Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche
  1. Startseite
  2. Podcasts
  3. All about Telemedizin Podcast

Episoden

56 Minuten
Knapp 7.300 Einrichtungen nutzten laut Gematik-Dashboard im März 2026 einen TI-Messenger. Bei rund 60.000 Hausarztpraxen allein in Deutschland ist das noch eine sehr überschaubare Gemeinde. Einer der Vorreiter ist Hausarzt Matthias Hempel. Seine diabetologische Schwerpunktpraxis in Detmold hat den TIM mit einem harten Schnitt eingeführt: WhatsApp-Gruppen raus, TIM-Räume rein, ab Montag wurde nur noch dort kommuniziert. Gemeinsam mit Jan Zeggel und Stefan Spieren taucht Matthias in den Praxisalltag ein. Er erzählt, wie ein Team aus neun Ärzten, 25 MFAs, Bürokräften und Diabetesberaterinnen auf 800 Quadratmetern über den TIM kommuniziert, warum endlich Klarnamen und Patientendaten sicher verschickt werden dürfen und wie aus dem Team heraus immer neue Use Cases entstanden sind: Wundbilder direkt vom Patientenbett ins Sprechzimmer, das Diabetestagebuch als Foto statt über den Flachbettscanner, der kurze Chat mit Apotheke oder Krankenkasse, während der Patient noch vor einem sitzt. Tablets und Praxishandy verstauben seitdem. Stefan hält kritisch dagegen: Was ist das Argument für den TIM, wenn der Apotheker genauso gut eine KIM-Nachricht schreiben kann? Wie verhindert man zwei parallele Eingangskanäle, die das Team belasten? Und warum fehlt die Integration ins Praxisverwaltungssystem noch immer? Matthias arbeitet heute mit einem Workaround und speichert Wundbilder manuell ins Archivsystem. Warten will er darauf nicht, denn die Entlastung braucht sein Team jetzt. Einig sind sich alle drei: Dass Versorgung an profanen Dingen wie Schnittstellen scheitert, darf kein Dauerzustand sein. Dazu gibt es einen Blick auf die Kosten, die bei rund drei Euro pro Nutzer und Monat beginnen, ohne Connector und ohne zusätzliche Hardware. Und ein klares Schlusswort von Matthias: einfach mal machen. Es ist keine Ehe fürs Leben, aber wer einmal gestartet ist, will den TIM meist nicht mehr hergeben.
49 Minuten
Knapp 76 Millionen elektronische Patientenakten sind eingerichtet, rund 100 Millionen Dokumente liegen darin. Im Schnitt ist das gerade einmal ein Dokument pro Akte. Trotzdem zieht Hausarzt Stefan Spieren nach der Urlaubszeit eine positive Bilanz: Bei Vertretungspatienten, im Notdienst und nach Klinikentlassungen liefert die ePA heute schon Informationen, die früher schlicht fehlten. Und jede Information ist mehr wert als keine. Jan Zeggel und Stefan Spieren sprechen in dieser Folge darüber, was eine gut gefüllte ePA konkret im Praxisalltag verändert: Arztbriefe landen per Klick im System, die elektronische Medikationsliste ersetzt das Abtippen von Medikamenten, und MFAs gewinnen Zeit für Aufgaben, die wirklich beim Patienten ankommen. Sie schauen aber auch auf die offenen Baustellen: Kliniken, die ihrer Befüllungspflicht kaum nachkommen, Pflegeheime ohne Anbindung, Peripheriegeräte wie EKG und Ultraschall, die ihre Daten nicht automatisch weitergeben, und ein Zugriffskonzept, das ohne ePA-App keinen dauerhaften Zugriff für Fachärzte erlaubt. Im zweiten Teil geht es um die Zukunft der ePA als zentrale Datendrehscheibe. Wearable-Daten, Patientenfragebögen und strukturierte Laborwerte werden mehr, nicht weniger. Wer bereitet diese Datenmengen so auf, dass Ärztinnen und Ärzte damit arbeiten können? Welche Rolle spielen PVS-Hersteller, DiGAs und KI? Und wer kontrolliert die KI, die künftig in der ePA arbeitet? Dazu die Frage, wie viel Zugriff Krankenkassen auf ePA-Daten haben sollten, und ob der TI-Messenger eine Lücke schließt oder nur einen weiteren Kanal aufmacht. Eine Folge mit vielen Impulsen aus der Live-Community bei LinkedIn und einem klaren Appell: Befüllt die ePA. Alles Weitere baut darauf auf.
58 Minuten
Humanoide Roboter machen Saltos auf Social Media. Aber was leistet Robotik heute wirklich in Arztpraxis, Krankenhaus und Pflegeeinrichtung? In Folge 26 sprechen Jan Zeggel und Stefan Spieren mit Alexander Maximilian Pröll von 10x Robotics. Er beschäftigt sich seit zehn Jahren mit Robotik in Medizin und Pflege. Es geht um Use Cases, die schon funktionieren: Reinigung, Transport, Wegführung und Warteraummanagement. Und um die Blocker, die den Einsatz in Deutschland bremsen: fehlende WLAN-Ausleuchtung, nicht vernetzte Türen und Aufzüge, Regulation und Haftungsfragen. Alexander räumt mit einem Vorurteil auf: Die Akzeptanz bei Patientinnen, Patienten und Pflegekräften ist längst da. Außerdem: Was kostet ein Roboter im Modell Robot as a Service? Warum spielt die Musik in der häuslichen Pflege, wo heute schon rund 80 Prozent der Pflege stattfindet? Und welche Rolle können Pflegekassen bei der Finanzierung übernehmen? Alexanders Prognose: In fünf Jahren kommen humanoide Roboter weltweit in den Alltag, in Deutschland dauert es eher zehn.
45 Minuten
KI ist im Praxisalltag längst angekommen – nicht als Horrorszenario, das Ärztinnen und Ärzte überflüssig macht, sondern als Entlastung bei lästiger Arbeit. In Folge 25 sprechen Jan Zeggel und Stefan Spieren darüber, was heute schon real funktioniert, was sich als Fehlgriff herausgestellt hat und wohin die Reise in den nächsten zwei bis fünf Jahren geht. Stefan gibt Einblicke aus seiner eigenen Hausarztpraxis: Wo Ambient Scribing und automatische Dokumentation das Team seit zwei Jahren spürbar entlasten, warum Übersetzung in Patientensprache so gut ankommt und wieso die ersten KI-Gehversuche bei Terminvergabe und Co. anfangs schlicht „riesen Scheiß" waren. Gemeinsam ordnen die beiden ein, wie Clinical Decision Support, automatisierte Rezept- und Überweisungserstellung sowie Prädiktionsmodelle Qualität und Versorgung verbessern können – und welche Rolle Regulatorik, Datenschutz und Schnittstellen dabei noch spielen. Weitere Themen: Telemonitoring und Wearables in der Fläche, die leidige Haftungsfrage, das Hin und Her um DiGA und DiGA-E-Rezept, gerätegestützte Medizin von EKG bis Stethoskop und eine faszinierende Fraunhofer-Entwicklung, die mit einem handelsüblichen Smartphone Herzklappenbewegungen erkennt. Am Ende steht eine klare Botschaft: Es geht nur gemeinsam – KI, Mensch und Maschine, digital und vor Ort.
42 Minuten
Drei Jahre nach der gesetzlichen Verankerung wird es jetzt konkret: Ab dem 1. Juli erhalten Apotheken eine Vergütung für die assistierte Telemedizin. Patientinnen und Patienten können dann per Videosprechstunde direkt aus der Apotheke heraus mit einer Ärztin oder einem Arzt sprechen. Jan Zeggel (arztkonsultation) und Stefan Spieren diskutieren, warum der befürchtete Aufschrei der Ärzteschaft bisher ausgeblieben ist, wie das Zusammenspiel zwischen Apotheke, Hausarztpraxis und integrierten Notfallzentren in der Praxis aussehen kann und welche Rolle digitale Triage, die ePA und ein bundesweites Telemedizinzentrum dabei spielen sollten. Es geht um Patientensteuerung statt angebotsinduzierter Nachfrage, um Bagatellfälle, die nicht in die Notaufnahme gehören, und um die Frage: Wo liegen heute eigentlich noch die Grenzen der Videosprechstunde? Ein Plädoyer für mehr Zusammenarbeit zwischen Heilberufen – mit klarem Blick auf die Versorgungsrealität.
In Podcasts werben
Schalte jetzt Werbung in Podcasts.

Über diesen Podcast

Du möchtest mehr über aktuelle Projekte, Themen und Entwicklungen in der Telemedizin erfahren? Oder bist du selbst bereits dabei, die Zukunft der Gesundheitsversorgung aktiv mitzugestalten? Dann ist „All about Telemedizin“, dein neuer Podcast rund um innovative, ökologische und hybride Versorgungskonzepte im Gesundheitswesen, genau das Richtige für dich! In jeder Episode von „All about Telemedizin“ tauchen wir gemeinsam tief in verschiedene Segmente des Gesundheitssystems ein. Wir werden zusammen Technologien und Projekte unter die Lupe nehmen, die bereits jetzt zuverlässig funktionieren oder das Potenzial haben, das Gesundheitswesen von Grund auf zu erneuern. Gemeinsam mit Experten, Vordenkern und Praktikern aus dem Gesundheitsbereich wollen wir dich nicht nur informieren, sondern auch inspirieren und motivieren, selbst Teil der Diskussion und Lösungsfindung zu werden. Bei uns bekommst du die Plattform, um nicht nur mehr über die Herausforderungen unseres Gesundheitssystems zu lernen, sondern auch aktiv an dessen Verbesserung mitzuwirken. Anhand von konkreten und bereits implementierten Telemedizin-Projekten wollen wir zeigen, welches Potenzial die Telemedizin für unsere Gesundheitsversorgung bietet.
Podcast melden

„All about Telemedizin“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

Abonnenten

Teilen

Mein Archiv

Deine Privatkopie der Folgen, die du nicht verlieren willst.

Podcast-Folgen verschwinden. Feeds werden auf die letzten Episoden gekürzt, Hoster räumen alte Dateien ab, Formate wechseln den Anbieter und lassen ihr Archiv zurück. Mit „Mein Archiv“ sichert podcast.de die Folgen deiner Podcasts für dich — angefangen bei den ältesten, denn die sind zuerst weg.

  • Deine gesicherten Folgen bleiben hörbar, auch wenn das Original offline geht.
  • Auch Folgen, die im heutigen Feed gar nicht mehr stehen — podcast.de kennt sie noch.
  • Herunterladen bleibt möglich, solange die Folge beim Podcaster liegt. Der zählt seine Abrufe wie bisher.
Startet bald

Sei beim Start von Mein Archiv dabei

Mein Archiv ist fast fertig. Trag dich ein, dann bekommst du eine E-Mail, sobald es losgeht – und bist von Anfang an dabei. Wir schreiben dir nur zum Start, keine Werbung, keine Weitergabe deiner Daten.

Du bekommst zuerst eine Bestätigungsmail. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz