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Don't Nuke the Climate – der Podcast Archiv

29 Episoden
45 Minuten
Im türkischen Akkuyu baut ROSATOM/Atomstroyexport an der ersten AKW-Anlage der Türkei. Einer von vier geplanten Meiler an diesem Standort steht mehr oder weniger vor der Inbetriebnahme. Russische Technologie also, der Profit daraus fällt somit eindeutig Russland zu – sowohl durch eine hohe Preisgarantie für die Stromabnahme als auch in Form der Rückgewinnung von Plutonium. Das Risiko bleibt für die Türkei übrig, Atommüll & massive Erdbebengefährdung inklusive…

Wir sprechen mit der Aktivistin Pınar Demircan von der NGO https://nukleersiz.org/ (Nuclear Free), die sich seit Jahren gegen die Atomkraft und ihre multiplen Gefahren stark macht. Sie erläutert uns die sehr speziellen Ungereimtheiten um den russisch-türkischen Atompakt – und erzählt auch über ihre Hoffnungen, z.B. im Rahmen der COP31, der diesjährigen UN-Klimakonferenz, die im November im türkischen Antalya stattfinden wird. Wir werden weiter berichten!

 

If you are interested in more, you can contact Pınar directly via demipinar@gmail.com 
45 Minuten
Grünes Licht für einen ziemlich skandalösen Pakt: In der Brennelementefabrik im niedersächsischen Lingen sollen ab sofort in französisch – russischer Kooperation Brennstäbe für europäische AKW sowjetischer Bauart hergestellt werden. Dass ausgerechnet im Atomaustiegsland Deutschland nun die Abhängigkeit von russischer Technologie gesichert werden soll ist eine makabre Ironie der Geschichte. Und auch Urananreicherung findet auf deutschem Boden weiterhin statt, nämlich in Gronau, durch den dort ansässigen deutsch – britisch – niederländischen Konzern Urenco. Dass es sich dabei „nur“ um Uran für die Nutzung in Atomkraftwerken handelt, ist längst nicht mehr zweifelsfrei belegbar – höhere Anreicherung, also für militärische Zwecke, steht im Raum.

Wir sprechen in dieser Ausgabe mit Udo Buchholz aus Gronau, Vorstandsmitglied und Mediensprecher im Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V.  Udo ist ein langjähriger Anti-Atom-Kämpfer und, eigentlich logisch, auch fest in der Friedensbewegung verwurzelt.
52 Minuten
2017 hatte die Schweiz per Volksabstimmung beschlossen, jeglichen Neubau von AKW zu verbieten. So weit, so gut. Nun aber setzt die derzeitige, rechtskonservative Regierung mit demokratisch ganz und gar unsauberen Mitteln alles daran, dieses Verbot auszuhebeln.

Wie lässt sich ein derartiges Manöver mit dem eigentlich so vorbildlichen Demokratieverständnis der Eidgenoss_innen vereinbaren? Und überhaupt heißt es doch, die Schweizer können gut rechnen, gut mit Geld umgehen – wie geht das mit dem Wunsch nach dem Bau neuer Atomkraftwerken zusammen? Fragen über Fragen, die wir in dieser Ausgabe mit Stephanie Eger, der umtriebigen Geschäftsführerin des Trinationalen Atomschutzverbandes TRAS erörtern – und auch darüber beraten, wie man diser himmelschreienden Fehlentwicklung doch noch entgegenwirken kann. Grenzüberschreitend, versteht sich – denn wenn’s kracht, sind wir alle betroffen!
45 Minuten
Viel zu viele sind es, die sich durch Energie- u. Klimakrise hinreißen lassen, wieder auf Atomkraft zu setzen. Regierungen von Staaten wie Belgien, der Schweiz oder Schweden, wo das Auslaufen lassen der AKW bereits beschlossen war, drehen ihre Hälse und schielen Richtung Ausbau von Atomkraft. Gegen jede wirtschaftliche Vernunft – und auch vom möglichen Tempo her eine unsägliche Entwicklung! Wir haben uns das etwas genauer angesehen.

Im 2. Teil unserer Mai-Ausgabe erzählt Günter Hermeyer von der überaus erfreulichen ‘Kulturellen Landpartie’, die im Wendland seit Jahrzehnten immer zwischen Himmelfahrt und Pfingsten Kultur, Politik und vor allem eine gesunde Portion an Anti-Atom-Bewusstsein repräsentiert. Großes Interesse war heuer, unter den gegebenen Umständen, natürlich vorprogrammiert!
45 Minuten
Nun treten wir also ein, in das bereits 5. Jahrzehnt der andauernden Katastrophe von Tschernobyl – und es wird noch komplexer, denn der russiche Angriffskrieg verschlimmert die Situation zusätzlich und nachhaltig. Eine soeben erschienene Analyse von Greenpeace zeigt auf, wie schlimm.

Aber es gibt auch positives zu berichten: aus Norwegen zB, wo eine Kommission der Regierung nach eingehender Begutachtung empfiehlt, lieber die Finger von Atomkraft zu lassen. Oder aus Grönland, wo sich das Parlament gegen u.A. die Schürfrechte für Uran entscheidet. Und auch der Trump-Umkehreffekt ist zu erwähnen, denn aufgrund der aktuellen fossilen Energiekrise schießt der Ausbau von Erneuerbaren Energien geradezu durch die Decke!
45 Minuten
Vom ausbeuterischen Anfang beim Uranabbau über den langen, finsteren militärischen Schatten sowie die desaströse wirtschaftliche Performance bis hin zum unendlichen Ende strahlender Hinterlassenschaften: Die Geschichte der Atomkraft entpuppt sich als Geißel der Menschheit. Im ‘Uranatlas_2026’, soeben in dritter, erweiterter Auflage erschienen, kann man sich auf seriöse und informative Weise ein umfassendes Bild dieser Industrie samt all ihren Facetten machen.

Kollege Günter Hermeyer ist selbst Mitautor und in dieser Podcast-Ausgabe stellen wir das Nachschlagewerk als Buchbesprechung vor. Sehr zu empfehlen auch als Lehrbuch für Schulen – hier geht’s zum kostenfreien Download bzw. zur Bestellung als Printausgabe!

Herausgeber des Uranatlas:

Nuclear Free Future Foundation, Rosa-Luxemburg-Stiftung, .ausgestrahlt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, International Physicians for the Prevention of Nuclear War (IPPNW) , Umweltstiftung Greenpeace
45 Minuten
Die Katastrophe von Fukushima jährt sich zum 15. mal – und die japanische Regierung will AKWs, die seit 2011 auf Grund der latenten Erdbebengefährdung zu Recht abgeschaltet waren, reihenweise wieder in Betrieb nehmen. Diese Entwicklung stellt ein Paradebeispiel dar, wie realitätsverweigernd und menschenverachtend die Atomlobby ihre Interessen politisch durchzudrücken versucht.

Zahlreiche Organisationen nehmen dies zum Anlass für verschiedene Aktivitäten – die Hamburger NGO .ausgestrahlt zum Beispiel, oder die Wiener Plattform Atomkraftfrei, die zur Protestkundgebung ‘Fukushima strahlt immer!’ am 10. März am Stephansplatz in Wien aufruft. Die flämische 11Maart Beweging hat die Petition Fukushimas Warning gestartet mit der Forderung ‘Stop financing nuclear problems and start implementing climate solutions’, die am 11. März im Rahmen einer Demo in Brüssel an die Europäische Kommission übergeben wird. Wir haben in dieser Podcast-Ausgabe mit Marc Alexander, einem der Initiatoren, gesprochen.
45 Minuten
Eine leidige, schon lange anhängige Forderung von uns Anti-Atom-Organisationen ist die nach einer angemessenen und europaweit einheitlichen Haftpflichtversicherung für AKW. Die derzeitige Situation ist in höchstem Maße unbefriedigend, in keinem einzigen Atomstaat sind AKW-Betreiber auch nur annähernd ausreichend versichert, um bei einem Unfall mit Radioaktivität betroffene Menschen und Gebiete adäquat entschädigen zu können. Das sehen immerhin auch Jan Panek samt Mitarbeiter im Ressort von EU-Kommissar Dan Jørgensen, zuständig für den Bereich Energie so. Vom Verursacherprinzip, dem ‚Polluter Pays Principle (PPP)‘ , einem herzstück der EU-Umweltpolitik, sind wir hier noch meilenweit entfernt.

Mit etlichen Verbündeten aus anderen europäischen Staaten waren wir kürzlich zu einem Meeting nach Luxemburg eingeladen, um unser Anliegen vorzubringen, die Dringlichkeit im Zeichen des Klimawandels und geopolitisch unsicheren Zeit zu unterstreichen und mit den leitenden Beamten Lösungsansätze zu diskutieren. Hier berichten wir über dieses Treffen!
45 Minuten
Kugelhaufenreaktoren waren mal der letzte Schrei. Doch die Technologie ist gescheitert. Beispiel: der AVR in Jülich. Grad mal 27 % der Betriebskosten konnte er während der verhältnismäßig wenigen Jahre seiner Laufzeit aus dem Stromerlös decken, den Rest zahlte die öffentliche Hand.

Nach der Stilllegung des einstigen Hoffnungsprojekts, 1988, bleiben 152 Behälter vom Typ Castor THTR/AVR, gefüllt mit ca. 300 000 ausgedienten Brennelement-Kugeln, gelagert in einer maroden Halle. Nun soll alles in ein anderes Zwischenlager verbracht werden, nach Ahaus. Mindestens 51 Konvois, in konzertierten Nacht- u. Nebelaktionen, über deutsche Autobahnen, marode Brücken, mitten durch dicht besiedeltes Gebiet – denn das zukünftige internationale Forschungszentrum will sich ohne strahlendes Andenken an früheres Scheitern präsentieren. Wir haben mit Marita & Guido Boslar aus Jülich vom Bündnis Stop Westcastor  über das Desaster gesprochen.
45 Minuten
Einmal im Jahr bringen internationale Wissenschafter_innen rund um Mycle Schneider einen fundamentalen Bericht zum weltweiten Stand der Atomindustrie heraus, den World Nuclear Industry Status Report (WNISR).Für uns Anti-Atom-Bewegte ein unverzichtbares Nachschlagewerk, das mit faktenbasierten Zahlen untermauert, was die Atomlobby am liebsten vertuschen möchte: Das immer deutlicher werdende Versagen von AKW aller Art als leistbare und zuverlässige globale Energieversorgung. Und jedes Jahr  wird’s noch ein bisserl schlimmer.

Gabi Schweiger und Günter Hermeyer nehmen sich in dieser Ausgabe des Podcasts Don’t Nuke the Climate den WNISR 2025 vor – und berichten im Überblick, aber auch vertiefend zu einzelnen Kapiteln daraus.
45 Minuten
EU-Post: Abweisung der Klage Österreichs gegen die atomverseuchte Taxonomie-Verordnung; Rechtsprechung in Sachen Verletzung des Beihilferechts durch Ungarn beim Bau des AKW Paks – Österreich bekommt nach Berufung Recht! Und dann noch sowas wie eine Antwort nach fast 8 Monaten auf einen Brief von uns NGOs an Vizepräsidentin Teresa Ribera und Kommissar Dan Jørgensen. Viele neue Aufgaben für die Anti-Atom-Bewegung! Nur nicht lockerlassen!
45 Minuten
Vor 80 Jahren hat der Abwurf der weltweit ersten, kriegerisch eingesetzten Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki der Besölkerung vor Augen geführt, wie die Zerstörung der Menschheit gehen kann. Heute blicken wir auf eine Sendung zum Gedenktag aus 2015 zurück – und ziehen Schlüsse für 2025: Was ist besser geworden seither? Was ist schlimmer? Die Bilanz ist ernüchternd…
45 Minuten
Vladimir Slivyak ist russischer Anti-Atom Aktivist. Klingt gefährlich? Ist es auch! Er lebt mittlerweile längst im Exil – das hindert ihn jedoch erst recht nicht daran, über Präsident Putins globalen Nuklear-Kolonialismus aufzuklären und dagegen anzukämpfen. In unserem heutigen Podcast berichtet er ausführlich darüber.

 

Vladimir ist Mitautor des kürzlich erschienen Reports The Alarming Rise of False Climate Solutions in Africa: The Nuclear Energy Misadventure und auch Protagonist der in der arte Doku Die Nuklearfalle: Putins Deal mit dem Westen
45 Minuten
Unter dem Druck der Klimakrise versucht die Atomlobby dem globalen Süden einen ’nuklearen Rettungsanker‘ zuzuwerfen. Da es sich hierbei allerdings unübersehbar um eine Ausprägung von klassischem geopolitischen Kolonialismus handelt, wäre wohl der Begriff ‚aufdrängen‘ treffender.

Klima- u. Anti-Atom-Aktivist_innen versuchen derzeit in Bonn bei der UN-Vorbereitungskonferenz zur COP30, mit dem neu erstellten Report​ The Alarming Rise of False Climate Solutions in Africa: The Nuclear Energy Misadventure​ Licht auf diese schmutzigen Manöver der Atomindustrie zu werfen. Kollege Günter Hermeyer war für einige Tage dabei – und berichtet aus erster Hand.
45 Minuten
Die schier endlose Suche nach einem geeigneten Umgang mit radioaktiven Abfällen aus Atomreaktoren beschäftigt uns in diesem Podcast – und zwar am Beispiel Deutschland. Derzeit liegt dort nämlich noch sämtliches Material in Zwischenlagern. Oberirdisch, unter teils denkbar ungeeigneten Bedingungen, wie z. B. in einer Lagerhalle im Wald von Gorleben im Wendland.

Kollege Günter Hermeyer hat einen seiner Mitstreiter mitgebracht: Wolfgang Ehmke, Vorstandsmitglied, langjähriger Pressesprecher der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg und auch Protagonist im famosen Film ‘Die Reise zum sichersten Ort der Erde’ ist ein echter Insider und Auskenner im Prozesse um die bisher erfolglosen Bemühungen, eine endgültige, für die erforderlichen 1.000.000 Jahre sichere Lagerstätte für die strahlende Hinterlassenschaft zu finden. Mindestens 50 Jahre wird es noch dauern, bis so ein Ort feststeht. Angesichts der etwa 75 Jahre an Stromausbeute schaut die Relation der Zeiträume mehr als absurd aus…