Kontrafunk: Gesellschaft 3.0 Archiv
70 Episoden
48 Minuten
Cancel-Culture? Oder Kultur nur so, wie sie „passt“? Im Gespräch ist Camilla Hildebrandt dazu mit dem Berliner Rapper Bustek. „Für mich ist das mittlerweile normal.“
August 2020, Hamburger Lesefestival Harbour Front: Kabarettistin Lisa Eckhart wird aus- und später wieder eingeladen. Eins ihrer alten Programme von 2018 sei antisemitisch.
Frauenmagazin „Emma“ vom 5. Juli 2022: Humboldt-Uni cancelt Vortrag: „Weil Queer-Aktivisten gegen den Vortrag einer Biologin zum Thema Zweigeschlechtlichkeit Proteste ankündigen, knickt die Uni ein.“
Festival für Frieden, Freiheit und Freude vom 3. November bis 14. Dezember 2023 im Trierer Kulturspektrum: Die Stadt Trier wollte Veranstalterin Joya Ghosh den Auftritt von Sänger Jens Fischer Rodrian und Kabarettist Ulrich Masuth – bekannt für ihre Kritik an der Corona-Politik – verbieten. In der Pressemitteilung der Stadt hieß es: „Beide Künstler sind in jüngerer Zeit mit politischen Äußerungen öffentlich in Erscheinung getreten, die ausdrücklich nicht den Positionen der Stadt Trier entsprechen.“
50 Minuten
In unserer Sendereihe „Gesellschaft 3.0“ hören Sie vier Kurzgeschichten von Eugen Zentner, die er auf seinem Internetblog „Corona-Schicksale“ veröffentlicht. Der Berliner Journalist thematisiert die menschlichen Abgründe während der Corona-Maßnahmen-Zeit. Es geht um Polizeigewalt und Denunziation, um Ausgrenzung und Verordnungen, die nicht nur den Konformitätsdruck erhöht, sondern auch zu Unrecht und Leid geführt haben. Es liest Eugen Zentner.
56 Minuten
Camilla Hildebrandt im Interview mit Dr. med. Ellis Huber, 1987–1999 Präsident der Ärztekammer Berlin. Seit 2007 Vorstandsvorsitzender im Berufsverband der Präventologen. Schon 1980, zum legendären ersten Gesundheitstag in Berlin, forderten er und viele Mitstreiter ein radikales Umdenken in der Gesundheitspolitik. „Wir glaubten, wir könnten die Medizin vermenschlichen.“ Heute, fast 45 Jahre später, sagt Dr. Huber: „Was wir heute erleben, ist eine Art Kolonialisierung des Leibes.“
56 Minuten
In der Zentrale der staatsnahen Stiftung Moderne21 geht es hoch her. Um die nur an einen einzigen Bewerber zu vergebenden Fördergelder konkurrieren gleich vier Vereine, die jeweils einen Vertreter vorbeigeschickt haben. Die Kuratoren sehen sich vor eine schwere Wahl gestellt, denn die um die kräftige Finanzspritze streitenden Damen und Herren gehen alles andere als zimperlich miteinander um.
Buch/Regie/Schnitt: Hartmut Lühr
Sprecher: Manfred Callsen, Nadia Panknin, Nina Ernst, Andreas Goebel, Udo Wiegand, Ninoschka Schlothauer
Buch/Regie/Schnitt: Hartmut Lühr
Sprecher: Manfred Callsen, Nadia Panknin, Nina Ernst, Andreas Goebel, Udo Wiegand, Ninoschka Schlothauer
56 Minuten
Migration und Integration: Das Thema ist allgegenwärtig. Am 8. Oktober 2023 schrieb Alexander Marguier, Chefredakteur des „Cicero“: „Dieses Thema hat die Landtagswahlen in Hessen und Bayern wesentlich mitbestimmt (…). Inzwischen geht sogar den Grünen auf, dass ohne eine grundsätzliche Wende das gesamte Land zu kippen droht.“ Was bedeutet Integration, und passiert sie in Deutschland? Dazu spricht Camilla Hildebrandt mit Ilias Moschos, Systemischer Coach, Fachtrainer und Mentor aus Krefeld. „Was heißt das denn überhaupt: jemandem helfen? Wir lassen ihn hierherkommen, und dann kommt er in den Container. Danach fängt ein Teufelskreislauf an: Die Ämter sind völlig überlastet und unterbesetzt, die Schulen sind völlig überlastet und unterbesetzt, das Gesundheitssystem ebenso. Was ist das für eine Hilfe? Und dann wundern wir uns, dass die gebildeten Fachkräfte nicht kommen?
Der Karren ist von der Politik komplett in den Dreck gefahren worden.“ (Ilias Moschos)
Der Karren ist von der Politik komplett in den Dreck gefahren worden.“ (Ilias Moschos)
56 Minuten
Hat das Buch eine Biografie? Hat das Buch Wurzeln? Hat das Buch einen Autor? Das sind Fragen, die ungewöhnlich klingen, aber in der Debatte um das Buch und seine medialen Leistungen immer wieder gestellt und manchmal auch beantwortet wurden. Der Buch- und Bibliothekshistoriker Dr. Uwe Jochum geht ihnen nun auch auf Kontrafunk nach und liest dazu drei Kapitel aus seinem Buch „Lesezeug“, das 2021 in Heidelberg im Universitätsverlag Winter erschienen ist.
56 Minuten
Im Bezirk Prenzlauer Berg in Berlin forderte die Leitung einer Grundschule noch lange nach der offiziellen Beendigung der Maskenpflicht für Eltern das Tragen derselben. Mara Schmidt stellte diese Regel in Frage und wurde in der Konsequenz von den Eltern und der Schule ausgeschlossen. Camilla Hildebrandt hat Mara Schmidt dazu im März 2023 interviewt: „Ausgrenzung an Schulen ist wieder akzeptabel.“ Aber was für Folgen hatte die Ausgrenzung für die Kinder? Darum geht es diesmal im Folgegespräch mit Mara Schmidt. Zudem erzählt Sandra aus Österreich von ihrer Erfahrung mit dem Onlinelernen. „Es ist noch viel schlimmer geworden. Ich hatte bis zum Schluss Kommunikationsverbot. Das haben sie tatsächlich durchgezogen, zu Lasten des Kindes. Ich habe mehrfach gesagt, mein Kind leidet, mein Kind wird ausgegrenzt. Aber ich war ja diejenige, mit der man nicht mehr reden durfte. Mein Kind ist physisch und psychisch krank geworden. Es hat aufgehört zu sprechen.“
56 Minuten
Während Corona die Menschen rund um Hannelore und Nora spaltet, wird das Virus für die beiden Frauen zum bindenden Element. Es ist die Frage ihres zehnjährigen Enkels Max: „Oma glaubst du eigentlich, dass Corona so wichtig ist, dass die Kinder später in den Geschichtsbüchern darüber lesen werden?“, die die 74-jährige Hannelore dazu veranlasst, Freunde und Bekannte zu bitten, ihre Gedanken und Meinungen zur Corona-Krise aufzuschreiben. Eine der Adressatinnen ist die 47-jährige Nora. Zwischen der jungen Autorin und Hannelore entwickelt sich ein reger Briefwechsel. Obwohl die beiden Frauen durchaus konträre Sichtweisen auf die von der Weltgesundheitsorganisation ausgerufene Pandemie und die damit verbundenden Maßnahmen haben, zeigen sie auf frappierend einfache Art, wie man miteinander im Gespräch und sich dabei wohlgesonnen bleiben kann.
Ganz nebenbei sammeln sie die Meinungen und Gedanken ihrer Freunde und weben diese in ihren sehr bewegenden Briefwechsel ein.
Ganz nebenbei sammeln sie die Meinungen und Gedanken ihrer Freunde und weben diese in ihren sehr bewegenden Briefwechsel ein.
56 Minuten
Solidarität mit Impfgeschädigten ist das Thema heute bei Gesellschaft 3.0. Camilla Hildebrandt berichtet von der Demonstration vom 9. September 2023 in Berlin, organisiert von der Initiative #friedlichzusammen. Wie reagiert die Regierung? Berichtet die Presse als vierte Säule der Gewalt? Zu Wort kommen unter anderem Dr. Erich Freisleben aus Berlin, Betroffene, Synchronsprecher Michael Pan, Felicia Binger, Notfallmediziner Tristan Thoring, Psychoneuroimmunologe Prof. Christian Schubert aus Innsbruck und die Mitorganisatorin der Demonstration Tina-Maria Aigner.
Zur Website von #friedlichzusammen
Zur Website von #friedlichzusammen
56 Minuten
In unserer Sendereihe „Gesellschaft 3.0“ senden wir den Essay „Wie wir dank der Bücher zu Personen wurden.“ Der Buch- und Bibliothekshistoriker Uwe Jochum erklärt, warum das Buch über Jahrtausende hinweg wichtig war und bis heute wichtig ist: nicht nur, indem es kulturell bedeutsame Texte fixiert, sondern, indem es dabei auch die Namen der Personen festhält, die für den Text verantwortlich sind. Das gilt seit den Quittungen auf Tontafeln und Papyrus – bis heute. Damit ist die Geschichte des Buches in ihrem Kern auch Verantwortungsgeschichte. Der Preis dafür war und ist freilich die staatliche Kontrolle, der die namentlich bekannten Personen seitdem unterworfen sind.
56 Minuten
„Haltung zeigen“ ist diesmal das Thema bei „Gesellschaft 3.0“. Camilla Hildebrandt spricht mit der Tierärztin Dr. med. vet. Imke Querengässer aus Königsbach. Ihre beeindruckende Geschichte während der Corona-Zeit bis jetzt, September 2023, hat sie in Form ihrer Brief- und Mailwechsel mit Politikern, Schulen, Krankenkassen und Verbänden festgehalten. In ihrem Leserbrief, veröffentlicht in der „Pforzheimer Zeitung“ am 24. Juni 2023, schrieb sie zum Beispiel: „Gestehen wir uns ein, dass in der Corona-Krise etwas ganz gewaltig schiefgelaufen ist. Kümmern wir uns um die Folgen, helfen wir den Betroffenen. (…) Denn eins ist sicher: Weigern wir uns hier, aus der Geschichte zu lernen, wird vermeidbares Leid erneut unvermeidbar. Stellen wir uns der gründlichen Aufarbeitung, auch wenn sie wehtut! „Aus der Geschichte lernen? So ein Volk es tut, geht es ohne Schmerz nicht ab.“ (Zitat: Willy Brandt)
Zur Website von „Offene Information“
Zur Website von „Offene Information“
56 Minuten
„Filmen nur noch für Geimpfte?“, das ist das Thema heute bei Gesellschaft 3.0. Im Gespräch ist Camilla Hildebrandt mit der österreichischen Schauspielerin Eva Herzig, unter anderem bekannt geworden durch ihre Auftritte in TV-Serien wie Doppelter Einsatz, Soko oder Steirerkrimi. Schlagzeilen hat Herzig zuletzt dadurch erlangt, dass sie die Corona-Maßnahmen kritisiert und zudem deutlich gemacht hat: sie lasse sich nicht impfen. Der Spiegel schrieb am sechsten Juni 2021: „Nein zu Coronaimpfung – TV-Rolle weg. Die Schauspielerin Eva Herzig will sich nicht gegen Corona impfen lassen. Beim nächsten »Steirerkrimi« darf sie deshalb nicht mehr mitspielen.“ Und aktuell, 2023, ist alles wieder wie vor der Pandemie?
56 Minuten
Insbesondere sind es die eusozial lebenden Insekten wie Bienen, Wespen, Termiten oder Ameisen, die das Interesse des Menschen auf sich ziehen. Warum, ist nicht schwer zu erraten. Einerseits ist es die grundsätzliche Fähigkeit zur Staatenbildung, andererseits der geradezu utopisch anmutende Organisationsgrad der eusozialen Gesellschaften. Innerhalb der Gruppe staatenbildender Insekten nehmen wiederum die Ameisen eine Sonderstellung ein. Sie treiben die Perfektion auf die Spitze. In ihren Nestern scheint die ideale Gesellschaft Gestalt anzunehmen. Kein Wunder also, wenn sich seit alters her Philosophen und Theologen immer wieder mit der Ameise beschäftigen. Im 20. Jahrhundert gesellen sich noch Ideologen dazu, die in den perfekt funktionierenden Formicidaestaaten das Ideal für ihre anthropologischen Revolutionen zu erkennen glauben. Mit den entsprechenden Folgen. Ein Essay des iranischen Publizisten und Filmemachers Parviz Amoghli.
56 Minuten
Bei „Gesellschaft 3.0“ geht es diesmal um die Bildung. Was für einen Unterricht bieten wir eigentlich unseren Kindern an? In einem ZDF-Beitrag vom 9. Dezember 2022 heißt es: „Die Situation ist dramatisch. Den Grundschulen gelingt es kaum mehr, den Kindern Schreiben, Lesen und Rechnen beizubringen. Und Corona ist nur ein Grund.“ Camilla Hildebrandt ist dazu im Gespräch mit Dr. Martin Kramer, Lehrer, Vater, Theaterpädagoge und Autor des Buchs „Ich – Wir – Alle: Teamarbeit als Abenteuer" (Friedrich-Verlag). Von 2012 bis 2018 war er Leiter der Abteilung für Didaktik der Mathematik an der Universität Freiburg, 2015 wurde er mit dem Robert-Boyle-Preis ausgezeichnet. Seine Art zu lehren nennt er: Unterricht als Abenteuer.
56 Minuten
In dieser Ausgabe von „Gesellschaft 3.0“ bringen wir einen Essay unter dem Titel „Die Rückkehr des Schmerzes“ von Tobias Becker. Becker, 1963 im Schwarzwald geboren, drehte drei Dokumentarfilme zu Ernst Jünger, darunter „Die wilde Schönheit der Gefahr“ über Jüngers literarischen Blick auf den Ersten Weltkrieg sowie die Dokumentarfilme „Ernst Jünger in Wilflingen“ und „Auf den Marmorklippen“. In seinem Essay widmet sich Tobias Becker dem Schmerz – ausgehend von Ernst Jüngers Schmerzbegriff als einem „Signum der Epoche“. Es scheint, als ob die Fragen, die sich Jünger vor hundert Jahren stellte, heute wieder wichtig sind. Der Essay erschien im vergangenen Jahr in der Exil-Reihe der Edition Buchhaus Loschwitz in Dresden.
Kontrafunk: Gesellschaft 3.0
Kontrafunk Sendung zum Stand der Gesellschaft und ihrer zukünftigen Entwicklung