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Kontrafunk: Lehrerzimmer Archiv

135 Episoden
54 Minuten
Was brauchen junge Menschen, damit sie ihren Platz in Schule und Gesellschaft finden? Antworten suchen wir an drei ganz unterschiedlichen Stellen: Sozialarbeiterin Michaela Stegh blickt auf die Corona-Maßnahmen zurück und attestiert denkbar ungünstige Voraussetzungen für Kinder und Jugendliche. Die Maturandin Charlotte Höhmann spricht über die Grenzen der integrativen Schule. Und Sozialforscher Andreas Herteux erklärt, warum so viele junge Menschen weder in Ausbildung oder Studium noch in Beschäftigung sind.

00:00 Moderation Kerstin Kramer

03:04 Michaela Stegh: Corona-Maßnahmen – staatliche Kindeswohlgefährdung

20:43 Charlotte Höhmann: Integration um jeden Preis?

34:05 Andreas Herteux: Neets – Warum so viele Junge nichts machen

50:53 Verabschiedung Kerstin Kramer
54 Minuten
Die Karolina-Burger-Realschule in Ludwigshafen gilt als gefährlichste Schule Deutschlands: Angriffe auf Lehrer, Schlägereien unter den Schülern, Vandalismus. Der rheinland-pfälzische AfD-Landtagsabgeordnete Joachim Paul schlägt vor, wie dagegen vorgegangen werden müsste. Die Schweizer Anwältin und Aargauer Großrätin Dr. Nicole Burger hat den Sexualkundeunterricht an Schulen als teilweise übergriffig und nicht altersgerecht kritisiert und wurde dafür angegriffen. Sie berichtet über ihre Erfahrungen. Und der IT-Experte Holger Brück gibt Hinweise, wie die digitale Privatsphäre von Kindern und Jugendlichen geschützt werden kann.

00:00 Moderation Annekatrin Mücke

02:30 Dr. Nicole Burger: übergriffiger Sexualkundeunterricht

19:00 Joachim Paul: Die ‚gefährlichste Schule Deutschlands‘

29:50 Holger Brück: Sicherung der digitalen Privatsphäre

51:45 Verabschiedung Annekatrin Mücke
55 Minuten
Gesellschaftspolitische Debatten sind längst im Schulalltag angekommen. Aber wo genau verläuft die Grenze zwischen notwendiger gesellschaftspolitscher Auseinandersetzung und ideologischer Einflussnahme? Mit dem Sprachwissenschaftler Prof. Josef Bayer sprechen wir über Sinn und vor allem Unsinn der Gendersprache. Mathias Gebhard berichtet, warum sein Sohn für einen versäumten Queer-Workshop einen Bußgeldbescheid bekam und warum die Familie den Fall weiterverfolgt.

00:00 Moderation Kerstin Kramer

02:40 Prof. Josef Bayer: Gendergerechtigkeit in der Sprache ist Blödsinn

25:30 Bildungsnachrichten von Christina Rüdiger

31:28 Mathias Gebhard: Queer-Workshop in der Schule? Lasst die Kinder damit in Ruhe!

51:57 Verabschiedung Kerstin Kramer
56 Minuten
Der Streit um den schulischen Beginn des Fremdsprachenerwerbs ist unnütz. Jede Altersstufe erlernt Fremdsprachen anders. Es kommt auf die Unterrichtsqualität an, sagt die Linguistik-Professorin Simone Pfenninger. In der Kontroverse ums Frühenglisch passten ihre wissenschaftlichen Ergebnisse nicht in den bildungspolitischen Mainstream. Bei den letzten Pisa-Tests schnitt das Hightechland Israel dramatisch schlecht ab. Das tiefe schulische Niveau der israelischen Schulen ist nicht nur auf die gesellschaftlichen Folgen der andauernden Kriege zurückzuführen. Verantwortlich dafür seien tiefer liegende Probleme des israelischen Bildungssystems, meint Kontrafunk-Korrespondent Pierre Heumann in Tel Aviv.

00:00 Moderation Klaus Rüdiger

02:23 Simone Pfenninger: Wie Schüler erfolgreich Fremdsprachen erlernen

26:24 Bildungsnachrichten von Christina Rüdiger

32:53 Pierre Heumann: Warum das High-Tech-Land Israel bei Pisa miserabel abschneidet

52:36 Verabschiedung Klaus Rüdiger
53 Minuten
Smartphone, Kurzvideos und Dauerreize verändern die Kommunikation von Jugendlichen. Außerdem verringern sie ihre Aufmerksamkeitsspanne. Welche Auswirkungen das auf das Lernen hat, erläutert der Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier. Im Gespräch mit dem Bildungsexperten Hanspeter Amstutz behandeln wir die Feminisierung der Schweizer Primarschule und die Folgen für Unterricht und Schüler. Zum Schluss nimmt uns Ronald Zrzavy in „Schule früher“ mit auf eine Reise in seine eigene Schulzeit.

00:00 Moderation Kerstin Kramer

02:13 Bernhard Heinzlmaier: Jugend im Bann der Bilder

22:18 Hanspeter Amstutz: Feminisierung der Schulbildung

42:08 Ronald Zrzavy: Schule früher

51:02 Verabschiedung Kerstin Kramer
55 Minuten
Der Schauspieler Bengt Kiene hat das pädagogische Seminar „Auftritt und Wirkung“ entwickelt und dazu fünfzehn Jahre an Berufsschulen Workshops durchgeführt. Wir sprechen mit ihm über seine Erfahrungen und warum es dieses Angebot jetzt nicht mehr gibt. Schulweg ohne Eltern, viel passiert unterwegs, hier wird Sozialkompetenz im Alltag trainiert, meint der Schweizer Psychologe Prof. Allan Guggenbühl.

00:00 Moderation Annekatrin Mücke

02:19 Allan Guggenbühl: Elterntaxis schaden den Kindern

24:54 Bildungsnachrichten von Christina Rüdiger

30:19 Bengt Kiene: Auftreten spielerisch trainieren und sich selbstbewusst präsentieren

52:13 Verabschiedung Annekatrin Mücke
55 Minuten
Gendertheorie, Postcolonial Studies und struktureller Antisemitismus haben die akademische Welt fest im Griff. Wie die universitäre Wokeness im Verbund mit den Medien Meinungshoheit erlangt, berichtet der Züricher Anwalt Emrah Erken. Die Schweizer Unabhängige Beschwerdeinstanz musste seine Klage gegen die SRG gutheißen. Und in der lockeren Serie über Chancengerechtigkeit erklärt der Jurist Prof. Thomas-M. Seibert, warum sich der Soziologe Niklas Luhmann gegen die Gleichheitsideologie im Bildungswesen stellte.
55 Minuten
Gewalt, Respektlosigkeit und Lehrer, die mit Problemen allein bleiben: Die ehemalige Gesamtschullehrerin Birgit Ebel berichtet aus dem Alltag von Brennpunktschulen in Nordrhein-Westfalen. Anschließend geht es um die Kleinsten: Die Schweizer Kindergärtnerin Irène Meier erklärt, warum frühe Verschulung, Stofffülle und zu viele Vorgaben Kindern eher schaden und was sie stattdessen für selbständiges Lernen brauchen. Oliver Gorus kommentiert das verbissene Festhalten an der deutschen Schulpflicht.

00:00 Moderation Kerstin Kramer

01:52 Birgit Ebel: Brennpunktschulen: Lehrer werden zu Freiwild

26:22 Oliver Gorus: Schulzwang versus Bildungspflicht

32:57 Irène Meier: Was Kinder wirklich zum Lernen brauchen

52:08 Verabschiedung Kerstin Kramer
55 Minuten
Der Publizist Dr. Konrad Adam kritisiert die politisch motivierten Reformen im Bildungswesen. Bereits vor über zwanzig Jahren hat er auf die Fehlentwicklungen im deutschen Bildungswesen hingewiesen, die zur heutigen Bildungsmisere führten. Und die Mutter einer Tochter mit Downsyndrom schildert, unter welchen Voraussetzungen eine Teilintegration ihrer Tochter an einer Berliner Schule machbar ist.

00:00 Moderation Annekatrin Mücke

02:01 Dr. Konrad Adam: Gleichmacherei statt Chancengleichheit

23:28 Bildungsnachrichten von Christina Rüdiger

28:35 Bettina Wistuba: So kann Integration gelingen

52:06 Verabschiedung Annekatrin Mücke
54 Minuten
Eine Ideologie der Gleichheit hat in Deutschland zum ständigen Absinken des Bildungsniveaus geführt. Dabei gehen Anstrengung und Leistung verloren und erzeugen Bildungsungerechtigkeit, wie der Augsburger Schulpädagoge Prof. Klaus Zierer darlegt. Und die Schweizer Erziehungswissenschaftlerin Prof. Margrit Stamm warnt davor, dass wir schulisches Außenseitertum falsch beurteilen, was unnötige psychologische Abklärungen nach sich ziehen kann.
53 Minuten
Seit 9 Jahren führt Christian Bonn eine Tagespflegeinrichtung für Kleinkinder. In der individuellen Betreuung durch eine feste Bezugsperson sieht er einen grundlegenden Vorteil. Der persönliche Einblick in seine Arbeit zeigt, wie emotionale Grundlagen für eine gelingende Bildungsbiografie gelegt werden können.

Mit KI im Klassenzimmer müssen didaktische und pädagogische Konzepte überdacht werden. Wie die Schule eine Balance zwischen Abwehr und sinnvoller Nutzung im Strudel der technischen Innovationen finden könnte, erörtert Kontrafunk-Experte Thomas Hoffmann.

00:00 Moderation Annekatrin Mücke

02:32 Christian Bonn: Tagesvater als Ergänzung zur Elternbindung

23:47 Thomas Hoffmann: KI in der Schule – Risiken und Chancen

43:45 Schule früher mit Rolf-Dieter Knoop

50:23 Verabschiedung Annekatrin Mücke
54 Minuten
Smartphones, KI und digitale Dauerverfügbarkeit prägen unseren Alltag, auch den unserer Kinder. Doch statt eines maßvollen Umgangs empfiehlt die „Expertenkommission Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ frühkindliche Medienbildung. Der Neurowissenschaftler Prof. Dr. Joachim Bauer sieht diese Entwicklung kritisch. Außerdem sprechen wir über Homeschooling: Lehrer und Ex-Schuldirektor Michael Hageböck berichtet, warum und wie er seine sieben Kinder zu Hause unterrichtet hat.
54 Minuten
Mehr als 1,6 Millionen 16- bis 24-Jährige finden nach der Schule keine Arbeit, wie der aktuelle „Milburn Review“-Bericht festgehalten hat. Wo die Fehlentwicklungen im britischen Schulsystem und die Fehlanreize im Sozialsystem liegen, erklärt der Universitätsdozent Dr. Jan Bentz. Und der Schweizer Sprachwissenschaftler Prof. Mario Andreotti zeigt auf, warum der Gebrauch der „einfachen Sprache“ nicht vermehrte gesellschaftliche Teilhabe bewirkt, sondern eher soziale Diskriminierung fördert.

00:00 Moderation Klaus Rüdiger

02:17 Jan Bentz: Eine verlorene Generation in Grossbritannien

26:11 Mario Andreotti: Die Sache mit der Einfachen Sprache

43:27 Schule früher: Karl Krökel

51:59 Verabschiedung Klaus Rüdiger
55 Minuten
Im Rahmen des Sexualkundeunterrichts waren pubertierende Gymnasiasten aufgefordert, einen Puff für Frauen, Männer, Behinderte und für verschiedenste sexuelle Vorlieben zu entwerfen. Warum so etwas in einer Schule zerstörerisch wirkt, erklärt Hedwig von Beverfoerde, Sprecherin der Initiative Elternaktion. Der Lehrer und Buchautor Jonas Schreiber erläutert, worin er Ursachen für den wachsenden Schulabsentismus, also der Schulverweigerung, sieht und gibt Handlungsempfehlungen, wie dem entgegengewirkt werden könnte.

 

00:00 Moderation Annekatrin Mücke

02:08 Hedwig von Beverfoerde – zerstörerisches Projekt im Sexualkundeunterricht

24:15 Bildungsnachrichten von Christina Rüdiger

29:04 Jonas Schreiber – Schulabsentismus und Leistungsverweigerung

51:58 Verabschiedung Annekatrin Mücke
55 Minuten
Muss Bildung immer in der Schule stattfinden? In Deutschland gilt die Schulpflicht, während Österreich und die Schweiz mehr Spielräume für häuslichen Unterricht und alternative Bildungswege kennen. Der Freilerner Jan-Alan Hellermann berichtet von seinen positiven Erfahrungen mit dem Lernen ohne Schule. Der Ökonom Prof. Mathias Binswanger erklärt im Gespräch, warum eine immer stärkere Akademisierung junge Menschen, Betriebe und unsere Gesellschaft in eine Abwärtsspirale führt.

00:00 Moderation Kerstin Kramer

02:24 Jan-Alan Hellermann: Lernen ohne Zwang

25:32 Mathias Binswanger: Warum nicht jeder studieren muss

45:45 Schule früher: Markus Vahlefeld

52:02 Verabschiedung Kerstin Kramer
Kontrafunk: Lehrerzimmer

Kontrafunk: Lehrerzimmer

Bildungsnotstand ist nicht nur ein Wort. Doch obwohl der Mißstand in Sonntagsreden angeprangert wird, wird die Lage immer schlimmer. Die Sendung „Lehrerzimmer“ orientiert sich an der Praxis. Wir erört...