Don't Nuke the Climate – der Podcast Archiv
29 Episoden
45 Minuten
Die Wiederauferstehung der alten Atommeiler in Deutschland ist erfolgreich abgewendet! Trotz intensiver Ansagen von CDU/CSU im Wahlprogramm, den Rückbau stillgelegter AKW stoppen zu wollen, bleiben diese Reaktivierung-Träume von Söder, Merz & Co unerfüllt. Aus dem Koalitionsvertrag zwischen Schwarz-Rot geht ganz klar hervor: Es gibt kein Zurück zur AKW-Vergangenheit in der BRD.
Soweit, so gut. Umso befremdlicher, dass ausgerechnet der völlig illusorischen Idee ‘Kernfusion’ im Regierungsabkommen Bedeutung eingeräumt wird. Geldverschwendung, Zeitvergeudung, sagen wir! Erneuerbare Energien stellen das einzig glaubhafte Erzeugungspotenzial dar – was in atemberaubenden Zahlen auch längst belegt ist.
Soweit, so gut. Umso befremdlicher, dass ausgerechnet der völlig illusorischen Idee ‘Kernfusion’ im Regierungsabkommen Bedeutung eingeräumt wird. Geldverschwendung, Zeitvergeudung, sagen wir! Erneuerbare Energien stellen das einzig glaubhafte Erzeugungspotenzial dar – was in atemberaubenden Zahlen auch längst belegt ist.
50 Minuten
Vom Atomausstieg dezidiert ausgenommen, soll in der deutschen Stadt Lingen in französisch-russischer Kooperation die Produktion von Brennelementen für AKW der EU deutlich angekurbelt werden. Und das mit russischem Uran, mit russischem Know How, denn: Auch mit dem 16. Sanktionspaket gegen das kriegstreibende Russland bleibt die Logistik für den Atom-Sektor unbehelligt.
Der Lingener Aktivist Alexander Vent berichtet über den Stand der Dinge in der Brennelementefabrik vor Ort. Und er reflektiert mit Günter Hermeyer über den Wahlausgang, über mögliche wirtschaftliche und innen- wie außenpolitische Folgen, über Konsequenzen für Zivilgesellschaft und NGOs.
Der Lingener Aktivist Alexander Vent berichtet über den Stand der Dinge in der Brennelementefabrik vor Ort. Und er reflektiert mit Günter Hermeyer über den Wahlausgang, über mögliche wirtschaftliche und innen- wie außenpolitische Folgen, über Konsequenzen für Zivilgesellschaft und NGOs.
45 Minuten
Mit dem Antritt der neuen EU-Kommission blitzen, vorsichtig gesagt, Hoffnungsfunken auf. Denn sowohl Teresa Ribera als Vizepräsidentin mit der Zuständigkeit für einen ’sauberen, fairen und wettbewerbsfähigen Wandel‘ als auch Dan Jørgensen, dessen Agenden ‚Energie und Wohnungswesen‘ sind, gelten als deklariert atomkritisch. Wie man sich vorstellen kann, fielen die Hearings, denen sie sich vor ihrer Ernennung im EU-Parlament stellen mussten, ausgesprochen hart aus. Doch trotz der nicht unbeträchtlichen Anzahl an glühenden Atombefürwortern in den Ausschüssen haben beide geschickt überzeugen können. Für uns NGOs Anlass genug, Kontakt aufzunehmen und einen Appell zu unterbreiten, zu benennen, was aus unserer Sicht dringende Prioritätensetzungen für die Arbeit der nächsten vier Jahre sein müssen – darum geht es in dieser Ausgabe des Podcast Don’t Nuke the Climate.
45 Minuten
Als offiziell akkreditierter Teilnehmer war Günter Hermeyer bei der Klimakonferenz COP29 in Baku dabei – und er hat viel zu berichten! Was die Atomlobby so (an)treibt, wie sie versucht, ihre in Wahrheit hoffnungslos veralteten Technikkonzepte als Klimarettung zu verkaufen und Finanzmittel dafür zu lukrieren. Und mit welchen aufgeblasenen, verlogenen Parolen dabei geworben wird, was Bananen damit zu tun haben – darüber erzählt Günter in diesem Podcast ausführlich und aus erster Hand.
45 Minuten
Bald ist wieder die Klimakonferenz – und es wird wieder ein Stelldichein der Atomlobbyisten, so viel kann jetzt schon abgeschätzt werden. Günter Hermeyer von Don’t Nuke the Climate wird gemeinsam mit internationalen Kolleg_innen jedoch auch nach Baku reisen und dort keine Gelegenheit auslassen, um der nuklear verseuchten Propagandamaschine Paroli zu bieten. Denn eins ist klar: Atomkraft nutzt der Klimarettung genau garnichts – dafür ist diese veraltete Energieform einfach viel zu teuer, zu gefährlich und darüber hinaus viel zu behäbig!
45 Minuten
Während die Atomindustrie von ihrer eigenen Renaissance träumt und euphorisch gelaunte Politiker_innen die Erzählung von neuen, sicheren, billigen Nuklearanlagen blauäugig glauben, zeichnet der jährlich erscheinende, minutiös analytische World Nuclear Industry Status Report 2024 ein ganz anderes Bild: Von neu, sicher oder gar billig kann keine Rede sein, von einer Renaissance erst recht nicht.
Mycle Schneider und Antony Froggatt sowie ihre zahlreichen, interdisziplinär wissenschaftlichen Mitautor_innen erheben seit mehr als 30 Jahren fundiert die Fakten. Das Ergebnis ist die eher ernüchternde Bilanz einer Energieform, die es seit den vielen Jahrzehnten ihrer Existenz nicht schafft, ihren eigenen Ansagen und Visionen auch nur annähernd gerecht zu werden. Und ganz nebenbei belegt der WNISR auch noch, dass die vergleichsweise jungen Erneuerbare- Energie-Branchen im Gegensatz dazu mit ihrer leistungsmäßigen Performance geradezu durch die Decke gehen.
Mycle Schneider und Antony Froggatt sowie ihre zahlreichen, interdisziplinär wissenschaftlichen Mitautor_innen erheben seit mehr als 30 Jahren fundiert die Fakten. Das Ergebnis ist die eher ernüchternde Bilanz einer Energieform, die es seit den vielen Jahrzehnten ihrer Existenz nicht schafft, ihren eigenen Ansagen und Visionen auch nur annähernd gerecht zu werden. Und ganz nebenbei belegt der WNISR auch noch, dass die vergleichsweise jungen Erneuerbare- Energie-Branchen im Gegensatz dazu mit ihrer leistungsmäßigen Performance geradezu durch die Decke gehen.
45 Minuten
a. D., das steht bekanntlich für ‚außer Dienst‘, für einen Schlusspunkt – der auch jeder Atomkraftanlage früher oder später ins Haus steht. Aber was passiert dann? Wie wird alles wieder ‚Grüne Wiese‘? Äußerst aufwändige, komplexe Abläufe sind dafür nötig, die zudem langwierig sind und so meist bedeutend länger dauern, als mit im stillgelegten Reaktor Elektrizität produziert wurde. Viel radioaktives Material verschiedenster Ausprägung fällt an, welches nach völlig unterschiedlichen Handhabungen verlangt – und natürlich entstehen auch enorme Kosten, die, wie sich zunehmend herausstellt, sträflich unterschätzt wurden. Viel Geld fließe also hinein, wo längst kein Strom mehr heraus kommt…
Anlässlich der kürzlich erfolgten, spektakulären Sprengung zweier Kühltürme im stillgelegten AKW Grafenrheinfeld haben wir uns angeschaut, was für eine riesige Challenge es ist, mit Atommeiler a. D. im wahrsten Sinn des Wortes fertig zu werden. Viel Hintergrundwissen zur Stillegung von AKW weltweit liefert wie immer der World Nuclear Industry Status Report
Anlässlich der kürzlich erfolgten, spektakulären Sprengung zweier Kühltürme im stillgelegten AKW Grafenrheinfeld haben wir uns angeschaut, was für eine riesige Challenge es ist, mit Atommeiler a. D. im wahrsten Sinn des Wortes fertig zu werden. Viel Hintergrundwissen zur Stillegung von AKW weltweit liefert wie immer der World Nuclear Industry Status Report
45 Minuten
Bei der Nuclear Energy Conference 2024 im Juni in Prag noch ein offenes Bieterverfahren, hat mittlerweile KHNP – die Korean Hydro & Nuclear Power – den Zuschlag für den Bau von bis zu 4 Reaktoren in Tschechien bekommen. Die Zweifel, die von den Sprechern bei der Konferenz dazu erläutert wurden, bleiben. Viele Fragezeichen und Ungereimtheiten, was den Konzern betrifft, der in Europa Fuß fassen will, auch.
Fest steht: Tschechien wird zum Versuchskaninchen für ein Reaktormodell, das es so weltweit noch nicht gibt! Wir haben uns über die Zusammenfassung dieser kritischen Situation gewagt, die gesamten Beiträge im Original sowie mit tschechischer und deutscher Übersetzung sind hier zu finden.
Fest steht: Tschechien wird zum Versuchskaninchen für ein Reaktormodell, das es so weltweit noch nicht gibt! Wir haben uns über die Zusammenfassung dieser kritischen Situation gewagt, die gesamten Beiträge im Original sowie mit tschechischer und deutscher Übersetzung sind hier zu finden.
45 Minuten
Die diesjährige Ausgabe der NEC widmet sich einem sehr speziellen Fall, nämlich dem tschechischen Reaktor-Deal des Jahrhunderts, respektive dessen Risiken. Tschechien will Atomkraft massiv ausbauen, bis zu 4 neue Reaktoren sollen entstehen. Liefern sollen die Reaktoren entweder EDF aus Frankreich oder KHNP aus Korea. Doch können die das überhaupt? Wer profitiert? Wer gewinnt was? Und wer zahlt?
Im ersten Teil unseres Rückblicks auf die NEC2024 lassen wir vor allem Yves Marignac zu Wort kommen, seines Zeichens Aktivist der französischen Organisation negaWatt. Als genauer Kenner der Szene sowie als langjähriger auch Politischer Beobachter hat er einiges zu berichten – um nicht zu sagen: zu BERICHTIGEN, was die großen Versprechen des französischen Atomkonzerns Nummer Eins in Europa angeht.
Im ersten Teil unseres Rückblicks auf die NEC2024 lassen wir vor allem Yves Marignac zu Wort kommen, seines Zeichens Aktivist der französischen Organisation negaWatt. Als genauer Kenner der Szene sowie als langjähriger auch Politischer Beobachter hat er einiges zu berichten – um nicht zu sagen: zu BERICHTIGEN, was die großen Versprechen des französischen Atomkonzerns Nummer Eins in Europa angeht.
45 Minuten
Mitten in Deutschland – in der Stadt Lingen im Emsland – will der französische Atomkonzern Framaton Brennelemente russischer Bauart herstellen und so dem russischen Atomkonzern Rosatom Tür und Tor öffnen. Seit mehr als 2 Jahren wird daran herumexperimentiert, im Geheimen, versteht sich, denn die Bevölkerung würde das gar nicht gut heißen! Wir haben dazu den Aktivisten Alexander Vent vom Bündnis Atomkraftgegner*innen im Emsland (AgiEL) eingeladen, um uns über die skandalöse Sache genauer zu erzählen – und natürlich auch, um darüber zu berichten, was die empörte, jedoch gut vernetzte Anti-Atom-Bewegung dem Treiben entgegensetzt.
45 Minuten
Egal ob es um große Ansagen der Atomlobby geht oder um Konsequenzen aus größeren oder kleineren Desastern: Das System Atomkraft braucht für seine Existenz stets eine Art Parallelwelt – denn realen, logischen oder auch wirtschaftlich Bewertungen halten weder Planung, Prognosen noch die ausführende Performance dieser Industrie nicht stand.
Ausgerechten in der kriegsgebeutelten Ukraine, wo AKW zum martialischen Spielball geworden sind, wo Tschernobyl eine traurige Hinterlassenschaft darstellt sollen neue Reaktoren gebaut werden? Just in Japan, wo die Erdbebengefahr extrem hoch ist und bereits zu einer mehrfachen Kernschmelze in Fukushima Daiichi geführt hat soll Atomkraft die Energiezukunft bestimmen? Und in Deutschland, wo ein Jahr nach Abschaltung der letzten Atommeiler plötzlich wieder dem Atomzeitalter hinterhergejammert wird, anstatt die positive Entwicklung der Energie Bilanz als Erfolg anzuerkennen? Lauter Lehrbeispiele an Realitätsverweigerung, die wir uns in diesem Podcast etwas genauer angeschaut haben.
Ausgerechten in der kriegsgebeutelten Ukraine, wo AKW zum martialischen Spielball geworden sind, wo Tschernobyl eine traurige Hinterlassenschaft darstellt sollen neue Reaktoren gebaut werden? Just in Japan, wo die Erdbebengefahr extrem hoch ist und bereits zu einer mehrfachen Kernschmelze in Fukushima Daiichi geführt hat soll Atomkraft die Energiezukunft bestimmen? Und in Deutschland, wo ein Jahr nach Abschaltung der letzten Atommeiler plötzlich wieder dem Atomzeitalter hinterhergejammert wird, anstatt die positive Entwicklung der Energie Bilanz als Erfolg anzuerkennen? Lauter Lehrbeispiele an Realitätsverweigerung, die wir uns in diesem Podcast etwas genauer angeschaut haben.
45 Minuten
Die Internationale Atomenergie Agentur IAEA hat am 21. März in Brüssel einen Atomgipfel einberufen – mit dem erklärten Ziel, mehr öffentliche Gelder für ihre nuklearen Zukunftvisionen zu lukrieren. Gegen jede ökonomische und ökologische Vernunft unter dem Deckmantel des Klimaschutzes Finanzmittel aus den Töpfen für Erneuerbare Energie abzuzocken geht aber garnicht. Ein großer, weltweiter Aufschrei des Protest war also vorprogrammiert: Weit mehr als 600 internationale Organisationen haben bisher die Anti-Atom-Deklaration für ‘Sichere, bezahlbare und klimafreundliche Energie für alle’ unterzeichnet.
Mit dieser Rückendeckung haben sich auch direkt am Ort des dreisten Geschehens etwa 60 Aktivist_innen beim symbolträchigen Atomium versammelt, um vor der Presse mit einem Luftschloss auf die völlig aus der Zeit gefallenen, unrealistischen NUCLEAR FAIRY TALES, also Atom-Märchen der Atomlobby hinzuweisen. Kollege Günter Hermeyer war selbst mit dabei und berichtet in der aktuellen Ausgabe des Podcasts darüber.
Mit dieser Rückendeckung haben sich auch direkt am Ort des dreisten Geschehens etwa 60 Aktivist_innen beim symbolträchigen Atomium versammelt, um vor der Presse mit einem Luftschloss auf die völlig aus der Zeit gefallenen, unrealistischen NUCLEAR FAIRY TALES, also Atom-Märchen der Atomlobby hinzuweisen. Kollege Günter Hermeyer war selbst mit dabei und berichtet in der aktuellen Ausgabe des Podcasts darüber.
45 Minuten
In der zweiten Ausgabe von Don’t nuke the Climate ist die aus Berlin stammende, seit Jahrzehnten in Frankreich lebende Christine Hasse zu Gast. Sie ist Proponentin der Organisation Réaction en chaîne humaine, von der ein aktueller Aufruf zu einer Menschenkette vor dem EU-Parlament in Straßburg ausgeht. am 12. März um 12 Uhr ist es so weit – alle sind herzlich eingeladen, dabei zu sein oder die Aktion zu unterstützen.
Im Podcast plaudert sie über die Beweggründe, die Hintergründe und legt ihre unbändige Motivation dar, warum sie trotz der augenscheinlichen Pro-Atom-Übermacht in Frankreich dennoch nicht aufgibt, für ein atomkraftfreies Europa, für Erneuerbare Energien zu kämpfen – und somit entschlossen alles dran zu setzen, die Welt ein Stückchen besser zu machen!
Im Podcast plaudert sie über die Beweggründe, die Hintergründe und legt ihre unbändige Motivation dar, warum sie trotz der augenscheinlichen Pro-Atom-Übermacht in Frankreich dennoch nicht aufgibt, für ein atomkraftfreies Europa, für Erneuerbare Energien zu kämpfen – und somit entschlossen alles dran zu setzen, die Welt ein Stückchen besser zu machen!
45 Minuten
Neues Jahr – neues Format! In der ersten Ausgabe der neuen Serie berichten wir über den Atomausstieg in Deutschland, der nicht ganz so konsequent ausfällt, wie man denken möchte. Und es ist nicht nur der Atommüll, der bleibt, sondern auch die Verlockungen, mit Brennstäben lukrative, aber ganz schön schmutzige Geschäfte zu machen. Zu Gast dazu ist Angelika Claußen von IPPNW – den Ärzt_innen für die Verhütung eines Atomkriegs
Don’t nuke the Climate – kurz: DNTC – ist ein Netzwerk von Anti-Atom- und Umweltorganisationen aus der ganzen Welt. Zur Aufgabe gemacht hat sich DNTC zu beweisen, dass Atomkraft als Lösung für die Klimakrise untauglich ist. Evidenzbasierte Informationen sollen gezielt den Narrativen der Atomlobbyisten kontern und so die Kluft zwischen ihrer Rhetorik versus Realität entlarven.
Don’t nuke the Climate – kurz: DNTC – ist ein Netzwerk von Anti-Atom- und Umweltorganisationen aus der ganzen Welt. Zur Aufgabe gemacht hat sich DNTC zu beweisen, dass Atomkraft als Lösung für die Klimakrise untauglich ist. Evidenzbasierte Informationen sollen gezielt den Narrativen der Atomlobbyisten kontern und so die Kluft zwischen ihrer Rhetorik versus Realität entlarven.