentlich. Patreon: exklusive Hörspielserien (Dunkeldeutschland, Das Haus an der Grenze), Behind-the-Scenes-Reality-Serie The Miskatonics und das Game-Format Beverly Hell 90210.
1 Stunde 15 Minuten
Wir sind krank, wir sind unterwegs, und unser romantischer Plan, mit dem Zug quer durch Europa bis nach Istanbul zu reisen, ist krachend gescheitert. Willkommen zur Reiseausgabe von Club Miskatonic, diese Woche aus Bratislava, mit Fieber im Nacken und Podcast-Equipment, das Nisan im Wanderrucksack über Berge geschleppt hat.

Pride-Month-Programm, Teil zwei: Clive Barkers "Human Remains" aus dem dritten Band der Books of Blood. Bevor Stephen King ihn mit einem einzigen Satz über Nacht berühmt machte, war Barker Theatermacher in der Liverpooler Off-Szene, zeitweise Sexarbeiter und schon damals offen schwul lebender Künstler. Die Geschichte erzählt von Gavin, einem Strichjungen, dessen Schönheit sein einziges Kapital ist, und einer jahrtausendealten Statue, die ihn nicht töten, sondern er sein will. Während die Statue zunehmend menschlicher wird, verliert Gavin selbst jeden Zugang zu seinen Gefühlen: eine Geschichte über Entfremdung, Begehren und die Frage, was übrig bleibt, wenn Schönheit die einzige Eigenschaft war, die je funktioniert hat. Wir reden darüber, warum sich das trotz explizit queerer Perspektive seltsam lovecraftian anfühlt, obwohl Barker Lovecraft offiziell ablehnt, und warum bei beiden Autoren immer Queerness mitschwingt.

Zweiter Teil: eine Liebeserklärung an Bratislava, die unterschätzteste Stadt Europas. Mittelalterliche Gassen, Habsburger-Prunk und sozialistischer Brutalismus stehen hier Tür an Tür, die Stadt ist weder leergefegt noch überlaufen, und im Burghof läuft gerade eine Rave, während britische Touristen sich lautstark beschweren, hier sei angeblich nichts los. Wir waren baden an einem See, unter dem 1976 ein Flugzeug abgestürzt ist, der tödlichste Flugunfall in der Geschichte der Slowakei, und im Kunstmuseum Danubiana, vermutlich dem geilsten Museum, das wir je betreten haben. Außerdem: warum die arrogante westliche Ignoranz gegenüber postsowjetischen Räumen einfach kompletter Unsinn ist.

Nebenbei: Updates zur neuen "Dunkeldeutschland"-Folge, die erstmals nach Mecklenburg-Vorpommern führt, zu "Das Haus an der Grenze" und zu unserem bisher größten Theaterprojekt, "Kisulu im Park", vom 20. bis 23. August im Harburger Stadtpark zu 100 Jahren Stadtpark.

Wer mehr will: Auf Patreon gibt's diesen Monat die ganze Reise hinter den Kulissen, exklusive Folgen und alles, was wir produzieren, während wir eigentlich im Urlaub sein sollten.
1 Stunde 7 Minuten
Pride Month bei Club Miskatonic geht weiter – mit australischen Vampiren, Drag Queens und einer gehörigen Portion Queer Rage. Diesmal sprechen Lars und Nisan über So Vam (2021), das Langfilmdebüt der trans Regisseurin Alice Maio Mackay, die den Film mit gerade einmal 16 Jahren drehte. Der Film erzählt von Kurt, einem queeren Teenager, der nach einem Vampirangriff Anschluss an eine Gruppe queerer Vampire findet, die ihre ganz eigene Vorstellung von Gerechtigkeit haben.

Für uns fühlt sich So Vam an wie Clueless meets Carrie — und dann queer it up. Zwischen Highschool-Drama, Coming-of-Age-Geschichte, Glitzer, Kunstblut und politischer Wut entwickelt Mackay einen Film, der weniger an klassischen Vampirhorror interessiert ist als an queere Gemeinschaft, Selbstermächtigung und die Lust, gesellschaftliche Außenseiter*innen ins Zentrum der Geschichte zu stellen.

Themen der Folge: Queerer Horror · Pride Month · So Vam · Alice Maio Mackay · Queere Vampire · No Budget Filme · Coming of Age · Trans Filmmaking · LGBTQIA+ Horror · Independent Horror · Australian Horror

Club Miskatonic ist der Podcast für Horrormedien aus den antikyno Studios des Miskatonic Theaters Hamburg. Neue Folge wöchentlich. Alle Patreon-Hörspielserien, Behind-the-Scenes und Spielformate unter miskatonictheater.com.
1 Stunde 47 Minuten
Pride Month: The Quiet Room (2018) — und warum Kurzfilme Lars immer noch nicht überzeugen

Juni ist queerer Horror-Monat bei Club Miskatonic. Den Anfang macht The Quiet Room (2018), ein 28-minütiger Kurzfilm auf YouTube: ein queerer, schwarzer Protagonist in einer psychiatrischen Einrichtung, ein Dämon der Wasser fürchtet, und Alaska Thunderfuck in der Rolle der Dämonin. Der Regisseur hat in seinem Regie-Statement klar formuliert, was er wollte — einen Horrorfilm, in dem Queerness einfach da ist, ohne Erklärungsbedarf, und in dem suizidale Gedanken nicht mit dem Opfertod des Protagonisten enden.

Das ist ein wichtiges Statement. Und der Film funktioniert an bestimmten Stellen: Die Jumpscares sitzen, das Casting ist klug, und das Publikum — das man in den YouTube-Kommentaren gut beobachten kann — fühlt sich gesehen. Lars und Nisan sprechen darüber, warum Repräsentation hinter der Kamera entscheidend ist, und nicht nur vor ihr.

Gleichzeitig ist Lars der Meinung, dass The Quiet Room alle Schwächen verkörpert, die er an Kurzfilmen als Medium generell sieht ...

Außerdem: Was macht queeren Horror eigentlich aus, und warum hat das Genre eine so große LGBTQIA+-Fangemeinde — obwohl queere Perspektiven hinter der Kamera noch immer selten sind? Was kommt noch diesen Monat? Hinweis: australische Vampire, Revenge Horror, bunt.

Themen der Folge: Queerer Horror · Pride Month · The Quiet Room 2018 · Alaska Thunderfuck · Repräsentation im Horror · Kurzfilm als Medium · Studentenfilm · Robert Eggers · Mental Health im Horror · LGBTQIA+ Horror · Drag Race

Außerdem: Das neue Patreon-Format Miskatonic Game Night startet — Lars und Nisan gucken Beverly Hills 90210-Folgen, entwickeln daraus Horrorfilm-Pitches, und ihr stimmt ab, wer gewinnt. Diese Woche: die Queer-Storylines der Serie, vorgewarnt von Lars (»eines der schlimmsten Werke der Menschheitsgeschichte«). Plus: Dunkeldeutschland-Riesen-Event-Folge jetzt auf Patreon.

Club Miskatonic ist der Podcast für Horrormedien aus den antikyno Studios des Miskatonic Theaters Hamburg. Neue Folge wöchentlich. Alle Patreon-Hörspielserien, Behind-the-Scenes und Spielformate unter miskatonictheater.com.
55 Minuten
Wir haben ein neues Format!Wir wollen ein Spiel mit euch spielen: Wir schauen jeweils eine Folge einer Soap, die thematisch zumindest halbwegs zum "Club Miskatonic" Thema des Monats passt. Danach besprechen wir die Folge ausgiebig und entwickeln beide basierend auf der Folge einen Horrorfilm Pitch. Dann kommt ihr ins Spiel: Auf Patreon könnt ihr abstimmen, wer den besseren Pitch hatte! Welchen der beiden beschriebenen Filme würdet ihr, auf Grundlage des Pitches, den ihr gehört habt, heute Abend gucken?Mit der Pilotfolge haben wir außerdem noch weitere Fragen, über die ihr in den Patreon Kommentaren abstimmen könnt:Soll das Format "Beverly Hell" oder "Beverly Hell 90210" heißen?Sollen wir immer über Beverly Hills 90210 reden, oder immer wechselnde Soaps?Und natürlich: Wer hat diese erste Folge gewonnen? Nisan oder Lars?Viel Spaß beim Hören und Abstimmen! Wir freuen uns auf eure Kommentare!

Wer abstimmen und solchen Content in Zukunft oft hören will, muss Patreon Member werden: https://www.patreon.com/c/MiskatonicTheater
2 Stunden 34 Minuten
Annihilation: Cooles Buch, lahmer Film — sind wir die einzigen, die das so sehen?

Jeff VanderMeers Annihilation gehört zum besten, was New Weird-Fiction in den letzten zwanzig Jahren hervorgebracht hat: eine namenlose Biologin, eine abgesperrte Zone namens Area X, Pilzsporen die Hypnose brechen, ein Leuchtturm, der sich als etwas ganz anderes entpuppt — meditativ, unheimlich, Tarkovsky trifft Weird Fiction. Das Buch haben Lars und Nisan gelesen. Den Film haben sie nicht zu Ende geguckt.

In dieser Folge reden Lars und Nisan über alles, was das Buch so gut macht — die Entscheidung, Charaktere ausschließlich über ihre Funktion zu benennen, die Hypnose als zentrales Vertrauensproblem, die Frage was Area X eigentlich ist — und darüber, warum Alex Garlands Verfilmung genau das wegwirft und stattdessen Natalie Portman mit Kalaschnikow durch Militäruniform schickt. Außerdem: der Paramount-Executive, der den Film »zu intellektuell« fand und beinahe verhindert hätte, dass er überhaupt ins Kino kam — und ob das am Ende eigentlich ein Verlust war.

Dazu: der Unterschied zwischen einer Verfilmung, die ein Buch träumt, und einer, die es benutzt. Roadside Picnic vs. Stalker als Referenzpunkt. Und warum Garland zugegeben hat, das Buch nur einmal gelesen und dann beiseitegelegt zu haben.

Themen der Folge: Jeff VanderMeer · Annihilation · Alex Garland · New Weird · Area X · Buch vs. Verfilmung · Andrei Tarkovsky · Southern Reach-Trilogie · Weird Fiction · Eco Horror · Hypnose als Erzählmittel

Außerdem: Update zu Dunkeldeutschland und Haus an der Grenze (Patreon-Hörspielserien), Rückkehr nach Wallstatt, Konfirmanden-Rollenspiel mit Jesus, und der Meme-König des Antiverse-Discord wird gekürt.

Club Miskatonic ist der Podcast für Horrormedien aus den antikyno Studios des Miskatonic Theaters Hamburg. Neue Folge wöchentlich. Patreon: exklusive Hörspielserien, Behind-the-Scenes-Dokus, interaktive Fiktion.
2 Stunden 11 Minuten
Diesmal haben wir einen Film geschaut, der uns tief erschüttert hat: Die Dokumentation "Earthlings" aus dem Jahr 2005.

Dieser Klassiker des aktivistischen Films ist nicht umsonst hoch kontrovers.

Was auch immer man von "Earthlings", einer brutalen Dokumentation über die vollkommen normale Ausbeutung von Tieren und verschiedenen Industrien, denkt: Der Film hat viel mit uns gemacht.

Zum Glück ist Vincent ins Studio gekommen, um die rohen Emotionen mit einem theologischen und ökofeministischen Blickwinkel aufzufangen.

Wir sind sehr stolz auf diese Folge und hoffen, sie gefällt euch & stößt gute Gespräche im Discord an.

Hier geht's zum Discord: https://discord.gg/K3fRDjk5QX

Zum ersten Mal besprechen wir eine Dokumentation im Club Miskatonic:

Und landen dabei bei:

Empathie,

emotionaler Überforderung,

Ökofeminismus,

der Ästhetik von Leid,

Außerdem:

Theologie, vegan contradictions, Dokumentationen als „torture porn“, depressive Kapitalismusrealität und chaotische Studioenergie.
1 Stunde 52 Minuten
Ein australisches Mädcheninternat.

Verschwundene Schülerinnen.

Dark Academia bevor Dark Academia überhaupt existierte.

Aber plötzlich reden wir über:

rassistische Lehrer in deutschen Schulen,

warum „Picknick am Valentinstag“ so hypnotisch ist,

weibliche Internatskultur,

subtile Ausgrenzung,

Horror aus Täterperspektiven,

und warum dieser Film gleichzeitig wunderschön UND einschläfernd ist.

Außerdem:

David Lynch, Gilmore Girls, religiöse Bildungslücken, creepy Klassenfahrten, Naturhorror, rich people conversations und warum manche Horrorfilme sich wie Fieberträume anfühlen.
2 Stunden 2 Minuten
In dieser Episode des Club Miskatonic sezieren Nissan und Lars den aktuellen Netflix-„Hit“ Im Wasser der Seine (Thrash/Under Paris) und nutzen diesen als Ausgangspunkt für eine tiefgreifende Analyse über den Zustand der modernen Mainstream-Unterhaltung. Was als oberflächlicher Hai-Horror getarnt ist, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als symptomatisches „Slop-Kino“: Eine Form der Erwachsenenunterhaltung, die ihren künstlerischen Anspruch zugunsten algorithmischer Gefälligkeit aufgegeben hat.

Die Schwerpunkte dieser Folge:

Phänomen Netflix-Slop: Eine kritische Auseinandersetzung damit, warum Filme wie Thrash trotz (oder wegen) ihrer maximalistischen Albernheit und mangelnden narrativen Logik erfolgreich sind.

Die Misogynie des Drehbuchs: Warum die Darstellung der schwangeren Protagonistin und ihre physischen „Superkräfte“ weniger Empowerment als vielmehr ein sexistisches Klischee darstellen.

Der neue Themenschwerpunkt: Öko-Horror. Wir führen in unser neues Monats-Thema ein und diskutieren die verschiedenen Facetten des Genres – von Tier-Monster-Filmen bis hin zur existenziellen Naturkatastrophe.

Alternative Seh-Empfehlungen: Als Gegenentwurf zum Streaming-Einerlei besprechen wir den lettischen Animationsfilm Flow – ein Werk, das durch soziale Empathie und künstlerischen Anspruch besticht.

Horror als marginalisierte Perspektive: Ein Rückblick auf unsere aktuelle Kunstausstellung, die beleuchtet, wie POC-Künstlerinnen und Frauen das Genre Horror nutzen, um gesellschaftliche Ausgrenzung erfahrbar zu machen.

Picks der Woche: Lars taucht tief in die (problematische, aber faszinierende) Welt von Robert E. Howard ein, während wir über die Enttäuschungen der neuesten Euphoria-Entwicklungen reflektieren.

Über Club Miskatonic:Wir sind Ihr Podcast für Horrormedien aus den Antikino Studios. Wir verbinden popkulturelle Phänomene mit theoretischem Unterbau – von Lovecraft-Adaptionen bis hin zu modernem Queer-Horror.
2 Stunden 20 Minuten
Karten & Infos zum Gatsby Event der deutschen Lovecraft Gesellschaft: https://www.easy-con.org/convention/convention/Gatsby26

Wir interviewen Ljubko Deresch - "der ukrainische Stephen King" - über sein Buch KULT und ukrainische Horrorliteratur. Während des Interviews bekommt er eine Bombardierungswarnung. Wir reden trotzdem weiter über Lovecraft, kosmischen Horror, und was es bedeutet Horror zu schreiben während dein Land bombardiert wird.

DAS BUCH DAS LARS ZUM HORROR-NERD MACHTE

Lars erzählt seine Coming-of-Age Story: Mit 13/14 geht seine Mutter in eine Buchhandlung in Buchholz. Sie fragt: "Mein Sohn will Horror lesen, was empfehlen Sie?"

Statt Stephen King holt die Chefin Basti - den Horrorexperten, Metalhead mit Ledermantel. Der empfiehlt: KULT von Ljubko Deresch, gerade bei Suhrkamp erschienen. Ein ukrainischer Autor den kein "textbook Horrorfan" auf dem Schirm hätte.

Das war Lars' erstes richtiges Lovecraft-Erlebnis. Kosmischer Horror, alte Götter, Kult-Rituale, die ganze Lovecraft-Maschinerie. Aus ukrainischer Perspektive.

20 Jahre später: Lars arbeitet an einem Pitch um KULT zu adaptieren.

DAS INTERVIEW UNTER KRIEGSBEDINGUNGEN

Wir reden mit Ljubko Deresch über eine Stunde. Am Anfang: Bombardierungswarnung. Er bleibt entspannt. Wir reden weiter.

Ukrainische Horrorliteratur existiert im Westen kaum. Nicht weil es sie nicht gibt - sondern weil deutsche Buchhandlungen allerhöchstens mal Stephen King ins Regal stellen.

Lars' Rant: "Wenn ihr euch entscheidet nicht EIN interessantes Buch in euren Buchladen zu nehmen, sondern nur Bahnhofskacke und Bestsellerlisten - wenn ihr mir nicht mehr gebt als die Amazon-Startseite - dann heult nicht rum dass Amazon euch die Kundschaft abgräbt. Macht halt einen guten Job."

WARUM KULT WICHTIG IST

Lovecraftian Horror aus nicht-amerikanischer Perspektive. Kosmischer Horror in ukrainischem Kontext. Alte Götter, Kult-Rituale, das ganze Programm - aber mit eigener kultureller DNA.

Deresch wird als "ukrainischer Stephen King" verkauft. Er ist der erste moderne Horrorautor der Ukraine.

KULTURELLER KONTEXT

Wir reden darüber wie absurd normal Kriegszustände werden. Bombardierungswarnung während Interview? Entspannt weiterreden. Das ist die Realität für Menschen in aktiven Kriegsgebieten.

Wir reden über ukrainische vs. russisch geprägte Kultur. Wir reden über Horrorliteratur als Widerstand. Wir reden über was es bedeutet kosmischen Horror zu schreiben während echter Schrecken in deine Welt einbricht.

PICKMANS SUPERMODEL UPDATE

17. & 20. Mai im Stellwerk Harburg (über der Polizeistation im Bahnhof). Das gruseligste Stück das wir je gemacht haben. Zuletzt in London gespielt - jetzt zurück in Harburg.

Fun Fact: Wir haben das mal für eine 7. Klasse gespielt. Die Schüler haben sich vor Steve (unserem Skelett) erschrocken BEVOR das Stück anfing. Wir mussten massiv zensieren. Die Schule hat die zweite Vorstellung abgesagt "wegen der Eltern".

FÜR NEUE HÖRERINNEN

Wenn du dich für Lovecraftian Horror aus nicht-westlichen Perspektiven interessierst - das ist dein Podcast.

Wenn du wissen willst wie Horror unter Kriegsbedingungen entsteht - das ist dein Podcast.

Wenn du denkst deutsche Buchhandlungen sind kulturelle Wüsten die nur Stephen King verkaufen - das ist dein Podcast.

PATREON & THEATER

Theater-Wiederaufbau: Die Halle in Harburg ist bezogen. Oktober kommt das Eröffnungsstück.

Wir suchen immer noch vertrauenswürdige Architekt*innen für Umnutzungsgenehmigung.

#KULT #LjubkoDeresch #UkrainischerHorror #Lovecraft #CosmicHorror #InterviewImKrieg #UkraineLiteratur #GlobalHorror #StephenKing #Suhrkamp #HorrorAusKriegsgebieten #NichtWestlicherHorror #UkrainischerStephenKing #Buchhandlungen #LiteraturImKrieg #KosmischerHorror #HorrorAdaptation
2 Stunden 14 Minuten
BASKIN (2015) - Fünf türkische Polizisten terrorisieren einen jungen Kellner. Sie lachen, sie saufen, sie hören sexistische Lieder über Vergewaltigung. Jemand wünscht ihnen die Hölle. Sie bekommen sie.Das ist kein metaphorischer Horror. Sie fahren mit ihrem Polizeiauto in eine verlassene osmanische Polizeistation und landen in der Hölle. Dort werden sie von einem dämonischen Folterer systematisch zerstört. Blut, Gedärm, sexuelle Gewalt. Alles was sie anderen angetan haben kommt zurück. Türkischer Hellraiser.DER FILM IST EXTREM BRUTALCan Evrenol macht keinen Spaß. Die Schauspieler müssen verzweifelt gewesen sein - sie sind komplett eingeschmiert mit Blut und Gedärm, es wird gefickt, gefoltert, verstümmelt. Wenn du squeamish bist, schau was anderes.Aber es ist auch nicht nur Exploitation. Es ist politisch.DIE POLITISCHE DIMENSIONDer Film zeigt Polizeikultur in ihrer brutalsten Form. Wir reden auch über: Kurdenpolitik in der türkischen Gesellschaft. Die türkische Linke und ihre Frustrationen. Warum diese Filme eine anti-autoritäre Wut transportieren die im Mainstream-Kino nicht möglich wäre.TÜRKISCHE FILMGESCHICHTE - KOPIERKULTUR ALS WIDERSTAND1960-1980: Türkei macht Remakes von ALLEM. Turkish Star Wars, Turkish Dracula, Turkish Everything. Warum? Weil es keine Urheberrechtsgesetze gab. Weil arme Filmemacher mit Null Budget Hollywood-Effekte nachbauen wollten.Die internationale Rezeption nennt das "Turkish [Film]" als Meme. Turkish Star Wars ist legendär schlecht. Aber es zeigt: Türkei hatte eine wilde, unkontrollierte Filmkultur.Can Evrenol kommt aus dieser Tradition ABER macht was Neues. BASKIN ist kein billiges Remake. Es ist originärer türkischer Extremhorror der international erfolgreich wurde. Er zeigt: türkisches Genre-Kino kann mit dem Westen mithalten.WARUM DAS WICHTIG ISTWeil nicht-westlicher Horror uns zeigt was westlicher Horror nicht kann. Deutsche Polizisten in die Hölle schicken? Unmöglich - unsere Filmförderung würde das nie finanzieren. Türkei macht es einfach.Lars: "Wenn wir einen Horrorfilm über Deutschland für internationales Publikum machen würden, würden wir ein genauso negatives Bild von Deutschland zeigen wie Evrenol von der Türkei."Horror aus marginalisierten Perspektiven. Horror der anti-autoritär ist. Horror der sagt: Fuck the Police. Buchstäblich.UMZUG - WIR HABEN DIE HALLE BEZOGENMontag 20. April (Nisans Geburtstag) haben wir das komplette Theater in die neue Halle in Harburg verlegt. Theaterstühle, Kulissen, Requisiten - alles. Das Studio ist jetzt leer und sieht aus wie ein Schlachthaus.Perfekt für SAW: The Unauthorized Musical als Eröffnungsstück?Wir reden darüber warum Parody Musicals rechtlich möglich sind, warum HOSTEL: The Musical besser wäre, und ob wir einfach Psycho spielen sollten weil die Halle aussieht wie ein Badezimmer.Das Theater ist zurück. Oktober kommt das Eröffnungsstück. Bis dahin: vielleicht SAW im Juni/Juli?FÜR NEUE HÖRERINNENWenn du BASKIN geguckt hast und dachtest "endlich mal ein Film der Polizisten das gibt was sie verdienen" - das ist dein Podcast.Wenn du türkische Filmgeschichte und Extremhorror in einem Paket willst - das ist dein Podcast.Wir nehmen Horror ernst. Politisch, kulturell, historisch. Und manchmal extrem brutal.#BASKIN #TürkischerHorror #CanEvrenol #Hellraiser #ExtremHorror #Polizeigewalt #Kurdenpolitik #TürkischeFilmgeschichte #CopsinHell #AntiAuthoritarian #GlobalHorror #NichtWestlicherHorror #Folterhorror #PolitischerHorror #MiskatonicTheater #Umzug
1 Stunde 58 Minuten
Therese Martens kommt zurück und bringt ein ganzes Taxonomiesystem übernatürlicher Wesen mit. Wir reden über Yokai-Klassifikationen, was The Ring mit Pantheismus zu tun hat, und warum Deutschland aus denselben Nachkriegs-Startbedingungen wie Japan einen kulturellen Parkplatz gemacht hat.

Yokai ist der Überbegriff für jedes übernatürliche Phänomen in der japanischen Folklore. Jede Region Japans hat ihre eigenen Yokai - ähnlich wie jede Region ihre eigenen Volkssagen hat. Therese führt uns durch die wichtigsten Kategorien.

**Yurei** - Rachegeister (meist ermordete Frauen die in der Gestalt zurückkommen in der sie starben). The Ring ist ein Yurei-Film. Ju-On/The Grudge auch. Das ist der J-Horror den der Westen am besten kennt.

**Oni** - Gehörnte Dämonen vom Berg. Wenn böse Menschen sterben werden sie zu Oni. Die Oni-Maske kennt jeder. Der Film ONIBABA (1960er) ist großartig und absolut sehenswert.

**Kitsune** - Neunschwänzige Füchse, Gestaltwandler, legen gerne Leute rein. Bekannt aus Naruto, Inuyasha, und jedem zweiten Anime.

**Und hunderte mehr.** Pokémon ist voll davon. Studio Ghibli auch. Totoro ist ein Yokai.

PANTHEISMUS ALS HORROR-GRUNDLAGE

Pantheismus = alles hat eine Seele, alles lebt theoretisch, alles kann böse sein. Deshalb funktioniert The Ring - ein verfluchtes Videotape macht Sinn wenn Objekte lebendig sein können. Deshalb ist J-Horror so anders als westlicher Horror.

JUNJI ITO - DIE PFLICHTLEKTÜRE

Therese gibt drei Manga-Empfehlungen:

1. **UZUMAKI** - Eine Stadt wird von Spiralen besessen. Alles wird zur Spirale. Menschen, Gebäude, Gedanken. Absolute Pflicht.

2. **TOMIE** - Das unsterbliche Highschool-Mädchen das immer wieder ermordet wird und immer wieder zurückkommt um Rache zu nehmen. Slasher-Monster im Schulmädchen-Körper. Lars sagt es klingt sexistisch. Therese: "Junji Ito loves girls." Es ist ein Kommentar auf männliche Gewalt, nicht Reproduktion davon.

3. **GYO** - Fische mit metallenen Beinen kommen aus dem Meer um Menschen anzugreifen. Interviewer fragt Ito: "Geht es um Naturzerstörung? Menschliche Hybris?" Ito: "Nee, ich finde Haie einfach gruselig und dachte mir: wie gruselig wäre es wenn Haie an Land wären."

KULTURVERGLEICH: DEUTSCHLAND VS. JAPAN

Lars, frustriert: "Japan und Deutschland hatten nach dem Krieg dieselben Startbedingungen. Japan hat daraus blühende Popkultur gemacht. Deutschland hat einen Parkplatz draus gemacht."

Die Frage an alle Kulturschaffenden: Wie machen wir Urban Gardening auf diesem kulturellen Brachland? Was können wir von Japan lernen?

WARUM WIR DARÜBER REDEN

Weil Yokai nicht nur Folklore sind. Sie sind ein funktionierendes Weltverständnis in dem Übernatürliches koexistiert mit dem Alltag. Das erlaubt einen Horror-Modus der im Westen nicht möglich ist - weil wir alles erklären müssen.

Auch: Weil Deutschland kulturell versagt hat und wir endlich darüber reden müssen wie wir das ändern können.

FÜR NEUE HÖRERINNEN

Wenn du J-Horror liebst, Junji Ito gelesen hast, über Kulturtheorie nachdenken willst, und frustriert bist über deutsche Kulturpolitik - das ist dein Podcast.!

Wir nehmen Horror ernst. Taxonomisch, kulturtheoretisch, politisch.

#Yokai #JHorror #ThereseMartens #JunjiIto #Uzumaki #Tomie #Gyo #TheRing #Yurei #Oni #Kitsune #Pantheismus #JapanischeKultur #Kulturkritik #DeutschlandVsJapan #Audition #House #OneCutOfTheDead #StudioGhibli #HorrorTaxonomie #Kulturtheorie
1 Stunde 58 Minuten
MYSTICS IN BALI (1981) - Eine US-Anthropologin kommt nach Bali um über Leak-Magie zu forschen. Sie lässt sich von einer Hexe in schwarze Künste einweihen. Nachts löst sich ihr Kopf vom Körper, fliegt durch die Gegend und saugt Föten aus schwangeren Frauen. Das Dorf findet das bemerkenswert wenig überraschend.

Das ist kein westlicher Exploitation-Film über exotischen Horror. Es ist ein indonesischer Film für den internationalen Markt, der das "Westler reist ins Ausland und begegnet lokalem Horror" Genre komplett umdreht.

DER FILM

Ilona ist Anthropologin und hat gerade ihre Dissertation über Voodoo geschrieben - durch praktisches Lernen der magischen Praktiken. Jetzt ist sie in Bali um dasselbe mit Leak-Magie zu machen. Ihr balinesischer Freund Mahendra bringt sie zu einer echten Leak-Hexe im Wald. Was könnte schon schiefgehen?

Die Hexe lehrt Ilona schwarze Magie. Ilona verwandelt sich in eine Schlange, kotzt lebendige Mäuse aus, und wird schließlich zur Penanggalan - einer fliegenden Vampir-Kopf-Kreatur. Nachts löst sich ihr Kopf vom Körper (mit allen Organen dran hängend) und fliegt los um Babys zu jagen.

VISUELL ABSOLUT BIZARR

Der fliegende Kopf ist ein praktischer Effekt. Organe baumeln. Blut tropft. Die Kreatur schwebt über schlafende schwangere Frauen und saugt das ungeborene Kind durch die Scheide raus. Das Dorf reagiert mit "Ah shit, schon wieder so eine."

Beste Szene: Die Dorfbewohner stecken Zahnstocher in Ilonas Hals damit der Kopf nicht mehr andocken kann. Der Kopf kreist verzweifelt über der Menge, versucht mit den Zähnen die Zahnstocher rauszuziehen, schafft es nicht. Sie vergraben den Körper. Der Kopf fliegt weiter alleine durch die Nacht.

Finale: Dragon Ball Z Style Energiekugel-Schlacht zwischen der Hexe und einem random Superonkel der im ganzen Film noch nie aufgetaucht ist. Mit animierten blauen Flammen und Backflips. Dauert ewig. Niemand weiß warum.

DIE PERSPEKTIVE MACHT DEN UNTERSCHIED

Normalerweise sehen wir diese Geschichten aus westlicher Sicht: Hostel, The Ruins, Turistas - naive Touristen geraten in fremde Länder und erleben Horror. MYSTICS IN BALI versucht das Gegenteil: einen Film für westliches Publikum machen (deshalb casten sie eine deutsche Touristin als "Amerikanerin"), aber die Story aus lokaler Perspektive erzählen.

Das funktioniert nur halb. Der Film kann nicht entscheiden ob er Ilonas oder Mahendras Perspektive einnehmen will. Aber genau das macht ihn interessant - es ist der Versuch eines nicht-westlichen Landes, westlichen Horror-Tourismus aus der Sicht derer zu zeigen die dort leben.

LEAK-MAGIE & BALINESISCHE FOLKLORE

Leak sind in der balinesischen Tradition böse Hexen und Zauberer die sich nachts in verschiedene Kreaturen verwandeln können. Die prominenteste Kreatur des Films ist ein Penanggalan. Sie trinken Blut, fressen Organe, und greifen besonders schwangere Frauen und Neugeborene an.

Der Film nimmt diese lokale Folklore ernst. Die Dorfbewohner reagieren nicht geschockt auf fliegende Köpfe - das ist Teil ihrer Realität. Westliche Arroganz ("ich forsche über eure Magie durch praktisches Lernen") trifft auf echte übernatürliche Konsequenzen.

CROWDFUNDING & THEATER NEWS

Theaterspaziergang am Sonntag! 16:00 und 18:00 Uhr, Bushaltestelle Reseberg. Wir zeigen euch die neue Halle und spielen Best-of Miskatonic Monologe. Eintritt frei.

Pickmana Supermodel: 17. & 20. Mai im Stellwerk Harburg - letzte Vorstellungen mit dieser Besetzung.

FÜR NEUE HÖRERINNEN

Wir reden über Horror aus allen Perspektiven. Manchmal Arthur Machen und viktorianische Hexengeschichten, manchmal CHARMED und 90er Nostalgie, manchmal indonesische B-Movies mit fliegenden Köpfen.

#MysticsInBali #IndonesischerHorror #Penanggalan #LeakMagie #BalinesischeFolklore #FliegenderKopf #AsiatischerHorror #MondoMacabro #CultCinema #HorrorAusAnderenPerspektiven #1980sHorror