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1 Stunde 11 Minuten
Carsten Becker – Über Farben, Formen und die Kunst, genauer hinzusehen

Was sehen wir eigentlich, wenn wir eine Farbe betrachten?

Ein Rot ist ein Rot – oder? Vielleicht doch nicht. Denn sobald eine Farbe eine Nummer bekommt, einen Namen trägt oder Teil eines bestimmten Systems wird, steckt plötzlich viel mehr dahinter.

In dieser Folge von „Fragen an…“ spreche ich mit dem Künstler Carsten Becker über seinen ganz eigenen Blick auf Farben, Formen und die Dinge, die uns im Alltag umgeben.

Mich interessiert, warum ihn gerade scheinbar einfache und alltägliche Dinge faszinieren. Was passiert, wenn aus einer Farbe RAL 3020 Verkehrsrot wird? Wenn Formen nicht nur ästhetisch sind, sondern bestimmten Regeln folgen? Und warum beschäftigen uns Ordnung, Vereinheitlichung und Normen eigentlich so sehr?

Wir sprechen über Farben und ihre Wirkung, Formen und ihre Bedeutung, über RAL, DIN und die TGL-Normen der DDR – aber auch darüber, wie aus Recherche Kunst werden kann und warum es manchmal lohnt, bei den scheinbar banalsten Dingen ganz genau hinzuschauen.

Carsten erzählt außerdem von seinem Weg zur Kunst, von seinem Antrieb und davon, wie sich sein eigener Blick auf die Welt durch seine künstlerische Arbeit verändert hat.

Eine Folge über Farbe, Form, Ordnung und Wahrnehmung – und über die spannende Frage, was wir eigentlich alles übersehen, obwohl wir jeden Tag direkt davorstehen.

„Vielleicht beginnt Kunst genau dort, wo wir anfangen, genauer hinzusehen.“

Mehr zu Carsten gibt es hier

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55 Minuten
Football Beyond the Pitch – A Conversation with Coach Stiga

What happens when football becomes more than just a game?

In this episode, I’m joined by Shafic Nkugwa, better known as Coach Stiga, the founder of Beyond Football Academy in Uganda.

We talk about his personal journey, his passion for football and the story behind building an academy that aims to give young people more than just football training.

Beyond Football Academy works with children and young people in the Kinawataka-Katoogo community in Mbuya, Kampala. The academy combines football with mentoring, life skills, education, guidance and personal development, with the idea that sport can create opportunities both on and off the pitch.

In our conversation, Coach Stiga shares his perspective on:

His personal journey into football

From his own experiences growing up to becoming a coach and mentor.

Football in Uganda

We talk about the football culture in Uganda, the talent that exists across the country and what it takes for young players to turn potential into real opportunities.

The story behind Beyond Football Academy

Why Coach Stiga created the academy, what “Beyond Football” means to him and what he wants young people to take away from being part of it.

Football as a tool for life

Discipline, confidence, education, mentorship, resilience and the importance of having people who believe in you.

️ The human stories behind the academy

We talk about the young players who have made an impression on Coach Stiga and the moments that remind him why this work matters.

The challenges of building an academy

Limited resources, difficult moments, staying motivated and continuing to believe in the vision.

The future

Coach Stiga shares his vision for Beyond Football Academy and what he would build if he had all the resources he needed.

And, of course, we talk about dreams — not just the dreams of the young footballers he coaches, but Coach Stiga’s own dreams for the future.

This is a conversation about football, opportunity, community, mentorship and the belief that a football pitch can sometimes be the starting point for something much bigger.

Follow Beyond Football Academy

You can follow Coach Stiga and the work of Beyond Football Academy on Instagram:

Instagram: https://www.instagram.com/beyondfootballuganda/

If you enjoyed the episode, feel free to share it with someone who loves football — or someone who believes that sport can create opportunities far beyond the pitch.

Thank you for listening!

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59 Minuten
Trauer unter Kontrolle – wenn selbst die Trauer politisch wird

Am 12. Dezember 1986 stürzt eine sowjetische Aeroflot-Maschine kurz vor der Landung in Berlin-Schönefeld ab. 72 Menschen kommen ums Leben. Unter den Passagieren ist auch eine Schulklasse aus Schwerin, die von einer Reise nach Minsk zurückkehrt.

Fast 40 Jahre später hat der Journalist und Autor Matthias Baerens die Ereignisse rekonstruiert – und dabei eine Geschichte zutage gefördert, die weit über das eigentliche Flugzeugunglück hinausgeht.

In seinem Buch „Trauer unter Kontrolle“ beschreibt er, wie die DDR mit dem Unglück und vor allem mit den Angehörigen der Opfer umging. Die Staatssicherheit überwachte die betroffenen Familien. „Antisowjetische Äußerungen“ sollten verhindert werden. Selbst die persönliche Trauer wurde damit zu einer politischen Angelegenheit.

Im Gespräch geht es aber auch um eine Frage, die aus heutiger Sicht besonders spannend ist:

Wie funktioniert Informationskontrolle in einer Zeit, in der es noch kein Internet, keine sozialen Medien und keinen Liveticker gibt?

Wer wusste 1986 eigentlich was? Wie erfuhren die Angehörigen von dem Unglück? Welche Informationen gelangten an die Öffentlichkeit – und welche nicht? Und wie verbreiteten sich Nachrichten und Gerüchte, wenn Radio, Fernsehen und Zeitungen einem staatlich kontrollierten Mediensystem unterlagen?

Matthias erzählt außerdem von seiner jahrelangen Recherche, von Begegnungen mit Zeitzeugen und von den Akten, die zeigen, wie genau die Staatssicherheit die Familien der Opfer im Blick hatte.

Ein Gespräch über ein vergessenes Flugzeugunglück, über Trauer und Erinnerung – aber auch über Information, Macht und die Frage, wer eigentlich darüber entscheidet, was Menschen wissen dürfen.

Matthias Baerens

Matthias Baerens ist Journalist und Autor. In seinem Buch „Trauer unter Kontrolle. Der Flugzeugabsturz vom 12. Dezember 1986 bei Berlin-Bohnsdorf und die Folgen“ verbindet er umfangreiche Archiv-Recherchen mit den Erinnerungen von Betroffenen und Angehörigen.

Mehr über Matthias, sein Buch und seine aktuellen Veranstaltungen gibt es auf seiner Homepage:

www.matthias-baerens.de

Lesungen und Veranstaltungen

Wer Matthias und seine Recherche live erleben möchte, hat in den kommenden Monaten mehrere Gelegenheiten. Aktuell stehen unter anderem diese Termine auf seinem Veranstaltungskalender:

13. Oktober 2026, 18:00 Uhr - Berlin (Pankow)

Buchlesung und Gespräch „Trauer unter Kontrolle“ Kleinkunstbühne ZIMMER 16.

14. Oktober 2026, 17:00 Uhr – Schwerin

Filmvorführung der TV-Dokumentation „Trauer unter Kontrolle“ Danach: Einladung zum Gespräch 

4. November 2026, 18:00 Uhr – Königs Wusterhausen

Vorführung der NDR-Dokumentation „Trauer unter Kontrolle“ mit anschließendem Filmgespräch in der Stadtbibliothek.

12. November 2026 – Berlin-Bohnsdorf

Buchlesung und Gespräch im Kiezklub Bohnsdorf.

9. Dezember 2026, 19:00 Uhr – Schlagsdorf

Buchlesung und Gespräch im GRENZHUS Schlagsdorf.

Die vollständige und aktuelle Übersicht der Termine findet ihr auf Matthias' Homepage.

Das Buch:

Trauer unter Kontrolle. Der Flugzeugabsturz vom 12. Dezember 1986 bei Berlin-Bohnsdorf und die Folgen

Matthias Baerens, 2025. Überall in jeder Buchhandlung oder direkt beim Autoren erhältlich. ISBN: 978-3935046862 

Die Doku:

Trauer unter Kontrolle. Der Flugzeugabsturz vom 12. Dezember 1986 

In der ARD-Mediathek

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46 Minuten
Was passiert mit einem Menschen, wenn er seine Freiheit verliert?

In dieser Folge spreche ich mit Nannette Fengler, Gefängnisseelsorgerin in der JVA Koblenz.

Wir sprechen über einen Ort, den die meisten von uns nur aus Filmen oder Erzählungen kennen – und über die Menschen, die dort leben. Es geht um Schuld und Reue, um Vergebung und Veränderung, um Einsamkeit und Familie, aber auch um Glaube, Hoffnung und die Frage, ob ein echter Neuanfang möglich ist.

Nannette erzählt von ihrer Arbeit, von Begegnungen mit Menschen hinter Gittern und davon, was diese besondere Aufgabe mit ihr selbst macht.

Dabei geht es nicht darum, Straftaten zu rechtfertigen oder Schuld kleinzureden. Es geht darum, den Menschen hinter seiner Geschichte zu sehen und der Frage nachzugehen, was Menschlichkeit bedeutet, wenn jemand einen schweren Fehler gemacht hat.

Was bedeutet Freiheit, wenn man sie verloren hat?

Kann man sich selbst vergeben?

Kann ein Mensch sich wirklich verändern?

Und gibt es Hoffnung hinter Gittern?

Ein Gespräch über die schwierigen Seiten des Menschseins – und über die Möglichkeit, dass selbst dort ein neuer Anfang entstehen kann, wo man ihn vielleicht am wenigsten erwartet.

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43 Minuten
Vom kleinen Uli aus Oberhausen zum bekannten Sozialexperten – und wieder zurück.

In dieser Folge sprechen wir mit Ulrich Schneider über sein neues Buch „Mutti, komma ans Fenster!“ und seine Kindheit im Ruhrgebiet.

Über Familie, Arbeit, soziale Herkunft, Mütter, Väter, Nachbarschaft und die Frage, wie sehr uns unsere Kindheit fürs Leben prägt.

Natürlich geht's dabei auch um das Ruhrgebiet: Oberhausen, Essen, Zusammenhalt, typische Ruhrpott-Geschichten – und warum wir beim Erzählen gerne mal von Höcksken auf Stöcksken kommen.

Ein persönliches, humorvolles und manchmal auch nachdenkliches Gespräch über Herkunft, Erinnerungen und das Leben im Revier.

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Über diesen Podcast

Hallo und willkommen zu „Fragen an…“, der Interview Podcast mit Frank Göbel. Das bin ich. In diesem Podcast treffe ich Menschen, die mich interessieren. Das können Menschen aus dem Journalismus, aus der Politik, aus der Gesellschaft oder auch aus dem Sport sein. Hier habe ich mir keine Grenzen gesetzt. In diesen Interviews möchte ich den Menschen kennenlernen. Was treibt ihn an, was motiviert und was stört ihn? Wie ist er an den Punkt gekommen, wo er gerade steht. Ich freue mich, dass du mir bzw. uns zuhörst und wünsche dir viel Spaß bei den Folgen. Und wenn du Lob oder Kritik hast oder eine Kandidatin, einen Kandidaten für diesen Podcast hast, würde ich mich sehr freuen, wenn du mir eine Email schreiben würdest: Frankhatfragen@outlook.de
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„Fragen an...“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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