Kontrafunk: Gesellschaft 3.0 Archiv
70 Episoden
49 Minuten
„Die Menschen verkümmern vor Einsamkeit zu Tode. Sie sind in eine Angstpsychose versetzt worden, die ich so in meiner über 32-jährigen Arbeit als Seelsorger noch nie erlebt habe!“, sagte Pfarrer Thomas Dietz Ende 2020, als Camilla Hildebrandt ihn zum ersten Mal in der Uckermark in Brandenburg traf. Seine Gemeindeabende mit Gästen und anschließender Diskussion waren während der Corona-Zeit legendär und sind es bis heute. Camilla Hildebrandt spricht mit Pfarrer Dietz über seine Erfahrungen und die Rolle der Kirche. In den Sanitzer Thesen des Sanitzer Kreises der Nordkirche von 2023 heißt es unter anderem: These 10 – Die evangelische Kirche hat sich schuldig gemacht.
56 Minuten
In unserer Sendung Gesellschaft 3.0 bringen wir eine weitere Folge des Weltwunderforums. Zusammen mit Ludwig Witzani erkunden wir ferne Orte auf der Erde. Dieses Mal begleiten wir ihn in die Berge, genauer gesagt: zum Kilimandscharo, dem höchsten frei stehenden Berg der Erde. Am Ende einer ausgedehnten Afrikareise, die ihn von Südafrika bis nach Tansania führte, erscheint Witzani am Fuß des großen Berges, allerdings ohne zureichendes Schuhwerk. Mit Bergschuhen, die er sich auf dem Eingeborenenmarkt von Arusha besorgte, macht er sich auf den fünftägigen Aufstieg von gut tausend auf knapp 6000 Höhenmeter und erlebt sein blaues Wunder. Es liest Daniel C. Bunners
48 Minuten
Berichten unsere Leitmedien noch unparteiisch, ausgewogen, sind sie selbstkritisch? Was passiert in den Journalistenschulen? Prof. Dr. Michael Meyen, Diplomjournalist, Autor und Professor für Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, hat vor zwei Jahren die Freie Medienakademie gegründet. „Ich glaube, das Problem beginnt schon mit dem, was wir gelernt haben, mit der Berufsideologie, die behauptet, der Journalismus sei unabhängig, neutral, objektiv. Das ist eine Nebelkerze, die verschleiern soll, welchen Zugriff der Staat, die Behörden, die Parteien auf die Leitmedien, Redaktionen haben. Wenn man sich das heute anschaut, sieht man einen Journalismus, der zerquetscht wird wie in einem Sandwich zwischen Propagandaapparaten, die der Staat und seine Unterorganisationen sich aufgebaut haben, und einem Zensurregime, das Artikel 5 Grundgesetz konterkariert.“
54 Minuten
In unserer Sendereihe „Gesellschaft 3.0“ hören Sie heute das Hörspiel „Gewalt geht immer“ von Hartmut Lühr. In der Westberliner Innenstadt sorgt ein Amokläufer für Aufregung. Je rätselhafter sein Verhalten, desto wilder die Spekulationen der Medien. Im Dialog zwischen der Redakteurin eines öffentlich-rechtlichen Radiosenders und dem Reporter vor Ort geht es bald nicht mehr um die Berichterstattung über ein Gewaltverbrechen, sondern um die Macht der Medien, um Skandalisierung, Moralisierung und Sensationsgier.
Hartmut Lühr ist Autor und Soziologe aus Berlin, spezialisiert im Bereich Hörspiel und politische Satire. Seiner Stiftung Moderne 21, hervorgegangen aus einer Initiative des inzwischen untergegangenen Kunsthauses Tacheles, gehen auch nach vielen Jahren der satirischen Betätigung augenfällig die Anlässe für gesellschaftskritische Auseinandersetzungen nicht aus.
https://www.moderne21.de
Hartmut Lühr ist Autor und Soziologe aus Berlin, spezialisiert im Bereich Hörspiel und politische Satire. Seiner Stiftung Moderne 21, hervorgegangen aus einer Initiative des inzwischen untergegangenen Kunsthauses Tacheles, gehen auch nach vielen Jahren der satirischen Betätigung augenfällig die Anlässe für gesellschaftskritische Auseinandersetzungen nicht aus.
https://www.moderne21.de
48 Minuten
„Niemand hat die Kinder im Corona-Jahr 2020/2021 gefragt, wie es ihnen geht. Kinder haben keine Lobby. Ich habe es gewagt, mich auf die Seite der Kinder zu stellen, und habe erfahren müssen, dass es nicht erwünscht war.“ Auszug aus Bianca Höltjes Buch „Wir brauchen eine neue Schule – Ein praktischer Wegweiser für individuelle und kindgerechte Bildungsformen“. Höltje war bis 2021 engagierte Schuldirektorin, dann wurde sie suspendiert. „Es war alles weg, was mir als Schulleitung wichtig war. Es war eine Kaserne geworden, und es gab keinen Platz mehr für Menschlichkeit.“ Camilla Hildebrandt hat sich mit ihr unterhalten.
56 Minuten
In unserer Sendereihe „Gesellschaft 3.0“ hören Sie einen Vortrag mit dem Titel „Der Totalitarismus baut sich seinen Staat“. Der Philosoph, Autor und Kolumnist Dr. Michael Andrick geht darin auf Begriff und Erscheinungsform des Totalitarismus in Geschichte und Gegenwart ein. Mit Blick auf aktuelle Vorgänge spricht er vom Leben in einem „Nie-wieder-Staat“, setzt sich mit der Cancel-Culture auseinander und analysiert das weltweit praktizierte Faktencheckertum. Überdies macht er Vorschläge, wie man dem Totalitarismus entgegentreten kann. Michael Andrick lebt und arbeitet in Berlin. Er ist Autor des Buches „Erfolgsleere“, schreibt Kolumnen für die „Berliner Zeitung“ sowie Essays und politische Kommentare für „Der Freitag, „Die Welt, „Die Weltwoche“ und andere. Aufgenommen wurde der Vortrag während des Symposiums der Kritischen Richter und Staatsanwälte (KRiSta) am 21. Oktober 2023 in Halle an der Saale.
48 Minuten
In den letzten drei Jahren habe sie kaum ein Werk beenden können, sagt die in Berlin und im Ruhrgebiet lebende Malerin Ania Hardukiewicz. Der Ausschluss von Andersdenkenden, der Umgang mit Kindern und älteren Menschen, das Gefühl des Ausgeliefertseins habe sie künstlerisch blockiert. „Ich habe aber sehr viele Zeichnungen, Skizzen und Entwürfe von Polizisten, Demonstranten und Kindern gemacht, eine der ersten Zeichnungen war die Friedenstaube mit dem blauen Auge.“ 2024 ist ihr Jahr der Aufarbeitung. Aber welcher Galerist stellt kritische Werke über die Corona-Zeit aus? „Im Moment ist es so: Sobald man ein paar Diffamierungsbegriffe in den Raum wirft, lassen sich viele aus dem Kunstbetrieb dermaßen einschüchtern, dass sie zurückweichen, sich gar nicht in die Schusslinie begeben, um nicht in eine falsche Ecke gedrängt zu werden.“
49 Minuten
In unserer Sendereihe „Gesellschaft 3.0“ bringen wir vier weitere Kurzgeschichten von Eugen Zentner aus der Reihe „Corona-Schicksale“, die er auf seinem Internetblog Kultur-zentner.de veröffentlicht. Der Berliner Journalist thematisiert die menschlichen Abgründe während der Corona-Zeit. Es geht um mediale Manipulation und Denunziation, um private und gesellschaftliche Ausgrenzung und um Verordnungen, die nicht nur den Konformitätsdruck erhöhen, sondern auch zu Unrecht und Leid geführt haben. Es liest Eugen Zentner.
47 Minuten
Wird es aufgrund der erhöhten Mehrwertsteuer eine Flut an Insolvenzanträgen geben, werden kleine und mittlere Gastronomiebetriebe schließen, oder ist die ganze Aufregung übertrieben? Der deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) spricht von einem „historischen Verlust von 36.000 steuerpflichtigen Unternehmen in den Corona-Jahren 2020 und 2021“. 2024 stehen laut Dehoga rund 12.000 Unternehmen vor dem Aus. Camilla Hildebrandt ist dazu im Gespräch mit Guiseppe Badalati, Geschäftsführer der Bar und Pizzeria „Lost my Love to Italy“ in Berlin-Mitte .
52 Minuten
In unserer Reisesendung liest die Schriftstellerin Barbara de Mars aus ihrem Buch „Wahrnehmung und Wirklichkeit. Eine Ergehung“. De Mars lebt seit über zwanzig Jahren in Italien – die längste Zeit davon im „goldenen Dreieck“ der Toskana zwischen Florenz, Arezzo und Siena. Die Kunsthistorikerin schreibt für deutsche und italienische Medien und organisiert Seminare und Reisen. Auch die letzten drei Jahre verbrachte Barbara de Mars in Italien. Sie musste erleben, wie sich die stolzen Toskaner in Maskenträger verwandelten und die italienische Regierung auf die sogenannte Pandemie wie viele andere Regierungen in Europa reagierte. Barbara de Mars entdeckte das Wandern, das Laufen durch die Natur als Gegenprogramm zu Lockdown und anderen Maßnahmen. Sie erzählt von diesen Spaziergängen unter anderem zu den Lebens- und Wirkorten großer Maler wie Giotto, Piero della Francesca und Leonardo da Vinci.
Weitere Bücher:
„Eine Reise zu Dante“, Corso-Verlag, 2021.
„Valdarno, Casentino und Florenz“, Reiseführer, Michael-Müller-Verlag, 2023
Weitere Bücher:
„Eine Reise zu Dante“, Corso-Verlag, 2021.
„Valdarno, Casentino und Florenz“, Reiseführer, Michael-Müller-Verlag, 2023
53 Minuten
In dieser Ausgabe geht es um die Erinnerung an die DDR, die Pandemiezeit und die Etikettierung von Corona-Massnahmen-Kritikern. Interviewgast bei Camilla Hildebrandt ist Elke Pöhle, studierte Biologin mit Fachrichtung Immunologie. Sie sagt, die Erinnerung an die DDR sind fundamental wichtig in der heutigen Zeit, um aus Fehlern zu lernen. Außerdem kommt Thomas Barisic, Richter in Rheinland-Pfalz und Sprecher bei Krista – das Netzwerk kritischer Richter und Staatsanwälte – mit seiner persönlichen Meinung zu Wort.
50 Minuten
Wie ist es in einer Demokratie möglich, dass Covid-Massnahmen-Kritiker festgenommen, Kinder ohne Maske vom Schlitten gezerrt, Ungeimpfte wie Verbrecher behandelt wurden – im Namen der Gesundheit? Dass Journalisten massiv diffamierten und Jugendliche sich zwangsimpfen ließen, aus Angst vor Ausschluss? Wo stehen wir aktuell als Gesellschaft, und vor allem: wo wollen wir hin? Diese Grundsatzfragen stellt Camilla Hildebrandt allen ihren Gästen. Zu Wort kamen unter anderem der Medienpsychologe Dr. Lennart Freyht de Polo León, die Biologin Elke Pöhle zu Erinnerungen an die DDR, die Schauspielerin Eva Herzig, der Psychoneuroimmunologe Prof. Christian Schubert zu Maschinenmedizin, Maritta zu fehlender Menschlichkeit, der Violinist Linus Roth, die Journalistin Katrin Seibold, Mara Schmidt zu radikaler Ausgrenzung an Schulen, Intensivpfleger Werner Möller, die Osteopathin Shakti Wilferth …
50 Minuten
In unserer Sendereihe „Gesellschaft 3.0“ geht es diesmal um das Thema Altern. Der ehemalige Chefredakteur und Immer-noch-Herausgeber des Berliner Satiremagazins „Eulenspiegel“ Jürgen Nowak hat seine Gedanken dazu in seinem Buch „Hey, Alter! Ruhestand im Selbstversuch“ zu Papier gebracht. Seine Erkenntnisse bezeichnet der 75-jährige Autor augenzwinkernd als „letzten Gruß aus dem Wartezimmer“. Die vierzig Geschichten und Anekdoten über die angenehmen und nicht so angenehmen Seiten des Älterwerdens sind im Juli 2020 im Enno-Verlag erschienen.
56 Minuten
In unserer Sendereihe „Gesellschaft 3.0“ bringen wir einen weiteren Mitschnitt des zweiten Corona-Symposiums der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag. Prof. Dr. Walter Lang, Dr. Claus Köhnlein und Prof. Dr. Sucharit Bhakdi sprachen zu verschiedenen medizinischen Themen im Zusammenhang mit der Corona-Infektion. Das Symposium fand am 11. und 12. November im Deutschen Bundestag in Berlin statt.
52 Minuten
In unserer Sendereihe „Gesellschaft 3.0“ bringen wir einen Mitschnitt des zweiten Corona-Symposiums der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag. Die Corona-Maßnahmen hatten schwerwiegende Konsequenzen für die Bevölkerung. Grundrechtseinschränkungen, fehlender öffentlicher Diskurs, gesellschaftliche Spaltung und der Zwang, sich mit einem experimentellen Medikament behandeln zu lassen. Unter anderem mit diesen Themen befassten sich Experten wie Prof. Dr. Stefan Homburg, Prof. Dr. Paul Cullen, Dr. Gunter Frank und der Datenanalyst Tom Lausen. Das zweite Corona-Symposium der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag fand am 11. und 12. November in Berlin statt.
Kontrafunk: Gesellschaft 3.0
Kontrafunk Sendung zum Stand der Gesellschaft und ihrer zukünftigen Entwicklung