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Töne & Temperamente - das wohltherapierte Klavier Archiv

70 Episoden
18 Minuten
Ich bin Agnostikerin & glaube … an Johann Sebastian Bach. Das klingt für den einen oder anderen gewiss strange oder nach einem geschmacklosen Scherz, den man formuliert, wenn man sich nicht entscheiden kann. Glaube ich an Gott? Ich weiß es nicht! Also von mir bekommen Sie auf diese Fragen weder ein „JA“ noch ein „NEIN“! Denn anders als Theisten (die an Gott glauben) oder Atheisten (die die Existenz Gottes verneinen) enthalten sich Agnostiker einer endgültigen Festlegung. Fragen Sie mich aber, ob ich an Bach glaube, so bekommen Sie von mir ein klares „JA“! Und damit meine ich nicht, dass ich glaube, Johann Sebastian Bach sitze irgendwo im Himmel an einer besonders gut registrierten Orgel und schaut auf uns herunter. Obwohl … die Vorstellung hat natürlich schon `was Reizvolles … Sie wollen mir beim lauten Denken zuhören und ein bisschen in Bachs Musik (in der Bearbeitung von Feruccio Busoni) eintauchen? Na dann, ab in den Podcast! À bientôt & herzlichst Claudia & Andreas Lutschewitz Musik im Podcast (als Einleitung): Johann Sebastian Bach (1685-1750) / Feruccio Busoni (1866-1924) Choralvorspiel „Nun komm` der Heiden Heiland“ Privatmitschnitt (Steinway B) Pianist: Andreas Lucewicz Unsere Podcast-Inhalte sind sorgsam recherchiert. Bei Fragen und Interesse freuen wir uns über eine Nachricht an: Kontakt@lutschewitz.de Wir wollen die klassische Musik näher heranrücken an den Alltag aller Zuhören-den und laden sie ein, einzutauchen in die Kraft der Musik, verbunden mit Psychologie & Philosophie. Ein Kaleidoskop aus: Musik, Philosophie & Psychologie Die Zeit zu lernen ist: JETZT! Den klingenden Teil gestaltet der Pianist Andreas Lucewicz. Die menschlichen & humorvollen Teile gestalte ich . https://www.andreaslucewicz.de/ Eine Bitte an unsere Hörerinnen & Hörer: Wir freuen uns über eine Bewertung unseres Podcasts - SEHR. Holen Sie daher bitte gerne für uns 5 Sterne vom Podcast-Himmel und schreiben Sie, was Ihnen besonders gefällt oder gefallen hat. Das schenkt noch mehr Menschen unsere Inhalte, da der Podcast durch das bessere Ranking öfter vorgeschlagen wird. Herzlichen Dank PS: Das Coverbild habe ich mit KI erstellt (ChatGPT). Es stellt mich in der Kathedrale von Chartre dar.
17 Minuten
Was denken Sie? Sind Buttermesser eigentlich Streichinstrumente? Vor kurzem waren Andreas und ich im Médoc im Urlaub und im Urlaub, da träume ich schon `mal wilde Sachen. In einem Traum saßen Andreas und ich in einem guten Restaurant, der Kellner kam an den Tisch und er sagte: „Heute empfehlen wir Ihnen etwas ganz Besonderes. Ein Gericht aus nur wenigen Zutaten und das Rezept ist schon zweihundert Jahren alt.“ Andreas und ich schauten uns fragend an und bei einem Blick in die Speisekarte waren wir völlig verdutzt, da stand nämlich unter den Hauptgerichten: Beethoven, Mozart und Rossini. Waren wir also wirklich in einem Restaurant? Oder doch eher im Konzertsaal? Und genau darum geht es im Podcast! Denn ich behaupte: Komponisten sind eigentlich Starköche. Ja, Sie haben richtig gelesen! KomponistInnen sind StarköchInnen. Sie nehmen ein paar überschaubare Zutaten, wie z.B. Töne, Rhythmen, Akkorde, Instrumente, Pausen und daraus machen sie etwas, das uns hungrig macht. Nur eben nicht auf Essen … sondern auf Musik. Neugierig? Na dann, ab in den Podcast. À bientôt & herzlichst Claudia & Andreas Lutschewitz Musik im Podcast (als Einleitung): Ludwig van Beethoven Bagatellen Nr. 6 Es-Dur Presto (Auszug) Privatmitschnitt (Steinway B) Pianist: Andreas Lucewicz
26 Minuten
Was macht uns glücklich? Erfolg? Liebe? Gesundheit? Sicherheit? Freiheit? Aristoteles sprach von Eudaimonia, einem gelungenen, erfüllten Leben. Nicht bloß Vergnügen, sondern ein Leben mit Sinn, Gemeinschaft und der Entfaltung der eigenen Fähigkeiten. Nietzsche ging noch einen Schritt weiter: Glück bedeutet für ihn, das eigene Leben zu bejahen. Es so zu gestalten, dass man zu ihm immer wieder „Da capo!“ sagen könnte … noch einmal. Und Viktor E. Frankl wiederum stellte eine andere Frage: Nicht: „Was erwarte ich vom Leben?“ Sondern: „Was erwartet das Leben von mir?“ Auch die moderne Glücksforschung (auch die Positive Psychologie) kommt zu bemerkenswert ähnlichen Erkenntnissen. Beziehungen, Sinn, Engagement und das Gefühl, etwas bewirken zu können, sind entscheidend für unser Wohlbefinden. Und dann ist da … auch noch die Musik. Sie kann uns innerhalb weniger Sekunden berühren, Erinnerungen wachrufen, Menschen verbinden und ganz in den Moment holen. Im sogenannten Flow vergessen wir die Zeit. Wir sind nicht Zuschauer unseres Lebens, sondern mittendrin. Glück ist daher weniger ein großes Feuerwerk (außer vielleicht bei Händel ) oder eine dauernde Euphorie, sondern Glück ist • ein gutes Gespräch • gemeinsames Lachen • ein Musikstück am Abend • das Gefühl, verstanden zu werden • ein Moment, in dem alles zusammenpasst, stimmig ist … wenn wir im Reinen sind …. Oder, musikalisch gesagt: Glück ist weniger der triumphale Schlussakkord, sondern die Fähigkeit, die leisen Zwischentöne wahrzunehmen, sich ihnen bewusst zu werden. Apropos… was bedeutet Glück für Sie? À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz Musikbeispiele im Podcast: Wolfgang Amadeus Mozart Auszüge aus den Duport Variationen Andreas Lucewicz Hauskonzert-Aufnahmen 2025 Buchempfehlung: „Glück – Alles, was Sie darüber wissen müssen, und warum es nicht das Wichtigste im Leben ist“ Wilhelm Schmid Insel Verlag ISBN: 978-3-458-17373-1 CD-Empfehlung: Clara Haskil Scarlatti – Mozart – Schumann - Beethoven Philips Classics Productions 454 695 - 2 Unsere Podcast-Inhalte sind sorgsam recherchiert. Bei Fragen und Interesse freuen wir uns über eine Nachricht an: Kontakt@lutschewitz.de Wir wollen die klassische Musik näher heranrücken an den Alltag aller Zuhörenden und laden sie ein, einzutauchen in die Kraft der Musik, verbunden mit Psychologie & Philosophie. Ein Kaleidoskop aus: Musik, Philosophie & Psychologie Die Zeit zu lernen ist: JETZT! Den klingenden Teil gestaltet der Pianist Andreas Lucewicz. Die menschlichen & humorvollen Teile gestalte ich . https://www.andreaslucewicz.de/ Eine Bitte an unsere Hörerinnen & Hörer: Wir freuen uns über eine Bewertung unseres Podcasts - SEHR. Holen Sie daher bitte gerne für uns 5 Sterne vom Podcast-Himmel und schreiben Sie, was Ihnen besonders gefällt oder gefallen hat. Das schenkt noch mehr Menschen unsere Inhalte, da der Podcast durch das bessere Ranking öfter vorgeschlagen wird. Herzlichen Dank Interessante Links: TED Talk von Robert Waldinger „What makes a good life?“: https://www.ted.com/talks/robert_waldinger_what_makes_a_good_life_lessons_from_the_longest_study_on_happiness Daniel Levitin zu seinem Buch: „This Is Your Brain on Music“: https://www.youtube.com/watch?v=lyt8EmsJIBA
49 Minuten
Wann hat Ihnen zuletzt jemand eine Frage gestellt, die Sie nicht mehr vergessen haben? Wir verbringen einen großen Teil unseres Lebens mit Gesprächen. Wir reden, diskutieren, erklären, argumentieren. Und doch bleibt manchmal das Gefühl, dass wir uns trotz aller Worte kaum noch wirklich begegnen. Was macht also ein gutes Gespräch aus? Was macht ein Gespräch wertvoll? Ist es die richtige Antwort? Oder vielleicht die richtige Frage? Diesen Fragen widmet sich der britische Historiker & Philosoph Theodore Zeldin in seinem wunderbaren Buch „Der Rede Wert“. Seine Gedanken haben mich so sehr berührt, so dass daraus dieser Podcast entstanden. Und als Musik wählte ich Musik Franz Schuberts ... seine Klaviersonate A-Dur D 664. Die Musik ist dabei keine Untermalung. Sie wird selbst zum Gesprächspartner. Zwischen den gesprochenen Gedanken entsteht Raum zum Nachdenken, zum Innehalten und vielleicht auch zum Wiederentdecken einer Kunst, die wir oft für selbstverständlich halten: dem Zuhören. Sie dürfen diesen Podcast als eine Einladung verstehen, als Einladung sich Zeit zu nehmen. • Zeit für Fragen. • Zeit für Begegnungen. • Zeit für Menschen. Wir laden Sie, wenn Sie Freude an Literatur, Philosophie, Musik und den leisen Fragen des Lebens haben, herzlich ein, zuzuhören. Und wenn Ihnen unsere Podcast und die darin schlummernde Idee & Zeit gefällt, dann sagen wir herzlich DANKESCHÖN • für Ihre Bewertung, • für Ihr Abonnement • und gerne auch für Ihr darüber sprechen & Ihre Weiterempfehlung unseres Podcasts „Töne & Temperamente – das wohltherapierte Klavier“. Und da fällt uns noch ein weiterer Impuls für Sie ein: Wann hat Sie zuletzt ein Gespräch verändert? À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz Buchempfehlung: Theodore Zeldin „Der Rede Wert – wie ein gutes Gespräch Ihr Leben bereichert“ Piper Verlag 2001 ISBN: 3-492-23321-X CD-Empfehlung: Franz Schubert Piano Sonatas D 664 & D 959 Elisabeth Leonskaja 9031-74865-2 Musikbeispiele im Podcast: Franz Schubert (1797-1828) Sonate für Klavier A-Dur, Op. posth.120, D 664 Satz 1: Allegro moderato Satz 3: Allegro Satz 2: Andante Pianist: Andreas Lucewicz (Konzertmitschnitt 2001) Flügel: Yamaha C 7 Aufnahme: Copenhagen Sound Studio Unsere Podcast-Inhalte sind sorgsam recherchiert. Bei Fragen und Interesse freuen wir uns über eine Nachricht an: Kontakt@lutschewitz.de Wir wollen die klassische Musik näher heranrücken an den Alltag aller Zuhörenden und laden sie ein, einzutauchen in die Kraft der Musik, verbunden mit Psychologie & Philosophie. Ein Kaleidoskop aus: Musik, Philosophie & Psychologie Den klingenden Teil gestaltet der Pianist Andreas Lucewicz. Die menschlichen & humorvollen Teile gestalte ich . www.andreaslucewicz.de/ Eine Bitte an unsere Hörerinnen & Hörer: - Wir freuen uns über eine Bewertung unseres Podcasts - SEHR. - Holen Sie daher bitte gerne für uns 5 Sterne vom Podcast-Himmel und schreiben Sie, was Ihnen besonders gefällt oder gefallen hat. - Das schenkt noch mehr Menschen unsere Inhalte, da der Podcast durch das bessere Ranking öfter vorgeschlagen wird. - Herzlichen Dank
52 Minuten
Was verbindet Beethoven und Bach, obwohl sie sich nie begegnet sind? Die Antwort beschäftigt mich bereits seit langer Zeit … Weil ich beide liebe und weil Andreas Beethoven so wunderbar spielt (so mein Geschmack). Beethoven wird oft als der große Titan beschrieben und Bach als der gelehrte Meister. Doch hinter diesen Etiketten stehen zwei Menschen, deren musikalischer Dialog bis heute klingt. Mich fasziniert dabei vor allem eine Frage: Wie kann ein Mensch von einem anderen geprägt werden, den er niemals kennengelernt hat? Als der junge Beethoven das Wohltemperierte Klavier von Johann Sebastian Bach studierte, lernte er weit mehr als Kontrapunkt oder Fugen. Er lernte eine Haltung: Aus einer einzigen Idee kann eine ganze Welt entstehen. Wahre Tiefe entsteht durch Entwicklung, nicht durch ständige Neuerfindung. Große Kunst verbindet Struktur mit Freiheit. Vielleicht liegt genau darin eine Botschaft, die weit über die Musik hinausgeht und auch in unseren heutigen Zeiten so wichtig (wäre???) ist?!. Denn auch wir entwickeln unsere besten Ideen selten aus dem Nichts. Wir wachsen durch Menschen, Bücher, Erfahrungen und Gedanken, die uns prägen und das oft über Generationen hinweg. In unserem Podcast nehmen wir Sie mit auf eine Reise von Bach zu Beethoven. Keine musikwissenschaftliche Vorlesung, sondern eine Geschichte über Inspiration, Lernen und die Frage, warum große Werke auch heute noch etwas über uns erzählen. Wir freuen uns, wenn Sie hineinhören, hinhören ... Und hier eine Frage für oder gerne auch an Sie … zum tieferen Denken … NACHdenken … zum Hineinfühlen & Verstehen: "Welcher Mensch, den Sie vielleicht nie persönlich kennengelernt haben, hat Ihr Denken oder Ihre Arbeit nachhaltig beeinflusst?" À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz
16 Minuten
„Was die Liebe den Menschen, ist die Musik den Künsten und den Menschen; denn sie ist ja die Liebe wahrlich selbst; die reinste ätherische Sprache der Leidenschaft.“ (Carl Maria von Weber) Am 5. Juni 2026, jährt sich der Todestag von Carl Maria von Weber zum 200. Mal. Aber wer war dieser Mann … wer war Carl Maria von Weber? Warum gilt er als Vater der deutschen romantischen Oper? Und weshalb hatte er einen Kapuzineraffen als Haustier? Genau darüber möchte ich sprechen ... Also … Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich einen Wald im Abendlicht vor. Nebelschwaden ziehen zwischen den Bäumen hindurch. In der Ferne erklingen Hörner. Und irgendwo zwischen den Schatten begegnen Sie … Carl Maria von Weber. Er sitzt auf einem Holzstapel, den die Waldarbeiter zurückgelassen haben und lädt Sie dazu ein, sich neben ihn auf das Holzstapel zu setzen. Er fragt Sie: „Darf ich Ihnen von meinem Leben erzählen?“ Sie nicken und Carl Maria von Weber beginnt zu erzählen? Neugierig? Viel Freude beim Zuhören & Lauschen. À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz
12 Minuten
Heute vor 73 Jahren, am 16. Mai 1953 verstarb Django Reinhardt Ein Mann, der mit nur zwei funktionierenden Fingern an der linken Hand die Jazzgitarre revolutionierte. Ein Musiker zwischen Wohnwagenlager und Pariser Jazzclubs und zwischen europäischer Roma-Kultur und amerikanischem Swing. Und vielleicht einer der wenigen Künstler, die man schon nach wenigen Sekunden erkennt. Wer war Django Reinhardt? Wie wurde aus einem jungen Sinti-Musiker eine Legende? Und warum klingt seine Musik bis heute so frei, virtuos und voller Lebenslust? Dazu möchte ich Ihnen im Podcast ein bisschen berichten und in den Shownotes sind einige Kostproben von Django Reinhardt verlinkt… Wenn man Django Reinhardt hört, dann hört man einen Menschen musizieren: • der sich nicht unterkriegen ließ, • der auch aus Verletzungen Kunst machte, • der aus Grenzen Freiheit formte, • dessen Musik bis heute klingt. Seine Musik öffnet Türen und bringt Menschen zum Lächeln & Schmunzeln … Bei seiner Musik beginnt die Welt zu tanzen & zu swingen … Viel Freude & Kurzweil mit unserem Podcast und vergessen Sie bitte nicht ihn zu bewerten und gerne auch anderen Menschen davon zu berichten. À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz
14 Minuten
Darf ich hier klatschen? Wer schon einmal in einem klassischen Konzert saß, kennt vielleicht die Fragen: – Darf ich zwischen den Sätzen klatschen? – Ist es erlaubt während des Konzerts zu essen? In unserem neuen Podcast für Eilige (ca.12 Min) gehe ich genau diesen Fragen nach … mit einem Augenzwinkern und ohne erhobenen Zeigefinger. Denn klassische Musik war nicht immer das, was sie heute oft ist: ein streng geregeltes Ritual. Im Gegenteil, sie war (und ist es eigentlich immer noch) lebendig, gesellig, voller Austausch, manchmal laut, manchmal chaotisch… und vor allem: menschlich. Wir laden Sie ein zu einer kleinen Reise in die klassische Musik: ... hinein in die Welt der klassischen Musik ... über starre Regeln ... vielleicht ein Stück näher zu einem eigenen, freien Hören ... mit Gedanken über Applaus, Konzertkultur und der Frage, ob Musik nicht immer auch Erlebnis sein darf. Und am Ende des Podcasts wartet ein kleiner & feiner musikalischer Gruß von Robert Schumann auf Sie. Wir freuen uns, wenn Sie reinlauschen und vielleicht Ihre eigene Antworten(en) finden. Sie wollen mehr dazu hören & wissen? Na dann, Sie wissen, wie es geht … ... ab in den Podcast und OHREN auf! À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz
25 Minuten
Spüren Sie das auch in der Osterzeit? Diese Zeit ist etwas Besonderes, oder? Bei uns schwingt & klingt die Matthäuspassion Johann Sebastian Bachs durch das Haus. Und nicht selten reagieren Andreas und ich mit Tränen, Gänsehaut und Hoffnung auf diese Musik …Sie schenkt uns Verstehen und damit Zuversicht. Für uns steht die Matthäuspassion symbolisch für die Verbindung von Kunst, Religion und menschlicher Existenz und sie zeigt auch, wie Musik emotionale und geistige Grenzen überwinden kann. Denn diese Passion bewegt die Zuhörenden wie kaum eine andere Komposition. Sie ist erfüllt mit Trauer und Trost, Zerrissenheit, Verlassenheit, Verrat, Verleugnung und Angst. Für mich spiegelt sich in dieser Passion unser montan erlebtes menschliches Miteinander, ob in Politik, Familien, Freundschaften, Bekanntschaften oder ganz allgemein in der Gesellschaft. Die Wirkung der Matthäuspassion liegt nach unserem Verstehen in der Fähigkeit, die Hörenden zum Nachdenken über Schuld, Vergebung und Erlösung anzuregen und gleichzeitig durch die Schönheit der Musik zu trösten. Im heutigen „Podcast für Eilige“ möchte ich in narrativer Form zu Anfang ein bisschen zu Bachs Psychobiografie erzähle, also zu seinen Charakter-Eigenschaften. Und ich möchte Ihnen auch ein bisschen zur Psychobiografie Felix Mendelssohn-Bartholdys berichten. Sie fragen sich nun vielleicht warum gerade diese beiden Männer? Neugierig? Na dann, ab in den Podcast. À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz
15 Minuten
Frühling lässt sein blaues Band Wieder flattern durch die Lüfte; Süße, wohlbekannte Düfte Streifen ahnungsvoll das Land.“ (Eduard Mörike) Dieses „Ahnungsvoll“ ist entscheidend. Der Frühling erklärt sich nicht, er kündigt sich an. So wie das erste Vogelzwitschern am Morgen. Die Vögel überlegen nicht lange, ob ihr Lied gut genug ist, ob sie überhaupt zwitschern können … sie singen. Und die Blumen fragen nicht, ob es der richtige Zeitpunkt ist … sie blühen. Robert Schumann hat mit seinem „Blumenstück“ zwar kein direktes Vogelgezwitscher klanglich abgebildet, aber etwas, das ähnlich wirkt, nämlich leise Beweglichkeit. Und wenn Schumanns Blumenstück verklingt, bleibt etwas zurück. Ein Gefühl von Leichtigkeit. Ein Hauch von Möglichkeit und Sehnsucht. Sehnsucht nach Frieden, nach friedlichen Momenten, nach Vertrauenkönnen, nach Diplomatie, nach menschlichem Miteinander, nach mehr Menschlichkeit! Der Frühling zwingt uns zu nichts. Aber er erinnert uns daran, dass unter der Oberfläche immer etwas leise in Bewegung ist. Und, dass selbst nach langen, stillen, kalten, kargen Zeiten wieder Klang, Farbe, Wärme, Licht möglich ist… Wir wünschen Ihnen einen bunten Frühling & viel Zuversicht. À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz
41 Minuten
Was, wenn wir Geschichte jahrhundertelang aus einer Perspektive erzählt haben, die Zusammenarbeit unsichtbar macht? In diesem Podcast spreche ich über Constanze Mozart und Katia Mann. Zwei Frauen im jeweiligen Schatten des Genies. • Warum erzählen wir kulturelle Größe so gern als Einzelleistung? • Warum fällt es uns schwer, anzuerkennen, dass schöpferische Prozesse Beziehung brauchen? Vielleicht, weil Zusammenarbeit weniger heroisch wirkt?! Doch wenn wir genauer hinsehen, entsteht Kultur fast immer im Plural. Vielleicht ist es kein Zufall, dass wir uns so gern an Genies erinnern. Es beruhigt uns zu glauben, dass außergewöhnliche Leistungen aus außergewöhnlichen einzelnen Menschen entstehen. Auf einen zweiten Blick, entdecken wir etwas anderes. Die Partner, die den Rücken freihalten & stärken. Die Freunde, die Zweifel aushalten und stützen. Die Kollegen, die Strukturen schaffen und Orientierungshilfe anbieten. Die Eltern, die Möglichkeiten eröffnen und Wege bereiten. Die Menschen, die eben bleiben, wenn Projekte scheitern oder Lebensentwürfe ins Wanken geraten. Vielleicht besteht menschliche Größe nicht nur darin, etwas Einzigartiges zu erschaffen. Vielleicht besteht menschliche Größe eben darin, einem anderen Menschen zu ermöglichen, etwas zu tun, etwas zu bewirken. So dass wir nicht fragen: „Was bleibt von mir?“ Sondern, dass wir fragen: „Was kann durch mich bleiben?“ Vielleicht ist das eine der unterschätztesten Fragen unserer Zeit. Denn auch unser eigenes Leben besteht aus Beziehungen, aus gegenseitigem Tragen, aus unsichtbarer Zusammenarbeit, ja aus Kollaboration. Wenn dieser Podcast eine Einladung sein darf, dann vielleicht diese: Beim nächsten großen Werk, beim nächsten berühmten Namen, beim nächsten bewunderten Lebenslauf einen Moment länger innezuhalten …hinzusehen. Und zu fragen: • Wer hat hier eigentlich mitgewirkt? • Wer hat gehalten? • Wer hat geglaubt? • Wer ist geblieben? Denn manchmal steht wahre Bedeutung nicht im Licht. Sondern genau dort, wo jemand still dafür sorgt, dass das Licht überhaupt brennen kann. À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz
20 Minuten
Unser Podcast ist ein Konzentrat der Menschlichkeit! Heute ein eher sehr persönlicher Podcast zu mir und zu unserem Podcast „Töne & Temperamente – das wohltherapierte Klavier“ Warum? Weil gestern etwas passierte, das mich ins tiefere Nachdenken brachte und mir auch eine etwas unruhige Nacht bescherte. Was war geschehen? Ich wurde gestern gefragt, ob ich unseren Podcast von einer KI einsprechen lasse! Uff, das saß! Ja, diese Frage war zunächst schwer verdaulich und schließlich fühlte sie sich für mich wie ein Stich an, ein Stich der tief ging. Doch warum oder sollte ich fragen, wozu beschäftigt mich diese simple und vielleicht auch ehr unbedachte, schnell geäußerte …. auf jeden Fall ehr empathiebefreite Frage so sehr? Meine schnelle und sehr direkte Antwort darauf: Weil ich sehr viel Herz, Zeit und Liebe in unsere Podcast-Folgen stecke und KI mir diesbezüglich NIE in den Sinn gekommen wäre. Eben weil es uns auch um Liebe, auf jeden Fall um Musik-Vermitteln geht. Das Vermitteln von Musik, Philosophie und Psychologie und das (zumindest nach meiner Sicht und nach meinem Verständnis) kann KI nicht in der Tiefe, die wir Menschen anstreben. Vielleicht sollte ich sagen, das kann KI NOCH nicht. Doch eines kann ich mit Gewissheit sagen, sobald es KI kann, werde ich keine Podcasts mehr erstellen. Warum? Weil ich den Zuhörenden keine Mogelpackung anbieten möchte! Aber vor allem, weil ICH /weil WIR als Menschen wirken möchten. Denn unser Podcast stellt ein Konzentrat der Menschlichkeit dar, da er von und für Menschen erdacht, gespielt und erstellt wird. Für Andreas und mich gilt! Podcast mit KI? Bei uns nicht! À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz
41 Minuten
Mit unserem Podcast laden wir Sie in die Gedankenwelt von Rainer Maria Rilke ein. Einem Dichter, der wie kaum ein anderer die existenziellen Fragen des Menschseins in Sprache verwandelt hat. Zwischen Sehnsucht und Stille, zwischen Liebe, Tod und innerer Wandlung entfaltet sich Rilkes Leben als eine Reise zur eigenen Existenz. Wer war Rilke? Wie war Rilke? Wie begegnete er dem & seinem Leben und der Liebe? Der Podcast verbindet biografische Einblicke mit kurzen Bezügen zu 3 der bekanntesten Gedichte Rilkes: „Herbststage“ „Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen“ „Der Panther“ Begleitet wird diese Reise von der Klaviersonate „Von der Straße“ von Leoš Janáček. Ihre eindringliche Klangwelt schafft einen Raum, in dem Rilkes Worte nachhallen und sich entfalten können. Und im Podcast erzählen wir auch von Rilkes Liebe zur Musik, besonders zu Mozart und wie sein Werk zu einem zentralen Bezugspunkt für die Existenzphilosophie des 20. Jahrhunderts wurde. Dieser Podcast lädt Sie ein, innezuhalten, genau hinzuhören und vielleicht einen neuen Zugang auch zu sich selbst zu finden. Wenn Sie Literatur schätzen, philosophische Tiefe suchen und sich von Sprache und Musik berühren lassen möchten, dann ist dieser Podcast eine Einladung an Sie. À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz
12 Minuten
Zum Abschied von Helmuth Rilling Es gibt Musiker, die beeindrucken durch Virtuosität, andere durch Charisma. Und dann gibt es jene, die durch eine Haltung wirken, durch eine lebenslange Treue zu einer Idee von Musik. Helmuth Rilling war ein solcher Mensch. Am 11. Februar 2026 ist Helmuth Rilling verstorben. Und mit ihm eine Stimme, die über Jahrzehnte hinweg die geistliche Musik Johann Sebastian Bachs, aber auch die Werke vieler anderer Komponisten, in die Welt getragen hat. Klar, glühend, präzise und zugleich zutiefst menschlich. Gute Reise, lieber Helmuth Rilling … Und vielleicht ist das das Schönste, was man über einen Musiker sagen kann: Dass seine Arbeit nicht endet, wenn er geht …sondern weiterklingt. À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz
9 Minuten
Das neue Jahr mit den Wiener Philharmonikern zu beginnen ist bei vielen Menschen Tradition. Denn der Start ins neue Jahr will gut überlegt sein. Und in diesem Jahr überzeugte die Übertragung des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker aus dem Goldenen Saal des Musikvereins in Wien rundum. Zum ersten Mal stand der junge kanadische Dirigent Yannick Nezet-Seguin am Pult der Wiener - grandios. Nezet-Seguin sowie die Philharmoniker setzten auf Neuerungen, die bis weit ins 20. Jahrhundert hineinführten und auch Kompositionen von Komponistinnen standen auf dem Programm. Der Zugaben-Teil überraschte mit einem Dirigenten, der den „Radetzky-Marsch“ aus dem Mittelgang im Parkett dirigierte. Er tauchte ab ins Publikum und dirigiert das Klatschen zur Musik hautnah und damit auf eine ganz besondere, ansprechende und charmante Nähe & Weise. Bisher einzigartig! Die Idee zum Podcast entstand spontan - sehr spontan - da uns das diesjährige Neujahrskonzert ansprach, überzeugte und sehr berührte. Wir, d.h. Andreas und ich wünsche Ihnen PROSIT NEUJAHR und für 2026 Gesundheit, Zuversicht & Liebe. Sie wollen mehr hören? Auch zu unseren Programm-Ideen für das Jahr 2026? Na, dann ab in den Podcast ... À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz