VerasTagundNachtBuch Archiv
148 Episoden
39 Sekunden
LeserInnen haben oft den Wunsch, Autoren in Schubladen zu packen. Um sie ein- für allemal einzuordnen. Manche SchriftstellerInnen kommen dem entgegen, schließlich ist ein klares Image hilfreich beim Verkauf von Büchern und Person. Von Heinrich Heine dagegen gibt es sehr unterschiedliche Selbstbilder - neben den Fremdbildern, die andere ihm aufdrücken wollten. Er begegnet uns als volkstümlicher Liederdichter, als Jude, als kritischer Journalist, als "braver Soldat im Befreiungskriege der Menschheit", aber auch als Spötter und, ja, tatsächlich als Liebeskranker, abonniert auf Enttäuschungen. In so schlichten Worten eine so traurige und zugleich zutiefst komische Geschichte zu erzählen wie im Gedicht über den armen Jüngling, ist ganz große Kunst. Live zu hören auf meinem literarischen Spaziergang "Heine & Hamburg. MEHR: www.hamburgerliteraturreisen.de
8 Minuten
Eine weihnachtliche Geschichte, geschrieben und gelesen von Vera Rosenbusch. Die Hauptperson ist Kommissar Behrend von der Hamburger Polizei. Das nur, damit Ihr Euch nicht wundert, weshalb er plötzlich ein Blaulicht aufs Autodach setzt. Er ist Protagonist mehrerer meiner Geschichten, die in verschiedenen Anthologien abgedruckt sind. Den Rentierschlitten kannst Du in „EINS+EINS=DREI“, unserem Jahrbuch Nr. 1 nachlesen. Taschenbuch, 152 Seiten, 9,99 (E-Book 5,99) ISBN: 9783758330704
6 Minuten
Walpurgisnacht! Faust! Live! Ein Ausschnitt aus unserem Bühnenprogramm zu den Freuden der Nacht.
2 Minuten
Tagsüber leben wir selbstoptimiert, nachts atmen wir auf. Nachtgestalten schleichen heran, düster, bedrohlich, grotesk und geheimnisvoll. Mondlicht, Vampire, Gespenster ... „Trägt nicht alles, was uns begeistert, die Farbe der Nacht?“ (Novalis). Hörprobe aus unserem Bühnenprogramm "Nacht". Es lesen Vera Rosenbusch und Lutz Flörke.
42 Sekunden
Vera Rosenbusch und Lutz Flörke lesen ein wunderwarmes Wintergedicht von Christian Morgenstern. Aus unserem Bühnenprogramm "Advent für Erwachsene".
2 Minuten
Ein Gedicht über Blumen? Allerdings. Doch wer zuhört und seinen Assoziationen freien Lauf lässt, kann Ungewöhnliches entdecken.
74 Sekunden
Vera Rosenbusch liest "Fragen" von Heinrich Heine. 1 Minute Literatur Woher? Wohin? Was bedeutet der Mensch? Viele große Fragen. Ich jedenfalls neige zu Fragen. Andererseits habe ich gelernt, Literatur sei nicht dazu da, Weisheiten zu verkünden. Das sei trivial und behindere das Nachdenken. Aber der Hunger nach großen Fragen ist interessant. Dazu ein Gedicht von Heine. Eine Hörprobe aus unserem Bühnenprogramm "MeeresLust". MEHR Heine: https://soundcloud.com/vera-rosenbusch/sets/heine
3 Minuten
Ein wunderschönes Wintergedicht des Hamburger Barockdichters Barthold Hinrich Brockes. Bereits nach wenigen Versen steht einem die eisige Garten-Pracht vor Augen: Der Frost klirrt, die Zweige funkeln ...
79 Sekunden
Begleiten Sie Franz Kafka auf seinem „Ausflug ins Gebirge“. Unsere Poesie des Monats führt Sie diesmal bis weit über die Wolken hinaus ... Wohin? Schauen und hören Sie selbst! Denn Literatur stärkt das sprachliche Immunsystem!
2 Minuten
"Meine Zweifel stehn um jedes Wort im Kreis herum ..." aus Kafkas Tagebuch vom 15. und 16. Dezember 1910
44 Sekunden
Vera Rosenbusch liest "Kleine Fabel" von Franz Kafka.Wenn wir „Fabel“ lesen, erwarten wir eine lehrreiche Erzählung mit Tieren als Hauptfiguren, bei der etwas Tiefsinniges herauskommt. Kafkas Fabel ist anders. Zwar treten eine Maus und eine Katze auf, aber uns wird keine Botschaft vorgegeben. Wir erleben, wie witzig es sein kann, wenn jemand mit unseren Erwartungen spielt. Mehr Humor geht nicht. - 1 Minute Literatur.
74 Sekunden
Vera Rosenbusch liest "Ein Nagel saß in einem Stück Holz" von Joachim Ringelnatz. Eine Hörprobe von meinem literarischen Spaziergang "Komm, du salzigster Matrose" durch Hafencity und Speicherstadt. MEHR: https://www.hamburgerliteraturreisen.de/hhreisen.html MEHR Ringelnatz: https://soundcloud.com/vera-rosenbusch/sets/ringelnatz
3 Minuten
Vera Rosenbusch & Lutz Flörke präsentieren die ersten Minuten aus "Franz Müllers Drahtfrühling" von Kurt Schwitters. Schwitters collagiert Alltagsjargon, Reklame, Trivialroman und Klassikerzitat zu eigenwilligen Sprachkunstwerken. Wie auf Schwitters Bildern, wo er alte Fahrkarten, Bindfäden, den Deckel einer Konservendose … einmontiert, verwendet er auch hier Material, das andere weggeworfen haben, also Müll. Deswegen heißt die Hauptfigur Franz Müll-er. Eigentlich ganz einfach: Da steht ein Mann. Viel mehr ist nicht. Die zahlreichen Wiederholungen jedoch erzeugen die Frage, ob es wirklich bloß um diesen Mann geht. Wörter und Sätze werden mit einer noch neuen, unbekannten Bedeutung aufgeladen, wenn man sie oft wiederholt. Dann kann man sich fragen: Was soll das? Bei Schwitters wird die selbstverständliche Rezeption des Textes gestört. Das stellt den Sinn infrage. Der Text spielt mit mir, lockt mich, fordert mich, ärgert mich vielleicht ein bisschen - und am Ende kann ich lachen. Ich kann aber auch erschrecken darüber, wie aggressiv das Publikum reagiert, wenn es etwas nicht versteht. Man stelle sich vor, der fremde Mann wäre ein modernes Kunstwerk. Oder ein Ausländer. Dann ist der Text plötzlich viel weniger harmlos, als er im ersten Moment erscheint. Einen wesentlichen Teil ihrer Wirkung gewinnen Schwitters Texte erst, wenn sie gesprochen werden. Was beim Leiselesen dunkel und verwirrend erscheinen mag, wird beim Hören hell und klar. Um Schwitters zu verstehen, muss man mindestens drei Gedanken auf einmal denken: einen klugen, einen dummen und einen zufälligen. Aus unserem Bühnenprogramm "Anna Blume - Ich liebe Dir".
4 Minuten
Ein Ausschnitt aus dem Theaterstück "Traumwohnung" von Vera Rosenbusch & Lutz Flörke. Es liest Saskia Junggeburth.
2 Minuten
Wahre Liebe ist schön, weil sie nicht wertet, sondern schwelgt. Joachim Ringelnatz gelingt es, dafür ein wundervoll sensibles Sprach-Bild zu finden. Übrigens: Lollo (= Leonharda) war die Ehefrau des Dichters. Und Seepferdchen sind ganz besondere Tiere. Die Männchen tragen die Eier in einer Bauchtasche aus. Eine Hörprobe von meinem Literarischen Spaziergang „Komm, du salzigster Matrose“ durch Hafencity und Speicherstadt. Live-Termine: www.hamburgerliteraturreisen.de